Kalkputz nach Trocknung Risse und hohl klingende Stellen




Hallo,

ich habe mit einem Kalkputz einen Inneraum von uns verputzt.
Alles gut vorgenässt (schon einen Tag vorher mit Gatenspritze). Ich habe den Putz langsam trocknen lassen und mehrmals am Tag bis zu einer Woche feucht gehalten und mit hochdruckverdampfer angenässt.
Habe Schichtenweise gearbeitet, wie nach vorschrift 1cm/ Trocknen lassen dann die zweite Schicht / trocknen lassen dann den Oberputz (Feinputz).

Nach der kompletten Trocknung sind nun Risse entstanden. An den Rissen klingen die Stellen hohl.
Mit einem Schraubenzieher habe ich die Hohlen stellen aufgekratzt. Der Kalkputz ist relativ leicht zu entfernen. Die Konsistenz ist eher weich bis leicht sandig bzw. nicht hart und fest. Ist das normal? Ich hatte mir das eigentlich anders vorgestellt. Bei der Vorstellung Bilder später an die Wand zu hängen gehen bei mir schon die Nackenhaare hoch, wenn der Putz dann zerbröselt.

Interessant ist, dass die Wände, die ich weniger feucht gehalten habe, eine festere Struktur haben. Mit feucht meine ich nicht, dass das Wasser runter gelaufen ist. Fenster waren lediglich geschlossen und ich habe durch Dampf eine hohe Raumluftfeuchte gehalten und die Wände vorsichtig angenässt.

Ist die weiche Konsistenz beim Kalkputz nun normal oder was kann ich falsch gemacht haben?

(Bayosan RK38 Grundputz /Feinputz RK39)

Vielen Dank
Robert



leicht einzukratzen/ abzukratzen (leicht zu entfernen ist falscher ausdruck)



........



Kalkputz nach Trocknung Risse und hohl klingende Stellen



Hallo Robert,
habe mich versucht über Ihren Putz zu informieren, ergebnislos - zugegeben ich habe vielleicht zu schnell aufgegeben.
Darum frage ich Sie, wäre hilfreich: was ist der Untergrund, welche Kornstärke hat der Grundputz, könnte es sein, dass Sie den Mörtel zu nass angemischt haben.Ich persönlich kann keine Lösung versprechen, einerseits weil ich keinerlei Erfahrung mit anderen Putzsystemen habe, andererseits finde ich es etwas schwierig - so aus der Ferne...
Einfach noch mehr Informationen bringen,
Grüsse
Mladen Klepac



Putz



Hallo Robert,
Luftkalkputz braucht ein Feuchtefenster von etwa 0,8 bis
8 Masse-%. Zuviel und zuwenig verhindert die Carbonatisierung.
Wenn die Rissflanken hohl klingen deutet das auf Schrumpfspannungen hin. Der Putz härtet an der Oberfläche schneller als im Untergrund oder der Putz ist zu fett.

Viele Grüße



bayosan rk38 rk39



Hallo Herr Böttcher, Herr Klepac,
Ja das ist schon ärgerlich. So viel Arbeit :/

der RK39 ist ein grobkörniger hochhydraulischer Reinkalk-Putz mit 0-1,2mm Körnung
www.baumitbayosan.de/files/de/tm/07Sanierung/Stuccoco_Guss_SG_87_ce12.pdf

RK38 ist ein feinkörniger Reinkalk-Putz
mit 0-0,8mm Körnung
www.baumitbayosan.com/files/de/tm/06NaturLine/Kalkin_RK_38_ce33.pdf

In der ersten Beschreibung oben habe ich einen Zahlendreher.
Der Feinputz rk38 wurde selbstverständlich als letztes aufgetragen.

In dem technischen Merkblatt steht Trocknungszeit nach 3 Stunden. Vielleicht habe ich ihn zu feucht gehalten, sodass wie Herr Böttcher geschrieben hat die Carbonatisierung verschlechtert wurde.

Die Wand ist Kalk-Sandstein. Gut vorgenässt. Jedoch war die Wand schon vorher immer etwas feucht im Unteren Bereich durch den "gestern" noch feuchten Keller. Daher ist nach 3 Wochen der Putz relativ schnell getrocknet und die Schrumpfspannung entstanden...

Der purös weiche trockene Kalk ist nun nicht besonders feierlich, hält jedoch. Ich habe die Riss stellen abgeschlagen und werde diese neu verputzen...

Also war es vermutlich zu viel nass halten, da die Stellen, die ich vernachlässigt habe seltsamerweise sehr gut geworden sind. Die Risse durch zu schnelles trocknen nach 3 Wochen "feucht halten" auf feuchter Wand...

Den Putz habe ich 11,5 Liter Wasser auf 35Kilo wie vorgeschrieben.

Viele Grüße
Robert



Kalkputz



Hallo Robert,
ja, und der Kalkputz braucht auch CO2; für 1cm Putzstärke und 1m² ca 2000 m³ Luft, aber kein Durchzug machen.
Grüße
Mladen Klepac



kalkputz



feucht halten und für keinen luftzug sorgen war wohl nicht das einzige was man beachten muss. Is Ihr Kalkputz denn auch weich oder ist das wirklich so schlimm wie ich es denke?
werde beim nächsten Projekt auf Lehmputz umsteigen ;)



Kalkputz



wie Georg schon geschrieben; zuvieles nachnässen verstopft die Poren, CO2 kann nicht richtig eindringen.

Ihr letzter Beitrag ist mit dem meinem gleichzeitig eingegangen...es ist also ein hochhydraulischer Kalkputz.
Hat mann Ihnen dazu geraten, oder wieso diese Entscheidung?, wenn ich fragen darf.
Grüße
Mladen Klepac



Kalkputz



Hallo Robert,
also ich bin glücklich mit unseren Produkten;-),Ich bin dankbar und froh , bisher keine Garantiearbeit - ansonsten wäre ich schneller weg als ich mich umschauen kann, mehr kann ich nicht sagen.
Grüße
Mladen Klepac



begutachter



Hallo,
die Empfehlung habe ich von einem Begutachter unseres Altbaus bekommen. Da dieser Putz sehr weiß wird und auch für Feuchte Wände geeignet ist. Die Wand war beim Aufbringen noch leicht feucht im unteren Bereich, wegen Keller.
Der Putz wurde sehr weiß. Ich kann mir vorstellen wenn es irgendwie richtig funktioniert bzw. ich nicht so viel gefeuchtet hätte, es ganz schön geworden wäre.
Nun muss ich den Flurbereich (auch Kalksandstein) auch neu verputzen. Vor Kalkputz habe ich nun Respekt, insbesondere wegen der anliegenden Holztreppe wäre das Vornessen der Wand etwas problematisch. Doch Kalkputz oder Lehmputz... Können Sie mir vielleicht aus Erfahrung zu einem oder den Anderem für den Flur raten?
Würde mich freuen

besten Dank
Robert



Hydraulische Kalkbindemittel



Dort wo Feuchtigkeit vorhanden ist, sollte ein Putz gewählt werden , welcher die Feuchtigkeit auch herauslassen kann.Mit einem Luftkalkputz mit Kalkhydrat als Bindemittel oder einem Sumpfkalkputz ist solch eine Problematik von vornherein ausgeschlossen.
Auf Kalksandsteinen wage ich keinen Rat zu geben.
Mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



Das muss ja schief gehen



Hydraulischer Kalkputz mit für einen Kalkmörtel zu hoher Biegezugfestigkeit in beiden Schichten. Der wird zu harte und reisst. Den hätten se nich noch zusätzlich nassmachen müssen, mit vernünftig ausbessern ist da nichts mehr gross.
Für's nächste Vorhaben einen Putzer holen, der sein Handwerk versteht, wie Herr Klepack

Grüsse Hein



Adressen



Vielen Dank vorerst,
kennen Sie Adressen in Westdeutschland raum Düsseldorf wo ich Luftkalkputz beziehen kann?
Süddeudtschland gibt es so viele Adressen, ein Paradies für Kalkputzer.
Porto von 200EUR für eine Palette möchte ich mir, wenn möglich sparen.

Grüße
Robert.



@Hein



Guten Abend Hein,
Danke!
Am liebsten würde ich Sie auf sämtliche Baustellen biemen, die ich gemacht habe.
Grüße
Mladen



@Robert



Ein Kalksandstein mag gut sein.
Wenn ich von mir reden darf, dann würde ich mich nicht richtig getrauen Kalksandstein mit unseren Materialien zu verputzen.Es ist kein ursprünglicher Baustoff.
Gutes Gelingen
Mladen



mit welchem...



Material würden Sie sich denn trauen Kalksandstein zu verputzen? Dann wäre ich schon eine Empfehlung reiche, die ich für den Flur anwenden könnte.
Grüße
Robert



mit welchem Material



Hallo Robert,
wen meinen Sie, etwa mich?

Wenn Ja, dann würde ich das Bindemittel hoch, übermäßig hoch ansetzen für einen Vorspritz -und eben dünn in der Konsistenz anmachen.Der Kalksandstein zieht Wasser "ohne Ende".Der Vorspritz soll also gut durchsintern um tragfähig zu bleiben.Darauf dann den Grundputz entsprechend dem Gewünschtem deckputz vorbereitet.Der Deckputz würde ich auf den noch relativ feuchten Grundputz aufziehen.Wichtig ist es die Sinterhaut zu entfernen. Der Anstrich würde wie üblich in Fresco ausgeführt.



Ach...



schnell , schnell...
Robert,
danke für Ihr Interesse
Grüße
Mladen



...



Mladen,
ich habe zu danken :)

genauso, wie oben beschrieben habe ich das gemacht. Ich bin mir nun ziemlich sicher, dass es nur am übertriebenen feucht halten lag. Die Wände, die ich weniger feucht gehalten habe bzw. wo die kalksandsteine für eine schnellere Trocknung gesorgt haben, sind in ordnung. Die Wand, die sowieso probleme hatte wegen dem Keller zu trocknen ist die problemwand... ich hatte gedacht es würde genau umgekehrt, aber so kann man sich irren... :)
Für den Flur werde ich mir dann noch gedanken machen ob ich es mit weniger Feuchte noch einmal probiere.
danke
Robert



treppe...



ach noch kurz...
sollte ich wegen der Holztreppe besser Lehmputz verwenden?
sonst schimmelt die Treppe noch, wenn ich den Kalkputz !leicht! feucht halte. oder brauche ich mir da keine Gedanken zu machen?
danke



Dieses Forum..



..isch doch einfach - guet.
Robert - gutes Gelingen
Mladen



treppe...



Hallo Robert,
Feuchtigkeit und Lehm passt noch weniger zusammen, - oder habe ich wiedermal was übersehen?:-)
Grüße
Mladen



nein hast du nicht :)



Hallo Mladen,
schön noch mal von dir zu lesen :)
Ich denke auch, dass ich mich mit Kalkputz wieder versöhnen werde und den Lehmputz nicht verwende... Unsere Holztreppe muss ich dann gut abkleben damit die nicht unter der Feuchte leiden muss.

Mit dem CO2 habe ich das noch nicht so verstanden. Wie kann der Putz optimal aushärten wenn man die zweite Schicht noch auf die erste noch nicht voll ausgehärtete Schicht aufbringt?... wäre es nicht optimaler zu warten bis die erste schicht (ca 1cm) komplett trocken ist... also nach einer Woche (um genau zu sein 10 tage)? So käme wieder etwas logik in meinem derzeit "verkalkten" Kopf ;)

PS: Schade dass Sie so weit entfernt sind, sonst würde ich mir gerne mal ein Angebot für den Flur einholen...

Grüße
Robert



Kalkputz



Hallo Robert,
ersteinmal danke, dass wir per`Du sind, ist mir schön angenehm.
CO2 Aufnahme: der Kalkputz, der Luftkalkputz bindet ab in Jahrhunderten, zur gegenüberstellung; beim Zement ist der Abbindeprozess nach ca. 20-25 Jahren abgeschlossen, dann ist er umgangssprachlich - tot.
Wir sind Deutschlandweit unterwegs, manchmal "nur" wegen eines Schlafzimmers, weil Schimmelbefall,ich bin grundsätzlich hilfsbereit aber von vorne:
Die Kalksandsteine machen mir Kopfzerbrechen... ich weis nicht ob ich alles richtig machen würde,und Du auch noch nach x10 Jahren zufrieden bleibst.Normalerweise sage ich konsequent; ich habe darin keine ausreichende Erfahrung, ich kann nicht weiterhelfen.
Wir verwenden nur gasgebrannten Kalkhydrat und Sumpfkalk als Bindemittel.
Robert, bei uns ist es auch so das wir niemals andere Putze verwenden, zum einen weis man nur ungefähr was die Inhaltsstoffe sind, zum anderen , 10% müssen nicht angegeben werden.
Hättest Du Ziegel - Mensch Ja! Kalksandsteine...Grrr -

Georg Böttcher, wo bist Du!?Hilf`mal!:-)

Nein ich möchte keinen Pfusch machen.Bin gerne bereit zu Helfen und verstehe mich nicht falsch, außerdem sind wir hier in einem Forum wo Kompetenzen da sind, also nicht zu stark auf mich konzentrieren, wieso denn auch, hey wer bin ich denn?

Herzlichen Gruß
Mladen



Kalkputz



Nun, über Kalkputz und sein Abbindeverhalten kann man eine Menge schreiben.
Bleiben wir beim Hauptthema Carbonatisierungsverlauf:

"Wenn Du in ein neues Haus ziehen willst, lass erst einmal einen anderen Narren 1 Jahr lang darin wohnen"
(Ludwig Heim, 1747- 1834, Arzt in Berlin).

Wie lange der Kalk braucht hängt in erster Linie davon ab, ob bzw. wieviel Kohlensäure an den Kalk gelangt.
Das wiederum hängt von der Menge an CO2, dem Anhydrit der Kohlensäure in der Luft, ab und vom Vermögen der Luft, in bzw. aus dem Bauteil, z.B. Putz, zu diffundieren.
Relativ lockere Gefüge mit vielen Poren carbonatisieren schneller.
Ein lang und intensiv geriebener Putz braucht eben länger, an der Oberfläche ist er stark verdichtet.
Es kommt so weniger Kohlensäure ins Innere.
Das wird bei Stahlbeton besonders deutlich, hier ist es im Gegensatz zum Kalkmörtel gewollt, das der Kalk möglichst wenig bzw. langsam carbonatisiert.
Die ca. 5% an freiem Kalkhydrat im Zement sorgen für einen hohen ph-Wert, der den Stahl vor Korrosion schützt.
Bei hoch verdichtetem Beton dauert es viele Jahrzehnte, bis die ersten 2 oder 3 cm des Betons durchcarbonatisiert sind.

Übrigens ist der Abbindeprozess bei Zement nicht nach ein paar Wochen abgeschlossen, auch der dauert Jahre.
Die Messung der Festigkeit nach 28 Tagen ist eine praktische Festlegung, hier sind die Schwundprozesse infolge der Ettringit-Monosulfatbildung abgeklungen.
Das heißt nicht, das der Beton danach nicht weiter aushärtet.

Die andere Komponente Wasser wird im Laufe der Zeit immer weniger wichtig; beim Carbonatisieren entsteht ja Wasser.
Der Putz bleibt so im Inneren etwas feucht. Nur die Carbonatisierung an der Oberfläche braucht infolge Verdunstung ein Feuchthalten (aber nicht ersaufen).
Deshalb auch der Spruch des Arztes, er bezieht sich auf die früher übliche Praxis des "Trockenwohnens"
Villen oder bessere Wohnungen wurden nach Fertigstellung ohne Maler- und Ausbauarbeiten notdürftig hergerichtet (einfache Bretter als Fußboden, Putz, ein paar Öfen in die Räume)und für 1 oder mehr Jahre an Arme vermietet. Die sorgten mit ihrer Atemluft und ihrer Feuchtigkeit für das durchcarbonatisieren des Kalkmörtels.
Danach brauchte man keine Angst zu haben, das die neue Eichentäfelung an der Wand schimmelte.
Das zum üblichen Verständnis.
Allerdings ist das Erhärten von Luftkalk etwas komplizierter.
Dicke Bauteile wie Festungswände oder hoch verdichtete Kalkestriche, die definitiv auch nach Jahren nicht durchcarbonatisieren können, erreichen trotzdem ausreichende Festigkeiten.
Das hängt mit den physikalischen Eigenschaften von Kalk zusammen, der ähnlich wie Lehm infolge Adhäsion und Kohäsion fest wird. Hier macht sich auch der Unterschied zwischen einem guten gesumpften Kalk und trocken gelöschtem Kalk bemerkbar.
Das früher nicht nur Kalk im Kalk war, ist etwas das die Befürworter von Kalk auch oft vergessen, wenn sie von der Baukunst der alten Meister schwärmen. Kalkstein konnte von Gips bis Silikaten alles Mögliche als Beimengung enthalten, das sich auf Festigkeit und Abbindeverhalten auswirkte.
Schon das früher praktizierte Löschverfahren bei der Mörtelherstellung konnte Calciumhydrosilikate, also Zementmineralien, erzeugen.
Mit unserem heutigen modernen Luftkalkhydrat wären wahrscheinlich viele Bauwerke eingestürzt.

Viele Grüße



Also dass Kalk gut ist das wissen wir nun



aber viel wichtiger ist der Lösungsansatz für die Kalksandstein Wand. Wie sollte die grundiert und dann verputzt werden?
Und bitte nich so viel um den heissen Brei reden :-)

Grüsse Hein



kalkputz



Meine Erfahrungen mit Kalksandstei habe ich oben bereits beschrieben. Meine Beobachtung war, dass der stark vorgenässte Kalksandstein mit stark nachgenässtem hydraulischem Kalkputz schlecht abgebunden hat. Der Kalkputz auf dem Kalksandstein, den ich mittelmäßig vorgenässt hatte, sodass er noch innerhalb von ca. 10 minuten wieder oberflächlich trockengesaugt war, ist einwandfrei. Diesen Putzbereich hatte ich auch nur minimal nachgenässt bzw. ist die nachnässung relativ schnell nach einer Stunde ins Mauerwerk durchgezogen.
Meine derzeitige Theorie ist, dass die Mauer saugfähig sein muss sodass Co2 mit Sauerstoff und Wasser von Außen durch den Putz zieht und somit eine ausreichende Carbonatisierug stattfindet. So habe ich es jetzt aus den obigen Erklärungen und Infos abgeleitet und kann so nachvollziehen wo mein Fehler lag.
Die ohne hin schon schlecht saugende Wand hatte ich zu stark vorgenässt sodass kaum noch saugverhalten stattfand. Dann der Feuchte Putz (erste lage) zweite Lage hatte ich 3 Tage später auf den noch feuchten nichtabgebundenen Kalkputz aufgebraucht, dadurch war das saugverhalten so schlecht dass beim leichten vornässen die Feuchtigkeit auf dem Putz stand. Die neue Putzschicht habe ich dann erst nach einer halben Stunde aufbringen können, als die Feuchtigkeit verdunstet war... vermutlich in die falsche richtung bzw. in den Raum...

Kalksandstein werde ich demnächst mittelmäßig, je nach Saugverhalten vornässen, bis sie zum ziehen der Feuchtigkeit
ca. 10 minuten braucht. Bei feuchten Wänden werde ich nur einmal leicht vornässen, auf das Saugverhalten achten und dann vor dem Verputzen Lehmerdelösung zum öffnen der Kalkporen.
Die erste schicht spritz und Wurfputz. Das austrocknen lassen ca. 6 Tage. Dann erneut anfeuchten und Grundputz auftragen. Nach allen Putzgängen mit Besen den noch weichen Putz anrauhen. Den Oberputz erst nach 14 Tagen aufrtragen, wenn der Grundputz vollkommen getrocknet ist(?). Theorie wäre dazu dass wenn ich den Oberputz noch auf den Halbtrockenen Grunputz gebe z.B. nach 3 Tagen, diffusiert die Feuchtigkeit von grobem Korn nach feinem Korn und der Grundputz Carbonatisiert nicht mehr gut aus...
Die Putzschichten werden nicht mehr nachgenässt sondern maximal angenebelt sobald der Putz die Feuchtigkeit ziehen kann. Im Feuchten Zustand könnte das eventuell in die Hose gehen, dadurch dass die stehende Nässeschicht auf dem Putz die Carbonatisierung verhindert.

Gibt es da Einwände? Dann mache ich das so für den Flur.
Natürlich auf meine Gefahr :/ Aber ich bin da ganz optimistisch dass es nun nach diesem interessanten Erfahrungsaustausch klappt.

Grüße
Robert



Kalksandsteinwand Verputzen...



Wo ist das Problem?
Vornässen und Zementspritzbewurf 50-80% deckend aufbringen.
Anschließend kann problemlos mit Kalkputz (oder Lehmputz bei trockenem Mauerwerk) verputzt werden. Die Problematik sehe ich einzig und allein in der beschriebenen Feuchtigkeit. Je nachdem wie stark die Feuchtigkeits- bzw. Salzbelastung ist wird es früher oder später mit jedem Putzsystem Probleme geben, wenn die Feuchtigkeit nicht abgestellt wird.
Wenn die grundlegenden Dinge (Dachrinne Wasserleitung etc.) ausgeschossen werden können und es keine Möglichkeit gibt, die Feuchtigkeit in einem akzeptablen Kostenrahmen abzustellen, sprich wenn Sie sich entschlossen haben mit der feuchten Wand zu leben, würde ich von einem Luftkalkputz ganz absehen und stattdessen z.B. mit einem hochhydraulischem Kalk arbeiten.

Viele Grüße



Einträge überschnitten...



Hallo Robert, jetzt waren Sie schneller als ich, hatte Ihren Eintrag noch nicht gelesen...
Die Problematik liegt wie gesagt in der Feuchtigkeit. Ich vermute ebenfalls eine Salzbelastung. Die Frage der Sie nachgehen sollten ist: Warum ist die Wand Feucht?
Ohne genaue Kenntniss der Situation vor Ort ist doch alles nur Spekulation...

Gruß vom Edersee



hochhydraulischer Kalk



gut, hochhydraulischen Kalk würde ich auch wieder nehmen.
Jedoch mein überextremes Wassernachspritzen einschränken ;)
bis dahin vielen Dank für
eine weiteren Beitrag.
Grüße
Robert



Überschnitten...



:) Diese Ursache ist auch möglich. Wird möglicherweise auch eine Rolle beim schlechten Abbinden gespielt haben.

Die Ursachen für die Feuchte Wand sind undichte Kellerwände, ein Sperrender Dickputz im Keller von Innen, der die Feuchtigkeit einfach nach oben verhilft. Gelegendliche Überschwemmung bei Sturzregen und voller Kanalisation und und und :/ Das ist ein Problem was dieses Jahr endlich fachmännisch !von außen! beseitigt wird. Fragen Sie mich bitte nicht wieso ich den Raum nicht nach der Außensanierung verputzt habe... Druck von allen Seiten (Familie)... "Der Raum muss fertig werden"... Das ist wiederum ein anders Problem, was die Forumleser hier vermutlich quälen würde ;)

Grüße auch nach Edersee.
"Wir" im Westen bauen zu viel mit Zement und Gips habe ich das gefühlt. Die Baumärkte hier haben nichteinmal Weißkalkhydrat...schlimm!



Kalkputz im Innenraum



war eigentlich früher kein Problem.
Kann es sein, daß Sie mit den Vorsatz, es besonders gut zu machen, gerade erst den beschriebenen Schaden verursacht haben. Wenn nicht andere Usachen (Salz) vorliegen, dann sehe ich die Ursachen in der übertriebenen Feuchtigkeit und in den drei Lagen.

Alternativ: Noch jetzt nehme ich normalen Putzsand (Dresdner), Kalk und einen Schuss Zement und führe einen normalen Handputz auf einen vorgenässten haftfähigen Untergrund aus. Dabei sind Putzstärken von 2 bis 3 cm kein Problem. Gegebenenfalls Sppitzbewurf und Ausgleichsputz.

Kritisch sind zu viel Bindemittel, schmutziges Wasser und unreiner Sand, zu glatte Putzoberflächen, zu schnelle Austrocknung.

Ich bin kein Chemiker und vieles von der Bauchemie steht auch nur noch im Hefter - man braucht es zu wenig in der Praxis, obwohl es unbestritten wichtig ist.
Aber CO2 - Fenster zu und kein Durchzug - was mache ich da beim Außenputz ?????
Was ich damit sagen wollte - lasst doch mal den ganzen Quatsch mit den Fertigputzen im "Normalbereich". Ihr redet hier von ökologischen Bauen - was ist mit den Belastungen durch die Werke, sind diese für die Nachbarn so gesund. Ich weiß, Arbeitsplätze .... aber um welchen Preis ?

So und nun macht mich fertig .....!



Kalkputz



... Ihr Spruch gefällt mir mehr gut. Eventuell hätte ich erst das Zimmer meiner Frau Verputzen sollen ;)*nur Spass*.
Ich werde das mit dem Selber mischen des Kalkputzes mal probieren. Eventuell finde ich auch einen Kalkanbieter in der Nähe, der mir den notwendigen Kalk anbieten kann.
Vielen Dank und Grüße
Robert



Ein Innenputz



wird in der Regel einlagig mit Vorspritz aufgebracht. Ich habe den Verdacht, dass der Putz "faul" gerieben wurde. Dass heisst, es wurde zu lange und zu intensiv draufrumgewerkelt. Wenn Mörtel mit hydraulischen Bindemitteln permanent durchgewalkt werden, erfolgt kein homogenes abbinden. Den Putz aufziehen, einebnen und dann warten, bis das ansteifen beginnt und zügig durchreiben.
MfG
dasMaurer



Alte Bauweise...



ist eben doch die einfachere.

erstmal Hallo zusammen,
hätte man Robert geraten: zum mauern Ziegelstein zu nehmen, wäre alles viel einfacher.
Ziegelstein mit Kalkmörtel mauern, mit Kalkputz verputzen, nach Wunsch einen deckputz darauf, verschiedener Struktur, mit Sumpfkalk Streichen oder nicht ,je nach Wahl des Deckputzes, ... wäre alles nicht so kompliziert, und die Schippe Zement... an die muss man gar keinen Gedanken verschwenden.

Grüße
Mladen



@Olaf aus Sachsen,



Hallo Olaf,
ja das stimmt, zu viele Bindemittel sind manchmal nachteilig, ein ungewaschener Sand kann aber ein Vorteil sein,schmutziges Wasser verwendet kein Verputzer,...

Ich rede gern vom ökologischem Bauen, weil das die Zukunft ist an der wir uns orientieren sollten.
Nicht warten bis sich der andere ändert, sondern bei sich anfangen...und wegen den Arbeitsplätzen... ein paar Putzhersteller gibt es schon. In modernen Anlagen erledigt ein Laborant die Prüfung ein anderer Überwacht die Mischanlage, die Silos, die Absackung,..viele Arbeitsplätze stecken da gar nicht dahinter.
Ja stimmt, die Anlieferung der Rohstoffe habe ich noch gar nicht erwähnt ja und die Auslieferung...alles dezentral...
Und wie die Zement Herstellung abläuft, die Wahl der Brennstoffe...
Schlussendlich die Entsorgung.

Was ich aber noch hinzufügen möchte; das ganze Umfeld um uns herum vibriert, wir können unsere Hand an eine Wand halten, da spüren wir nichts und doch vibriert diese Wand.Ist ja gar nicht so schlimm, wir merken gar nichts davon:-) allerdings baut sich auf diese weise jeder Stoff ab.
die Raumluft trägt einen großen Beitrag dafür ob wir uns gut oder schlecht fühlen.Wenn wir uns also über 80% in geschlossenen Räumen aufhalten, sollten wir uns fragen was wir an die Wände schmieren.Aber etwas wichtiges möchte ich noch sagen. Der Feinstaub der dadurch entsteht, das sich jeder Baustoff abbaut, schwebt etwa in einem Meter höhe. ..Zum Glück!? der Grösste teil der Bevölkerung ist größer außer der Kinder.....

Grüße
Mladen



Ursachensuche



@ Robert: beim gestrigen Putzen einer Garage mit Kalkputz kam mir ein Gedanke zur möglichen Ursache.
Wie hast Du die ersten beiden Lagen aufgetragen.
1: Glättkeller und "angeschmiert" oder
2: Keller, angeworfen und mit Aufzieher verschleppt ?



Kalkputz



Hallo Olaf,

Ich habe die erste Lage als zum Fugenfüllen angeworfen und die Kalksandsteine mit Spritzwurf bespritzt. Den Putz habe ich antrocknen lassen und die Sinterschicht mit einem Gitterrabbot entfernt.
Dieser Putz war der Vorputz für späteren Haft und Fugenfüller für den Grundputz.
Nach 3 Tage regelmäßig nachfeuchten.


Grundputz 1cm nach 5 Tagen aufgetragen.
Nachdem ich den Vorputz/Erstputz leicht angefeuchtet hatte habe ich den Grundputz aufgeworfen und mit einer Kelle abgezogen. Im noch weichen Zustand mit einem Besen für spätere Putzhaftung strukturiert.
3 Tage habe ich diesen Putz feucht gehalten sowie die Luftfeuchte im Raum.

zweiter Grundputz 1cm nach 5 Tagen.
Mit dem Gitterabbot habe ich die Sinterschicht entfernt,
den Grundputz leicht angefeuchtet > Feuchtigkeit blieb auf dem Putz stehen. Putz war noch nicht so trocken, dass er Feuchtigkeit schnell ziehen kann... ich wartete etwas, bis ich Verputzen konnte (auf Nässe klappt das schließlich nicht). An zwei bis drei kleinen Stellen blieb die Feuchtigkeit dennoch stehen, dort habe ich den Putz lediglich aufgewischt und später wieder abgezogen. Die Stellen habe ich erst einmal ausgelassen und am Ende des Tages ausgeputzt.

Diesen zweiten Grundputz habe ich mit einer Kelle aufgezogen, schwierige Stellen geworfen anschließend mit Besen im feuchten Zustand strukturiert.
4 Tage feucht gehalten.
Den Oberputz habe ich letztendlich nach 14 Tagen aufgezogen, vorher mit Gitterrabbot Sinterschicht entfernt und den Grundputz in den 14 Tagen erst regelmäßig und dann seltener nachgefeuchtet sowie die Raumluft feucht gehalten (Fenster waren nur zwei drei mal kurz geöffnet).

Oberputz:
Nachdem der Grundputz gehärtet war habe ich an der großen (ich nenne sie mal) "Problemwand", die ich immer besonders fürsorglich nachgenässt habe schon bemerkt dass an einigen Stellen der strukturierte Putz sehr bröselt wenn ich mit dem Gitterabbot drüber gehe. Der Grundputz war schon relativ weiß durch die 14 Tage sanft trocknen. Mit dem Besen die Krümel möglichst abgekehrt, kurz vorgenässt und den Oberputz aufgezogen. Bei den Bröseligen Stellen musste ich den Putz anwerfen. Da habe ich gesehen dass der Putz an zwei drei Stellen nicht richtig gebunden hatte. Dort sind jetzt auch die hohl klingenden Stellen entstanden (nur die eine "Problemwand". Alle anderen Wände sind einwandfrei. Die "Problemwand" war vorher leicht feuchtebelastet (vermutlich auch salzbelastet). Die Wände, die einwandfrei sind, habe ich weniger "fürsorglich" behandelt/nachgenässt.
Den Oberputz habe ich auch 2-3 Tage bei hoher Luftfeucht langsam abbinden lassen. Dann habe ich alles trocknen lassen bis es schlussendlich an 4 Stellen gerissen ist. Nur an den Rissstellen, klingt es hohl. An anderen Stellen nicht.
Da die "Problemwand" besonders nachgefeuchtet wurde überlappen sich diese beiden möglichen Ursachen, sodass ich nicht wirklich weiss woran es jetzt tatsächlich lag.
Ich habe die Hohlstellen nicht einfach ausschlagen können, sodass ich nur den Oberputz an den wenigen Stellen um den Riss auszubessern entfernt habe und neu aufziehen werde.
Hohl wird es da dann weiterhin klingen. Vielleicht klingt es auch nur hohl weil der Putz dort weicher ist...?

Sehr interessante Beiträge wurden hier bereits geschrieben.
Dafür vielen Dank
Ich bin auch vollkommen der Meinung, dass wir mit ökologischem Bauen schon in der Gegenwart anfangen sollten, damit wir unseren Kindern die Zukunft nicht wortwörtlich „versauen“. Leider gibt es in meiner Umgebung nur sehr wenige Anbieter für Kalke, Lehme etc…
Grüße
Robert



Vom Arbeitsaufwand



ein unbezahlbarer Putz ;-))).
Alles ein bisschen zuviel des guten, durch den mehrlagigen Aufbau sind nur unnötig viele Trennschichten entstanden und durch das permanente nasshalten ist der Kalk wohl "ersoffen". Abschlagen und neu ist hier die einzige Therapie.
MfG
dasMaurer



Danke



für diese ausführliche Beschreibungen.
Ich denke wie mein Vorschreiber - Viele Köche (Arbeitsgänge) verderben den Brei !!
Hier wurde wohl zu viel Aufwand betrieben. Besser wird wohl sein, alles noch mal ! Aber mit vernünftigen Aufwand. Lass es Dir von einem gelernten alten Maurer mit Sand + Kalk (hat eientlich jeder Baustoffhänler, z.b. Raab Karcher Dolomitkalkhydrat) und eine Spitze Zement zeigen. Den Rest dann selber. Versuch mal die Sackwar zu meiden. Wird billiger und Du weißt, was Du verarbeitest. Außerdem geht das besser "von der Kelle". Falls Du in Sachsen ansässig bist, nimm DRESDNER Putzsand !!!!!
Ansonten viel Erfolg !



Kalkputz



Hallo Robert,
ist mir auch schon so ergangen.
Wollte in einem Baumarkt Kalkhydrat kaufen. Die Angestellte Fachkraft wusste nicht was ich meine. Ich erklärte was ich vorhatte, eben Putz selber anmischen, sogar den Herstellungsprozess, - Sie musste dann doch beim Chef nachfragen.
Nach einer Weile, jaa das hätte man nicht, aber vom xxxputz wäre genügend da...

Viel Erfolg

Grüße
Mladen



Baumarkt



ist dafür nicht die die richtige Stelle, Raab Karcher, Baywa, Baustoffmarkt (Markenname), private Baustoffhändler !
Preis: Sack 25 kg HASIT DOLOMIT Kalkhydrat gelöscht kostet um 3,80 netto. = ca 50 Liter, ca 150 Liter Mörtel
Mischung: 1 Kalk :3 Sand Volumenanteil, etwa 75 % Nassmischung aus Trockenmischung)



Experiment



hat die bisherigen Vermutungen bestätigt:
hydraulischer Kalkputz, der zu lange seine Feuchtigkeit behält/gehalten wird, bildet über die Dauer der Abbindezeit (3 Tage in diesenm Fall) netzartige Risse, wohingegen der Putz auf dem Ziegelmauerwerk mit leichter Vornässung, Spitzbewurf, Vornässen, 2-lagiger Putz mit Zügigem verreiben und nachfilzen nur wenige Risse zeigt, die nach dem Filzen verschwunden sind.

Fazit: Putzen, Meter (m2) machen und nichts verkomplizieren. Zuviel theoretische Beiträge lesen kann auch Schaden anrichten. Wobei ich dieses Verhalten eigentlich nur von Lehrern und Anwälten kenne.....



woher Luftkalkmörtel- Fertigmischung bekommen...



Guten Tag,
auch ich suche in der Gegend von Düsseldorf nach Luftkalkmörtel.
In den Baumärkten kennt man vielleicht Mörtel, aber Luftkalk ?? Ein Baumarkt hier macht eine Ausnahme, aber deren Fertigmischung enthält Zement, der nicht deklariert ist, sondern erst auf Nachfrage bei Hersteller benannt wird. Dafür kann man dort Kalkhydrat kaufen. Bei den Baustoffhändlern hat man vielleicht Kalkhydrat. Ein hier genanntes Unternehmen hat mir vor ein paar Tagen den letzten Sack Kalkhydrat von SPENNER verkauft. Weil sie das Material nicht gelistet haben, stand auf der Rechnung Hydraulischer Kalk... ( 4,50 E )
Heute habe ich mit dem Vertreter von bayosan/ baumit telefoniert. Sie Verkaufen listenmäßig nur hydraulische Kalke. Ab einer Mindestabnahmemenge von mehreren Tonnen können sie mir auch Luftkalkmischungen verkaufen, also nix für den Häuslebauer !
Ich vermute, ich werde in den nächsten Tagen die Vertreter von z.B. Klimasan oder Solubel kontaktieren, was sie für meine Renovierung anbieten können.

Liebe Grüsse

rheinpilot





Hallo Rheinpilot,

Das ist echt eine ziemlich verzweifelnde Angelegenheit hier im Raum Düsseldorf. Ich habe gerade eben vor zwei Minuten eine E-Mail Erfhalten von BayWa Baustoffe in Essen, die dort Kalkhydrat verkaufen.
Googlen Sie mal unter Essen, Güterstrasse und schauen Sie sich das Lager über Satelit an :) Das weiße ist vermutlich Kalk :) Jippi! Ich warte noch eine E-Mail von Rheinkalk.de ab. Kalkwerk in unserer Nähe... Wenn Sie jemanden gefunden haben, können Sie es hier auch gerne posten, damit ich vergleichen kann.
Grüße
Robert



Kalk



als Luftkalk wurde vor Jahren noch vom Hersteller Wallhalla durch BayWa gehandelt hier in Sachsen, inzwischen ist nur noch Kalkhydrat erhältlich, aber diese Aussage bezieht sich eben nur auf die mir bekannten Baustoffhändler....

Anderseits habe ich kein Problem mit Kalkhydrat, lässt sich natürlich nicht so gut vorher einsumpfen, um eine gescheidigere Mischung zu bekommen.



Rheinland und Umgebung..



Weißkalkhydrat sollte es bei der RWZ geben, is zwar en kölscher Laden ist aber auch z.B in Neuss, Luftkalk mal beim Community-Mitglied Naturhaus Hetfeld probieren.

Grüße aus dem Bergischen

Stefan



Kalksandstein



Hallo


Wenn es sich bei diesen ordinären Kalksandsteinen handelt, die es heute als 1DF im Baustoffhandel gibt, dann liegt der Fehler darin, daß es nach heutigen Regeln wie Beton mit einer Aufbrennsperre eingestrichen oder gespritzt werden muß. Der Grund ist das ungezügelte und nicht abzustellende "Saufen" dieser Steine. Anschließend einen Vorspritzer, damit die Oberfläche rauher wird (zB Trasit)...
Die Putzstruktur sollte so beschaffen seim daß der Unterputz weicher sein muß als die zu verputzende Wand und der Oberputz weicher sein muß als der Unterputz. Bei umgekehrtem Verhalten platzt der ganze Kram in Schollen ab.

Lehmputz sollte nicht so feuchteempfindlich sein, wie angenommen, für permanent Feuchte Untergründe allerdings nur bedingt zu empfehlen, da Lehm erst durch trocknen hart wird...
Bei mit wurde ein Lehmmörtelklumpen in der Sonne so hart, daß ich mir beim weg kicken fast den Zeh gebrochen hab...


Andreas



Weißkalkhydrat



Hallo, nun ist es so weit. Ich werde in den nächsten Tagen mit Weißkalkhydrat und Putzsand mich im "Selbermischen" versuchen.
Gibt es einige Hinweise zur Lagerung des Kalkhydrates?
Sollte ich das Hydrat einfach trocken lagern und verwerten oder "einsumpfen" bzw. in einem großen Bottich mit Wasser einlegen.
Ich habe schon viel darüber gelesen dass das einsumpfen von Kalkhydrat keine chemischen nachteiligen Veränderungen bringt. Kann man da was falsch machen oder kann ich einfach nach Augenmaß etwas mehr Wasser hinzgeben, sodass der/das gesetzte Kalkhydrat mit etwas (2-5cm) Wasser bedeckt ist?
Ich werde vermutlich 5 Säcke etwas länger lagern wollen, bis ich nach und nach fertig mit dem Verputzen werde...

Zum Thema Sand:
Putzsand wird vermutlich der beste sein oder liege ich da falsch?
Körnung ungefähr bei 0 - 1,3mm

besten Dank
Grüße
Robert



Der Sand



ist zu fein, Putz- und Mauersand mit Körnung 0-4mm ist richtig. Das Weisskalkhydrat entweder trocken lagern oder wenn eingesumpft, dann dauerhaft unter Wasser. Erschwert aber nur das Arbeiten und ein paar Wochen bringen auch keine Verbesserung. Beim mischen Wasser vorlegen, den Kalk dazu und dann den Sand in den Kalkbrei rühren.
MfG
dasMaurer



Gutes Gelingen



Hallo Robert,
wünsche ganz gutes Gelingen:-)

Vielleicht ist es schon gesagt worden, ich weis es nicht:
quäl den Putz nicht zu lange, - soll heissen : nicht zu lange mit Kelle bearbeiten, das Bindemittel wird dadurch verstärkt an die Oberfläche gezogen.

Mit freundlichen Grüssen
Mladen



kalkhydrat



nur wenige Stunden einsumpfen, da er auch unter Wasser abbbindet ! das geht nur mit Weißkalk, das Hydrat hat Abbindeeigenschaften wie Zement - es geht auch unter Wasser ohne Luft. Test: fertiger Mörtel im Eimer lassen und Wasser drauf - am nächsten Tag nicht mehr sinnvoll zu verarbeiten.

Besser ist das Arbeiten mit Zwangsmischer, ca 30% Wasser rein, Sand rein, Kalk hinterher und zum Schluß Rest Wasser, ca 3 min mischen lassen bis alle schön durchgerührt ist.
Mit Rührwerk und Kübel ist das eher eine Quälerei und bindet nur eine Arbeitskraft. Beim abschließenden Filzen etwas Weißkalkmilch als Wasser verwenden - dann wird die Oberfläche von selbst weiß!



Kalkputz



Ich dachte immer, wir reden hier von Luftkalk!

Viele Grüße



Weißkalkhydrat =Luftkalk



Wundere mich gerade genauso wie der Georg. Weißkalkhydrat kann man natürlich einsumpfen und damit auch die Qualität des Kalkes verbessern. Vielleicht verwechselst du Kalkhydrat mit (hoch)hydraulischem Kalk, Olaf?

Gruß
Mathias



Weißkalkhydrat = Luftkalk



...gut zu wissen, dass die beiden Bezeichnungen den selben Kalk bezeichnen.
Hochydraulischer Kalk bindet unter Wasser ab. Das habe ich auch schon gelesen. Ich würde jedoch nur Weißkalkhydrat verwenden. Mir wäre auch neu und unverständlich, dass dieser auch unter wasser abbindet...

Im übrigen habe ich schon sehr viele unterschiedliche Meinungen und Anweisungen zum Kalkputzen gelesen, dass es wirklich sehr schwierig für einen Leien ist ohne eigene Erfahrungswerte mit Kalkputz "richtig" umzugehen geschweige denn sich nach einigen Berichten mit hyposensibilisierender Wirkung überhaupt daran zu trauen. Ich möchte damit sagen dass ich voll nach Plan einer Internetseite "Sogenannte Kalkverputz-Fehler" vorgegangen bin und durch die übertriebene Darstellung im Umgang mit Kalkputz leider auch übertrieben gewässert und gehandelt habe...
Ich sogar schon eine Abneigung gegen diese bestimmte Website, die sich über mehrere Seiten zieht und außer "alles was man falsch machen kann" keine sonderbar nützlichen Hinweise gibt bzw. was man richtig machen könnte ;) sicherlich kennt der ein oder Andere "Kalkneuling" diese Website auf der Suche nach "Tipps" und sieht sich daran zweifeln überhaupt Kalk verwenden zu sollen....

Mein Eindruck war, dass der Kalk bis zur vollständigen Abbindung nass gehalten werden "muss". "Gartenspritze" ein oft gelesenes Schlagwort...

Meiner Erfahrung nach völlig falsche und irreführende Ansätze, die hier manch einer nierderschreibt und verbreitet.

Aber zwischen den Zeilen auch sehr gute und nützliche Hinweise von richtigen Kalkfachleuten. Nach meiner Erfahrung am besten so einfach vorgehen, wie es bei Solubel beschrieben steht und den Kalk nicht mehr "totpflegen" wie Mladen schon geschrieben hat. Dann ist der Umgang mit Kalkputz sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis was sich später auszahlt (Super verarbeitbar, Pilzhemmend, Natürlich, Offenporig, Grundfarbe-schön weiß, nachhaltig usw. ...)

Ich habe Kalkhydrat gefunden und werde mich darin ein zweites mal versuchen (selbstgemischt) :)
Tipps für das einsumpfen von Kalkhydrat (Wassermenge etc.) würden mich sehr interessieren sowie ob die Unterschiede bei der Putzmethode... Kalk nach vorspritz aufziehen oder anwerfen? Ist eine der beiden Vorgansweisen besser für den Putz und entscheidend für die Aushärtung?


grüße
Robert



Kalk



so wie ich es als Maurer gelernt habe, gibt es mehrere Sorten:
- Luftkalk - , dort ist das Problem mit dem C02
- hydraulisch erhärtende Kalke:
1. Wasserkalk,
2. Hydraulischer Kalk
3. hochhydraulischer Kalk
diese unterscheiden sich nur durch die Anteile an hydraulisch erhärtenden Bestandteilen.

Ich habe wirklich dem Irrtum unterlegen, daß das Weißkalkhydrat C90S hydraulisch Anteile hat. Manchmal ist es eben gut, sich wieder mit der Theorie zu beschäftigen...
Asche auf mein Haupt, ich hoffe, ihr verzeit mir !

Zur Frage von Robert: Kalkputz nicht aufziehen (mit Aufzieher an die Wand "schmieren") sondern in sehr pastischer Form mit der Kelle an die Wand werfen. Das Anwerfen einer Konsistenz wie beim Mauern hilft zwar beim Aufziehen, weil man das Gefühl hat, die Fläche so schneller hinzubekommen, doch gerade sehr stark saukende Steine ziehen das Wasser ohnehin so schnell raus, daß man als 1-Mann-Kolonne ohnehin nicht mehr als 2 m2 in einem Arbeitsgang hinbekommt. Ich filze ihn dann nachfolgend mit Weißkalkmilch, so daß die Oberfläche nach der Austrocknung hinreichend weiß wird und die obere Schicht bekommt so das Bindemittel zurück, was naturgemäß beim Verreiben verloren geht (sandende Oberfäche wird verhindert). Nimm nur soviel Wasser, wie Du zur Verarbeitung brauchst, der Raum sollte aber nicht mit Durchzug gelüftet werden. Ansonsten viel Glück und hole dir im Zweifelsfall für die erste Wand einen alten Fachmann dazu, der mit der Kelle und nicht mit der Putzmaschine putzt. Den Weißkalk mußt du chemisch nicht einsumpfen, aber der Putz wird "chremiger", aber ncht härter.
Wenn Du ihn härter willst (Vorsicht bei Leichtziegel), dann nimm eine Keller Zement auf eine Karre Mischung. Das ist völlig unbedenklich. Den Spritzputz nur max 50% deckend. Der braucht aber hinreichende Vornässe, da das bischen Mörtel zu wenig Wasser mitbringt. Aber nicht hinterher, sonst spülst Du die Bindemittel raus !



RK 39



Hallo,
ich habe den RK 39 schom verarbeitet und muss sagen, dass er wenn er mit etwas weniger wasser verarbeitet wird besser abbindet und am Ende auch "bomben"-hart wird. Wir haben ihn anstatt Fensterblechen (viel Wasser) und es sind bisher (3 Jahre) keine Risse oder ähnliches zu verzeichnen.

Ein TOP-Produkt.



Gesegner



sind die Ignoranten ;-)

Ich habe vor Jahren nach der Anleitung in Knaurs Handwerksbuch von 1958 Sand und fertigen Sumpfkalk (vom Raiffeisen-Lagerhaus, Marke weiß ich nicht mehr) gemischt gemischt, Wasser dazu, nochmal gemischt, grob vorgenäßt, Verputz drauf (Wand war eine bunte Mischung aus Lehmziegeln und gebrannten Ziegeln), anziehen lassen und gefilzt. Dann fresco Kalkmilch draufgestrichen. Hat perfekt funktioniert.

Meine persönliche Erfahrung ist: 1) mit Sumpfkalk gemischter Mörtel ist für Amateure der am besten zu verarbeitende Putz überhaupt, er hält aufgrund seiner Konsistenz am besten an der Wand.
2) Kalkputz braucht Wochen um seine Härte zu erreichen, vorher kann man ihn mit dem Fingernagel abkratzen. Nach ca. 3 Wochen ist er steinhart.

Nachsatz: man ahnt ja gar nicht, was an Murks alles glatt gehen kann... hier in Wien wurden die Ziegelwände mit lehmigem Sand (nichtmal echtem Lehm) grob verputzt und drüber Kalkzement-Feinputz (Wände) oder Gipsputz (Decken). Hält seit 1914. Nicht wirklich gut, wenn man für Leitungen stemmt etc. kommt der Feinputz gerne in Schollen mit, aber es hält.



und



wie bei jedem Handwerk gilt, daß man lernen und üben muß und kann. Auch einem erfahrenen Handwerker gelingt nicht alles und keiner weiß hinterher, warum.