Wandheizung in Kalkputz anheizen

02.07.2012



Hallo,

ich such schon 'ne ganze Weile, finde aber keine konkreten Hinweise dazu. Bei Lehm ist das ja einfach, einfach beim Verputzen schon heizen.
Wann fahre ich aber eine in Kalkputz ausgeführte Wandheizung eigentlich hoch?

Der Kalk sollte doch aber nicht zu schnell abbinden, darum ist ein frühes Hochheizen sicher nicht ratsam, weil der Putz dann zu schnell trocknet. Gibt es da eine Grundregel, ab wann die Heizung eingefahren werden kann? Muss sie das überhaupt?
Es kommt ja noch eine Lage Oberputz drüber - da sollte der Grundputz seine Risse doch aber schon bekommen haben?

Vor einigen Jahren habe ich eine relativ kleine Fläche auch schon mal in Kalk ausgeführt. Das Einfahren habe ich mir dort komplett geschenkt - was zu keinerlei Problemen führte.
Ich kann mich aber nicht damit anfreunden, diese Methode jetzt bei der wesentlich größeren Fläche zu übernehmen.



Hallo Jens,



welchen Kalk hast Du verwendet?

Grüße



Zum Einsatz kommt:



maxit purcalc 380 Kalk-Grundputz



Leider kenne ich



das Produkt nicht.

Bei harten Kalk- oder Kalkzemnetputzen empfehlen wir die Heizung einmal kurz anzufahren ohen das der Putz "aufbrennt".

Wenn Du mit Deinem Verfahren positive Erfahrungen hast, würde ich es wieder genau so machen.

Grüße Gerd



Der Putz ist eher weich



als hart. Wenn Zement drin ist, dann nur homöopatisch. Aber der Tipp mit dem kurzen Anheiten klingt gut, das werde ich heute gleich mal machen. Ein paar Stunden sollten ja ausreichen, daß sich die Rohre einmal gedehnt haben. Dann darf er in Ruhe weiter reifen...



Es reichen



ein parr Minuten.

Wir schreiben in unseren Verarbeitungshinweisen bis der Unterscvhied zwischen Vor- und Rücklauf kleine als 10°C ist.

Grüße



Soll…



… mit dem Anheizen denn lediglich eine kurze Ausdehnung des Verbundrohrs erreicht werden, um späteren Sprüngen und Rissen vorzubeugen, oder dient es doch eher doch der Trocknung des Einbettungsputzes?

Gerade habe ich gelesen, dass die Ausdehnung erheblich größer als bei Kupfer oder Stahl ist (CU: 0,017 MV: 0,026). Befindet man sich damit tatsächlich im relevanten Bereich?

@Herr Meurer (falls Sie noch mitlesen):
Was mache ich denn, wenn aus bautechnischen Gründen der Gebäudeteil mit dem Heizkessel erst erheblich später fertiggestellt werden kann als die Räume mit Wandheizung?
Soll ich mit dem Verputzen der Heizflächen warten, bis angeheizt werden kann, oder geht es mit Anheizen nachher so schnell, dass der Vorsprung an Trocknungszeit vernachlässigbar ist?



Es geht nur um die Ausdehnung



der Heizungsrohre. Und ausdrücklich *nicht* um die Trocknung.
Kalkputz trocknet ja nicht, er bindet chemisch ab - und dass soll möglichst in Ruhe geschehen.

Bei Lehmputz hingegegn kann man auch die Trocknung beschleunigen, es kann sogar gleich bei "vollem Rohr" verputzt werden - kein chemischer Prozess.



Ja, für Kalk ist mir das jetzt inzwischen klar



Ich habe mir zwar auch die WEM-Info-PDFs durchgelesen, hatte aber bei Kalk offenbar Verkalkung...

Ist es wegen der Rohr-Ausdehnung denn bei Lehmputz "gefährlich", die Flächen schon mal kalt zu verputzen, langsam trocknen zu lassen und irgendwann später die Heizung anzufahren?



Hallo Herr Bisping,



bei Faserlehmen ist das Anheizen nicht notwendig, bei leicht hydraulichen Kalkputzen auch nicht.

Bei harten spröden Kalk- oder Kalkzementputzen empfehlen wir das.

Und wie schon gesagt haben die verschieden Materialien unterschiedliche Temperaturausdehnungskoeffizienten.

Hier schneidet ein Metalllverbundrohr besser ab als ein Kupfer- oder Kunstoffrohr.

Ich würde die Flächen immer kalt verputzen, nur bei Lehmputzen kann trockengeheizt werden.

Grüße Gerd