Kalk-Zement-Putz auf Bruchsteinwand

21.07.2004



Hallo,

wie in einer anderen Treat schon bemerkt, lasen wir gerade unsere Sandsteinwand (Süd-Aussenwand einer 100 alten Scheune)verputzen.
Wir haben den alten Putz abgeschlagen, die Steine sind mit Kalk-Mörtel aufeinander gesetzt. Wir haben extra einen Handwerker beauftragt, der schon einige Altbauten restauriert hat. Bei der Besichtigung vor Ort hat er auch einen kompetenten Eindruck gemacht. Nach dem Abschlagen ist die Wand mit einem Wasserhochdruckreiniger bearbeitet worden. Jetzt musste ich feststellen, dass Kalk-Zement-Putz aufgetragen wurde und kein reiner Kalk-Putz. In diesem Forum habe ich schon öfters gelesen, dass man eher zu reinem Kalk-Putz greifen soll. Ist jetzt Grund zur Panik angesagt. Was macht der Kalk-Zement-Putz (Marke "Quick-Mix) mit dem Stein? Wie lange hält der Putz im Vergleich zu dem reinen Kalk-Putz. Der Handwerker hat gesagt, ohne Zementanteil würde der Putz gar nicht halten.
Wer kann weiterhelfen? Muss der neue Putz wieder runter?

MfG Peter Zimmerschitt-Halbig



Keine Panik



Der Putz wird sicherlich wetterbeständiger sein als ein reiner Kalkputz, er haftet auch besser, was alles zu seiner längeren Haltbarkeit beitragen wird. Er ist aber nicht so elastisch, was wiederum bei Fachwerk sehr wichtig ist. Wenn Sie aber unelastischen Bruchstein haben, muß man vom Putz nicht gerade diese Elastizität verlangen.
Wenn nicht gerade sehr große Zementanteile enthalten sind, wird die Rißanfälligkeit des Putzes auch nicht signifikant steigen.
Unter denkmalpflegerischen Aspekten sieht man in der Verwendung von Zement immer einen Regelverstoß und konzidiert -eben der Haltbarkeit wegen - mal gerade einen Anteil von 5 bis 10 Prozent.
Sie sehen, überall gibts Kompromisse. Ich hoffe, auch bei Ihnen und Ihrem Putzer.