Putz, Holz, Mörtel, Kalk, zementären

20.08.2007



Hallo zusammen,

ich habe da mal wieder eine Frage,

die alten Gefache unseres Hauses sind, so wie wir festgestellt haben, mit weichgebrannten roten Steinen und zementhaltigen Mörtel ausgemauert worden. Sie sind soweit intakt, daß eigentlich nur noch verputzt werden können.
Wie werden die am besten verputzt? Man sagte mir, ein Putz aus Zement, Zement- und Weißkalk, wäre ausreichend.

Kann jemand was dazu sagen?



Gefachausmauerung putzen



Da bei Sichtfachwerk keine große Witterungsbelastung auf der Fassade liegt, genügt ein Luftkalkmörtel. Der ist ohnehin geeigneter, da der Putz immer weicher sein sollte als der Untergrund.
Harte, zementhaltige Putze neigen zu Schalenbildung, Wasserakkumulationen und zu Abscherbelungen.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Welchen Putz auch immer ...



.... Sie nehmen werden
die Schäden werden anfangs unsichtbar in Gefachemitte auftreten und sich erst später nach aussen arbeiten und dort sichtbar werden.
Denn die Fuge - wenn sie denn aus zementären Mörteln ist - wird die Feuchte nicht zwischen Gefach und Holz "verarbeiten" können und eindringende und durchdiffundierende Feuchte wird im Holz anlagern und langsam zur Fäulnis und zu Schäden führen.

Meistens wird in der "Forschung" die "Schuld" beim Holz gesucht und nicht beim zementären oder hydraulischen Mörtel - aber das wird andere Gründe haben.
Die Realität schaut anders aus!
Leider

Luftkalk aussen wäre schon gut, wenn er richtig verarbeitet wird - Vorspritz 0-4 mm / Grundputz 0-4 / ca1,5 cm / dann Feinputz so 3mm ... Oberfläche verreiben, nass in nass mit Kalk oder Kalkkasein Farbe Streichen ....

Aber die Fugen werden dadurch leider nicht besser ...

Zum Material: schauen sie mal bei www.solubel.de rein

frohes Schaffen + gutes Gelingen

mfG

FK



Vilen Dank



für die Antworten.

Könnte man die "Anlagerung der Feuchtigkeit" in den Fugen zwischen Stein und Holz durch Hinterlüftung der Wand oder einer anliegenden Lehminnendämmung verringern/vermeiden?



Trick 17



Wohl eher nicht!

"…in den Fugen zwischen Stein und Holz …"
das ist bei falschem Mörtel nicht dort, sondern zwischen Mörtel und Holz
Der Stein ist relativ egal - die Fuge muss stimmen!

durch Hinterlüftung der Wand - wo sollte die sein, die Hinterlüftung?
Innen oder aussen?

"… anliegenden Lehminnendämmung … "
Jede Innendämmung - auch Lehm, Schilf, Öko, Superöko, Ultraöko ... macht die Wand kälter, zieht den Taupunkt nach innen und verschlechtert somit die Situation der Wand.
Da kann man rechnen wie man will!
Dies Rechnereien sind doch dafür da etwas zu verkaufen! Eine Gewährleistung gibt Ihnen keiner drauf!
In erster Linie müssen die Materialien stimmen, die in der Wand verbaut werden - und die stimmen meistens nicht - je moderner die Aufbauten sind!

mfG

FK



Richtig



zwischen Mörtel und Holz meinte ich, sorry.

Die Hinterlüftung soll innen hinter der Fachwerkwand erfolgen.
Dazu soll eine zweite Innenwand mit Abstand hochgezogen werden. Zusätzlich Lüfter im Sockelmauerwerk.



würde ich so nicht machen!



Hallo

Dazu soll eine zweite Innenwand mit Abstand hochgezogen werden. Zusätzlich Lüfter im Sockelmauerwerk

das würde ich nicht machen - zu risikoreich!

FK