Günstige Oberfläche für die Innenwand

22.01.2009



die Fachwerkwände meines Hauses sind innen von dem teilweise losen Putz befreit. Nun muss wieder eine möglichst glatte Oberfläche entstehen. Wie kann diese am günstigsten erreichen?
Wie ist ein sinnvoller Aufbau mit Rigips oder welchen Putz verwende ich und auf was muss ich achten.Nach möglichkeit möchte ich diese Arbeit selbst ausführen. Die Wandstärke beträgt ca. 14 cm von Aussen soll, wenn das Budget noch ausreicht, noch eine Dämmung aufgebracht werden (hinterlüftet).



Günstige Pberfläche



Hallo,

Mit Luftkalkputz natürlich, mehrlagig, wenn aus Gründen der Tradition nicht Lehmputz angebrachter sein sollte.
Bitte setzen Sie Rigips und Co. auf die Liste der im Altbu verbotenen Baustoffe.

Grüße



Naja



Bei Innen, bzw. Trennwänden aus Fachwerk die vollflächig verputzt werden sollen halt ich GK Platten im Hinblick auf Rissbildung am Ständerwerk und Erstellungskosten für garnichmal so verboten.

gruß jens



Günstige Oberfläche für die Innenwand



lässt sich sehr einfach mit Ziegelgewebe realisieren.

Hier bietet es sich an,die ganze Wand mit Ziegelgewebe zu verkleiden.
Dadurch besteht der Untergrund für den Putzauftrag aus einer hochwertigen keramischen Fläche.

Durch das Verknüpfen von Längs- und Stoßfugen entsteht ein durchgehend fugenloser Untergrund, der mit Luftkalk, Reinkalk, Rotkalk oder Lehmputz verputzt werden kann.

Das auf dem Bild dargestellte Ziegelgewebe wurde hier zwar aussen angebracht, kann aber in gleicher Art und Weise auch innen angebracht werden

Grüsse Thomas



Viel zu viel Aufwand!!



Ziegeldrahtgewebe komplett auflegen ist für einen Bauherren ein wahre Zumutung!
Diese Lösungen würden wir niemals vorschlagen und sehen diese auch eher als Kostenverteuerung an.

Wir hätten hier eine leichtere Lösung, die zudem auch noch Alternativen vorsieht.
Entweder Schilfrohrgewebe (70-stengelig) balkenbegleitend auftackern oder dies mit 8mm Heraklithstreifen erledigen.
Nachher komplett maschinell einen ausgleichenden Lehmgrundputz auftragen und mit einer vollflächig eingebetteten Glasfasergewebeeinlage (10 x 10 mm) planeben abziehen.
Nach Durchtrocknung dann die Oberputzlage aufbringen und endfertig abschwammen.

In Ihrem Fall zählen sicherlich die bezahlbareren Lösungen.

MfG Udo Mühle



Kommt auf die Sichtweise an



Wird Lehmputz verwendet ist diese Vorgehensweise sicherlich nicht von der Hand zu weisen.
Wird aber ein anderer Putz verwendet ist es sicherlich vorteilhafter die Wand vollflächig mit einem Putzträger zu verkleiden um die Rissbildung zu minimieren, wir haben es hier ja schlussendlich mit zwei verschienen Materialien zu tun, die auch unterschiedlich arbeiten.

Grüsse Thomas K



@ dietmar



nur eine nebensächliche frage: lehmputz aus gründen der tradition in einem Stadthaus aus dem jahr 1897? bin erstaunt; war das in dieser bauzeit in einer städtischen situation noch üblich? danke für aufklärung, kann mich ja auch täuschen; würde mich aber sehr interessieren!
nix gegen lehmputz, aber er muß doch auch nicht zwingend überall eingesetzt werden, oder?
gruß, carmen



putz



ich habe an allen wänden, an denen "historischer" putz war, den losen putz entfernt. an keiner war lehmputz. leider kann ich auch nicht genau sagen was für ein putz es war, auf jeden fall war viel Sand drin. mein wunsch ist eine kostengünstige und praktikabele lösung. das endergebnis soll eine glatte, weiss gestrichene wand sein, auf tapeten möchte ich verzichten können, habe aber auch nichts gegen kleine unebenheiten, die zu dem ja auch nicht "ebene" haus passen.



@ Carmen R.



Wo kein Lehmputz drin war, kann aber Lehmputz rein!

Wir haben bisher einige Villen in Dresden und Umgebung mit dieser Herangehensweise ausgebaut, auch weil die Besitzer davon überzeugt und zuträglich waren.

Dieser ist elestischer und bringt auch für die Holzkonstruktion ein wesentlich besseren Holzschutz mit und konserviert somit die bestehenden Fachwerkhölzer gleich mit. Es wird nicht entkoppelt, sondern direkt aufgetragen.

Handwerklicher Lehmgruß,
Udo



@ udo



Wo kein Lehmputz drin war, kann aber Lehmputz rein!(zitat)
MUSS aber nicht. (meine antwort)
lieber udo, nimm es mir nicht übel, aber in ein stadthaus oder gar eine villa aus der Gründerzeit (ganz grob eingeordnet) gehört, wenn man es authentisch sanieren möchte, kein Lehm an die wand in wohnbereichen. und: was machst du in einem solchen fall mit den häufig anzutreffenden stuckverzierungen wie hohlkehlen und rosetten, wie erreichst du diese einmalige ausstrahlung von gekalkten wänden, die auch ein typisches stilmerkmal sind?
wie du weißt, habe ich auch mit lehm verputzt, und bin ganz überzeugt von seinen guten eigenschaften; aber ich würde bei einem Gebäude aus dieser bauzeit Kalkputz verwenden, im interesse einer möglichst originalgetreuen und bestanderhaltenden sanierung.
nix für ungut, und viele grüße,
carmen



Die jeweilige Sache...



Die jeweilige Sache muß es natürlich zeigen und auch hergeben.
Rundungen in die Decke hinein sind kein Problem.
Wenn natürlich Stuckelemente vorhanden sind, dann sieht es natürlich wieder ganz anders aus.

Viele Möglichkeiten, ergeben viele Betrachtungsweisen.

Grüße
Udo



praktikabel und kostengünstig



Hallo,

Angebot von einem Gipserfachbetrieb einholen.
Schlussendlich muss der Bauherr entscheiden welche Lösung er in Betracht zieht.

Stuckverzierungen können auch mit Ziegelgewebe realisiert werden.

Gruss Thomas



GÜNSTIGE Oberfläche.....!



Vielen Dank erstmal für die vielen Beiträge.Die Wände, die einen Oberbelag bekommen sollen haben jetzt eine sehr rauhe Struktur.Die Wände müssen später nicht Spiegel-glatt sein aber auch einfach streichbar, da ein teil der Fläche vermietet wird. Da das Budget sehr schmal ist, ist für mich eine günstige Umsetzung wichtig. Gipskarton habe ich zumindest für die Aussenwände ausgeschlossen. Abesehen für vorlieben für Materialien....kann mir jemand sagen, welche Lösung die günstigste ist???





Hallo,

am günstigsten dürfte der baustellengemischte Kalkputz sein, es sei denn Sie besäßen eine Lehmgrube.

Grüße





Ein selbst hergestellter Kalkputz, ist sicher eine günstige Möglichkeit und auch für das vorhandene Fachwerk geeignet. Damit die Ausführung fachgerecht wird, gibt es einige Sachen zu beachten. Der Maurer lernt nicht umsonst 3 Jahre, :-)



lehrjahre sind keine herrenjahre



hallo mathias,
"Der Maurer lernt nicht umsonst 3 Jahre"
damit hast du mich zu einem komentar gezwungen. auser ein paar spezialisten hier und anderswo, sind die Handwerker (auch meister) schlicht und einfach nur handlanger der industrie.
klingt hartm ist aber so.
gruß frank



Ich hätte auch eine pauschale, wie dumme Aussage zu bieten:



Laien lesen zwei, drei Überschriften. Lassen sich von irgendwelchen Baustoffhändlern und Verkäufern vom Baumärkten ohne Ausbildung vollschwatzen. Auf diesem fundierten Wissen basieren dann oft Umbaumaßnahmen.

Mal abgesehen davon, dass die Verkäufer eh nur die Hälfte verstanden haben, verstehen dann die Laien davon dann nur ein Viertel. Dann fangen sie in ihren kaputten Buden an zu basteln und stellen nach den ersten 20.000€, die sie versenkt haben, fest, dass es so leider nicht funktioniert.

Dann stellt sich Ratlosigkeit ein. Man konsultiert einen Handwerker. Der stellt fest, dass nur Mist gebaut wurde und sagt tatsächlich unumwunden dem Laien, dass er nur Mist gebaut hat.
Der Laie trauert um sein schönes Geld und will diese Aussage nicht akzeptieren. Zumal es jetzt auch teuerer wird, als ursprünglich vor Baubeginn im Angebot des Handwerkers, weil jetzt auch andere Materialien eingesetzt werden müssen, wegen der planlosen Arbeit.
Dann holt man sich im I-Net aus den Newsgroups schlaue Tipps, die man ebenfalls nicht wirklich versteht.
Dann frickelt man sich die Bude irgendwie zu Ende und hat 1/4 im Vergleich zum zweiten Angebot des Handwerkers gespart.
Nach 25-30 Jahren ist die Bude total am Ende, weil weggefault, und braucht eine Kernsanierung. Bis dahin hat man über Handwerker erzählt, dass sie teuer seien und nur ihre Chemie verkaufen wollen.
Mit der Kernsanierung hat man dann selbstverständlich kein Problem (auch wenn die gesamte historische Bausubstanz unwiederbringlich zerstört ist), weil man sich dann eingestehen müsste, dass man einen riesigen Bockmist gebaut hat.
Wir Handwerker kommen dann aber trotzdem wieder gerne und reißen den ganzen kaputtgebastelten Schrott ab, weil wir dann das Doppelte von dem verdienen, was eigentlich ursprünglich möglich gewesen wäre. ;)
In dem Fall sind wir dann gerne Handlanger der Industrie. ;)
Klingt hart, ist aber so! ;)



Innenputz



An Frank Grünewald:
es ist etwas Anderes, werkgemischten Trockenmörtel zu Verarbeiten als einen selbst angemischten Kalkputz.
Für so einen selbstgemischten Putz braucht es Fachwissen und Erfahrung, die man nicht im Wochenendseminar im Baumarkt oder bei einer Schnelleinweisung vom Vertreter des Lieferanten auf der Baustelle erält.
Nur Kalk, Wasser und Sand verarbeiten sich anders als ein fertiger Trockenmörtel mit einem halben Dutzend Zusätze, die Ihn für die "Handlanger der Industrie" beherrschbar machen.

Viele Grüße

p.s. Ich selber habe nichts gegen solche Mörtel am richtigen Platz.
Ich habe etwas gegen Sprüche, die ganze Berufsgruppen diskriminieren.