Fachwerkhaus ist 2-fach verputzt und gestrichen

24.10.2008



Hallo Leidensgenossen!
Ich nenne ein ca 100-150 Jahre altes Fachwerkhaus mein Eigen, welches allerdings schon immer verputzt war. Die Gefache sind mit verschiedenen Baustoffen (Lehm-Holz-Flechtwerk, Bimsstein und Ziegel- beides mit Lehm vermauert) ausgefüllt. Da der Erste Verputz im Bereich der Balken Risse aufwies, wurden diese gespachtelt und das Haus neu gestrichen. Sah natürlich verboten aus. Einige Jahre später wurde auf den alten Putz noch mal ein neuer gezogen und ein oranges Kunststoffgittergewebe eingebettet. Dann wieder gestrichen. Nun trage ich mich mit dem Gedanken, die Fassade zu dämmen. Die Frage ist, ob die Wände nicht jetzt schon durch die 4-5 cm dicken Putz -und Farbschichten ihre Diffusionsoffenheit eingebüßt haben und welche Form der Dämmung für meinen Fall geeignet scheint. Die Balkendicke beträgt 12-14 cm. Bis jetzt hat es noch keine Feuchteschäden in den ständig bewohnten und entsprechend beheizten Räumen gegeben. Fenster sind neu aus 2003.
Die abenteuerlichen Putz-und Streichaktionen sind allerdings nicht auf meinem Mist gewachsen!
Vielen Dank im Voraus für Eure Ratschläge und beste Grüße aus Hessen!
okko



Diffusion



Hallo,
also wenn Dispersions- oder Dispersionssilikaqtfarben an der Fassade sind stimmt Ihre Befuerchtung in jedem Fall.
Ich wuerde alles herunterreissen und vernuenftig mit Lehm oder Kalk aufbauen. Waermedaemmung z., B. mit einem Kalk-Leichtputz oder Natur-Daemmstoffen, z,B. Schilfrohrplatten.
Gruss N. Hoepfer



Danke!



Herzlichen Dank für die Antwort! Vielleicht sollte ich noch erwähnen, das es sich bei dem Gebäude um ein 3-geschossiges Mehrfamilienhaus mit einer geschätzten Fassadenfläche von ca 250 m2 und ca 30 Fenstern handelt. Der Kostenfaktor ist also nicht unerheblich.
Schöne Grüße!
okko



Tja,



wenns denn billig sein soll, wäre wohl ein Vollwärmeschutzsystem aus Schaumstoff mit Kunstharzvergütetem Klebe- und Armierungsmörtel und einem farblich passenden Kunstharzoberputz genau das richtige. Dann kann auch der alte Krempel dranbleiben, da kommts nicht mehr drauf an. Allerdings sollte man dann einen Verkauf in den nächsten Jahren ins Auge fassen und dem Nachfolger die Folgekosten zu überlassen.
Ist aber eine längere Nutzung geplant, ist der Vorschlag von Herrn Hoepfer mit Sicherheit die preiswertere Lösung.
MfG
dasMaurer



Hm,



das ist jetzt auch nicht gerade das, was ich mir vorstelle. Trotzdem vielen Dank für die Ausführungen! Was würde wohl so ein neuer Fassadenaufbau für ein Gebäude dieser Größe kosten, etwaige zu Tage tretende Schäden mal ausgeschlossen? Wo läge der Preis für eine umfassende Sanierung (pro m2)?



Handwerker



Udo Muehle von Fachwerk hat glaub ich einen guten Ueberblick bezuegl. guter Handwerksbetriebe:
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/community/a/showMitglied/186$.cfm
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Oder sprechen Sie mit Fr. Kynast von SHT:
63633 Birstein SHT Industriestr. 4 "Fr. Kynast Fon 06054-9113641 mob sht: 0176-10052585"
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Gruss N. Hoepfer



Danke!



Herzlichen Dank für Ihre Mühe!
Freundliche Grüße!
okko