Putz auf Dusch- und Badabdichtung aus Kunstharzdispersion

10.12.2007



Hallo,
ich möchte mir eine rustikale Duschabtrennung bauen und deshalb auf die Duschabdichtung (Kunstharzdispersion) einen Putz aufbringen. Gibt es da Material, welches auf der Dispersion hält? Meine Vorstellung war ursprünglich, einen Zementputz aufzubringen, welcher dann ganz klassisch nach dem Anziehen mit einem Quast o.ä. eine leichte Struktur erhält und anschließend gestrichen wird. Ist es sinnvoll, eine Haftbrücke zu verwenden?

Viele Grüße
collinsky



Hallo nach Berlin.



Sie schreiben Kunstharzdispersion, da gibts eine Menge. Ausserdem wär´s gut zu wissen, was da drunter ist. Abgesehen davon ist ein Zementputz wohl das ungeeignetste Material dafür.
MfG
dasMaurer





Hallo zurück.
Unter der Abdichtung befindet sich ein Holzgestell, welches ich mit Gibskartonplatten beplankt habe. Das ganze Konstruckt ist jetzt mit der Duschabdichtungsmasse überzogen, auf die dann gewöhnlich gefliest wird. Eben das möchte ich nicht so gern. Genauere Angaben zu der Kunstahrzdispersion kann ich leider nicht geben, da der Verpackung nichts genaueres zu entnehmen ist und ich ehrlich gesagt ein absoluter Leie auf diesem Gebiet bin.
Mit welchem Material hätte ich denn eine Chance, mein Projekt erfolgreich abzuschließen?

collinsky



Auf keinen



Fall mit Zementputz, der ist viel zu spröde und würde auf dem Gipskarton, der ja immer ein wenig federt, kurz und klein reissen. Eine Alternative zu Fliesen wäre Tadelakt. Alle anderen mir bekannten Materialien würde ich wegen mangelnder Oberflächenhärte und/oder ungenügender Wasserbeständigkeit nicht empfehlen. Höchstens noch einen PVC-Belag oder ´ne Epoxidharzbeschichtung. Aber ich glaub´ nicht recht, das sowas gefallen würde. ;-))
MfG
dasMaurer





Vielen Dank für den Tip, so habe ich wenigstens eine Alternative zu Fliesen.



Wie stark...



...ist den der zu verputzende Bereich dem Spritzwasser ausgesetzt? Íst es tatsächlich die Duschabtrennung?
Außenwände an einem Haus unterliegen ja auch Schlagregenbelastung, vor allem auf der Wetterseite.
Mach mal ein/zwei Bilder von der Situation. Ich hätte vielleicht eine Idee.

Gruß Patrick.



Auch



an "Idee" interessiert bin, mal neugierig mitliest.
MfG
dasMaurer



Hallo Ihr Spezialisten.



Schön, dass noch jemand was zu meinem Problem sagen kann. Es handelt sich hier tatsächlich um eine Duschabtrennung der Dusche im Gästebad, die wohl nicht sehr oft benutzt werden wird. Hilft das Bild weiter?



OK...



...sowas ähnliches habe ich befürchtet. Hast du die Trockenkonstruktion halt einfach an die Wand und auf die Wanne gedübelt?
Ich hätte etwas mehr Abstand zur Wanne erwartet. Jetzt sage ich mal meine Idee und das dabei zu lösende Problem, welches bei dir jetzt nicht wirklich einfacher wird.
Auf der Abdichtung hält ein guter Flexkleber. Damit könnte man mit einer 6er Verzahnung ein Bett aufziehen, daß durch die Verzahnung eine mechanische Haftbrücke für den Putz gibt. Nach dem Durchtrocknen des Klebers könnte man UNI-H von Schwenk aufziehen. Der läßt sich nach dem Anziehen mit dem Quast oder der Schwammscheibe bearbeiten (deine Struktur). Der UNI-H ist auch im Außenbereich verwendbar und hält sehr gut, sollte aber dann natürlich überstrichen werden. Dafür würde ich bei einem Maler eine Sockelputzfarbe nehmen. Der Putz selber ist schon durch den enthaltenen Weißzement altweiß. Vielleicht keine Lösung für so eine kleine Dusche, wenn jeden Tag 6 Leute duschen, aber als Gästedusche denke ich geht es.
Bleibt das Problem der Andichtung an Wandfliesen und Duschwanne. Silikon vielleicht eher nicht (wobei da Ulrich mit seinem Tadelakt eher was sagen kann), aber bei der geringen Belastung könnte die überstreichbare Dichtmasse für Außenbereiche auf PU-Basis funktionieren. Ist etwas robuster als Acryl, sollte aber beobachtet werden.
Alles in allem sieht es so aus, als wäre bei Undichtigkeit der Anschlüsse nur deine Trockenkonstruktion gefährdet, deshalb würde ich es nicht so eng sehen.

Gruß Patrick.

P.S.: Bin schon gespannt auf deine Meinung, Ulrich.



Na das is doch was.



Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Die Idee mit dem Flexkleber als Haftbrücke ist mir auch schon gekommen, schön dass Du das genau so siehst.
Alles in allem ein sehr hilfreicher Beitrag.



Hallo,



ich hab mir grad mal das Datenblatt von dem Putz angeschaut. Auf den Flexkleber kann verzichtet werden, das Zeug klebt mindestens genausogut und kann als Haftbrücke eingesetzt werden. @Patrick: beim Anstrich würde ich aber auf keinen Fall irgendwelche Kunstharzfarben nehmen, da selbst bei minimalen Beschädigungen Wasser eindringt und beim verdampfen die Farbe abhebt. Lieber eine Silikatfarbe nehmen, die ist ebenfalls Wasserbeständig, aber diffusionsoffen. Z.B. GekkosolLasur von Kreidezeit, entweder farblos oder abgetönt, ganz nach Belieben. Und für die Anschlussfugen bleibt eigentlich nur ein neutralvernetzendes Silikon. Da hätte man schon bei der Unterkonstruktion ein schlagregensicheres Fugenband einsetzen müssen. Für ´ne Weile mag´s ja halten, aber so richtig symphatisch ist´s mir nicht.
MfG
dasMaurer
PS: Man hin,man hin, is´ doch für andere Leute. ;-))



Danke Ulrich....



...UNI-H hält wie Gift, Flexkleber aber noch etwas giftiger. War der Hosenträger zum Gürtel, wegen der Abdichtung.
Farben und Dichtmassen bitte wie Ulrich vorgeschlagen.

Gruß Patrick.



Duschabtrennung



Hallo Collin,
ich weiß, über Geschmack kann man nicht streiten, das ist die persönliche Auffassung jedes Einzelnen; wenn Sie es so mögen- sic volo, sic jubeo!
Und meine persönliche Meinung ist, das dies einfach Scheiße aussehen wird.
Abgesehen davon, das die geplante Oberfläche denkbar ungeeignet für eine Duschabtrennung ist.
Sie erinnert mich übrigens irgendwie an russische Kasernen und Ölsockel aus der Zeit von s.a.M. K.W.II...

Nichts für Ungut
Georg Böttcher



Nana,



Schei... sagt man aber nicht, davon geht die ganze Bildung in den Ar..... ;-)))
MfG
dasMaurer



Wie Du schon sagst Georg,



jeder wie er mag. Ich denke, das wird super. Und die Tadelakt- Idee ist auch noch gut im Rennen.

Gruß
Collin



Naja,



spätestens, wenn man beim Seife aufheben das erste Mal mit dem nackten Pöter an der rauhen Putzfläche lang geschubbert ist, wissen wir den Fehler. ;-)))
MfG
dasMaurer



Nun redet mir die Idee mal nicht aus!!!



Fliesen kommen für mich nicht in Frage, weil mein erster Fehler war, das Bad wandhoch zu fliesen. Ich möchte einen schönen Kontrast haben, der die bis jetzt zu sterile Atmosphäre ein wenig auflockert. Des weiteren handelt es sich ume die Gästedusche, die eh nur äußerst selten benutzt wird, und wenn, dann wird sich die Geschwindigkeit des nackten Pökers an der Wand wohl so weit in Grenzen halten, dass nicht gleich krankenhausreife Verletzungen entstehen.

Ich weiß auch, dass ich mir hier nicht das Optimum schaffe!

Viele Grüße
Collin