Altbau Fachwerk Sanierung

13.08.2009 kimi72



Hallo liebe Mitleidende,
(Scherz) habe ein Haus aus den 20ern übliche Bauweise erstande und möchte jetzt im OG die Innenwand vom Fachwerk verputzen.
1. Die Wand ist ca. 18cm dick deswegen nur Putz von innen oder sollte ich vielleicht noch einmal Ytongsteine vorne dran vermauern oder dicken Putz auftragen reicht ? Möchte kein Rigips verwenden. Wenn andere Ideen da bitte nennen.
Bin für jede Meinung dankbar.
2. Wenn Putz auf die Balken dann Folie tackern Streckmetall mit überlappung von ca 15cm dran und dann Putz richtig ? Wenn ja wie dick muss die Putzschicht sein damit es Sinn macht ?



Um Himmels Willen.....



Hallo Kimi,
wenn Ihr unbedingt Euer (nicht ganz altes) Fachwerk kaputtbekommen wollt, dann baut mit Porenbeton. Dieser zieht das Wasser an, gibt es aber schlecht ab. Das kann Euer Fachwerk übel nehmen, auch wenn es keine Ausfachung, sondern eine Schalenwand werden soll. Ich würde mit Leichtlehm bauen.
2. Was soll die Folie und Streckmetall auf dem Holz ?? Das Holz will immer atmen, genauso wie Ihr auch. Ihr lauft auch nicht mit Einkaufstüte über dem Kopf herum, bis Ihr erstickt seid.

Bitte entschuldigt den Zynismus. Benutzt bitte nur Materialien, die sich untereinander mit dem Holz vertragen. Euer Haus wird es Euch danken.



Erstmal den alten



Putz runter. Die Balken zwecks Entkopplung mit Baupapier oder Vlies überspannen, Streckmetall über die Balken spannen, mit Kalkzementmörtel ausdrücken und dann mit Kalk- oder Lehmputz versehen.
MfG
dasMaurer



Anstatt Rippenstreckmetall



ist auch Ziegelgewebe möglich. Alter Putz runter, dann wird Ziegelgewebe entweder als Streifen über Balken, oder Vollflächig über die Wand gespannt werden. Vorspritzer mit RPS1-Putz, Als Oberputz reiner Kalkputz oder Lehmputz.
Trennlage wird zum grössten Teil von Putzherstellern aus "Gewährleistungs Gründen" vorgeschrieben ist unter Verwendung des richtigen Putzes nicht notwendig.

Grüsse Thomas