Preisvergleich Schüttung

02.02.2004



Hallo zusammen,
ich bin gerade auf der Suche nach dem güntigsten Verfüllungsmaterial für Balkenlagerdecke.

Ich denke mal in Frage kommen:
- Blähbeton
- Schaumglas
- Perlit
- Hackschnitzel
- Dinkelspelz
- Korkschnitzel (1m3/110?)

jetzt gilt es nur noch die günstigsten Materialien zu finden. Hat von Euch jemand Preise/Bezugsquellen für die anderen Produkte, oder andere Ideen. Ich denke mal eine gute Lösung muss nicht unbedingt teuer sein. Bin für jede Idee offen



Verfüllmaterial



Soll nur wärmedämmend verfüllt werden oder soll die Füllung noch schallabsorbierende Eigenschaften ha ben ?



Geschoßdeckendämmung



HAllo Herr Göttler,

für die Dämmung von Geschoßdecken bieten wir Blähton- oder Korkschüttungen an.

Für Produkt- und Preisinformationen stehen wir Ihnen unter Tel.: 05141/9013590, 05141/9013599, timo.gratilow@haacke-cellco.de oder www.haacke-cellco.de gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus der Fachwerkstadt Celle
HAACKE CELLCO GmbH

Timo Gratilow



In erster Linie Wärmedämmend...



wobei natürlich schalldämmend nicht schlecht wäre. Ist halt immer eine Frage des Preises.

Vielen Dank und viele Grüße



Schüttung



Perlite erzeugt im Brandfall ätzende Gase (Salzsäure), dann doch lieber Blähton (nicht Beton), wenn es mal brennt, rieselt der auf das Feuer und kann es ersticken. Schaumglas und Kork ist auch ätzend (im Preis natürlich). Dinkelspelz ist interessant, leider auch für Insekten. Schalldämmung leistet Blähton so gut wie nichts. Kann man vielleicht Schüttung mit schallschluckender Einlage verbinden ? So in der Art: Schüttung auf den Blindboden, Hanf- oder eben doch die klassische Steinwolleeinlage zwischen Blindboden und Unterdecke ?



Einen lieben Gruß an den engagierten Herrn Beckmann,



Hallo Herr Beckmann, ich hoffe die viele Zeit die Sie in das beantworten all der Fragen hier investieren macht sich auch irgendwie bezahlt. Wenn ich genügend Geld hätte um mir einen Architekten o. Dipl.-Ing. leisten zu können würd ich Sie ja sofort engagieren.

Aber so muss ich mir das halt alles selber erarbeiten hier viele Fragen stellen. Deshalb ein großes Dankeschön an all Diejenigen die hier so munter die Fragen von uns Leien beantworten.

Woraus werden Perlite denn hergestellt weil Sie sagen dass daraus dann Salzsäure entstehen kann?

Stein- und Glaswolle gefällt mir aus Prinzip nicht. Ich musste als 15jähriger Schreinerlehrling damit arbeiten und das hat meiner Lunge nicht gut getan.

Blähton sagt mir von der Physik her schon mal zu. Aber ich hab noch keinen Lieferanten gefunden der sowas günstig anbietet. Wissen Sie womit der Blähton gebläht wird? Irgendwie müssen die den ja zum Aufquellen kriegen. Wer weiss was da dann wieder für Additive drin stecken.

Stimmt, Kork ist ganz schön teuer. 110? für eine m3. Das heisst bei einer Dämmschicht von 10cm kostet mich der Quadratmeter 22DM (fast). Ja, ich rechne gerne noch in DM, da lässt man sich nicht so schnell vom "preiswerten" Angebot überraschen. Seit dem Euro gibt's fast nichts mehr preiswertes.

Ich komme immer mehr dazu Quetschsand oder Lehm als Schüttung zu verwenden. Da sind allerdings die Fragen der Feuchtigkeit und des Gewichts. Dazu hab ich ja in dem anderen Thread schon was geschrieben.

A pro pos Feuchtigkeit. Wenn ich Estrich reinmache, dann ist der doch auch richtig feucht. dann dürfte leicht feuchter Sand doch nicht so schlimm sein, oder doch?

Ich mein ja nur. Weil sobald man irgendwas abgepackt in Säcken kaufen kann kostet es doch gleich das zehnfach von dem was es eigentlich wert ist.

Beim Dinkelspelz hatten die Kollegen sehr geteilte Meinungen. Es wurde geschrieben, dass aufgrund es sehr hohen Anteils an Kieselsäure das Insektenproblem gar nicht so groß wäre.

Somit bleiben im Rennen:
- Sand
- Ton
- Holzschnitzel
- Kork
- Blähton
- Dinkelspelz.


Ach es ist zum k... wie soll man da nur eine Entscheidung treffen. Das was mir die Industrie alles vorgaukelt, dass glaube ich schon lange nicht mehr.



Perlite ätzend????!!!! Kann doch wohl nicht sein?!!



Zur Dämmung einer Geschoßdecke eignet sich Perlit besonders gut. Perlitim nichtbehandelten, von uns für den Verkauf angebotenen Zustand, (wer weiß was es da so noch gibt...) ist ein Vulkangestein und verhält sich im Brandfall absolut neutral. Es entstehen keine!! giftigen Gase, die entstehen bei Styropor, Perlit als Mineral ( chemisch gesehen Glas) hat keine Emissionen, da es nicht brennen kann, es hat einen Schmelzpunkt von ca. 1400° C und wird allenfalls zu Glas. Brandtests mit Perlit-Kalkputzen in versch. Labors liegen vor, siehe Klimasan-Perlit.de.
Perlit hat hervorragende Wärmedämmende Eigenschaften, Preise auf Anfrage. (Profil)MfG U.D.



Nach welchen Kriterien!



Am billigsten, am funktionstüchtigsten, am feuchte- und schallabsorbierendsten oder oder oder???
Die Palette der Produkte ist noch viel breiter!
Lehmschüttung in der verschiedensten Gewichtungen und demzufolge auch mit den unterschiedlichsten Zuschlagstoffen, welche sogleich eine gute Feuchteregulierung sicherstellen und noch gut gegen ein Brandverhalten sind.
Blähglas, trittfeste Holzpellettschüttung, Lehmplatten auf Holzlehmschüttung, Mehabit (bitumenierte Hanfschäben), Ziegelsplittgranulat, extrudiertes Gesteinsmehl (Blähbims) oder weitere Materialien.
Es sollte schon eine präzisere Einsatzerklärung erfolgen, um danach die geeignete Variante zu ergründen1
Grüße aus der Umgebindelandschaft Oberlausitz.



Perlit - Perlite



Da hat mich der Kollege Dahlbüdding ja richtig vorgeführt, bei der Rechtschreibung oder der Baustoffkunde ?
Perlit = Vulkangestein
Perlite = granuliertes Polystyrol.
Alles klar ?



Sicher?



hab mal etwas rumgegoogelt, und siehe da:
Perlite ... Daemmstoff GmbH & Co. - Natuerliche Bau und Daemmstoffe aus Perlit-Gestein.
http://www.perlite.de/





Die Frage ist: Was ist über der Decke? Wenn es sich um ungenutzte Dach-oder Abstellräume handelt, braucht es keine Schalldämmung, im anderen fall, bei Wohnräumen, macht Schalldämmung Sinn, aber Wärmedämnmung muss nicht sein (weil die Wärme von unten die Räume oben mitheizt). Ein günstiger Aufbau wäre im zweiten Fall: Fehlboden, Lehmschlag, Kreuzlattung zum Bodenausgleich, Leichtlehmschüttung, Holzfaserplatte und schwimmend verlegter Dielenboden.
Gruß gf



Ich wusste ja gar nicht mit was man alles dämmen kann... also:



Also, damit die Herren über mein Vorhaben noch etwas mehr Informationen bekommen. Meine Mühle ist aus dem 15. Jahrhundert und zwischenzeitlich total entkernt. Es existiert nur noch die Aussenhülle und die Balkenlagerdecken, ohne Füllung, ohne Dielen, Schalung oder sonstiges. Also nur Steinmauer + Träger und Holzbalken.

Alle Räume sind bewohnt bzw. werden Temperiert. Also auch der Keller. Ausgebaut wird bis unters Dach. Drin wohnen werden vorläufig wohl drei Personen, meine Frau, Kind und ich. Dennoch würde ich es schon so vorsehen wollen, dass es später vielleicht auch vermietbar, unterteilbar ist was auch immer. Aber die finanziellen Mittel sind begrenzt.

Von daher würde ich mal sagen. Wärmedämmung ist vor allem zwischen den Dachsparren und in der Kellerdecke notwendig. Keller wird nur temperiert, aber nicht beheizt. bei den anderen Decken dürfte wohl die Trittschallisolierung und ein stabiler Bodenaufbau die wichtigere Bedeutung haben.

Brandverhalten interessiert mich jetzt nur sekundär. Ich hoffe wenn es brennt, dann brennt das Ding komplett ab. In jedem Stock gibt es einen Notausstieg und es gibt eine zentrale Sprinkleranlage.

Anders sieht es aus mit Rauchgasen, Ausgasung und Diffusion. Ich möchte Material, das nicht so leicht schimmelt. Seinen Isolationswert bei eindringender Feuchtigkeit nicht sofort verliert (steinwolle/glaswolle) und Feuchtigkeitsregulierend wirk. Und wenn es von der Ökobilanz gut weg käme wäre das natürlich ein zusätzlicher Vorteil. Aber egal welcher Standpunkt betrachtet wird. Im Vordergrund steht letzich doch immer der Preis. Lehm und Sand hätte ich im Garten.

Wie sieht es denn mit dem Punkt Dampfsperre, Dampfbremse. Muss ich in die Zwischendecken überhaupt Dampfsperre, Dampfbremse einbauen?

Nachdem mein Haus auch nicht nach Eenv oder W95 gedämmt wird möchte ich eh alles ziemlich diffusionsoffen lassen. Ich bin im höchsten Grade gegen Schimmel allergisch und bin durch ein supergedämmtes Haus schwerst krank geworden. Keiner kann mir erzählen, dass ein Haus das nicht mehr atmen kann gesund ist. Gesteuerte Belüftung hin oder her, denn auch deren zuträglichkeit an meine Gesundheit bezweifle ich stark.

Viele Grüße
Andreas Göttler





Also würde ich die Kellerdecke von unten verschalen, Thermohanf als Wärmedämmung einlegen, einen Fehlboden bauen und dann den Lehmschlag plus Dielen, vom Erd- zum Obergeschoss Fehlboden nur mit Leichtlehmfüllung (Lehm und Sand aus ihrem Garten am besten mit Hanfschäben vermischen). Decke mit Kalk verputzen, entweder Streckmetall, Stuckanet oder Schilfmatten als Putzträger einsetzen. Schimmel hat da keine Chance, und das Haus und alle Bewohner können (auf)atmen.
gf



Fehlboden



Jetzt bin ich ja nicht gerade Fachmann was Bodenaufbauten betrifft. Was genau ist denn der Fehlboden und wie sieht dessen Konstruktion aus? Gibt es da im Netz eine gute Quelle zum nachlesen?

Kommt die Schüttung dann in den Fehlboden?
Wie starkt muss denn der dann Dimensioniert sein um die statische Belastung einer solchen Schüttung auszuhalten?

Viele Grüße
Andreas Göttler





Hallo, Fachmann bin ich auch nicht gerade, aber Praktiker: Ich habe meine Fehlböden mit einer Grundkonstruktion aus 4x6cm Dachlatten gebaut: Die werden an die Innenseiten der Balken geschraubt mit 3cm Abstand zur Balken-Unterkante. Darauf Schraube ich von unten eine Sparschalung aus 2 cm starken Brettern, da drauf kommt eine einlagige Schilfmatte als Putzträger für die Decke (wenn die Balken sichtbar bleiben sollen), ansonsten wird der Putzträger über Balken und Sparschalung gezogen und mit Klammern befestigt. So weit der Aufbau von unten. Von oben kommen 35 mm starke Bretter auf die Lattung, die dann die Schüttung tragen, mit der dann auch nach oben der Bodenausgleich zwischen der Kreuzlattung efolgt. Den Hohlraum zwischen den beiden Bretterlagen kann man lassen oder mit einem Dämmstoff füllen, eventuell um eine zweite Latte vergrößert, dann hat man 12 cm Raum für Dämmmatten, wenn zusätzlich Wärmedämmung nötig ist. Das hängt vom Platz ab. Klingt in der Beschreibung irgendwie kompliziert, ist aber relativ simpel. Ich stell mal ein Bild rein, wenn ich's hinbekomme.
gf (ohne Gewähr, ist halt selber ausgetüftelt...)



Hallo Herr Fegel,



langsam kommen wir der Sache näher. Eins hab ich jetzt noch gar nicht vestanden. Wenn ich innen an die Balken ein Kantholz (4 x 6) schraube und so wie Sie sagen Unterkante Kantholz zu Unterkante Balken 3 cm sind und dann von unten an die Kanthölze eine 2cm Schalung mache, dann hab ich doch nur noch 1cm zwischen Unterkante Balken und Unterseite Schalung. Wenn ich dann noch 1cm Putzträger drauf mache, dann ist doch Oberfläche Putzträger bündig mit Oberfläche Unterseite Balken. Das heisst doch, Sichtbalken kann ich gar nicht mehr machen. Oder hab ich jetzt einfach was falsch verstanden?

Ich habe mit sehr niedrigen Räumen zu kämpfen. Jeder cm an Kopfhöhe ist also sehr willkommen.

Was halten Sie von folgendem Aufbau. Betrachtet von unten nach oben.

Schilfrohrmatten als Putzträger
22mm OSB-Platten von unten an die Balken geschraubt.
4x6cm Kantholz bündig mit der Balkenunterkante an die Innenseite geschraubt. Auf den 6cm zwischen Oberfläche OSB und und Sparschalung (Fehlboden) könnte man ja z.B. Blähton (wenig Gewicht)einbringen. Dann die Schalung zwischen den Balkan auf die Kanthölzer. Den restlichen Balkenzwischenraum mit Leichtlehm ausfüllen bis bündig oberkannte balken. Auf die Balken Dämmstreifen (0,5cm). Dann (sofern notwendig) 22mm OSB-Platten, dann ggf. Lewisplatten und 5cm Estrich. Auf Estrich dann vollflächig verklebt 16mm massiv-Eichenparkett. Ich hoffe, sie können mir noch folgen.

Jetzt ist natürlich die Frage ob ich z.b. die Lewis-Platten überhaupt noch brauche oder ob ich den Estrich z.B. direkt auf die OSB-Platten aufbringen könnte.

Estrich dachte ich mir um eine möglichst starre und biegesteife Unterlage für das Eichenparkett zu bekommen, da das eben mit dem Unterboden verklebt werden muss.

Aber wie gesagt, noch sind wir im planen. Jeder Vorschlag ist willkommen. Wobei wir veruschen nach dem Motto: so viel wie unbedingt nötig und so wenig wie möglich... auszugeben.



was wichtiges noch vergessen...



wenn ich die Zimmerdecke mit Putzträger versehe und dann mit Lehm verputzen möchte... hält Schilfrohr diese Schwerkraftbelastung nach unten überhaupt aus? Ich meine, wie muss den die Matte befestigt werden damit der Lehmputz auch nach fünf Jahren noch direkt unter der OSB-Platte ist und keinen Bauch nach unten in den Raum macht. Oder kann man Zimmerdecken gar nicht mit Lehm verputzen?

Vielen Dank





Uff, jetzt wird's kompliziert. Also: Der Putz an der Decke soll natürlich keine 2 oder 3 cm dick sein, sondern so dünn wie möglich. Da die Schilfmatten alle 10 cm mit Draht gebunden sind, bekommt man die mit Klammern fest genug, um den Putz zu tragen. Bei Sichtbalken ist der Putz bei meinem Aufbauvorschlag leicht kissenartig vorgewölbt. Sieht schön aus, finde ich, aber man kann die Lattung und die Sparschalung natürlich auch höher setzen, dann sprigt die verputzte Fläche ein wenig zurück von der Balken-Unterkante - Geschmacksfrage. OSB-Platten statt Sparschalung können Sie nehmen, aber da bekommen Sie, weil glatt, überhaupt keine Bindung zum Putz, außerdem sind die teuer (es sollte ja günstig sein). Aus dem gleichen Grund würde ich auf die Lewisplatten verzichten und Eichenstäbchenparkett auf eine doppelte Lage OSB-Platten Kleben oder aber statt Stäbchen Massivholzdielen. Lärche, zweite Wahl, ist ein toller Boden, als Nut- und Federdielung erhältlich und bezahlbar. Lehmputz an der Decke muss nicht sein. Reiner Kalkputz tut's auch, mit Kalkkaseinfarbe geweißelt - tolle Sache.
gf





ich bin wirklich froh dass es dieses Forum gibt und sich Menschen wie Sie soviel Mühe mit dem Antworten machen.
Gut, wenn Lehmputz an der Decke nicht notwendig und dann vermutlich auch teurer ist, dann mache ich kalkputz. Brauch ich für eine ganz dünne Schicht Kalkputz überhaupt einen Putzträger? Hmm, eigentlich beantwortet sich diese Frage ja schon fast von selber. Wenn als Putzuntergrund Holz verwendet wird, dann arbeitet das ja, sprich es wird im Laufe der Zeit wohl schwinden. Risse sind vorprogrammiert. Sind sie das aber auch bei Putzträger wie Schilfrohr- oder Sauerkrautplatten nicht auch?

Es gibt zwei Sachen im Haus die ich hasse wie die Pest. Feuchte Wände und Risse oder Fehlstellen im Putz.
Wenn ich eine Balkenlagendecke habe, dann wird die so oder so arbeiten, bei meiner Mühle die ja eh relativ feucht ist sowieso. Also stellt sich beim Deckenaufbau nicht nur die Frage der Isolierung in Sachen Trittschall und Wärme, sondern auch Rissbildung durch das arbeiten im Holz. Haben Sie damit keine Probleme.

Wenn ich Holzbauplatten verwende ist die Gefahr der Rissbildung wohl nicht so groß wie bei Brettholz, oder?

Mit Rigips hatte ich im Dachstuhl meines letzten Hauses an Decken und Wände extreme Probleme mit Haar-Rissen. Das würde ich diesmal gerne besser machen.

Die Idee mit den Kissen finde ich toll. Haben Sie vielleicht ein Bild wo sowas zu sehen ist?

Der Kalkputz: ist das Luftkalk oder Sumpfkalk oder ordinärer Kalkzementputz?

Für meine Kellerwände ist Lehmputz dann wohl nicht so ganz das richtige, da der Keller schon mal eher feucht werden kann. Also hier auch Kalkputz?

Oh weh, die Fragen werden mehr und mehr. Gibt es denn auch einen Kalkestrich, oder gibt es da nur diese Anyhdritdinger.

Damit wir mal weiterkommen. Also folgendes

Den Fehlboden würde ich mit Isoliermaterial mit nicht so viel gewicht füllen, damit die Verschraubung der Platten von unten an die Kanthölzer nicht so massiv ausfallen muss. Auf den "Deckel" des Fehlbodens würde ich dann eine Leichtlehmschüttung aufbringen.
Die OSB-Platten bekomme ich ziemlich günstig (m2-Preis 6?). Das Eichenparkett (Riemchen 50x500x16mm) ebenfalls (ca. 25?). Was würde denn der m2 Lärchenholz kosten?

Fragen die offen sind
- im bodenaufbau Dampfbremse/Sperre notwendig
- für Kalkputz an Decke Putzträger/Armierung notwendig
- was für Material als Kalkputz
- was für Deckenschalung (Unterseite) um Rissbildung zu
vermeiden
- kann Estrich auch direkt auf OSB (ohne Blechunterlage) auf
gebracht werden
- gibt es Kalkestrich und wenn ja, macht der für diesen
Zweck Sinn

Ich hoffe wir können die ein oder andere Frage noch klären





Fragen die offen sind
Als dann der Reihe nach (aus meiner Laiensicht; vielleichzt kann der eine oder andere Experte das noch spezifizieren):
- im bodenaufbau Dampfbremse/Sperre notwendig? DA DAS HAUS DURCHGEHEND TEMPERIERT WIRD: WOHL EHER NEIN, WEIL KEIN GROSSES TEMPERATURGEFÄLLE.
- für Kalkputz an Decke Putzträger/Armierung notwendig? BEI MATERIALMIX IM Untergrund BRAUCHT ES IMMER EINEN PUTZTRÄGER. BALKEN ARBEITEN; DAS SCHILFGEWEBE FÄNGT DAS AUF, DENNOCH KANN ES IMMER WIEDER RISSE GEBEN (DIE ABER LEICHT ZU REPARIEREN SIND).
- was für Material als Kalkputz (OH JE; REINER KALKPUTZ HALT OHNE ZEMENT; KEINE AHNUNG WIE DIE GENAUE BEZEICHNUNG IST; DAS WEISS ABER JEDER PUTZER (WWW:HASIT.DE).
- was für Deckenschalung (Unterseite) um Rissbildung zu
vermeiden? EHER KLEINTEILIG (BRETTER) ALS GROSSFLÄCHIG (PLATTEN), DENN DIE STÖSSE REISSEN DANN GARANTIERT.
- kann Estrich auch direkt auf OSB (ohne Blechunterlage) auf
gebracht werden (WAHRSCHEINLICH SCHON; DANN ABER MIT FOLIE; UND DIE MACHT JA DICHT. ICH WÜRDE BEIM DIFFUISIONSOFFENEN AUFBAU BLEIBEN UND AUF ESTRICH VERZICHTEN.
- gibt es kalkestrich und wenn ja, macht der für diesen
Zweck Sinn (???)
Preis für Lärchedielen 2. Wahl, 25 mm stark: ca. 25 Euro pro qm. Alle Angaben wie immer ohne Gewähr.
Alles Gute! Gruß gf





Hab' noch ein Bild vom Putzkissen entdeckt, wenn auch an der Wand. Gibt aber einen ganz guten Eindruck.
gf



Die "Fachleute"



scheinen sich hier lieber rauszuhalten :-). Aber ich finde Sie machen das ganz gut. Und oftmals ist mir die praktische Erfahrung eines "Leien" lieber als das theoretische gequassle vom Fachmann.

Mit der Deckenschalung mit kleinformatigen Holzbrettern hab ich so meine Bedenken. In meinem alten Haus habe ich getrocknetes Holz vier Wochen gelagerte bevor ich es verbaut habe und dennoch sind die Fugen zwischen den Brettern überall mind. 1mm aufgegangen. Würde Schilfrohr das echt abfangen ohne das mir der Putz reisst? Wenn ich ich den Deckenputz zweilagig machen würde und zwischen erste Lage (5 - 10mm) und zweite Lage (5mm) eine ganz leichte Armierung einbringen würde, hätte ich dann vielleicht weniger Probleme mit Rissbildung? Klar, die Risse lassen sich wieder beheben. Aber es vermittelt mir einfach kein schönes Wohngefühl wenn es ständig wieder irgendwo neue Risse gibt.

In welcher Stärke würden Sie denn Schilfrohrmatten verwenden? Kann man die auch mit Druckluftnagler an die Decke schiessen?

Wo haben Sie Ihre Dielen denn gekauft?

Viele Grüße
Andreas Göttler





Hallo, Soie sollten die Bretter natürlich erst ein paar Wochen im Haus lagern und nach der Montage an der Decke auch noch etwas warten, ehe Sie die Schilfmatten (einlagig, ca 10 mm stark) montieren. Die fangen wirklich viele Bewegungen auf, gerade in der Kombination mit dem recht weichen Kalkputz. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, schlämmen Sie die Schilmatten mit Putz ein, und dann ziehen Sie noch eine Jutegewebe drüber, dann die zweite Putzlage.Druckluftnagler: Naja, kommt auf Ihre Zielgenauigkeit an. Sie müssen die Klammer ja über den Draht schießen ... Einen Versuch ist's wert. Die Dielen waren von einem kleinen Sägewerk um die Ecke.
Gruß gf



Ich denke so werde ich das machen



... das Holz das Sie verwendet haben für die Deckenschalung (Unterseite). War das sägerauhes Holz aus dem Sägewerk?

Wie haben Sie denn die Matten befestigt und in welchen Abständen?

Einschlämmen
Ich zimmere mir eine Wanne, mache mir eine dünnflüssige "Kalksuppe" und lege die Schilfmatte als Rolle für fünf Minuten hinein. Lasse ich die Schlämme dann eindtrocknen, oder mache ich die im nassen Zustand an die Decke.

Wenn nass... muss ich dann die erste Lage Kalkputz nass in nass verarbeiten?

Jutegewebe
Ich nehme mal an das wird es auch in verschiedenen "Größen" geben. Was wär dann besser. Eher grobmaschig oder besser feinmaschig. Für Grobmaschig würde aus meiner Sicht sprechen, dass mehr Verbindung zwischen 1. und 2. Putzschicht durch die Maschenfleder zusammen kommt.

Ist der Draht aus dem die Schilfrohrmatten aufgebaut sind Rostfrei? Ansonsten würde bei Feuchtigkeitseinwirkung sich ja der Draht oder die Tackerklammern durch den Kalk schlagen, oder?

Haben Sie Ihrem Kalkputz oder Lehmputz irgendwelche "geheimen" Zusätze beigemischt? Man liest ja so einiges. Von Borsalz/säure, über Kuhdung, Leinöl, Magerquark und was weiss ich nicht noch alles.





Jetzt schick ich aber bald eine Rechn ung über das beraterhonorar (Grins) ... das Holz das Sie verwendet haben für die Deckenschalung (Unterseite). War das sägerauhes Holz aus dem Sägewerk? Jawoll, sägerau.

Wie haben Sie denn die Matten befestigt und in welchen Abständen? Mit verzinkten u-förmigen Klammern etwa im Rastermaß 20 x 20 cm.

Einschlämmen
Ich zimmere mir eine Wanne, mache mir eine dünnflüssige "Kalksuppe" und lege die Schilfmatte als Rolle für fünf Minuten hinein. Lasse ich die Schlämme dann eindtrocknen, oder mache ich die im nassen Zustand an die Decke. Nass an der Decke, dann Jutegewebe eindrücken/spachteln.

Wenn nass... muss ich dann die erste Lage Kalkputz nass in nass verarbeiten?

Jutegewebe
Ich nehme mal an das wird es auch in verschiedenen "Größen" geben. Was wär dann besser. Eher grobmaschig oder besser feinmaschig. Für Grobmaschig würde aus meiner Sicht sprechen, dass mehr verbindung zwischen 1. und 2. Putzschicht durch die Maschenfleder zusammen kommt. Im Fachhandel fragen. Jutegewebe gibt es von der Rolle, und bei der Verwendung im Kalkputz ist die Maschenweite vorgegeben.


Ist der Draht aus dem die Schilfrohrmatten aufgebaut sind Rostfrei? Ansonsten würde bei Feuchtigkeitseinwirkung sich ja der Draht oder die Tackerklammern durch den Kalk schlagen, oder? Sollte rostfrei sein, mindestens verzinkt.

Haben Sie Ihrem Kalkputz oder Lehmputz irgendwelche "geheimen" Zusätze beigemischt? Man liest ja so einiges. Von Borsalz/säure, über Kuhdung, Leinöl, Magerquark und was weiss ich nicht noch alles. Kann man machen, muss man an der Decke aber nicht: Die beschriebenen Zusätze erhöhen die Bindung und machen den Putz abriebfester, aber an der Decke wollen Sie's ja gerade weich und elastisch wegen der Risse. Denn Anstrich können Sie mit Leinöl festigen (riecht auch sehr gut).
gf



Offene Fragen



So, da ist ja nicht mehr viel offen geblieben. Zur Frage der Dampfbremse in Zwischendecken: Manche Leute legen sich in ihr schönes Holzhaus ganz unfreiwillige Dampfbremsen rein: Teppiche mit Schaumrücken z.B., die riecht man dann ganz schnell am Schimmel.
Es kommt nicht nur auf das Temperatur- sondern auch auf das Dampfdruckgefälle an. Wenn unten eine Küche ist, würde ich schon dafür sorgen, daß darüber nicht ein Schlafraum liegt (siehe Teppichfall), sonst: doch Dampfbremse (mindestens), Wrasenumluft und Abluft mit mind. 100 m3/h Luftleistung, nicht den Wrasenabzug nach draußen, der zieht das Haus sonst luftleer.
Im Allgemeinen sind dampfsperrende Schichten zwischen Wohnräumen sonst überflüssig.
Lewis-Platten: gute Sache, haben aber den Nachteil, genau gemäß bauaufsichtlicher Zulassung verlegt werden zu müssen (mit Verlegetabellen), sonst unzulässige Bastelarbeit !
Der Vorschlag von Günter Flegel paßt auch besser zu ihrer Mühle und ist sozusagen "denkmalgerechter".





Danke für die Blumen, Herr Beckmann. Wir haben unser Raumprogramm so lange hin und her gewürfelt, bis über der Küche das Bad lag, darüber dann nur das Dach/Mansarde, eben wegen der Feuchtigkeit, und beides ordentlich entlüftet. Ich wundere mich auch, dass Schimmel am liebsten an vermeintlich sterilem material wie Gummi oder Raufasertapete wächst. Da kommt ne Menge Sondermüll auf die Gesellschaft zu, wenn man sieht, wie in den letzten 20 Jahren gebaut wurde ..
Gruß Günter Flegel



steril ?



Pilze, die ja weder Pflanzen noch Tiere sind sondern eben Pilze, haben die Angewohnheit, sich von Kohlenwasserstoffen aus ihrem jeweiligen Substrat zu ernähren. Überlegen Sie mal, was für Kunststoffarten Sie so kennen und was die abgeben, prima für Pilze.



Über meiner Küche ist das Schlafzimmer...



ist das OK oder sollte man da noch was ändern. Was nehm ich denn als Dampfbremse am einfachsten? Ich hatte ja mal den Gedanken mit Ölpapier. Mit anderen Worten: keine Ahnung...

Gehe ich recht in der Annahme dass ich unter und über den Bädern keine Bremse sondern eine Sperre einziehen sollte?

Was wäre denn die Konsequenz wenn ich (ausser im Feuchtraumbereich) keine Dampfbremse einbaue?

Was ist das Wrasendingsens denn genau? Hab ich sowas auch?

Ja, der Herr Flegel könnte bald als Berater gehen. Ich finde er macht die Sache hervorragend. Und ich hoffe dass es auch noch immer Leute gibt die seine Fragen beantworten können.



Fragen über Fragen...und jede Menge Antworten...ich auch!



Das ist ja alles sehr interessant, ich sag jetzt was aus meinem Wissenskästchen:
Lehm und Sand( aus dem Garten, hmpf!) sind organische Stoffe, die leider die Angewohnheit haben, bei genügend Feuchte (4köpfige Familie = 17L Wasserdampf/Tag) Schimmel einen guten Nährboden zu geben. Kalkputze hingegen sind alkalisch und das mögen Pilzsporen nicht. Noch vor hundert Jahren benutzte man Kalk in krankenhäusern zum Desinfizeren der Wände und Böden. Unsere Putze basieren auf Kalk und Perlit (ein Gestein!!)( Das auch unter dem Namen Perlite !!! auf dem Markt bekannt ist !!!), sind hoch atmungsaktiv, wärmedämmend und transportieren entstandene Feuchte in beide Richtungen. Gerade bei Fachwerkhäusern aller Art dringt Wasser sehr leicht ein, das kann man nicht immer verhindern, also muss man dafür sorgen, dass sie einen nicht stört und wieder nach draußen gelangt oder in der Raumluft verdunstet, was Lüften vorraussetzt. Normales Lüften reicht.Wir benötigen keine Dampfsperren oder -bremsen. Es ist sogar schon vorgekommen, dass der Putz als Estrich auf einem Kellergewölbe aufgebracht wurde. Die Druckfestigkeit des Materials beträgt 1,6 N/mm², kann genauso gut auf Putzträger unter Decken aufgebracht werden. herkömmliche Putzträger wie Streckmetall reichen völlig aus. Diese Produkte haben natürlich einen Preis, okay, aber was gut ist, kostet immer etwas. Kosten und Nutzen müssen gegeneinander gestellt werden und dann muss man sehen, was für einen jeden gut ist. Zuletzt noch etwas aus einem Meisterbuch aus dem 15.Jhd.: "Wasser was kommt und Wasser was geht, schadet nicht. Aber WAsser was steht, das schadet." Eine schöne unterhaltsame Woche noch, U.Dahlbüdding



Einen schönen Tag auch



Nun, Sie haben mit dem "organischen" Material aus dem Garten sicherlich nicht unrecht. Allerdings! Dazu ein paar Worte. Ich habe quasi eine Tongrube (reinster Ton) auf meinem Grundstück. Hier im Westerwald ist Tonabbaugebiet. Sand würde ich nicht aus dem Garten nehmen, sondern mir als gewaschenen Sand bringen lassen. Von daher dürfte diese Mischung nicht wesentlich mehr Anteil an organischem Material haben als das was Sie in Säcken für teures Geld kaufen.

Ihrer Meinung in Sachen Dampfbremse/sperre innerhalb von Gebäuden schließe ich mich soweit an. Als Putzträger erscheint mir Streckmetall biologisch und ökologisch nicht sinnvoll. Die Herstellung von Streckmetall erfolgt sehr umweltbelastend. Und das Metall in Decken und Wänden wirkt letztlich wie eine Antenne. Ich weiss, die orthodoxen Ing.s werden jetzt wieder die Hände über dem Kopf zusammenschalgen.

Viele Grüße
Andreas Göttler



Danksagung!!



Vielen Dank für die "Bumen", daß die Fachleute nur blöd "rumquasseln"!!
Dann stelle ich hier gleich mal die Frage anders zurück, warum möchtest Du dann fachliche Hilfestellung!!!!
Das es gute "Fachlaien" hier gibt, steht außer Frage, doch
vielfach erkennt man aber auch, daß es in manchen Dingen unterschiedliche Facherfahrungen gibt und auch bei dem
Einen oder Anderen zu technischen Problemen gekommen ist!
Um diese dann zu ergründen, verwenden hier die meisten Fachleute ihre eigene Freizeit und Engagement, um eben die
Privaten "vollzuquasseln"!!!
Um nur auf eine erneute Frage von Dir nachreichend zu antworten: Hält denn das 70-stengelige Schilfrohrputzträgergewebe überhaupt an der OSB Platte?
Da kann ich jetzt nur stellvertretend für die gute Gilde der hier vertretenen Lehmbaufachbetriebe einmal sprechen:
Daß erstens eine OSB-Platte dampfdicht ist und eine vernünftige sägeraue Schalung aus Holz oder Altholz mit einer etwas ausgelegten Fugigkeit zwischen den einzelnen Brettern, preiswerter und auch sinnvoller ist!
Desweiteren muß das Putzträgergewebe natürlich mittels Drucklufttacker, entsprechender Klammergröße (Länge) zugfest und vor allem in der richtigen Lage aufgebracht werden und sein!
Wenn dies nach Deiner Auffassung nicht funktionieren würde bzw. Du hier so ein bischen anzweifelst, dann wären meines Erachtens schon einige der Firmeninhaber zur Verantwortung
gezogen worden!
Natürlich funktioniert ein derartiger Aufbau, nur sollte er fachmännisch gut betreut oder ausgeführt werden!!
Zweilagiger Strohlehmputz aufgespritzt incl. grobmaschiges Glasfaserarmierungsgewebe eingebettet und fertig.
Und wenn ich in einer erweiterten Wortmeldung von Ihnen dann noch erfahren muß, daß es sich um eine Komplettsanierung handelt, dann müssen wir uns langsam Fragen, ob dies der richtige Weg ist, sich hier komplett baulich Fernzubetreuen lassen!
Sie wollen später vermieten und da denke ich mir, wäre eine Komplettbegehung Ihres BV's durch einen guten Fachmann. welcher sich mit Ihren Vorstellungen von Naturbausystemen auskennt wesentlich sinnvoller, denn die "Ferndiagnostik" wird immer zu gravierenden Problemen führen!!
Information ist gut und soll auch sein, doch sollte ein Fachmann sich das Gebäude unbedingt als Gesamtobjekt beschauen, um dann mit Ihnen zusammen die Ausbau- und Fachstufen gemeinsam festzulegen.

Somit verbleiben wir mit besten Wünschen für Ihr Vorhaben, die Lausitzer Lehmbau-ARGA.





Jaja, Herr Mühle: Wann soll man aufhören zu antworten ...? Ich hab' mein ganzes Wissen nur von Fachleuten, weil ich zuhören und geschickt fragen kann. Denen sei hier mal ausdrücklich gedankt.
Günter Flegel



Wenn ich mich grad mal einmischen dürfte



Als stiller aber sehr interessierter Leser der letzten Tage wollte ich mich einfach nur mal bedanken: Bei Andreas Göttler für die vielen Fragen, die mir so oder so ähnlich auch derzeit für meinen Deckenaufbau durch den Kopf gingen, ich aber so geballt bisher noch nicht durchformuliert hatte und natürlich beim Günter Flegel für die Geduld und wirklich tollen plastischen Antworten. Jetzt weiß ich wie ich es mache! Und an dem Beratungshonorar für Herrn Flegel beteilige ich mich gerne (z.B. vielleicht in Form eines Bieres und einer Wurst bei dem Fachwerk.de Sommerfest wenns denn stattfinden sollte...) Und das jetzt keiner beleidigt ist, alle anderen sind natürlich auch ganz toll.



Warum fühlt sich denn immer sofort einer auf den Schlips getreten...



sobald man etwas "sagt" dass dem anderen nicht passt. Nur mal zur Information für Herrn Mühle. Das ist nicht mein erstes Haus das ich saniere. Und mit vermeintlichen "Fachleuten" habe ich schon so manche Erfahrung machen müssen. Ich will keinesfalls in Frage stellen, dass es wirklich gute Handwerker und Berater gibt. Allerdings ist es doch bei vielen wie in der Medizin. Jeder macht so seine Sache und guckt nie über den Zaun. Jeder meinst seine Lösung wäre die allein glückseligmachenden. Und dabei wäre oftmals die Kombination von neu mit alt oder schwarz und bunt das Richtige. Und wenn das System dann mal nicht funktioniert, dann waren alle anderen Schuld, nur nicht der Fachmann. Ich weiss auch gar nicht warum wir uns hier aufregen. Dass es in jeder Zunft schwarze Schafe gibt ist sicherlich nicht nur mir bekannt. Und ich denke Sie wissen was Sie können und Ihre zufriedenen Kunden, die ich jetzt einfach mal unterstelle, wissen es auch. Also warum viel Aufhebens drum machen?

Lassen Sie mich noch ein Beispiel anführen das ich immer wieder gerne anbringe. Warum ist eine Solaranlage zur reinen Brauchwassererzeugung wirtschaftlicher Schwachsinn? Weil alleine die Zinsen für die Anlage letztlich das ausmachen, was ich mir an Kosten für die Warmwassererzeugung (Brauchwasser) pro Jahr entsteht. Wer mir nicht glaubt der lese unter www.solarkritik.de bitte selber nach. Mit Photovoltaik und Windkraft sieht es nicht viel besser aus. Aber das werden wir wohl in einigen Jahren erst merken - nämlich dann wenn die Rechnung und die tollen Versprechungen der "Fachleute" nicht aufgegangen sind.

Ich habe mir mit dem Bau von mittlerweile drei Häusern angewöhnt niemandem auf die schnelle mehr etwas zu glauben. Und das Prinzip zuerst mal Erfahrungsberichte von "Betroffenen" oder Nutzern einzuholen hat mich schon vor manch finanziell mächtiger Fehlentscheidung geschützt.

Ich finde dieses Forum hier wirklich große Klasse und auch ich möchte die Gelegenheit nutzen den hier aktiven Profis meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Es gibt viele Leute die hier viel Zeit investieren - Sie, Herr Fegel, Herr Beckamann u.v.a - und ich hoffe, dass sich dieses Engagement auch auszahlt (in welcher "Währung" auch immer). Für mich ist es dabei aber unerheblich ob es sich dabei um den praktisch versierten "Leien" oder eben den "Meister" handelt.

Bauen in Deutschland ist sowas von teuer, dass sich Ottonormalverbraucher eben genau überlegen muss wofür er Geld ausgeben kann und wofür nicht.

Ich kann mir keinen Architekten leisten der für meine Kernsanierung nach HOAI 20.000? haben möchte. Aber ich habe einen Architekten gefunden der das auf Basis von Stundenhorar macht, mein Statiker ebenfalls.

Wissen Sie lieber Herr Mühle und Kollegen. Liebend gerne würde ich Spezialisten beauftragen und mich bis zum Einzug um gar nichts mehr kümmern. Aber wer kann sich das schon leisten? Ich leider nicht. Also bleibt nur eines. Die ganz wichtigen Dinge die Fachleute machen lassen und den Rest selber.

Nichts für Ungut. Ich hoffe, Sie fühlen sich nicht persönlich von mir angegriffen. Das war nämlich ganz und gar nicht meine Absicht.

Viele Grüße



Zum Abschluß....



...nur kurz eben eine Lanze für die Handvoll Fachleute bzw. Fachfirmen, die sich von denen abheben und auch hier in einer starken Gruppe vertreten sind, denen Sie eben leider bis dato scheinbar noch nicht über den Weg laufen konnten,
die aber gerade so an die Sache herangehen, als ob sie es für sich selbst machen würden bzw. die Ideen und Anforderungen der Bauherren versuchen umzusetzen und zu einem Erfolg zu führen!
Leider trage ich ganz selten eine "Krawatte", sodaß ich mich damit auch nicht angesprochen fühle und auch fast immer gute Laune habe und versuche lustig und humorvoll zu sein!!
Es war mir eben nur mal so eine Lust, meine Meinung zu verschiedenen Tendenzen äußern zu wollen!
Auf weiterhin gutes Streiten hier,
verbleibt der lemige Lehmer aus der östlichen Region in Deutschland.



Humor ist wenn man trotzdem lacht



lieber Udo, es freut mich dass Sie meine Kommentare nicht persönlich und tod ernst genommen haben. Ich hoffe auch weiterhin auf regen und mitunter auch kritischen Gedankenaustausch. Sagen kann man alles, allerdings der Ton macht die Musik