Bims in den Gefachen womit verputzen, um üblen Schäden ein wenig zu entgegnen?

10.09.2007 oGGo



Hallo.

Habe hier ja schon so einiges zum Thema Bims in den Gefachen gelesen und seitdem schlafe ich öfter mal schlecht ein, da an unserem Fachwerkhaus eine Längswand (vorteilhaft: eine wetterabgewandte Seite) mit Bims ausgemauert ist.

Es ist mir klar, das Bims keine gute Lösung ist, aber uns fehlt schlichtweg das nötige Kleingeld für eine Vollsanierung.
Ich erwarte auch keine Beratung auf die ich mich berufen kann, falls es doch zu Schäden kommen sollte, sondern würde nur gerne ein paar Meinungen dazu hören, wie man das Übel Bims wenigstens etwas entgegnen kann, sprich: Das beste daraus machen.

Ein Bekannter (Bauingenieuer) hat uns zum Verputzen mit KalkTrassmörtel geraten (Sakret KTM), Silikatputz war wegen seiner hohen Dampfdiffusions-Offenheit im Gespräch und ein Verputzer hat ein Angebot über Trassmörtel germacht. Wahrscheinlich auch Kalktrassmörtel. Ein Kellenschnitt entlang der Balken (zum Putz) wurde uns vom Verputzer geraten ...

Wie stehen die Fachleute hier dazu und welche Erfahrungen haben Hausbesitzer in der Vergangenheit evtl. damit gemacht?

Bitte darum, diesen Beitrag nicht einfach zu ignorieren, weil es nicht der fachgerechten Ausführung eines Fachwerks entspricht. Beziehe gerne Schellte, aber in erster Linie suche ich Austausch und Rat.

Vielen Dank im Voraus

Mit freundlichem Gruß
Jan Meerbusch



auf ältere Bimmsteine würde ich keinen Traßkalkputz



aufbringen. Diese sog. "Hühnerbimssteine" sind mit Kalk gebunden. Neuere Bimmsteine haben hauptsächlich Zement als Bindemittel, da ist ein Traßkalkputz kein Problem. Empfehlenswert als Außenputz auf "Hühnerbinms" sind einfache Reinkalkputze , die in der Regel im Innenbereich angewendet werden. Ein guter alter Sumpfkalkputz ist auch ganz gut.



Vielen Dank für die Antwort.



Es handelt sich in unserem Fall um etwa 3 Jahre alte Bimsbauplatten, die der Vorbesitzer noch eingesetzt hat. Unverputzt haben sie jetzt einige Zeit brach gelegen und sollen jetzt verputzt werden.

Worin besteht der Unterschied zwischen TrassKalkMörtel und Trasskalkputz? Gibt es da überhaupt einen, ausser der Körnung vielleicht?

MfG
Jan Meerbusch



das ist wahrscheinlich nur eine Wortklauberei.



Damit wird wohl auch ein Traßkalkputz gemeint sein.



Und was spricht ...



... für oder gegen den Silikatputz?

Gibt es vielleicht noch andere Ratschläge oder Bauherren, die mit Bims in den Gefächern leben?

MfG
Jan Meerbusch



der Begriff Silikatputz ist sehr schwammig.



Mit Silikatfarben beschichtet man außen die Oberflächen.





Trasskalkmörtel, Trasskalkputz....Meint wahrscheinlich beides dasselbe. Der Kalk ist hier „hydraulisch“ so grob gesprochen. Hier ist der Begriff nicht zu verstehen wie in der Pysik. Ist höher gebrannt, verhält sich schon mehr in Richtung Zement, bindet teils unter Wasser ab, weswegen er oft für den Außenbereich empfohlen wird. An ein Fachwerk würde ich ihn nicht unbedingt verputzen. Er ist härter und auch spröder. Ein Fachwerk braucht einen weicheren Putz, würde ich sagen....Also einfach einen schönen, schnöden Luftkalkmörtel wäre imho das beste. Fachgerecht ausgeführt vorrausgesetzt, und an den kritischen Stellen fachgerecht armiert. Vielleicht auch mit Kellenschnitt. Lässt sich von hier aus nicht bewerten, habe ich aber inmitten der Fassade auch noch nie gesehen.

Silikatfarben, weil mineralisch, sind ja prima, bloß ist oft nicht drin, was draufsteht, da würde ich auf Volldeklaration bestehen. Und mit Silikatputzen kenn i mi ned aus, sry.





Wie währe es denn mit Lehmputz ? !