salz im lehmputz

04.01.2009


Halloallerseits,
haben folgendes Problem:
Wir haben sowohl im KG als auch EG z.T. sehr stark versalzenes MAuerwerk.Das umfasst im EG auch den von uns aufgebrachten Lehmputz. Bei einer baubiologischen Messung wurde ein gewisser Bakterienbefall festgestellt. Da ich es vermeiden will den Lehmputz abzuschlagen bin ich auf der Suche nach einem Anstrich bzw. Grundierung der
1. auch auf diesem Putz haelt bzw. auch deckt - das war naemlich beim Erst-Anstrich(Kalk-Casein) nicht der Fall. und
2. antibakteriell wirken (dauerhaft)
Bis jetzt habe ich folgende Alternativen fuer mich aufgetan:
1. (reine)KAlkfarbe von AURO
2. Kalkfarbe plus Mineralputzgrund von HAGA

Hat jemand Erfahrung auf diesem Gebiet bzw. kann mir einen tip geben?

P.S.
Den Keller habe ich soweit schon mit Klimasan Sanierputz und einem reinen Kalkoberputz saniert (plus vorab mit H2O2 desinfiziert)



Nun,



die Salzaustragung aus dem Mauerwerk wird solange erfolgen, wie das Mauerwerk nass ist. Das lässt sich nur mit einem "Sanierputz" kontrollieren, der die Salze zurückhält. Ob da nun ein teurer Fertigputz verwendet wird oder ein Lehm- oder Kalkzementputz, bleibt relativ egal. Irgendwann ist der Putz salzgesättigt und muss erneuert werden.
Ein kalkbasierter Anstrich wirkt zwar gegen Schimmel und Bakterien, hat gegen Salze aber keine Wirkung.
MfG
dasMaurer





Ich schließe mich da meinem Vorgänger an.
Erst sollte das Problem der Feuchtigkeit behoben werden.
Ggf. den Putz abschlagen damit die Wand besser trocknen kann und die Salze dann mit Fluat auf der Mauerwerksoberfläche neutralisieren und neu verputzen.
Sollte eine Trockenlegung der Wand nicht möglich sein, würde ich den Lehmputz entfernen und einen Sanierputz aufbringen. Vorher aber versuchen die Wand bestmöglich über mehrere Monate trocknen zulassen, da viele Sanierputze sonst nicht richtig funktionieren. Ein Sanierputz ist zwar auch nur provisorisch aber hält halt am längsten, da er die Salzkristalle in seinem Gefüge speichern kann. Zudem ist er aus Kalk, somit alkalisch und wirkt länger gegen Schimmel, Pilze usw.. Deshalb rate ich, obwohl ich Lehmbauer bin von einem Lehmputz ab, da dieser PH neutral ist und ggf. noch organische Bestandteile inne hat, die ein Schimmelwachstum noch fördern würde.
Den Sanierputz pro mm Dicke einen Tag oder länger trocknen lassen, Ätzen um die Sinterhaut zu entfernen und mit Kalkfarbe streichen.

Eine Kalk - Kaseinfarbe, wie Sie schon probiert haben hat organische Bestandteile und war falsch, so hatten Sie dem Schimmel noch Leckereien zur Verfügung gestellt.

Es wird keine Farbe auf den durchsalzten Lehmputz halten.

Viel Erfolg

Stefan Dietrich





@Stefan Dietrich
"...Ätzen um die Sinterhaut zu entfernen und mit Kalkfarbe streichen."
Was muß ich mir darunter vorstellen und wozu?

gruß



Ätzen



Beim Verputzen, ob mit Gips oder auch Kalkputz wird beim reiben die Bindemittel an die Oberfläche gebracht. Dort entsteht dann die sogenannte Sinterhaut. Diese ist in der Regel wasserundurchlässig und verhindert auch eine gute Haftung anschließender Anstriche.
Bei Kalkputzen wird durch Ätzen mit Säure diese Schicht entfernt. Dabei wird oberflächig aber auch die Alkalität neutralisiert bzw. herabgesetzt. Dieses herabsetzten der Alkalität ist für manche Anstriche von Nöten, da viele Pigmente, gerade die dunklen sich bei zu hoher Alkalität verfärben können. Man spricht auch von nicht kalkechten Pigmenten.
Zudem kann die Alkalität auch zur Verseifung von organischen, ölhaltigen Anstrichen führen.
In Ihrem speziellen Fall ist die Sinterhaut störend bei der Diffusion und der Verdunstung der Feuchtigkeit die weiter durch das Mauerwerk transportiert wird.
Über die zu Hohe Alkalität brauchen Sie sich aber keine Sorgen zumachen, wenn Sie mit Kalkfarbe arbeiten. Sollten Sie den Wunsch haben die Kalkfarbe mit Pigmenten abzutönen, achten Sie auf Kalkechte – Pigmente.





Herr Dietrich,
wollen Sie allen ernstes einen Sanierputz der aufgrund eines Salzbelasteten Mauerwerkes aufgebracht wurde mit Säuer behandeln um Ihn Diffusionsoffener zu machen??

Ich hoffe doch sehr ich hab hier was falsch verstanden?!!

viele Grüße



Ohne Worte!!


Lehmputz auf salzbelasteter Wand

Haben selbst die Erfahrungen machen dürfen!
Hier hilft wirklich ein herunternehmen des Putzes und die Ursache grundlegend beseitigen.
Vielleicht auch gar keinen Putz mehr aufzutragen. Wenn die Wand es hergibt.

Viel Glück,
Udo Mühle



Salz im Lehmputz



Hallo Herr Glasstetter.
Ich würde nachdem die Wand trocken ist eine Dreifachbeschichtung aufbringen. Diese Dreifachbeschichtung ist sehr neu und adsorbiert und absorbiert Schadstoffe sowie Schimmelpilze. Es ist ein Spezialvoranstrich, eine mit Ultraschall gereinigte Hanffaserbeschichtung und eine Abdeckfarbe, Grundton weiß, jedoch große Auswahl an Farben. Alle Beschichtungen können selbst mit einer Lammfellrolle aufgetragen werden. Die Beschichtungen sind reine Naturprodukte und Dampfdiffusion offen. Die Hanffaserbeschichtuing wird nur max. 2 mm aufgetragen und ist laut Prüfung Institut ******** feuerfest Brandklasse A, kann bis zu 1,5 Ltr./ qm Feuchtigkeit aufnehmen und erreicht eine Wärmedämmung von ca. 10 cm Styropor. Ferner ist die gesamte Beschichtung noch schallreduzierend. Etwas neues jedoch schon vom TÜV Rheinland getestet und empfohlen. Kontaktdaten können per separater E-mail gegeben werden.

* Vom Webmaster gelöscht (26.02.09) *



Und was nützt's auf einer zerbröselnden Fläche?



Ihr Produkt in allen Ehren (interessiert uns sehr und bitten hiermit um komplette Übersendung der Daten bzw. Info's), doch wie kann Ihr produkt die Putzzersetzung bzw. -bröselung kompensieren?
Wenn die Mineralstruktur sich auflöst, dann kommt Ihre Beschichtung doch komplett mit.

Klärende Info's erwartend,
Udo Mühle





waswaswas, eine Beschichtung von max 2mm Dicke erreicht einen Dämmwert einer 100mm Styroporplatte und ist auchnoch Schalldämmend?!!!
Damit aber nicht genug, das Zeug saugt sich obendrein auch noch mit Schadstoffen und Wasser voll.....ichlachmichwech-o))

Das wird ja immer doller hier auf der Seite!!

@ G.Wählen
Sie haben ja einen ganz besonderen Humor!!
Frage, hat man für Sie noch keinen Gesetzlichen-Vormund bestimmt??

Humoristische Grüße zum Abend



Ultraschall gereinigte Hanffaserbeschichtung????



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Die Hanffaserbeschichtuing wird nur max. 2 mm aufgetragen und ist laut Prüfung Institut Fresenius feuerfest Brandklasse A, kann bis zu 1,5 Ltr./ qm Feuchtigkeit aufnehmen und erreicht eine Wärmedämmung von ca. 10 cm Styropor.????????
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Wir hätten von diesem spektakulären Produkt gern die Datenblätter, um unseren Kunden ebenfalls diese revolutionären Eigenschaften anbieten zu können.

Mit besten Dank im voraus,

Udo Mühle



Solche Nachrichten im Krisenjahr 2009 hört man doch gerne!



Auch ich möchte gerne die Infos!
Auf http://www.cleanproduktvertrieb.de/,
Ihrer NatursteinKOSMETIKseite, finde ich nichts.
Ich hätte aber auch gerne technische Merkblätter mit Volldeklaration. Ich freue mich schon!
Besten Dank schon einmal im voraus.
Bernd Kibies



@ Ulrich Warnecke!



Bitte was macht Sanierputz? Salze zurück halten?
Ich glaube ich muß noch mal in die Schule!

Gruß Ronny



Salz im Lehmputz.



Hallo Herr Mühle.
In meiner Antwort an Herrn Glasstetter habe ich nicht von zerbröselnden Flächen gesprochen, es kann jedoch möglich sein dass solche Flächen auch damit bearbeitet werden können, da wir schon in einer Schule unter Beaufsichtigung des TÜV`s Rheinland eine Deckenkonstruktion aus Mineralsfaserplatten saniert haben. Hier hat die Beschichtung ohne Probleme gehalten und auch noch den Schadstoffwert von 200 Microgramm/Cbm Luft Minaralfaser und Asbestfaserbelastung auf null Microgramm gesetzt.
Bitte senden Sie mir Ihre genaue Anschrift wegen der Unterlagen.

Hallo Herr Schröters.

Sie müssen den Text schon genau lesen. Das Material nimmt zwar ca. 1.5 Ltr. Feuchtigkeit aus der Luft auf, jedoch keine Schadstoffe. Diese werden zwar aufgenommen, jedoch durch einen chemischen Prozeß absorbiert, das heiß auf null gesetzt. Einen gesetzlichen Vormund brauch ich hierfür nicht, da ich sehr gut Fachleute im Rücken habe welche mich sehr gut beraten und solche Produkte mit mir testen. Ich muß jedoch feststellen, dass Sie für geprüfte Weltneuheiten noch nicht reif und aufgeschlossen sind. Aber mein Humor ist bis heute noch nicht gebrochen.

Hallo Herr Kibies.

Sie müssen, wenn Sie auf der Website www.cleanproduktvertrieb.de sind den Link Protect Room anklicken hier erhalten Sie alle Infos. Diese Website ist momentan noch in Belgien, jedoch ist diese Firma nach Deutschland verzogen und wird bis Mitte Januar diese Website auf die deutsche Firma umgeschrieben haben.

Ansonsten können Sie mir eine E-mail zusenden und ich kann Ihnen auch den TÜV - Prüfbericht der Schule zusenden.

mfg
G. Wählen



@Ronnie Herbst



Sanierputz hat im wesentlichen zwei Aufgaben, zum einen die Austrocknung des Mauerwerks zu beschleunigen und zum anderen, die bei der Feuchtigkeitswanderung aus dem Mauerwerk austretenden Salze aufzufangen. Diese Fähigkeit ist irgendwann erschöpft, dann muss der Putz erneuert werden.
MfG
dasMaurer
PS: Zur Schule braucht man dazu nicht, bisschen googeln reicht ;-))).



Salz im



Hallo Herr Warnecke.
Genau lesen bitte. In der Schule wurde eine Testfläche angelegt und mit Sanierungsputz hat diese Beschichtung überhaupt nichts zu tun.
mfg
G. Wählen
PS. In der Schule lernt man lesen und schreiben bei Google nicht.





Sehr geehrter Herr Wählen,
ich meinte technische Infos, wenn möglich mit Volldeklaration, und keine Produktwerbung.
Besonders interessiert mich folgendes:
"Die Hanffaserbeschichtuing wird nur max. 2 mm aufgetragen und ist laut Prüfung Institut Fresenius feuerfest Brandklasse A, kann bis zu 1,5 Ltr./ qm Feuchtigkeit aufnehmen und erreicht eine Wärmedämmung von ca. 10 cm Styropor."
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies



Sehr geehrter Herr Wählen,



offensichtlich haben sie den Sinn meines Beitrags nicht verstanden.
Aber da Sie mich direkt angesprochen haben, habe ich mir die von Ihnen angegebene Seite mal angeschaut und mein Anfangsverdacht über Ihre "Wunderwaffe" hat sich bestätigt.
Es gibt keinerlei technische Informationen, von den in Ihrem Beitrag angedichteten Eigenschaften ist dort nichts zu lesen.
Offensichtlich handelt es sich um eine Oberflächenbeschichtung, um eine Schadstoffaustragung aus belasteten Untergründen zu unterbinden. Und genau das wird vom TÜV bestätigt. Mit einem Sanierputz im üblichen Sinne hat das nichts zu tun, denn diese Beschichtung ist mit Sicherheit als sehr dicht anzusehen, wenn sie sogar Formaldehydausgasungen unterbindet.
MfG
dasMaurer



versalzener Lehmputz



Erst mal zum eigentlichen Problem:

Auch ich sehe keine Alternative zur:
- Beseitigung der Feuchtequelle,
- Abschlagen des versalzenen Putzes,
- Austrocknen der Wand,
- Neuverputz.
Man muß die Probleme beheben und nicht versuchen, sie zuzukleistern.

Ich finde es schon sehr erheiternd, wie sich Herr Wählen bemüht, seine Produkte zu vertreiben.
Auf der angesprochenen Internetseite findet man erst mal haufenweise glückliche, strahlende Menschen- schon mal sehr gut.
Was ich dann noch vom Produkt mitgekriegt habe, ist eine Beschichtung von schadstoffbelasteten Spanplatten bzw. Asbestzementplatten zur Vermeidung von Emissionen.
Na, gut, das klappt mit jeder anderen dampfdichten und festigenden Beschichtung auch.
Was ich nur noch nicht geschnallt habe, ist was Span- oder Asbestplatten mit versalzenem Lehmputz zu tun haben...

Das eine Beschichtung Wasser aufnehmen kann und dann als potentieller Schimmelpilzrasen dient, geht auch billiger, z.B. mit Rauhfaser und Gipsputz.
Auf die Erklärung der märchenhaften Dämmeigenschaften bin ich auch gespannt!

Viele Grüße



@ das Maurer!



Genau das wollte ich nur hören!
Deswegen ist auch ein sogenannter Sanierputz auch nur als Opferputz zu werten und nicht als Wunderwaffe.
Wann gehen denn Salze in Lösung?
Ich muß mein Wissen nicht nachgoogeln oder bei Wiki nachlesen!
Habe die Denkmalakademie hinter mir.:o}

Gruß Ronny



@Ronny,



hmm, da wollte mich wohl einer hinterm Ofen vorlocken ;-))).
MfG
dasMaurer



@ das Maurer!



na Klar! Mal bis´l frische Luft bei -19°C.:o}
Aber die angepriesene Beschichtung interresiert mich auch.
Da sind wir ja mit einem Schlag alle Probleme los!
Wirklich Revulutionär!
Wenn man aus dem Zeuch noch ganze Häuser Gießen könnte,dass wär´s!

Gruß Ronny



HALLO HALLO



alles nette beiträge, welche dem fragenden aber nicht helfen
nun herr glasstetter:
ihren gedanken den putz erhalten zu wollen kann ich verstehen, leider muss ich ihnen aber mitteilen, dass es das beste wäre den putz zu entfernen, die ursache für die ausblühungen zu beseitigen (wahrscheinlich feuchtigkeit und salzbelasteter baustoff) und anschließend neu verputzen oder das mauerwerk sichtbar zu lassen, wenn es die optik unter betracht der gesamtnutzung erlauben, abraten kann ich von anstrichen und ähnlichen, da dies nicht von dauer ist und die ursache nicht bekämpfen - es sei denn es macht ihnen nichts aus aus den geschädigten fläche ein ewiges sanierungsobjekt zu machen

mfG
c. heise

und nun noch ganz kurz zum produkt von herrn g.wählen, ich würde sie auf diesem wege einmal bitten mir ihre produktdaten zu übersenden, dieses produkt ist ja wirklich unfassbar sensationel
ich muss nochmal nachfragen, also:
2mm stärke des anstrichs haben ein wasserspeichervermögen von 1,5liter pro qudratmeter-
und wie ist das denn dann mit dem anstrich wenn ich eine raumdecke 10 mal 10 meter damit beschichte, dann kann da ja eine wassermenge von 150 litern gespeichert werden / wie wird denn dann mit wasserabgabe geschieht das dann als Wasserdampf oder wird das dann von zeit zu zeit als niederschlag sichtbar, da fällt mir ein hat denn der tüv auch die radioaktivität des materials getestet, nicht das dann der niederschlag auch noch radioaktiv ist - meine güte- hat da schon mal jemand dran gedacht?
und dann auch noch die von ihnen angesprochene wärmedämmung-also alle achtung wenn ich da eine wandfläche 6mm beschichte habe ich eine mindestens dreimal höhere wärmedämmung gegenüber 10 cm styropor oder geht das dann rein rechnerisch ins quadrat ein - ALSO ich muss sagen
ich kann es kaum glauben was die moderne technik alles möglich macht, aber wenn sie es mit fakten belegen können, dann setzen sie sich bitte mit mir in verbindung, ansonsten lassen sie es



Dämmender Anstrich von 2 mm?!



@ Chris Heise |

Ich würde an Ihre Gedanken ganz einfach anknüpfen wollen.
Wenn man mit diesem "Wunderanstrich" sämtliche sakrale Bauten von innen und vielleicht von außen mit dann eventuell 4mm beschichten würde, könnte man die Weihnachtsfeierlichkeiten dann im Bermudaoutfit stattfinden lassen.

Da schmilzt der Schnee um die Kirche!

Etwas scherzhafter Gedanke, aber was eine Hochrechnung dann so alles hervorbringen kann?

Udo Mühle



Antwort für Herrn Jens H.Schröters



Hallo Herr Schröters,

ja ich glaube sie haben mich falsch verstanden,
das ätzen des Putzes beseitigt nur oberflächig die Wasserdichte Sinterhaut und lässt den Putz danach besser atmen.

Mit freundlichem Gruß

Stefan Dietrich

Herr Dietrich,
wollen Sie allen ernstes einen Sanierputz der aufgrund eines Salzbelasteten Mauerwerkes aufgebracht wurde mit Säuer behandeln um Ihn Diffusionsoffener zu machen??

Ich hoffe doch sehr ich hab hier was falsch verstanden?!!

viele Grüße
häää...... wo kommt´n jetzt das Wasser her?
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 05.01.09





Hallo Herr Dietrich,
Sanierputze werden NICHT ge "Ätzt" oder anderweitig mit fremdsalzen beaufschlagt!
Durch so etwas wird das Putzsystem im vorhinein nachhaltig geschädigt!
Das ist auch überhaupt nicht notwendig da die Diffusion aufgrund der Hydrophoben- Kapillare des Sanierputzes sichergestellt ist.

Wenn die verwendete Farbe keine Kalkechten Pigmente enthält würde es doch Sinniger sein man verwendet eine anderes Farbesystem als das man den ph Wert des Wandputzes mit Säure senkt(u.u.eine unkontrollierbare Bindemittelverseifung riskiert), wäre jetzt mein Gedanke dazu.

viele Grüße



Hallo Hallo



Es tut mir leid wenn ich wegen eines Vorschlags für Herrn Glaststetter eine solche Diskussion losgetreten habe. Ich möchte Herrn Glasstetter auch in keiner Weise ein Produkt aufschwatzen oder verkaufen. Ich habe bei Herrn Glasstetter nur meine Erfahrungen mit diesem Produkt weitergeben wollen.
Herr Glasstetter bekommt von dem Hersteller der Produkte die technischen Unterlagen zugeschickt wenn er dieses wünscht. Diese Unterlagen können momentan auf der belischen Website nicht eingesehen werden, da wie bereits erwähnt diese Firma nach Deutschland verzogen ist und diese Unterlagen umgeschrieben werden. Sobald ich diese Unterlagen vorliegen habe, werde ich diese an alle mir vorliegenden Adressen aus dem Fachwerkhaus Forum versenden incl. Prüfbericht des TÜV Rheinland, Artikelkopie des TÜV Rheinland aus der TÜV - Zeitschrift Kontakt 1/08 und der Firmenanschrift des Herstellers der Beschichtung in Deutschland. Laut Aussage des Herstellers sollen diese Unterlagen in der 2. Hälfte Januar 2009 fertig sein.

Noch einmal Sorry.

G. Wählen



Salz im Lehmputz



Das eine versinterte Oberfläche "geätzt" wird, ist mir auch neu. In den Verarbeitungsrichtlinien die mir bekannt sind, wird das Problem mit dem Rabotbrett gelöst.

Viele Grüße



Ätzen



....also, wie oben schon einmal beschrieben wird oder kann man die Sinterhaut wegätzen, steht in jedem Fachbuch für Maler. Wie gesagt selbst bei Mineralfarben kann es zu Verfärbungen kommen durch eine zu hohen Alkalität des Untergrunds.
In meinem Betrieb hatten wir den Fall, dass durch die hohe Alkalität des Sanierputzes sich die Silikatfarbe
stellenweise verblasste, bei einem dunklen Farbton.
Dieses hatte auch nichts mit Salzen zu tun, da wie alle Fachmänner die hier schreiben wissen sollten, dass der Sanierputz über die versalzende Fläche hinaus aufgetragen wird. Die Veränderung des Farbtons lag auch in diesem Bereich.

Es ist richtig, dass die Diffusion aufgrund der Hydrophoben- Kapillare des Sanierputzes sichergestellt ist, aber noch besser, wenn es keine wasserdichte Sinterhaut gibt !!!!

Der Salzeintrag durch Ätzen ist sehr gering und spielt sich nur in den oberer mm ab. Die eingelagerten Salze werden aber
in tieferen Poren eingelagert und es entsteht faktisch kein Zusammenhang.

Es ist klar, das nicht immer eine Sinterhaut existiert, das kann man aber leicht durch eine Benetzungsprobe herausbekommen.

Mit einem Rabbot kann man auch die Sinterhaut entfernen, aber leider nur an der Oberfläche und nicht in den oberen Poren.


Ich hoffe, dass der Thomas Glasstetter , der diesen Foreneintrag gestartet hat, noch mit diesen ganzen Meinungen zurecht kommt.
Ich drücke ihm die Daumen :-) !!!





"Es ist klar, das nicht immer eine Sinterhaut existiert, das kann man aber leicht durch eine Benetzungsprobe herausbekommen."

Das glaub ich nun nicht.
Sanierputze sind in der Regel Hydrophob. Was bedeutet das das angespritzte Wasser immer ablaufen wird.
Sie können daher solange Ätzen bis kein Putz mehr da ist. Das das Wasser ab-perlt liegt nicht an irgend einer Sinterhaut sondern am Sanierputz. Der ist nämlich so eingestellt.

Ich aus meiner Erfahrung heraus kann allen nur abraten vom Absäuern der Wände.
Gibt mehr Schäden als es nutzen bringt.

viele Grüße



Ätzen - schwarz auf weiß



Da mir manche leider nicht glauben, anbei ein Auszug aus dem Technischen Merkblatt von der Firma Keimfarben für den Porosansanierputz.

Überarbeitung/Farbanstrich
Deckschichten mit weiteren Putzen sind (nach entsprechender
Standzeit) möglich, sofern deren sd -Wert unter
0,2 m liegt.
Eine farbliche Überarbeitung und Gestaltung kann frühestens
nach 10 Tagen erfolgen. Zuvor ist eine
Behandlung mit 1:3 verdünnter KEIM Ätzflüssigkeit und
Nachspülen mit Wasser erforderlich.
Die Funktionstüchtigkeit des KEIM Porosan-Trass-
Sanierputz ist nur unter Verwendung der hoch diffusionsfähigen
KEIM Mineralfarbsysteme, z. B. KEIM
Purkristalat, KEIM Granital, KEIM Soldalit, KEIM
Quarzil, KEIM Biosil, KEIM Ecosil-ME, KEIM Optil und
KEIM Reversil gesichert.

Ich denke hiermit ist nun alles geklärt.

gruß



Sanierputz Ätzen??



Hab’s mir angeschaut Herr Dietrich.
Sie haben Recht, offenbar hat Keim ein Problem mit verstärkter Sinterschichtbildung beim hauseigenen Sanierputzsystem und empfiehlt, behilft sich mit Säure.
Mich würden ja mal die Inhaltstoffe und deren Konzentration interessieren. Keim macht diesbezüglich keine Angaben?!!
Da würd ich mich bei der Verarbeitung schon mal schwer mit tun. Und andere Putze als die von Keim würd ich damit gleich gar nicht behandeln wollen(Ihr Stichwort, Bindemittelverseifung)
Keim Sanierputz, so hab ich hier von Ihnen Herr Dietrich gelernt, kommt wohl aufgrund seiner Zuschläge mit Keim Ätzflüssigkeit zurecht bzw. braucht diese aufgrund der sich verstärkt bildenden Sinterschicht.
Andere Systeme benötigen dies jedoch nicht und nehmen durch solch eine Behandlung Schaden. Sie sollten also diesbezüglich zwischen den Sanierputzen differenzieren und nicht die Verarbeitungsempfehlung von Keim mit Oberflächenverätzung als allgemein gültig propagieren!

Bei der Verwendung von Säuren, wenn es sich partout nicht umgehen lässt, muss der Putz oder das Mauerwerk gründlich vorgenässt werden. Das soll verhindern dass die Lösung tief in die Kapillare eindringt und dort verbleibt.
Hydrophobe Sanierputze sind jedoch nur schwer vorzunässen!
Wenn nun die Säure, wie vom Hersteller gefordert, eingebürstet wird seh ich hier Probleme diese wieder herauszuspülen?
Im weiteren muss eine Wasserdichte Wanne vorgehalten werden um die Lösung beim gründlichen Abspülen, wie vom Hersteller gefordert, zu fangen und zu entsorgen.
Ist die Wanne nicht dicht wandert die Salzlösung in die Bodenplatte und über diesen Umweg zurück in die Wand!
Es mag ja sein das unter Umständen das Ätzen von Putzflächen vor dem Auftrag einer Wandfarbe zulässig und oder alte Handwerkstechnik ist(bin kein Maler).
Ein neuer Wandputz auf einer Schadensfreien trockenen Wand wird dies wohl überstehen, fraglich nur wer solch Aufwand betreibt bzw. Zahlt.
Bei Wandmalereien(Motivmalerei) scheint mir das im übrigen sehr Sinnig zu sein.
Jedoch ganz sicher nicht bei Salzgeschädigten Bauteilen!!
Ich find die Idee des Herstellers, einem Verbrennungsopfer ein Feuerzeug zu reichen, sagen wir mal, eher Unglücklich -:)
In meinen Augen tät Keim gut daran die Entfernung der Sinterschicht mittels Sanierfräse oder Niederdruck- Sandstrahlen zu propagieren. Ist alle mal günstiger für den Verarbeiter als Verätzen, Wasserhaltung und Entsorgung.
Die Salzbelastete Wand jedenfalls würd’s dankend annehmen.

Gruß



Hallo Herr Glasstetter,



versuchen Sie doch mal das Übel bei der Wurzel zu packen,und vor Anwendung von weiteren anderen Maßnahmen eine Mauerentsalzung durchzuführen. In Fällen von starker Mauerversalzung hat sich das Matrolan-Verfahren, welches sehr gute Entsalzungsergebnisse bei gleichzeitiger Entfeuchtung des Mauerwerkes liefert sehr gut bewährt.
Der Einsatz dieses Matrolan - Verfahrens kann Ihnen auch auf Dauer den Einsatz von Sanierputzen ersparen.
mfG A.Hoppe





Hallo Herr Glasstetter.
Nach nochmaliger Rücksprache mit dem Lieferwerk von Protect Room hat mir Herr Weber, Mitinhaber der Firma folgendes zu Ihrem Problem erklärt:
Wenn diese Wand trocken ist, können Sie mir Protect Room Primer die Wand grundieren, dann die Protect Room Beschichtung als 5 mm Putz auftragen und nach Abtrocknung mit der Protect Room Farbe als Finish streichen. Danach werden alle Schadstoffe aus der Luft und angrenzenden Bauteile,Möbel oder Böden auf Jahre hin absorbiert. Sie erhalten eine saubere Luft in Ihrem Wohnraum und diese Beschichtung ist auch noch durch die saubere Luft gut für Allergiker und schützt gege Schimmelpilze. Eine Wärmedämmwirkung und eine Feuchtigkeitsaufnahme wird ebenfalls versichert.

Setzen Sie sich bitte mit Herrn Weber von der Firma Poly Produktion Deutschland GmbH in Verbindung. Hier seine Daten:
Tel. 02241-9424810, Fax. 02241- 9424813 E-mail: produktion@ppc-gmbh.de. Website: www.ppc-gmbh.de

mfg
G. Wählen





Herr Wählen, mir ist es ein Rätsel wie das Produkt auf der einen Seite eine Wand versiegelt. Also Schadstoffe nicht mehr ausdünsten können und gleichzeitig eine hohe Diffusion bescheinigt wird. Hier passt irgendetwas nicht zusammen?!!

Hab mir die HP mal angeschaut. Außer einem Link zum TÜV, der wohl die versiegelungs Wirkung, mehr nicht, bescheinigt hab ich nichts gefunden. Weder eine Diffusionswiderstandszahl noch ein Produkt-, Verarbeitungsblatt geschweige denn einen Prüfbericht.
Lediglich nichtssagende vergleiche mit Menschlichen Knochen und Zähnen.
Mir ist das doch alles sehr suspekt.
Da Sie, wie ich oben lesen durfte, Verarbeiter sind würd ich mir an Ihrer stelle doch zweimal überlegen was ich einbaue bzw. empfehle Herr Wählen.

Zur Abhilfe des Eingangsproblems hat das Produkt jedenfalls nichts beizutragen.

In diesem Sinne
viele Grüße



Salz im Lehmputz.



Hallo Herr Schröters.
In dieser Beschichtung findet eine chemische Reakion statt welche die Schdstoffe vernichtet. Genaueres kann Ihnen die Firma Poly Produktion Deutschland GmbH sagen.
Wie ich im letzten Bericht mitgeteilt habe sind alle Datenblätter und Verarbeitungsanleitungen spätestens ende Januar fertig und stehen in der Website. Es ist etwas vollkommen neues und es funktioniert. Sie können es mir glauben.
Sobald die Muster mit der Home Edition beschichtet und fertig sind, bekommen alle von mir die Unterlagen und ein Muster zugeschickt.
mfg
G. Wählen



Wenn sich Lehmputz aufgelöst hat!!!!!!!!


Lehmputz auf salzbelasteter Wand

Wenn der Lehmputz durch die Salzeinträge sich derart zersetzt hat (Zerstörung der Tonminerale und damit verbunden die Eigenfestigkeit in der Putzstruktur!!), dann ist jeglicher Anstrich bzw. Oberflächenauftrag für die Katz'!

Und wer hier jetzt noch eine Anstrichbeschichtung dem Betroffen verkaufen will und empfiehlt, ist in unseren Augen ein Scharlatan.
Schauen Sie sich das nebenstehende Foto nochmals genau an, dann werden Sie ganz einfach zu dem Entschluß getrieben, dass hier nur noch ein Abnehmen des Putzauftrages hilft.
Ob nun noch feucht oder eben nicht, der Lehmputz ist hin und sollte grundlegend erneuert werden.

Alle anderen Maßnahmen sind indiskutabel und unseriös.
Komplett abnehmen, säubern, eventuell zusätzlich austrocknen lassen und danach wiederum mit einem einfachen Lehmputz verputzen (auch Lehmfeinputz gänge vielleicht!).

Handwerklich beratender Gruß,

Udo Mühle



salz im Lehmputz



Sehr geehrter Herr Mühle.
Erstens möchte ich Herrn Glasstetter nichts verkaufen, sonst hätte ich Ihm nicht die Werksadresse mitgeteilt. Zweitens, kann ich nichts dafür wenn Sie sich nur im Lehm rumtreiben sich für nichts neues interessiern und mit verbalen Ausdrücken hier Ihren Frust los werden wollen.

In der Hoffnung dass Sie im Lehm versinken

G. Wählen



Dann deute ich das Geschriebene scheinbar falsch!





---Forenreferenz-----------
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Hallo Herr Glasstetter.
Nach nochmaliger Rücksprache mit dem Lieferwerk von Protect Room hat mir Herr Weber, Mitinhaber der Firma folgendes zu Ihrem Problem erklärt:
Wenn diese Wand trocken ist, können Sie mir Protect Room Primer die Wand grundieren, dann die Protect Room Beschichtung als 5 mm Putz auftragen und nach Abtrocknung mit der Protect Room Farbe als Finish streichen. Danach werden alle Schadstoffe aus der Luft und angrenzenden Bauteile,Möbel oder Böden auf Jahre hin absorbiert. Sie erhalten eine saubere Luft in Ihrem Wohnraum und diese Beschichtung ist auch noch durch die saubere Luft gut für Allergiker und schützt gege Schimmelpilze. Eine Wärmedämmwirkung und eine Feuchtigkeitsaufnahme wird ebenfalls versichert.

Setzen Sie sich bitte mit Herrn Weber von der Firma Poly Produktion Deutschland GmbH in Verbindung. Hier seine Daten:
Tel. 02241-9424810, Fax. 02241- 9424813 E-mail: produktion@ppc-gmbh.de. Website: www.ppc-gmbh.de

mfg
G. Wählen mehr ...
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Wer lesen kann, ist stets im Vorteil!

Keine lehmigen Grüße,
sondern lesender Gruß!




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