Balken vor Putz schützen

07.08.2009



Hallo,

wir sind nun dabei den alten Putz abzuschlagen und die Wände neu zu verputzen. Die Balken sollen natürlich vorher eine Auflage erhalten, damit sie nicht mit dem Putz in Berührung kommen. Was nimmt man da am Besten? Dachpappe und dann Armierungsgewebe drauf?

Besten Dank!
Nici



Balken vor Putz schützen



Auf die Balken Dachpappe oder Wachspapier tackern dann können Sie die Balken mit Ziegelgewebe überspannen und verputzen.
für nähere Informationen einafch melden

Grüsse Thomas



So einen Schwachsinn...



...habe ich lange nicht gelesen!
Doch das ist gerade das, was man heute angeblich Stand der Technik nennt!
Sorry, wenn ich so hart ins Gericht gehe, aber ein Kontakt mit dem Holz ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll und auch nachhaltig.
Wenn Sie mit Lehmputzen oder reinen Kalkputzen arbeiten, sollte unbedingt auf Holzkontakt geachtet werden.
Lehmputz auf dem Holz, ist natürlicher Holzschutz und gleichzeitig sorgt dieser für eine gute Ausgleichsfeuchte im Holz.
Bei Kalk verhält es sich ähnlich.
Auf die Hölzer balkenführend (parallel) Schilfrohrputzträgergewebe rackern und dann mit dem Putzaufbau beginnen.
Im oberen Bereich des Unterputzes unbedingt vollflächig ein Putzträgergewebe einbetten.

Gutes Gelingen,
Udo Mühle



Putz auf Holzbalken



Eine Frage an den Baumeister:
Warum wurde das Gefachholz eigentlich freigelegt?

Viele Grüße



"langzeitstudie"



....die einen machen´s weg, die andern wieder hin....
das fw war überputzt mit Kalkputz auf -meistenteils- schilfrohrträgern (stellenweise ziegelrabitz), selbstverständlich mit direktem holzkontakt, wie udo schreibt. innen im haus die gleiche situation: teils mit kalk-, teils mit Lehmputz verputzt, bei den älteren bauteilen ohne Putzträger auf gebeiltem holz. die balken waren in diesen bereichen allesamt in einwandfreiem zustand!
gruß, carmen





Balken + Dachpappe
ich dachte das gab es nur in der DDR



@ zahn-der-zeit



Aber nicht immer!
Damals hatten wir auch schon so den runden Teil des Körpers benutzt.


Humorischer Gruß
Udo



Blödsinn hoch 3



Hier sieht man mal wer sich im Denkmalbereich auskennt.
Weder Lehmputzverarbeiter noch sonst einer.
Ziegelgewebe und Schilfrohr sind zwar im Denkmalbereich anerkannt, aber was hat man noch füher gemacht?



@ beobachter



...Mammuts gejagt?





@Udo

„Was lange hält bringt kein Geld“

Unter diesem Motto packen einige Hausbaufirmen noch heute die Balkenköpfe „schön“ in Dachpappe ein. Es ist einigen auch nicht auszureden, sie könnten ja vom Maurermörtel feucht werden.



mal ehrlich Nici,



Du hast da, glaube ich, einen kleinen Denkfehler am Laufen. Die Balken werden nicht verkleidet, weil sie vor dem Putz geschützt werden sollen, sondern damit der Putz hält...



also...



@ Herr Mühle: Da wir keinen Lehm oder Kalkputz nehmen, ist das für uns keine Option.

@ Herr Böttcher: der Putz wurde entfernt, da er an diesen Stellen aufgebrochen und rissig war. Man ist mit der Hand über die Wand und hatte den Putz schon am Boden liegen. Wäre das nicht passiert, hätten wir es so gelassen, wie es war.

@ Jürgen: Das ist natürlich klar,dass der Putz schlecht auf dem Holz hält. Aber wenn man reinen Gipsputz an der Wand hat, sollte man doch die Balken besser abdecken, damit die Feuchtigkeit, die der Gips aus der Raumluft zieht, nicht in die Balken wandert, oder täusche ich mich da? Habe ich mal irgendwo gelesen...

Viele Grüße
Nici



@ Bob



...und wer nun so weiter baut, der kann natürlich auch auf die Pappe und anderweitigen "modernen" Mist dann nicht verzichten.
Aber wir wollen ja in den nächsten Jahren auch noch was zu tun haben.

Kein Lehm und auch kein Kalk, dann ist der Ansatz der Rekonstruktion bereits über Bord gefallen.
Aber das haben Sie ja bereits selbst schon gemerkt!
Vielleicht lag's auch nur am handwerklichen Geschick?
Grins

Gutes Werkeln und hier ist mir nun die Zeit zu schade.
Sorry!

Grüße Udo



@ Bob



Sorry,

Doppeleintrag!



@ Mühle



Sie sollten endlich mal akzeptieren, dass nicht jeder Bauherr Lehm oder Kalkputz haben will.

@ zahn-der-zeit
Solange es Architekten, Bauleiter und Gutachter gibt, die mit Scheuklappen durch die gegend rennen wirds wohl nie besser werden.

Grüsse Lars



@ Lars



Dann geben Sie bitte andere funktionierende Alternativen vor, die aus Ihrem Wissen heraus nachhaltig bei solchen Konstruktionen eingesetzt werden können.
Natürlich außer Lehm und Kalk!!

Klugschei.... tun viele, doch mängelfreie Leistungen erbringen, nur wenige!
Dazu gehören nun mal auch die großen Hersteller!

Wir können auf fast lückenlose Mängelfreiheit bisher zurückblicken.
Sorry!

Noch 'nen entspannten Sonntag



@ Mühle



Spielen Sie jetzt hier bitte nicht Rumpelstielzchen,
Was als alternative in Frage kommt interessiert hier nicht, Fakt ist, das hier weder Lehm noch Kalk erwünscht ist.
Welcher Putz hier genommen wird wurde ja schon geschrieben.
Und ausserdem können Sie nur auf fast lückenlose Mängelfreiheit bisher zurückblicken, schreiben tun Sie wie wenn Sie "DER" Lehmbauer sind.
Also bitte den Ball flach halten und nicht umverschämt werden!



@ Lars



Wenn Sie's so sehen, dann eben.
Outing wäre gut!
Zur Mängelfreiheit stehe ich trotzdem, auch wenn Sie's anders haben möchten

Schönen Sonntag noch
und die Bundesliga hat wieder begonnen.



Was issn hier los?



"Was als Alternative in Frage kommt interessiert hier nicht..." ??? Eine Frage bei der eine funktionierende Lösung uninteressant ist?
Mit Gipsputz wird das auf Dauer nicht funktionieren, genausowenig mit Zementputz. hier sind neben weiteren Nachteilen auch wieder Schäden am Holz zu befürchten.
Die "Beobachter und anonymen Schreiber" täten gut daran, anstatt nur hohle Reden zu schwingen auch mal Fakten auf den Tisch zu legen... Aufgrund der vorherrschenden Beratungsresistenz klinke ich mich hier auch bis auf weiteres wieder aus.

Viele Grüße in den Sonntag





.



@Lars



Wenn der Bauherr den idealen Wandaufbau nicht will ist das sein Problem, soll er doch Dachpappe ran nageln, Gips drauf schmieren oder Gipskarton davor basteln.
Die Handwerkerschaft freut sich über den Auftrag zur Sanierung der „Sanierung“

„Solange es Architekten, Bauleiter und Gutachter gibt, die mit Scheuklappen durch die gegend rennen…“

...lasse ich mein Gehirn trotzdem in Betrieb.

Zwei Fragen hätte ich noch.
1. Warum wird hier nach vernünftigen Lösungen gefragt wenn diese ignoriert werden?
2. Tanken Sie den billigsten Sprit, oder den der in Ihr Auto gehört?



sorry...



..aber ich finde den Tonfall von einigen hier mehr als unangebracht.
Hätten wir genug Zeit und Geld, würden wir den alten GIPSPUTZ, der in sämtlichen Räumen an den Wänden klebt mit Sicherheit komplett entfernen und durch Lehm oder Kalk ersetzen. Leider ist das Leben kein Wunschkonzert und wir versuchen mit bescheidenen Mitteln und in kürzester Zeit das bestmögliche aus diesem Haus zu machen.
Ich hatte lediglich gefragt, wie ich die Balken vorm Putz oder den Putz vorm Balken schützen kann und werde hier nun mehr oder weniger als dummer, beratungsresistenter Bauherr hingestellt, der sein Haus verhunzt.

@Zahn der Zeit: Wo habe ich bitte Ratschläge ignoriert?

Leicht verärgerte Grüße
Nici



@ Bob



Nicht gegen Sie gerichtete Wertung, sondern eher gegen einen schreibenden Mitstreiter.

Ihre Fragestellung ist okay gewesen und dazu kamen sicherlich auch die entsprechenden Antworten.
Nun sind Sie in der misslichen Lage, daraus den für Sie entsprechenden Fachlichkeitsteil heraus zu filtern.
Gipsputz ist nun mal nicht das Nachhaltigkeitsthema und beweist Ihnen ja bereits die Nichtfunktion!
Kalkputz hat nichts mit Preis bzw. Luxuskosten zu tun.
Es gibt preiswerte Materialien in diesem Segment und gute Vararbeitbarkeiten auch für Selbstbauer.

Gutes Gelingen und einen schönen Sonntag noch,
Udo



@Nici



das ging an die Adresse von Lars.

Die Frage wurde bereits von Udo Mühle im zweiten Eintrag beantwortet.
Gipsputz ist nun mal eine der schlechteren Lösungen auf Fachwerk, wenn er aber dennoch drauf „muss“ dann bitte auch im direkten Kontakt mit dem Holz. Nur so kann der Gips und das Holz ungehindert Feuchtigkeit, sowohl von innen als von außen ausgleichen. Sperrschichten wie Dachpappe und Ölpapiere verhindern diesen Ausgleich.
Die Feuchtigkeit wird sich stauen usw.
Da Gips im Verhältnis zu Lehm- oder Kalkputz ein sehr starrer Werkstoff ist wird er auf Holzkonstruktionen auch mehr als diese reißen.
Ich empfehle den Putzträger nicht am Holz zu befestigen sondern ca. 10 cm überlappend an den Steinen der Gefachausmauerung mittels Nageldübeln zu befestigen.

Aber wie gesagt, es ist der billigste Spritt.

Und nun heiter weiter.





na gut, ich habe das Ganze wohl zu sehr auf mich bezogen, sorry.
Hier herrscht aber auch echt manchmal ein rauher Ton ;-)

Wir werden uns nun nochmal überlegen wie wir weiter vorgehen. Lehm kommt zwar nicht in Frage, aber vielleicht können wir uns auf Kalkputz einigen.

Viele Grüße
Nici





Sie (als Fragesteller) sollten es auch nicht auf sich beziehen, denke ich.

Dieser Thread ist aber mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie leicht es sich aus der Anonymität heraus gestaltet, unhöflich zu sein.

Denn allein bei den nicht registrierten Schreibern hier vermag ich so etwas zu erkennen.

Leute, meldet euch an und steht zu euren Worten.

Aber dazu fehlts dann doch, vermutlich.



Herr Wittwar, etwas weiter oben,



glaube, niemanden aus der Anonymität heraus beleidigt zu haben, aber habe mich soeben frisch angemeldet.

zur Sache: statt Bitumenpappe einfach mal Lehmschlämme versuchen...bei dem Auseinanderbau alter Fachwerkhäuser bin ich immer wieder auf den Lehm-Holzkontakt gestoßen...das Holz ist "wie neu".



Hallo Bob,



ich habe bei einer fast gleichen Aufgabenstellung mit Ziegelgewebe gearbeitet. Diese wurde überstehend über das Holz befestigt und dann mit Kalkputz verputzt. Gipsputz verwende ich wegen seiner nativen Eigenschaften nicht mehr (zu unflexibel und zu wenig feuchteregulierend). Kalkputz z.B. von Otterbein gibts bei uns ab 7€ pro Sack und ist damit nicht wesentlich teurer als Gipsputze. Das Raumklima ist aber deutlich verbessert.

Gruß J. Simon



Das Verputzen



der Wände ist generell nicht gerade billig, egal welcher Putz zum Einsatz kommt. Es sei denn man machts selber.
Bei uns hier in der Nähe gibts einen Lehmbauer der kauft den Liter fertigen Lehmputz für 20cent oder so ein. Also sollte es am Materialpreis wohl nicht scheitern.
Wenn mann wirklich kein Geld hat, am besten den Putz nur punktuell und von Hand ausbessern.

Grüße
André



Putz ausbessern



Hallo Bob,
es geht also nur um das Ausbessern des Putzes.
Und da waren also nur vereinzelte Risse am Übergang Holz- Gefachausmauerung aufgetreten.
Dann glaube ich, das bei Dir leichte Panik aufkam, weil der Putz über dem Holz irgendwie dumpfer klang, im Gegensatz zum helleren, satten Ton über den Gefachen.
Also flugs das (angeblich) hohle Zeugs abgeklopft.
Ich empfehle Dir Folgendes:
Der Putz sieht nicht so schlecht aus, viel kosten soll es auch nicht. Deshalb:
Die abgeschlagenen und wirklich morschen Stellen besserst Du mit Kalkputz aus.
Zur Verbesserung der Haftung am Holz kannst Du Putzbewehrung mit einabeiten. Schon ein paar Nägel mit Draht überspannt helfen weiter.
Was kann passieren?
Ein paar Schwindrisse parallel zu den Balkenkanten.
Die kann man vor dem Tapazieren verspachteln.
Wenn der Putz insgesamt nix mehr taugt dann runter und erneuern, am besten mit Lehmputz.

Viele Grüße