Armierung im Lehmputz

12.07.2006



Hallo

Bin gerade bei einigen Versuchen mit Lehm vom eigenen Grundstück. Damit möchte ich einige Bruchsteinwände verputzen. Für die untersten Schichten des Putzes werde ich ca. 3cm lange Strohstückchen untermischen als Armierung.
Doch was ist mit dem Oberputz? Auf den Bildern, die hier im Forum zu sehen sind, habe ich nie etwas gesehen von Haaren oder Borsten als Armierung, wie man es früher machte. Reicht es, den Oberputz genug zu magern, sodass er keine Risse bekommt beim trocknen? Was ist denn in den Fertigputzen z.B. von Claytec drin?

Gruss und Danke für jeden Hinweis!

Marc



Ich persönlich



setze im Oberputz sehr kurze (1 bis 3 cm) Strohstückchen ein. Zur Herstellung nehme ich Stroh vom Bauern und zerhäcksele es mittels eines Rasentrimmers in einer alten Mülltonne. Je feiner die Fasern werden sollen, desto länger muss man den Trimmer reinhalten. Das staubt allerdings ganz schön und ist für Heuschnupfengeplagte sicher nicht zu ertragen. Man sieht im Oberputz dann die Fasern, was ich in meinem (Putz-)Fall als sehr ansprechend empfinde.
Claytec und andere Hersteller erbringen meines Wissens die Festigkeit über genau aufeinander abgestimmte Korngrößen des beigemischten Sandes.
Eine weitere Erhöhung der Festigkeit ist durch das Streichen des trockenen Putzes mit Leinöl zu erreichen. Hierbei nimmt die Diffusionsfähigkeit der Wandoberfläche ein klein wenig ab. Lehmfarben und Silikatfarben halten darauf problemlos, bei anderen Farben habe ich damit allerdings keine Erfahrung. Diese Methode hat man früher bei uns in der Gegend für die Verfestigung von Stampflehmböden eingesetzt.



Armierung im Lehmputz



Hallo Frank

Danke für die Antwort.
Das mit dem Rasentrimmer ist eine gute Idee, ich habe es schon mit der elektrischen Heckenschere in einer Wanne versucht, geht aber nicht so gut für kleine Stücke. Ich werde wohl auch das Stroh sichbar lassen, wenn es mich stört, werde ich eine dünne schicht gemagerten Lehm draufschmieren.

Gruss

Marc