Putz abschlagen

28.01.2012



Hallo,

auch wenn ich weiß, dass Ferndiagnosen immer problematisch sind, versuch ich es einmal:
Unser Haus von 1772 trägt zu weiten Teil noch den vermutlich orginalen Putz. Das Haus ist aus Sandstein, der vorhandene Putz relativ dünn (1-2 cm) und ebenfalls recht sandig, aber nicht wirklich lose. Viele Stellen sind im Laufe der Jahrhunderte ausgeflickt worden, am Sockel braucht es wahrscheinlich Sanierputz. Für die Außernsanierung waren jetzt 2 Stuckateure da, die beide den historischen Putz abschlagen wollen (für rund 80-100€/qm inkl. Neuverputz). Der alte Putz sei verbraucht bzw. das Ausflicken nicht rentabel und sehe furchtbar aus. Aus konservatorischer Sicht widerstrebt es mir, den alten Putz abschlagen zu lassen, ich würde eher die alte Farbe abdampfen, ausbessern wo nötig und neu streichen. Strukturunterschiede stören mich nicht, denn der alte Putz ist sehr grobkörnig und damit sehr charakteristisch.

Bin ich auf dem Holzweg?

Gruß, Heiko



Altputzsanierung



Hallo

Sanierputz würde ich auf keinen Fall nehmen - nirgends!

Alles NEU macht der Mai!

So jetzt aus der Ferne kann man wenig sagen: evtl mit Staubkalk festigen, Fehlstellen mit gleich eingestelltem Mörtel ausbessern, danach mehrfacher Kalkfarbe streichen.

Genaue Beratung, Diagnose und Putzberatung kann man erst bei Ortsbesichtigung machen.

Alles weg hauen nur wenn alles hohl liegt oder schon "modernerer Ausbesserungsputz" ist!

FK



Sicherlich...



...können Sie bei Ihrem Landesamt für Denkmalschutz eine Empfehlung zu geeigneten Fachfirmen in Sachen Putzsanierung bekommen. Die Ihnen angebotenen Leistungen erscheinen mir weder angemessen, noch sonderlich preiswert.

Ich finde Ihre Herangehensweise gut, wenngleich auch leider wenig verbreitet.

Grüße

Thomas