Probleme mit Berechnung für EnEV Befreiung

18.06.2014 Markus



Hallo zusammen,

ich bereite gerade eine EnEv Befreiung in BW für unser Dach vor aber nun komme ich bei der benötigten Berechnung nicht weiter.

Kann mir da jemand weiter helfen, es geht hierum:

Bei unserem Dach (Bj. 1973) mit einem U-Wert von 0,536 W/m²k wollen wir die asbestbelastete Dacheindeckung loswerden. Die bestehende Unterspannbahn und Mineralwolle-Dämmung ist noch ok und deshalb soll nur die Eindeckung erneuert werden.
Laut EnEV müssten wir bei dieser Art der Sanierung aber einen U-Wert von 0,24 W/m² erreichen was einem finanziellen Mehraufwand von etwa 25.000€ gleichkäme.

Wie kann ich nun berechnen das dieser Aufpreis nicht wirtschaftlich ist also die Differenz von 0,536W/m² (IST) und 0,24W/m² (EnEV MUSS) irgendwie umgerechnet in kWh um somit dann die Amortation zu berechnen?
Kurz gesagt wie kann ich berechnen wie viel kWh = € ich unter EnEV Einhaltung lediglich einsparen würde?

Diese Formel muss ich für den Antrag mit einfügen:
Amortisationsdauer = Mehrkosten : jährliche Einsparung = x.xxx € : xx €/a = y Jahre

Ein Link wo das gut und einfach beschrieben steht würde mir auch helfen.

DANKE EUCH SCHON MAL!

Gruß,
Markus



egal



mach die neuen Steine drauf, schmeiß den Antrag weg und gut is.

der tobser



Wenn



nur die Dacheindeckung erneuert werden soll,
ist die EnEV nicht anzuwenden.

Viele Grüße



EnEV Befreiung bei Dachhaut-Erneuerung nicht nötig



Hallo zusammen,

ich habe gerade noch einmal genau nachgesehen und tatsächlich muss ich beim einem reinen Wechsel der "Dachhaut" die EnEV nicht einhalten.

Vielen Dank für den Tipp Gerhard!

Für alle die es interessiert:
http://www.bbsr-energieeinsparung.de/EnEVPortal/DE/EnEV/Auslegungen/Auslegungen/XII2.html



Dachdeckung vs. Dachdämmung..



..kann das nicht doch zusammen gehen ?
Wenn da eine Aufdachdämmung bzw. Weichfaserplatte 100 mm
druff kommt , bspw ?
Konter-u. Dachlattung muß ja doch vermutlich eh angepasst werden ..
Wir wissen ja nicht wie groß die Flächen sind , aber 25 Tonnen komt mir da viel Viel vor ?!
Gruß



Fuck for EnEV



Sieh mal, da hast du aber Glück gehabt.Dennoch ist deine 1973er Dämmung sicherlich im Eimer. Auch wenn das da noch drin ist, ist die zusammengefallen, lückenhaft etc. Den Vorschlag mit den Holzweichfaserplatten als Aufsparrendämmung finde ich echt brauchbar. Damit erzeugst du eine geschlossene Dämmebene. 10cm ist aber völlig übertrieben. Mit 4cm holst du bzgl. Preis/Leistungverhältnis am meisten raus.
Zur EnEV:
Nachträgliche Wärmedämmumg im Bestandsgebäuden lohnt sich nicht, zumindest was den Geldbeutel angeht (Wärmedämmung ist Luxus). Zu Befreiungen von der EnEV kannst du dir z.B. auf den Seiten von Conrad Fischer die entsprechenden Gesetzesgrundlagen einholen.
Weiterhin ist die Prognosstudie (eine von der KFW-Gruppe in Auftrag gegebene Studie) sehr aufschlussreich. Erstes Ergebnis war: Nachträgliche Wärmedämmung lohnt sich nicht. Vermutlich auf druck der KFW-Gruppe (damit haben sie wahrscheinlich nicht gerechnet): Mit Einberechnung der "Ohnehin-Maßnahmen" (was auch immer dieser Scheiß soll) soll sich die Wärmedämmung ja eh nur selbst armortisieren.

Gruß Emzet



ENEV



Hallo EMZET,
Haben Sie die ENEV schon mal gelesen?

Hallo Markus,
mit den Angaben von Ihnen ist nichts anzufangen.
es fehlen Daten zur dämmenden Fläche, die Nutzung darunter, der Dachaufbau von außen nach innen, die Dachneigung, die lichte Raumhöhe, die Beheizungsart. Für die von ihnen angesprochenen Werte gibt es Berechnungsverfahren in der DIN V4108 und V 4701.
Sie können den Wert auch grob kalkulieren:
Je nach Hüllflächenzahl liegt der Anteil am Gesamtwärmeverlust bei einem ungedämmten Haus etwa zwischen 15 und 25%. Ihr Dach hat bereits einen gewissen Dämmstandard. Nach den U-Werten würde sich der Wärmedurchgang bei Einhaltung der ENEV etwa halbieren. Das wären vorsichtig geschätzt etwa 5-10% Heizenergiekosteneinsparung pro Jahr. Das gerechnet auf eine Amortisationszeit von ca. 40 Jahren (Heizkostenzuwachs und Finanzierungskosten lassen Sie der Einfachheit halber weg)bringt Ihnen eine grobe Orientierung der Heizkosteneinsparung.
Ein Beispiel: Wenn die Heizkostenersparnis bei ca. 200,- € im Jahr liegen würde kämen Sie auf eine Gesamtersparnis von 8.000,- €.
Wie hoch die Mehrkosten für die Verbesserung des U- Werten sind kann man erst ausrechnen wenn der neue Dachaufbau konzipiert ist. Das sind dann in der Regel nur Material und Verarbeitung der Dämmung als reine Mehrkosten. Das andere sind dann Sowiesokosten.



DANKE



Hallo Georg,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!

Ich habe mir einige Gedanken dazu gemacht und habe das ganze nun mit einem lokalen Dachdecker besprochen., von diesem bekomme ich nun ein Angebot mit und ohne Dämmung.

Gruß & Danke für die tolle Unterstützung!