Dendrochronologie und andere Altersbestimmungsmaßnahmen?




In meinem Haus wurden vorwiegend "recyceltes" Holz verwendet und auch einiges nachträglich repariert, was
offensichtlich Dendrochronologie schwierig macht (woher
soll ich wissen, welcher Balken so alt ist wie das
Haus?!?). Zudem steht es auf einem Gewölbekeller, der
offensichtlich älter ist als das Haus (er war mal größer!).
Erste Grundbuch-Erwähnung war 1901 (Verkauf), aber in
der ersten Gemarkungskarte von 1824 gab es schon ein Haus
mit exakt gleichem Grundriss.
Ich will es natürlich genauer wissen.
Wo könnte ich noch nachforschen? Gibt es Experten, die
vielleicht aus der Bausubstanz oder dem Stil mehr sagen
können?

Viele Grüße,
Frank Berauer



Guten Abend Herr Berauer,



das ist ein ganz häufiges Problem, und manches bleibt einstweilen ungeklärt.
Der Befund selber, also welche "Ziegel sind verwendet worden? " gibt bisweilen Auskunft über die Ziegelei. Die Steine enthalten oftmals alte Zieglerzeichen. Und über das Schicksal der Ziegeleien ist oft etwas in den Archiven.

Archivunterlagen:
Enwohnerverzeichnisse des Wohnplatzes, Steuerlisten und Gemeindeverzeichnisse der Kirchen könnten helfen.
Es gibt gelegentlich auch Karten, die älter sind als das Urkataster.
Wenn der Hof groß war könnte im Archiv des zuständigen Bistums etwas sein (habe ich schon mehrfach gehabt).
Aber zunächst einmal: Ihr Stadtarchiv.

Viel Glück !



Altersbestimmung


Altersbestimmung

guten tag frank berauer
es ist inder tat schwer eine dendro-probe zu entnehmen
welchen balken??
aber sie haben doch schon ein alter so um 1824
wenn mann proben entnehmen solte min 4-5 stück z.b. Dach / 1og / eg / Keller / Deckenbalken oder so dann ist das schon eine genaue sache
und zu der frage: wo könnte ich noch nachforschen,gibt es experten ??
es gibt einen meiner meinung nach
prof. manfred gerner
propstei johannesberg
in 36041 fulda
die dendro-proben können ich entnehmen und auwerten lassen

mit zimmerlichem gruß
andreas vollack
aus hann.münden



Fall für den Bauforscher



Hallo Herr Berauer
Ihre Fragestellung ist eine klassische Aufgabe für einen Bauforscher. Vielleicht lassen sich anhand eines Aufmaßes und einer Kartierung vor Ort Bauphasen/-abschnitte festlegen, die die Zuordnung einiger Hölzer erlauben.
Die die Untersuchungen sehr zeit- und damit kosten-intensiv sind, werden Sie in der Regel nur bei Baudenkmalen mit besonderer Geschichte durchgeführt.
Ich habe selbst letztes Jahr zusammen mit zwei Kollegen eine entsprechende Untersuchung an einer gotischen Kirche von 1434/1601/1861/... (Dendros) als Abschlußarbeit im Masterstudiengang Denkmalpflege der Universität Bamberg durchgeführt.
Mein Vorschlag für Sie: Bei Interesse wenden Sie sich an den Lehrstuhl für Denkmalpflege der Uni Bamberg. Es gibt bestimmt noch einige Studenten, die ab August ein Thema für Ihre Abschlußarbeit suchen und mit etwas Glück und einer entsprechenden Aufwandsentschädigung finden Sie bestimmt jemanden.
Schöne Grüsse aus Höchstadt,
Thomas Leyh



Kompetent...



... auf diesem Gebiet sind auch noch gute Bekannte von mir die in der nähe von Gera ein "Büro für histor. Bauforschung" betreiben. Die machen es allerdings professionell und das kostet dann auch etwas Geld. Die eigentlich Dendochronologischen Untersuchungen werden zwar nachbeauftragt bei einem Institut (weils halt nur wenige Datenbanken gibt) aber die Jungs wissen wenigstens wo man die besten Proben nehmen muß um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen. Bei Bedarf Lutz Scherf anrufen, Tel. 03693/22945.
Grüße aus Leipzig von



Richtige Nummer



036693/22945
Sorry




Schon gelesen?

Holzwespen?