preussisches Kappengewölbe wie Dämmen

22.12.2013 Heiko



Hallo ich Plane den Umbau einer Scheune die zur Hälfte ein Preussisches Kappengewölbe hat über das dann noch Balken verlaufen 18x18 nach entfernen der Diehlung und Strohspreudämmung habe ich nun ca.20-30cm platz für Dämmung
als Fußbodenaufbau sollte Rauspund auf die Balken dann Trittschall ,Fermacell -Platten für Fußbodenheizung da ich möglichst einen geringen Aufbau erreichen möchte

Meine Frage ist was für eine Dämmung am sinnvollsten wäre
der Raum unter der Decke ist unbeheizt



Deckenaufbau



Wenn Sie so etwas planen dann sollten Sie entweder wissen was Sie tun oder das einem richtigen Planer überlassen.
Das bitte nicht falsch verstehen; so etwas bedarf einer Baugenehmigung und dafür brauchen Sie ohnehin jemanden der das kann und eine Bauvorlageberechtigung für Ihr Bundesland hat.

Ich gehe davon voraus das Sie Aufenthaltsräume in die Scheune implantieren wollen denn sonst macht Wärmedämmung keinen Sinn.
Wenn Sie einfach nur wissen wollen wie man so eine Decke dämmt dann müssen Sie noch einige Angaben machen:
Wie wird der zukünftige Raum genutzt?
Wie wird der Raum darunter zukünftig genutzt?
Was für ein Fußbodenbelag soll oben eingebaut werden?

Viele Grüße



Deckenaufbau antwort



Danke für die schnelle Antwort
zur ifo ich habe eine Architektin zum Planen beauftragt sie wird Anfang das Jahres beginnen .
ich hatte schon mal nach Dämmstoffen geschaut wobei ich Schaumglasgranulat recht gut fand sie sagte mir nun das es eine recht teure Dämmung sei und es da auch alternativen gäbe

Die unteren Räume der Scheune werden Heizraum ,Eingangsbereich und ein teil bleib weiter in unbeheizter Stallnutzung ( wände sind 60cm Bruchsteinmauerwerk)
Der gesamte obere Bereich wird Wohnraum und soll gefliest werden (wände sind Fachwerk 12cm es wird dann von innen noch Ytong Vorgemauert)

meine frage ist halt ob man bestimmte Dämmungen in meinen fall bevorzugen sollte



Scheunenausbau



Ich schätze das da genügend Diskussionsbedarf mit Ihrer Planerin vorliegt.
Zu Ihrem Konzept ein paar einfache planerische Grundsätze:
Sie sollten sich besser auf ihre zielstellung konzentrieren, also auf das was Sie WIRKLICH brauchen und nicht so sehr wie das umzusetzen ist.
Man sollte bei der Grundrissaufteilung den warmen Bereich definieren und vom kalten Bereich wärmetechnisch trennen. Das sollte vom Grundriss her so gelöst werden das eine möglichst gerinmge Hüllfläche entsteht. Warme Räume in den Kernbereich in die Mitte rücken, Nebenräume wie Hauswirtschaftsraum oder verkehrsflächen an den Rand platzieren. Auf eine möglichst geringe Hüllfläche achten.
Wenn Sie mit diesem ersten Nutzungskonzept mit zu Ihrer Planerin kommen haben Sie eine gute Grundlage um einzusteigen statt mit Ihr gleich über technische Details zu feilschen.

Eine Decke kann man auch von unten dämmen, das hängt von den lichten Höhen, der zur Verfügung stehenden Aufbauhöhe und der Nutzung ab.
Schaumglasschotter ist für ihren Zweck unnötig und schlecht geeignet.
Bei massivem Aufbau und genügend Baufreiheit wie bei Ihnen sind Trockenbausysteme nur eine bessere Notlösung; die sind für Bauen unter bewohnten Bedingungen entwickelt worden.
Porenbeton als Vormauerung ist für eine Fachwerkinnendämmung eine ungünstige Lösung; es gibt bessere und billigere Systeme für Fachwerk.