antiker Kabelkanal

01.01.2011



Hallo zusammen,
ich suche alte, oder auf Alt gemachte Kabelkanäle wie sie früher verwendet wurden.
Weiß jemand ob, oder wo man solche findet??





schaust Du hier:

http://www.fontini.com/eng/producto/sistemas/tubo/index.html



Deutlich preiswerter...



und eleganter gibt es die Blechröhrchen natürlich immer noch im Abriss.

Grüße

Thomas





Das das Zeugs billig ist, glaub ich auch nicht.
Wenn man die Internetseite ansieht, istb die Sache wohl eher für Luxus-Sanierung vorgesehen.
Immerhin muss man aber nicht die abruchreifen Häuserder Umgebung abklappern.

Eine Preisliste habe ich nicht mehr gesucht, meine Frau hat's verboten!



Das geht...



...ganz gut über den historischen Baustoffhandel. Firmen, die selber abreissen, suchen i.d.R. was anderes (Steine Balken, Dielen...). Wenn sich aus dem Abriss noch etwas mehr herausholen lässt, nimmt das der eine oder andere ganz dankbar auf. Hier im Forum zuweilen aktiv: Fa. ResAnDes, Herr Mehlhose.

Grüße

Thomas



Naja...



die abgebildeten Stahlrohre gibt es bspw. auch bei Replicata in Deutschland, ist aber sündhaft teuer. Günstiger käme wohl normales Stahlpanzerrohr mit Formteilen und selber lackieren (oder gar nicht lackieren, früher wurden die in Wandfarbe gestrichen oder tapeziert). Teuer sind auch die Befestigungsschel.en (meine vage Erinnerung meint ca. 1 Euro/Stück bei 2-3 Stück/m Rohr).

Die alten ROhre waren keine Stahlpanzer- sondern sog. Bergmannrohre aus Teerpappe/Bitumenpappe mit sehr dünnem verbleitem Stahlblechmantel, zu erkennen an der Längsnaht. Die sind relativ empfindlich, gehen also beim normalen Abbau meistens zu Bruch. Man müßte das Glück haben ein Haus (oder besser mehrere) zu haben, wo man in Ruhe selbst abbauen kann, einschließlich der Porzellan-Abzweigdosen, Schellen, Lichtschalter und eventuell auch Steckdosen.

Bei der Neuinstallation ist zu beachten:
- die dazugehörige Biegezange und vor allem Fingerfertigkeit hat heutzutage praktisch niemand mehr. Man muß also großzügig extra Bögen im passenden Radius und vor allem Muffen haben. Besonders kritisch wird das, wenn man an den Decken Hohlkehlen (Übergang Wand-Decke) hat und das Spenderhaus nicht. Auch Übergangswinkel für scharfe Kanten sind recht rar.
- um die Schutzart einzuhalten muß der Rohrmantel bei jeder Verbindungsstelle mindestens 1cm weit entfernt werden, evtl. mit einem Rohrschneider. DANN dürfen auch Einzeladern (NYA, auch als H07V-U bekannt) eingezogen werden. Sonst nur NYM, was ausgesprochen sperrig ist. Tip: Aderleitung in Österreich besorgen, kostet die Hälfte.
- Die Abzweigdosen haben für heutige Verhältnisse extrem wenig Klemmraum. Daher mit so wenig Leitungen wie möglich auskommen (keine Sperenzchen wie Wandleuchten mit 3 getrennt schaltbaren Gruppen und jeweils Wechselschaltung o.ä.), nicht zu viele Stromkreise (sonst gibts einen gigantischen Rohrsalat). Ich persönlich würde 1-2 Steckdosen pro Raum an die Rohrinstallation hängen, quasi als Deko und für den Rest weiße UP-Steckdosen mit UP-Zuleitung einstemmen.

Ja und dann braucht man nur mehr einen Elektriker der dafür gradesteht (so eine Installation dürfte prinzipiell zulässig sein, erfordert aber sehr viel Denken außerhalb der eingefahrenen Gleise).



Was für eine kundige...



...Renovierungs- und Restaurierungskatze :-)

Grüße

Thomas



eben....



Replicata verkauft die Ware von Fontini für teuer Geld:

http://www.replicata.de/info/schaltersysteme-aus-porzellan-messing-und-holz-zur-aufputzmontage/

(vergl. die Bilder mit der zitierten Seite oben), preiswerter wird's davon sicher nicht. Ob man das direkt kaufen kann ???

Ob eine abgebaute und wieder aufgebaute Dekoleitung pro Raum (sonst Standard Verlegung), mit dem nötigen Schnickschnack VDE tauglich gemacht incl. "Überzeugungsgeld" für den Elektriker, wirklich billiger wird?

Hier werden ja viele hilfreiche Tipps gegeben, aber eine Bastellösung für Strom? Wer genau weiß, was er macht und im Zweifelsfall bei der Versicherung die nötgen Erklärungen abgeben will, soll das tun.

... aber ich habe leicht Reden, meine Frau hat's ohnehin verboten.
(Wenn's aber nur ein Stilzitat sein soll, sind die Kosten vielleicht doch noch erträglich.)

mit spannungsgeladenen Grüßen

Götz



Elektrotechniker



und seit früher Kindheit Hobbybastler, insofern kenne ich mich mit Strom (alt und neu) ganz gut aus...

Das Problem mit der Fontini-Ware ist schonmal, daß es nicht echt alt sondern rustikal aussieht. Was man eventuell tun könnte ist die Rohre von Fontini mit Schaltern und Steckdosen von CAW (vertrieben von Thomas Hoof) zu kombinieren und die Rohre zu überstreichen.

Ich bin mir allerdings sicher, daß ein Durchscnittselektriker über dieses Ansinnen fast genauso die Nase rümpfen wird wie über den Versuch, Altrohre wieder an die Wand zu nageln. Wenn man es schafft, NYM mit ausreichender Aderzahl in die Rohre zu fitzeln (wenn man die Leitungen vor dem Verlegen durchziehen kann dürfte das eigentlich gehen) ist man VDE-seitig vollends im grünen Bereich (Einzeladern sind eine Streitfrage) und wenn der Elektriker das Abnahmeprotokoll unterschreibt ist man versicherungstechnisch aus dem Schneider.



warum nicht



Kupferrohre? So was altert doch auch edel.



DIN-gerecht



Den Ausführungen von Kellergassenkatze ist kaum noch was hinzuzufügen! Er hat auf fast alle denkbaren Probleme ausführlich hingewiesen.
Ich sehe auch das Problem, dass es kaum alte Rohre in gutem Zustand gibt. Dazu kommt, dass oft die Innenisolierung in schlechtem Zustand ist. Im Osten gibt es in alten unsanierten Häusern eigentlich noch viele solcher alten Rohre, oft auch unter Putz. Von daher ist ein historischer Baustoffhandel als Bezugsquelle sicher aussichtsreich.

Ich denke, eine den Vorschriften genügende Installation mit diesen Rohren ist möglich, wenn man:

1. auf jeden Fall einen FI-Schutzschalter verwendet
2. bei Einzeladern in jedem Fall H07 verwendet
3. die Rohre in die Erdung einbezieht (Potentialausgleich)

Aber den Elektriker für diese Arbeiten muss man trotzdem erstmal finden.

Viel Erfolg
Kalle.



Letzterer



Punkt ist kaum sinnvoll umzusetzen, Bergmannrohr war immer als Isolierrohr gedacht, daher auch an Muffen, Abzweigdosen, Schaltern usw. nicht leitfähig verbunden. Mit Mantelleitung (NYM) würden sich die Sorgen um den Zustand der Isolierpappe erübrigen, aber um ehrlich zu sein solange das Rohr äußerlich unbeschädigt ist mache ich mir um den inneren Zustand wenig Sorgen (da müßte man schon beim Einziehen von Leitungen extreme Gewalt anwenden um ernste Schäden anzurichten). So eine Installation würde ich aber auf alle Fälle vor dem Zusammenbau einziehen, spart Arbeit und verringert das Risiko von Beschädigungen noch weiter.



Was sind überhaupt ---



--- "Auf alt gemachte Kabelkanäle " ????? - Die Fragestellerin sollte zunächst einmal kundtun, wie alt das Haus ist, in dem die Stromleitungskanäle eingebaut werden sollen . --- Dann sollte man darüber nachdenken, ob man zu der Ursprungsfrage überhaupt eine Antwort schreiben sollte - oder nicht !. --- Falls das Haus in einer Zeit gebaut wurde, als es in der entsprechenden Gegend noch gar keinen
elektrischen Strom gab, - Sind die bisherigen Antworten gegenstandslos beziehungsweise irreführend.
-
Die Fragerin sollte sich nun auch wieder einmal zu diesem Thema äußern, bevor hier noch weitere Mutmaßungen angestellt werden, die eigentlich jeder Grundlage entbehren, weil kein Antworter weiß, wie alt das besagte Haus eigentlich ist.
-
Nehmen wir einfach mal an, das Haus steht in einer gottverlassenen Gegend und wurde im Jahr 1800 errichtet,
als es in der Region noch LANGE keine Elektrizität gab.
-
-
Also wurde das Haus seinerzeit durch Kerzenlicht beleuchtet
--- 50 Jahre später vielleicht mit Petroleumlampen ---
weil es noch immer keinen elektrischen Strom gab !
-
Herrschaften, man kann doch nicht die Augen vor historischen Tatsachen verschließen, und Lösungsansätze
empfehlen, welche völlig schwachsinnig sind und NICHTS
mit historisch gewachsenen Tatsachen zu tun haben !
-
Wir leben im Jahr 2011 !!!!! - Anstatt das schwer verdiente Geld in künstlich gerosteten Kabelkanälen zu versenken und völlig überteuerte Porzellanschalter einzubauen, sollte man lieber darüber nachdenken, Unterputzleitungen nach dem Stand der Technik einzubauen und eine Bussteuerung zu verwenden, welche unsichtbar , komfortabel und variabel ist. -- Wer es möchte, kann sich ja außerdem Pechfackeln,
Kerzenleuchter und / oder Petroleumlampen anschaffen.
-
Eine wohltuende Erleuchtung wünscht A. Milling



hugh,



der Historienwärter hat gesprochen. Immer wieder erfrischend lesen zu dürfen, wie die Weld funktionert.





Immer noch besser als dein Gewäsch zu lesen,
das du nichts von einer Tochterfirma kaufst, deren Stammfirma vor 70 Jahren (!!!) im Nationalsozialismus produziert und verkauft hat!
Kannst du mir eine Firma im Lande nennen die das damals nicht tat?
Und wie verhältst du dich in deinem Kaufverhalten heute?
:-)



sorry,



sollte heißen: ...wie die Welt funktioniert

Gruß Jürgen



Ob die Welt funktioniert oder nicht ---



--- Geschichtliche Tatsachen und Gegebenheiten kann nicht einmal der allergrößte Klugscheißer in seinem Sinne
umfunktionieren.



Hallo Thomas,



berechtigte Frage, hat aber in diesem Thema nichts zu suchen.

Uber das "Gewäsch" sehe ich mal großherzig hinweg.

Gruß Jürgen



Hysterische Kabelkanäle??



Manchmal muss man sich schon wundern. Wie lange gibt es für die Beleuchtung von Wohnhäusern nutzbare Elektrizität? Irgendwann Ende des 19. Jahrhunderts. Erste Leitungen wurden gebaut, wie jede neue Technologie erstmal schweineteuer und nur wenigen gutbetuchten vorbehalten. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte Unterputzmontage zu dem Bauhausstandard. Also auch nix mit Kabelkanal;-)).
Mein Vater hat direkt nach dem 2. Weltkrieg Elektriker in einem kleinen Heidedorf gelernt. Die ersten (reichen) Bauern liessen die Höfe elektrifizieren. Kupferkabel von der Rolle ziehen, mit bituminiertem Isolierband umwickeln, Zinkblech falzen und zum Rohr formen, Bögen mit Spezialzangen bördeln, das waren die damaligen "Kabelkanäle". Mit heutigen Sicherheitsstandards beim besten Willen nicht mehr kompatibel. Zudem lassen sich solche Anlagen praktisch nicht mehr recyclen, da immer vor Ort auf Mass gearbeitet wurde. Und vergleichbares heute bauen?? Da kann man ruhig 1,5 qmm Golddraht verwenden, das bisschen Mehrkosten zu Kupfer macht den Kohl auch nicht mehr fett ;-)). Und die beschriebenen Nachempfindungen sehen bestenfalls rustikal aus, mit der damaligen Optik haben die nix gemeinsam.
MfG
dasMaurer



Hallo Andreas,



Wenn Deine empfohlene Bussteuerung den geschichtlichen Tatsachen eher entspricht...na dann.

Über den "Klugscheißer" sehe ich mal großherzig hinweg.

P.S.: Es gibt nun mal Installationen, die aufputz gelöst werden müssen und das sogar in der heutigen Zeit.

Gruß Jürgen



Hysterische Kabelkanäle??



Nee, nich schon wieder doppelt ;-(.
MfG
dasMaurer



Prima Beitrag, --



-- lieber Ulrich, in Großtreben in Nordsachsen, wo ich
aufwuchs und auch heute noch lebe, gibt es erst seit 1912
elektrischen Strom. - Also noch keine 100 Jahre !
- An solche regionalen und geschichtlichen Tatsachen sollten sich die ganz SCHLAUEN herantasten und erst
dann Würfelhusten bekommen. -
Sag an, lieber Ulrich, seit wann gibt es in Peine elekterischen Schtrom ? --

-
Beste Grüße, Andreas





Jürgen,
du hast doch mit "Historienwärter" angefangen!
Letzthin auch zu einem anderen Thema.Und jetzt passts dir nicht?

Bitte vielmals um Entschuldigung durchlauchtigster Großherziger!
Melde mich untertänigst wieder wenn es eurer verehrtesten Exzellenz genehmer ist.



Donnawetta,



do worn di saggsn ober frie dranne ;-)).
Ich denk mal, Peine war durch Eisenerzverhüttung und Stahlproduktion recht früh dabei, aber schon 50 km nördlich kam der Strom auf den Dörfern erst in den 40ern an. Und mein Vater hat von 1955- 1960 in BaWü eine Menge kleiner Dörfer an´s Netz angeschlossen (naja, nicht ganz alleine ;-)).).
MfG
dasMaurer



Wirklich , ---



--- lieber Ulrich, in Prettin ( 5 km weiter nördlich - heute Sachsen Anhalt) - gab es ein kleines Kohlekraftwerk ,
welches vorrangig das im Ort ansässige Stanz. u- Emaillierwerk mit Energie versorgte. - Dort wurden bis 1989
emaillierte Kochtöpfe und Bratpfannen hergestellt.
-
Der Betrieb hieß bis zuletzt im Volksmund " Töppchenbude"
- Leider ist inwischen alles Kaputt - Hunderte Arbeitsplätze -- einfach im Arsch !
-
Naja, jedenfalls reichte die Überschussenergie des besagten Kleinkraftwerkes dafür aus, bis zum Beginn des 2. Weltkrieges 5 umliegende Dörfer mit Strom zu versorgen.
-
Seit 1928 haben wir sogar Telefon im Haus ---
-- Übrigens haben die Nazis meinem Großvater den Betrieb "dichtgemacht" , weil er sich standhaft weigerte, Wehrmachtsspinde anzufertigen - Ca. für ein dreiviertel
Jahr während des 2. Weltkrieges.
-
Beste Grüße aus Mitteldeutschland, Andreas



Naja,



wat wolln wer denne mit Töppchen, der Sch... der zurzeit in diesem Lande gekocht wird, braucht ordentliche Kessel ;-)).
Und schön, dass du so´ne familiäre Vergangenheit hast, mein Grossvater war alter deutscher Landadel: "auf und davon" ;-)).
MfG
dasMaurer



oh Gott,



eure Gesprächskultur, euer Geschichtsverständnis und eure Selbstverliebtheit lässt mich grausen. Hier ging es lediglich um die Frage, wie man Kabel möglichst elegant auf Putz verlegen kann.

Gruß Jürgen



Nein,



es ging nicht um elegante "Aufputzverlegung", sondern um die lange Zeit übliche Verlegung von Elektroinstallationen, die tatsächlich auch optischen Reiz hatte. Allerdings ist eine hinreichend ähnliche Optik mit industriell vorgefertigten Teilen nicht machbar, und eine Neuinstallation ist aus Kostengründen eher unrealistisch, und Handwerker, die die dafür benötigten handwerklichen Fähigkeiten haben, dürften auch fast ausgestorben sein.
MfG
dasMaurer



Abseits aller Diskussion über historische "Zulässigkeit"...



davon, daß Rohre auf der Baustelle gefertigt wurden habe ich definitiv noch nie gehört!
Die ersten Elektro-Installationsrohre waren meines Eisenrohre wie bei Gas und Wasser. Ende des 19. Jahrhunderts wurde von der Firma Ernst Bergmann in Berlin das Bergmannrohr erfunden und industriell hergestellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bergmannrohr

Bögen waren tatsächlich nur sehr aufwendig herzustellen und das ist auch leicht erklärt. Biegt man eine gerade Stange, ändert sich innen und außen am Radius die Länge, außen muß sich das Material dehnen, innen stauchen. Da sich das Blech und die Bitumenpappe nicht dehnen lassen, muß bei Bergmannrohr der Innenradius gestaucht werden, das wurde durch Einkerbungen erreicht. Diese Kerbungen wurden mit einer Zange http://static.panoramio.com/photos/original/21850965.jpg einzeln hergestellt. Das sah dann so aus: http://www.elektrotechnik-museum.de/images/0204001g_480.jpg
Wie man sieht sind das für einen normalen Bogen über 20 Kerben und zwischendurch darf sich das Rohr nicht drehen, sonst wird der Bogen dreidimensional (ich hatte einmal das Vergnügen, so eine Zange an einem Rohrrest auszuprobieren). Insofern stimmt es natürlich, daß diese Anlagen maßgeschneidert waren. Wenn man allerdings etwas Geduld hat und genügend Muffen findet, kann man durchaus die Bögen herausschneiden und mit ausreichend geraden Stangen eine neue Anlage zusammenzimmern.

Achtung: es gab noch eine andere Variante, sogenannten Rohrdraht (auch Kuhlokabel genannt). Sieht zwar von außen Bergmannrohr sehr ähnlich, war aber eine fix fertig industriell hergestellte Leitung mit Blechmantel. Ohne Biegezange überhaupt nicht zu verarbeiten, außerdem ist oft die Aderisolierung in extrem schlechtem Zustand. Es gab blanken und umhüllten Rohrdraht, blanker ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr zulässig, da die Isolierung zwischen Adern und Blechmantel nicht ausreichend ist, isolierter wird angeblich(!) bis heute hergestellt, sieht aber auch kaum anders aus als NYM, nur bei richtiger Verlegung etwas gerader.

Zur Chronologie: Aufputzinstallation wurde teilweise noch nach dem 2. Weltkrieg vorgezogen, weil die Sauerei geringer war als beim Einstemmen. Unser Häuschen hat 1949 Strom bekommen und die Installation ist teilweise in Bergmannrohr aufputz. 1910 war Unterputzverlegung noch eher unter Luxus einzureihen (doppelter Luxus, denn schon Strom alleine war Luxus genug). Noch früher wurde übrigens verdrillte Textilleitung auf Isolatoren verlegt, in Deutschland seit 1910 verboten, in Österreich noch viel länger üblich und theoretisch bis heute zulässig.
http://www.elmuseum.se/viewimage.cgi?images/skomakarlampa_24v2.jpg



antiker Kabelkanal



Hallo und herzlichen Dank aller denen, die mir einige hilfreiche Tips gegeben haben, ich will nicht mein ganzen Haus mit Aufputzleitungen verlegen, sonder lediglich ein Kabel zum Lichtschalter.
Das Kabel läuft über ein Fachwerkbalken und ich finde es einfach ansehnlicher dieses mit einem zeitgenössischen Rohr zu verkleiden. Ich habe im ganzen Haus dementsprechende Drehschalter weil´s mir besser gefällt. Die Elektrizität ist sowieso auf dem neuesten Stand, also nur eine optische Geschichte.
Nochmals Danke für das rege Interesse,
und Grüße aus dem Bergischen Land



Na wenns nur das ist...



müßte sich leicht machen lassen, nur der Übergang zur neuen UP-Leitung dürfte schwierig werden (es sei denn man findet in einer Installation einen passenden Bogen).



Alternativvorschlag:



wenn es sich nur um eine weitgehend gerade Leitung handelt einfach modernes Kunstoffpanzerrohr mit den Schellen von Fontini befestigen und entsprechend lackieren, beispielsweise hellbraun und dann einige (unregelmäßig) mit dem Pinsel aufgetrage Schichten Schellack (z.B. rubinrot) als "Patina" - sieht relativ gut aus (den Schellackteil habe ich schon mit zu neu glänzendem altem Metallrohr ausprobiert). Das Rohr kann man auch in gewissem Ausmaß vorsichtig biegen indem man es erwärmt (sehr leicht, ein Haarfön reicht völlig) und dann biegt. Für mehr als vielleicht 15 Grad sollte man es aber wohl mit Sand füllen oder eine sog. Biegefeder besitzen. Ist sicher die billigste Methode und am leichtesten dem Elektriker gegenüber zu argumentieren.



Wahnsinn Jürgen



"oh Gott,

---Forenreferenz-----------
oh Gott, -
eure Gesprächskultur, euer Geschichtsverständnis und eure Selbstverliebtheit lässt mich grausen. Hier ging es lediglich um die Frage, wie man Kabel möglichst elegant auf Putz verlegen kann.

Gruß Jürgen mehr ...
----------------------------------



eure Gesprächskultur, euer Geschichtsverständnis und eure Selbstverliebtheit lässt mich grausen."

Und so ein Satz von einem der hier fortlaufend die neuen Bundesländer und die dort lebenden Mitbürger mies gemacht hat!
Da können wir hier ja nur froh sein,dass so eine Geistesgröße wie du uns hier die Ehre gibst, und dich dazu herabläßt uns mit deinem "geistreichen" Gewäsch
Gesprächs-und Geschichtskultur beizubringen.

Frage an dich-was hast du eigentlich für nen Kühlschrank zu Hause stehn?