Belüftung des Fehlbodens

09.12.2005



Hallo

Bin mit der Renovierung eines Hauses aus dem 18. Jahrhundert in Amsterdam beschäftigt. Im 1.Stock soll auf einer Holzbalkendecke eine kleines Bad mit ebenerdiger Dusche entstehen. In den Niederlanden verwendet man in solchen Fällen, Altbau mit niedriger Deckenhöhe, oft sogenannte Lewis Schwalbenschwanzplatten. Dies sind verzinkte Metallplatten, die eine Änlichkeit mit Welldach haben (die Wellen sind jedoch Rechteckig). Diese Platten werden mit circa 6cm Beton gefüllt, und erhalten eine hohe Festigkeit. Die Wellen liegen quer zu den Holzblalken, so dass auch Luft zwischen Metallplatte und Holzbalken zirkulieren kann. Jetzt zu meiner Frage:
Der Boden wird gleichzeitig mit einer Fussbodenheizung versehen.
Der Heizungsbauer rät den Fehlboden möglichst Dicht zu machen und komplett zu Isolieren (Steinwolle). Dann könnte keine Kondensfeuchte entstehen.
Der Architekt rät den Fehlboden (Höhe 10cm) nicht zu isolieren und jede Balkenlage durch 20mm Lüftungslöcher in der angrenzenden Aussenwand zu Belüften. Verschwende zwar Wärmeenergie, würde jedoch Kondensfeuchte abtransportieren.
Welchem System ist zu vertrauen?
Der Betonboden wird natürlich abgedichtet. Unter dem Bad befindet sich ein normal beheizter Wohnraum.

Gruss aus Amsterdam



Gemäß Architekt arbeiten!



Die Balken sollten luftumspült bleiben.
Die eingebrachte Dämmung des Heizungsbauers bringt null Punkte, und hindert Kondensat nicht am ausdiffundieren. Ergo sollte evtl. entstehende Feuchtigkeit durch Luftzirkulation abtransportiert werden.
Allerdings die Lüftungslöcher in der Außenwand gegen eindringende, unliebsame Hausgäste wie Insekten und Mäuse geschützt werden.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Vielen Dank



für Ihre Antwort. Hatte mich auch eher mit dieser Version angefreundet, ist aber sehr angenehm es noch einmal von einem Fachmann bestätigt zu bekommen. So werde ich heute Nacht gut schlafen.

Gruss aus Amsterdam
Bernd Hemmen