schmale Wand als Verblendung bauen




Hallo,

ich möchte vor eine bestehende Innenwand (Fachwerk) eine schmale Wand als Verblendung bauen. Hinter diese Wand soll eine Schiebetür gehen und gleichzeitig diverse Rohre versteckt werden.

Bedingungen:
Fussboden: massiver Steinboden
Decke: Fachwerkdecke
Wände: Fachwerk
Abstand zur eigentlichen Wand ca. 10-15cm.
Soll möglichst schmal sein.
Wird mit Kalkputz (grafix 61) verputz.

Was würdet ihr dafür empfehlen?

a) Ytong? 5cm? 7cm?

b) Gipskarton? - ginge natürlich, wäre aber nicht "stilecht" und bedarf aufwändiger Vorbereitung zum Putzen

c) Lehmbauplatten? Damit habe ich wenig Erfahrung. Kann man die auf GK-Metall-Ständerwände schrauben?

Gruß Thomas



Insgesamt...



... würde ich doch auch eher zum Trockenbau raten...
Das lässt sich unten wie oben vernünftig anschließen, gerne auch noch zwischendurch, und macht auf Dauer keinen Ärger...

Porenbeton ist ja auch nicht wirklich "original" und "stilecht", von daher lasse ich das Argument nicht gelten...

MfG,
sh





Das Stilecht-Argument stimmt.

Aber was ist mit Lehmbauplatten?
Besser, schlechter?

Ich bin ehrlich: ich bin geneigt diese zu probieren. Einfach um mir ein Urteil zu bilden. Es sei denn, jemand rät mir schon im Vorfeld davon ab.

Gruß Thomas



Lehmbauplatten



Nicht alle Lehmbauplatten sind trockenbaugeeignet.
Soweit ich weiß, erfüllen nur EIWA-Platten die DIN für Trockenbau.

Die Lehmbauplatten, die ich kenne, 25mm von Claytec und die von ProCrea würde ich persönlich nur direkt als Trockenputz an die Wand pappen, niemals in freistehenden Wänden verwenden, auch nicht gewebearmiert und überputzt: Viel zu brüchig!

Porenbeton mag nicht stilecht sein, hat aber andere Materialeigenschaften als Gipsplatten und lässt sich obendrein gut mit Lehm überputzen.



Frage



Hallo

Sie schreiben: "Soll möglichst schmal sein."

Wie schmal?
30 mm Latten
22 mm OSB
20 mm Putz
dann nur noch die Konstruktionstiefe der Schiebetüre

an gute Hinterlüftung achten und auf zwängungsfreie Konstruktion

Florian Kurz





Hallo,

dass die Lehmplatten von Claytec nicht taugen ist schon mal eine Aussagen.

Zu Frage von Florian wie dick, kann ich nur sagen: möglichst dünn, aber kein Vorhang sondern eine Wand ;-)

Der Abstand zur originalen Wand ergibts sich aus dem dicksten Rohr, dem Abflussrohr aus den oberen Bad, was dahinter verschwinden soll. Die Schiebetür und Heizungsrohre sind ja dünner.

Dünner als ca. 7cm wirds nicht werden denke ich. Vielleicht mit Gk-Ständerwand etwas weniger, weil das besagte Abflussrohr nicht genau an einem Ständer ist. Aber trotzdem in der Ecke.

Frage warum ist Hinterlüftung so wichtig?
Und wie sollte ich die herstellen ohne die "Illusion" einer massiven Wand zu zerstören?

Gruß Thomas



Sorry



Hallo

habe das Wort "Innenwand" nicht registriert …

ohne Hinterlüftung

"gehen" würde da viel …

dickere OSB Platten von Oben bis unten
darauf dünne Sauerkrautplatten als Putzträger
dann drüberputzen

oder etwas aufwändiger mit Ziegelrabbitz …

etc.

Florian Kurz



Claytec



Dass die Platten von Claytec generell nichts taugen, kann man so natürlich nicht sagen. Es kommt halt auf den Anwendungszweck an. Im Verhältnis zu den allgemein bekannten Rigips-Trockenbauplatten finde ich die Lehmplatten ziemlich bruchanfällig, sowohl beim Transport innerhalb der Baustelle, z.B. über enge und verwinkelte Stiegen, wie sie in alten Fachwerkäusern gerne vorkommen, bei der Verarbeitung, z.B. beim Zurechtschneiden und der Montage und natürlich später im eingebauten Zustand, wenn spielende Kinder oder ein zu heftig zurechtgerückter Stuhl etc. den Plattenbauwänden zusetzen.

Die eingearbeiteten Schilfstängel können m.E. nicht die beidseitige Papp-Beschichtung der herkömmlichen Trockenbauplatten ersetzen.

Bevor ich jedoch OSB-Platten Verputzen würde, nähme ich dann doch lieber Lehmbauplatten.