Innenausbau - Beplankung der Holzständerwände und Dachschrägen von Innen

07.10.2008



Guten Abend zusammen,

wir sind bei unserem Fachwerkhaus nun beim Innenausbau angelangt.
EG ist fertig, gestapelte Lehmsteine (statisch kein Problem), Rohrgewebe drauf, verputzt.

Im OG haben wir 6 cm Leichtbauwände und einige 12 cm stark aus statischen Gründen.
Gefüllt werden diese, wie auch zwischen den Sparren, mit Flachs.

Meine Frage: Womit würdet Ihr die Wände/Dachschrägen beplanken (ca. 130 m² Dach/70 m² Wand)?

Hauptsächlich sollen diese als Putzträgen für Lehm- bzw. Kalkputz dienen.

Für einen geringen Teil der 12 cm Wände (Kinderzimmer) haben wir Lehmbauplatten, da diese nicht sehr günstig sind.
Was bietet sich sonst an, und auch im Badezimmer?

- OSB von z.B. Egger, Nexfor oder Kronoply, gibt es zum Teil Formaldehyd frei (natürlich in den Konzentrationen wie sie zugesetzt werden, nicht der Eigenanteil)?

- Standart Holz(weich)faserplatten von Gutex oder Pavatex?

- oder auch Trockenbauplatten aus Holz, Lehm, Kalkgemisch (Preis!)?

-Gips oder "Fermacell"?

Dies ist momentan eine echte "Nuss" für uns, versuchen aber weitestgehend bei den "Wurzeln" (Lehm, Holz, ...) zu bleiben.

Danke schonmal sehr für Eure Anregungen, Tips und die Hilfe.

Gruß
Chris



aus eigener Erfahrung



kann ich Heraklithplatten sehr empfehlen. Darauf lässt sich wunderbar putzen und die Verarbeitung ist einfach.
Lehm hält von selber, für Kalkputz (im Bad) musste ich einen leichten zementhaltigen Vorspritz verwenden, dann klappte es auch prima. In meinem Profil gibtes einige Bilder dazu.

Im Gegensatz zu den hier oft empfohlenen magnesitgebunden Ausführung der Platte, bin ich mittlerweile der Meinung, dass die wesentlich preiswertere Standardversion es genausogut tut.
Zumindest ist mir noch keine für mein Technikerhirn logisch begreifbare Begründung untergekommen.



HeraklithLiebhaber



ich mag die Heraklithplatten auch ganz gerne. Es gibt diese sowohl Zement- (Zusatz "C") oder Magnesitgebunden (Zusatz "M") Das gute Stück dämmt noch ein wenig und der Putz hält wunderbar. Dünne Platten sind Plan oder mit Stufenfalz erhältlich, dickere mit Nut & Feder.
Nur der Vollständigkeit halber: Auch gibt es die gruselige Variante als Mehrschichtplatte mit mittiger Styroporeinlage ...

Magnesitgebunden kostet etwa das doppelte wie Zementgebunden.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Danke für Eure Meinungen.

Nur, auf der einen Seite wären Heraklithplatten bei einer Stärke von 25 mm sehr schwer für die Dachschrägen, zum anderen weiß ich nicht, ob die Stabilität als Wandplatte gegeben ist.

So ganz überzeugt bin ich da nicht.

Gibt es evtl. noch andere Meinungen diesbezüglich?

Gruß
Chris



Die Platten sind nicht schwer



zumindest nicht im Vergleich mit dem Putz der darauf soll ;-)
Vielleicht fragst du erst mal einen Statiker, ob dein Dachstuhl überhaupt tragfähig genug für den geplanten Ausbau ist.
Was meinst du mit 'die Stabilität als Wandplatte gegeben ist'?