Unterkonstruktion bei Trapezblecheindeckung




Hallo zusammen,

wir lassen gerade unser Garagendach neu eindecken, Eternit runter, Trapezblech drauf. Es geht um ca. 160 m².
Die ausführende Firma hat auf die Dachkonstruktion (Sparren und Pfette) 16 mm starke wasserdichte Verlegeplatten (grüne) geschraubt und möchte nun direkt antitropfbeschichtete Alu-Trapezblech-Profile montieren. Dazu habe ich folgende Fragen an Euch:
1. Kann auf eine Unterspannbahn verzichtet werden?
2. Müssen die Verlegeplatten im Verbund gelegt werden auch wenn unter der Fuge eine Pfette liegt?
3. Die Flacheisen für die Regenrinnenbefestigung liegen unter den Spanplatten, dadurch entstehen leichte Wellen in der Ebene. Müssen die Flacheisen nicht auf der Verlegeplatte liegen, auch wenn die Regenrinne nicht ersetzt werden soll?

Was meint Ihr dazu? Danke Euch für Eure Unterstützung.



Unterkonstruktion Trapezbleche



Sehr geehrte Frau Voigt,
bei der ganzen Aktion wäre auch interessant zu wissen, was für eine Dachneigung das Dach hat. Wenn ichs recht verstehe sollen die Platten als regendichtes Unterdach funktionieren. Irgendwelche grünen Platten sind mir nicht bekannt(man kennt ja nicht alles was aufm Markt ist)Unterdächer mit Platten kenne ich mit Mitteldichten Faserplatten (MDF), Weichfaserplatten,OSB-Platten.
Wenn die Platten als Unterdachplatten zugelassen sind kann auf die Unterspannbahn verzichtet werden. Meines Wissens sollte darauf geachtet werden, dass die Stöße benachbarter Plattenreihen nicht im gleichen Sparrenfeld sind. Das gilt für alle Platten.
Soweit ich Ihre Information verstehe sind die alten Rinnenhaken noch auf den alten Sparren. Da sehe ich die beiden Möglichkeiten die Haken zu demontieren und in den Sparren einzulassen, oder demontieren und in die Platten einzulassen. Beides könnte Mehraufwand sein, den der Auftragnehmerim Angebot nicht berücksichtigt hat. Ersteres geht vermutlich besser.
Viele Grüße aus dem Nordosten
Ralph Schneidewind



Unterkonstruktion Trapezblech



Sehr geehrter Herr Schneidewind,

Vielen Dank für die promte Antwort. Das Dach hat eine Neigung von ca. 10-15 Grad. Normalerweise sollte das Trapezblech direkt auf die Dachkonstruktion montiert werden. Um das Trapezblech besser Verlegen zu können wurden die grünen WODEGO Verlegeplatten verlegt. Normales Trapezblech bildet in den Übergangszeiten Schwitzwasser. Wir erhalten zwar ein antitropfbeschichtetes Trapezblech, dieses liegt nun aber auf den Verlegeplatten auf und hat somit keine vollständige Unterlüftung. Daher meine Vermutung, dass sich Schwitzwasser auf den Spanplatten sammelt und "fein" in die Fugen läuft.
Anbei zwei Fotos...
Grüßle, Elisabeth Voigt



Frau Voigt, falls die Trapezbleche



noch nicht verlegt sind:ich würde eine Konterlattung und eine Traglattung vorschlagen. Wenns mein Auftrag wäre, hätte ich fachliche Bauchschmerzen ohne dieselben.(Kein Bock auf Gewährleistungsauseinandersetzen.
Ihre Bedenken bezüglich des Schwitzwassers teile ich.
Die Dellen wegen den Rinnenhaken finde ich nicht schlimm. Es sieht halt etwas schlampig aus, aber ich denke Schäden gibts nicht.Das Wasser wird von den Sparren weggeleitet, das ist gut. Durch die Biegung könnten sich eventuell die Stöße etwas öffnen, das ist schlecht. Kontrollieren und bei Bedarf mit Dichtmaterial über die Stöße. Saubere Arbeit ist sowas eher nicht.
Apropos "grüne Spanplatten": Kann es sein das dies Platten sind, die eigentlich für den Innenausbau/Feuchträume gedacht sind?
R.schneidewind





hab ich noch nie gesehen das V100 Platten als Unterdach dienen, vor allem nicht als "Regensicheres". Die V100 Platten saugen jegliche Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf. Das sind Platten für den innenraum.
Ferner ist keine Hinterlüftung der Trapezbleche gegeben.

Besser so:
-Unterspannbahn auf die Sparren, diese verklebt.
-Konterlattung
-Traglattung min.4x6 Lattung.
-Trapezblech

Dann gibt sich auch das Problem mit den Rinneisen.





ups, da war der Ralph wohl schneller :-)



Sorry



Sascha,
ich wollt mich nicht vordrängen:-)