Styropordämmung

26.06.2008



Hallo,

bei unserem Haus sind als Wärmedämmung Gipskartonplatten mit Styropor innen angebracht worden. Das ist der Ist-Zustand.

Soll ich die jetzt entfernen?
Oder kann dich die drin lassen?
Mit was sollte man stattdessen dämmen?
Was ist in dem Zusammenhang mit der Energiesparhysterie (Energiepass usw.) zu sagen?

Ich weiss ehrlich gesagt, nach einiger Lektüre zum Thema hier, nicht mehr was ich machen soll.


Gruß Thomas





Hallo Thomas T.,

ein paar mehr Informationen wären schon hilfreich:
- Einfamilienhaus oder MFH?
- Fachwerkhaus ?
- Baujahr ?
- Denkmalschutz ? oder sg."erhaltenswert"?

Grüße



Details Styropordämmung



Hallo Dietmar,

kurze Antwort von mir:

- Einfamilienhaus oder MFH?

Einfamilienhaus. Zwei Etagen.

- fachwerkhaus ?

Selbstverständlich...in diesem Forum ;-)

- Baujahr ?

Obere Etage 1905.
Untere Etage älter. Unbekannt. Mitte 19Jh.?

- Denkmalschutz ? oder sg."erhaltenswert"?

Nein.

Was ändern diese Angaben an dem Problem?

Gruß Thomas



Innendämmung mit Styro



Häuser unter Denkmalschutz sind von der Einhaltung der Bestimmungen der EnEv befreit, ohne daß es eines gesonderten Antrages bedarf.
Man soll aber innen nicht so dämmen, daß es der Substanz schadet sondern moderat. Also wäre in Ihrem Fall ein entsprechender Antrag erforderlich, keine Angst, dem wird stattgegeben.
Zum Styro: Man kann es für Innendämmungen nicht gebrauchen, weil dahinter das Fachwerk im Tauwasser verrottet und von außen eigedrungenes Wasser nicht nach innen abtrocknen kann.
Also sollten Sie es entfernen.
Neu: 4-5 cm Holzweichfaserplatte in Ausgleichsmörtel, darauf Luftkalputz oder Lehmputz.

Grüße





Hallo,

dazu habe ich ein paar Fragen:

1. Inwieweit ist ein Antrag erforderlich?
Und für was eigentlich?

2. Kann man die neuen Dämmmaßnahmen irgendwie von Fördergeldern teilweise bezahlen lassen?

3. Was ist mit "in Ausgleichsmörtel" gemeint. Einfach mit Mörtel an die Innenwand pappen?

Gruß Thomas



Styrodämmung



Hallo,

Die EnEV 2007 schreibt vor, daß Dämmungen nach Maßgabe dieser Vorschrift auszuführen sind.
In besonders gelagerten Fällen (unwirtschaftlich, führt zu Schäden) kann davon befreit werden. Hierfür ist der Antrag bei der Bauaufsicht erforderlich.
Es gibt günstige Kredite der KfW, die aber auf Neubauniveau abstellen. Also wird für Sie keine Förderung in Frage kommen. Abschließend will ich das aber nicht beantworten.
Ausgleichsmörtel: Wenn Sie die Einbauten entfernt haben, wird der Untergrund nicht eben sein.
Außerdem brauchen Sie eine Schicht, die den Untergrund mit der Dämmplatte vollflächig verbindet, so daß Wasser kapillar durchziehen kann. Anpappen ist also richtig, und zwar vollflächig.

Grüße vom Niederrhein





Hallo,

ich glaube ich bräuchte mal jemand der sich damit richtig auskennt und den man im Gespräch fragen kann. Wie findet man solche Leute vor Ort am besten? (inet-suche nicht sehr erfolgreich, skaliert schlecht)

Ich habe das noch nicht so ganz kapiert.
Der Untergrund besteht doch jetzt aus dem eigl. Fachwerk (also Holzbalken, Fächer mit Zinseln und Lehm) dann darauf Kalkputz (brüchig, mehrfach ausgebessert usw.
Darauf ist dann Lattung(?) und der Gipskarton.
Klar Lattung und GK runter. Aber den Kalkputz auch weg?
Oder kann der bleiben.

Ich habe irgendwo gerade gesehen, dass Holzweichfaserplatten auf einem Lattengerüst montiert wurden.

Mit jeder geklärten Frage kommen 5 weitere...;-)

Gruß Thomas



Lattengerüst



Hallo Thomas,
Klar kann man Holzweichfaserplatten auch auf ein Lattengerüst schrauben ,um zB. grobe Unebenheiten auszugleichen.
Aber der Luftraum muß!,zB. mit Lehm , verfüllt werden.
Wenn die Wand einigermaßen eben ist, ist es aber einfacher die Faserplatten in eine vorher aufgebrachte Lehmschicht zu drücken.
Viele Grüße





Hallo,

Danke für die Antwort. Ich hatte das falsch verstanden bzw. übersehen.

Aber ein Frage habe ich noch: Alten Kalkputz runter?
Und dann auf die nackten Balken Gewebe antackern damit Lehmputz hält? (oder wie früher Nägel, Stroh und dünner Hanfstrick)



Putzträger



Hallo,
Den Kalkputz kann man dranlassen und für den Ausgleichputz braucht man keinen Putzträger , die Weichfaserplatten müssen aber mechanisch befestigt werden.
(Herstellerangaben beachten: Pavatex, Gutex usw)
Der Lehmunterputz (auf den Platten) sollte eine Gewebeeinlage bekommen.
Danach kommt der Oberputz.
Das ganze geht auch mit Kalkputz.
viele Grüße