OSB für Dachgeschoss-Boden

10.05.2005



Hallo,

hab einen noch nicht begehbaren Dachboden, auf dem ich gern OSB-Platten einziehen würde, um ihn als Abstellraum zu nutzen. Das Haus ist neu, Dämmung bereits vorhanden, abgehängte Rigips-Decke. Nun will ich OSB-Platten mit Nut und Feder einfach oben auf die Balken schrauben. Die Balken liegen ca. 1-1,5 m auseinander. Kann ich da 19mm Platten verwenden oder müssen es zwingend 22er sein? Der Boden wird selten begangen, wie gesagt nur Abstellraum. Biegen die 19er sich stark durch? Weiß jemand Rat?





Hallo Andi
Kann mir kaum vorstellen das das bei dem Balkenabstand gut ist, egal ob 19 oder 22 Millimeter.
Entweder vorher Stabile Kanthölzer (denke mal 8 -10cm)Quer zu den Balken auflegen und deren Abstand deutlich geringer, oder aber neue Balken zusätzlich einziehen.
Gruß
Hartmut



19mm ist zu dünn...



Hallo Andi,

ich meine, 19 mm Platten sind deutlich zu dünn. Bei einem Abstand der Balken von bis zu 1,5 m würde ich mind. 22 mm oder besser 25 mm dicke OSB-Platten verwenden. Bei unserem Fachwerkhaus biegen sich die alten 20 mm Eichenbohlen des Dachbodens bei einem Balkenabstand von max. 1,2 m schon spürbar durch.
Die 22 bzw. 25 mm dicken OSB Platten haben schon ein recht hohes Eigengewicht, und bei dem Balkenabstand würde ich doch mal einen Statiker fragen.

Gruß Frank



Dann lieber stabile Kanthölzer...



Dann lieber stabile Kanthölzer. das krieg ich noch fix selbst hin. Es handelt sich nämlich um ein Mietobjekt. Erstbezug.

Noch eine weitere Frage: die Dämmung ist m.E. fachgerecht: 18mm Ursa oder Pfleiderer, soweit ich das einsehen kann. Reicht das aus? Die Wände bzw. Schrägen sind ungedämmt und ohne Fenster. Kann ich beim Aufbringen der OSB-Platten die Dämmung noch irgendwie verbessern? Ich meine, wenn ich schon mal dabei bin?



Wie Frank Reichel schon sagt



ein gemietes Objekt und dann noch Erstbezug. Ich rate Ihnen dringend, den Statiker, den es ja geben muss, zu befragen. Es kann durchaus sein, dass dieser Boden gar nicht als Abstellraum geeignet ist, sondern lediglich eine abgehängte Decke darstellen soll.
Was den Wärmeschutz angeht, muss es einen Nachweis nach EnEv geben.
Und bei allen Massnahmen beachten sie bitte, dass es nicht ihr Haus ist. Ohne Abklärung mit dem Eigentümer dürfen sie keine derartigen Arbeiten ausführen.



Ist alles schon geklärt...



Danke für all die Antworten. Tolles Forum.... Mit dem Eigentümer ist das alles schon geklärt. Er wollte den Ausbau eigentlich selbst machen, leidet aber im Moment unter Rückenproblemen, weshalb ich angeboten habe, das zu übernehmen. Es handelt sich um ein massiv gebautes Haus, kein Fertighaus und mit einem richtigen Dachstuhl. Wände alle gemauert. Von Statiker-Seite gibt es also keine Probleme...



Dann soll der Statiker



doch sagen, welche Platten zu verbauen sind. unregelmäßige Balkenabstände zwischen 1,00 m und 1,50 sind nicht gerade üblich und die Tabellen der Hersteller reichen nur bis max 1,00 m bei der OSB/4. Darüber hinaus kann man aus der Ferne nicht beurteilen, ob die Beplankung als Aussteifung benötigt wird.



So machen wir das...



dann werde ich den Vermieter noch mal spezifisch dazu interviewen. Der Boden war wohl von Anfang an als Abstellraum geplant. Die Idee, dünnere Platten zu verwenden kam auch eher von mir, weil ich dachte, da könnte man ein paar Mark sparen. Eine deutliche Ansage, welche Platten ich verwenden soll, gibt es nämlich nicht. Der Eigentümer meinte nur; OSB Platten wären wohl das beste.