Innendämmung

08.06.2008



Hallo zusammen,
Ich möchte in unserem Haus von 1937 eine Innendämmung aufbringen. Bis jetzt war ich von dem Produkt Halzfaserweichplatte mit Lehmputz überzeugt, diese Kombination habe ich schon mal an einer Giebelwand im Spitzboden eingesetzt. Nun habe ich im Internet eine Innendämmung von Xella-Multipor gefunden.
Frage: Hat jemand Erfahrung mit dieser Dämmung und ist sie als Alternative zur Holzfaserweichplatte zu empfehlen, besonders im Bezug auf Lehmputz?
Gruß Martin



Multipor



Hallo, ich habe solche Platten bereits mehrfach eingesetzt, allerdings unter dem Produktnamen redstone mineralische Dämmplatte. Das ist das gleiche. Gut finde ich, daß die Platten ganz ohne organisches Material auskommen und stark saugen/ kapillaraktiv sind. Da geht das Verputzen gut voran. Auch vorteilhaft ist das einfache Zuschneiden, ein etwas längeres Küchenmesser oder ein Cutter mit herausschiebbarer Klinge reicht schon. Das Format finde ich auch angenehm. Nachteilig empfinde ich, daß die Steine so empfindlich sind. Der Untergrund muß schön gerade abgezogen sein, sonst brechen sie; da kann man nicht so draufklopfen, wie bei Holzweichfaser. Am besten geht das Ganze, wenn man die Wand mit einem Unterputz eben abzieht, diesen trocknen läßt, und in einem zweiten Arbeitsgang die Dämmplatten mit einer groben Zahnkelle aufklebt. Zur Zeit habe ich eine Baustelle in Heimbach / Eifel, da werden diese Platten (50mm) in einem Fachwerkhaus angebracht. Da könnten Sie so ein Teil einmal in die Hand nehmen. Ich finde, das Material hat mehr Vor- als Nachteile, aber es ist halt alles eine Sache der Einarbeitung. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Ich kann



Herrn Prickarz nur zustimmen wir haben diese Dämmplatten selber im Programm unter dem Namen "ambio" Die darf bei uns nie ausgehen. Wir haben diese selber schon x fach eingesetzt. Bei Interesse schicke ich gerne Preisliste und techn. Merkblatt zu. Grüße aus dem Süden H. Köhler



Mineralschaumplatten = Porenbeton - uneingeschränkt im Fachwerk zu empfehlen?



Die Frage will ich mal in den Raum stellen, mit dem Verdacht, dass das Material eher für Massivbau geeignet ist, womit ich gute Erfahrungen gemacht habe.

Die Wasserdampfdiffusion ist ja sehr gut, aber
die Kapillarität ist (wie bei Porenbeton) eher schlecht. Die Xella-Platten werden deshalb hydrophobiert, damit sie sich nicht vollsaugen können.
Anders ausgedrückt: wo der Feuchteaustausch in Dampfform genügt, sind die Platten geeignet.



Innendämmungen



Ich habe bereits einige Varianten angewendet, wie zum Beispiel Holzleichtlehminnenschale, Schilfrohrplatten, Holzweichfaserplatten, Holzwolleleichtbauplatten und eben diese mineralischen Platten. Alle Systeme haben haben Ihre Vor- und auch Nachteile. Mein Zuständiger Redstone-Außendienstler hat mir versichert, die Platten seien nicht hydrophobiert. Von Beobachtungen an der Wand kann ich nur sagen, daß nach Aufkleben der mineralischen Dämmsteine mit Lehmmörtel diese am darauffolgenden Tage Ihre Farbe deutlich vom hellgelben ins ockergelbe vertiefen, um dann innerhalb der nächsten 14 Tage wieder ins hellgelbe zu wechseln. Dies und auch das flotte Anziehen des Putzes haben mir gezeigt, daß der Feuchtetransport wohl ganz gut funktioniert. Ich jedenfalls habe keine Bedenken, daß bei einer sparsamen Schicht mit diesem Material Schäden entstehen können. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Hallo Herr Prickarz



die Dämmplatten gibt es hydrophob und hydrophil. Je nach Anwendungsprofil.
Wenn sie wieder welche benötigen, helfe ich ihnen gerne. Grüße H. Köhler



Ja...



...isses nun ein Fachwerhaus?

Gruß Patrick.