Kellerraum ausbauen

16.04.2009 willi



Ich möchte in einem kellerraum ein Zimmer einbauen.
Die Betonaußenwände möchte ich mit Rigidurplatten bzw. Ytong 50mm Platten beplanken, das heißt mit Anstezbinder möglichst vollflächig (Zahnspachtel) an die Betonwände kleben. Nun habe ich gelesen das auch in diesen kleinen Hohlrämen der Zahnspachtel sich Kondenswasser und somit Schimmel bilden kann, ist das richtig?, langsam weiß ich nicht mehr was überhaupt noch gut sein soll.



Innendämmung Keller



Hallo Willi,
Ich hoffe, der Kellerraum erfüllt die üblichen Anforderungen an einen Aufenthaltsraum wie Raumhöhe und Mindestfensterfläche und es entsteht bei der Nutzung nicht ungewöhnlich viel Wasserdampf.
Dies vorausgesetzt, kann man mit einer Innendämmung eine trockene, kondenswasserfreie Wandoberfläche erreichen.
Bei beiden von Ihnen genannten Varianten ist eine luftdichte Oberfläche wichtig (ich nehme an, Sie wollen PS- kaschierte wasserfeste GK- Platten als Trockenputz verwenden).
Das erreichen Sie mit dem sorgfältigen Verspachteln und Schließen aller Fugen. Gipshaltige Spachtelmassen sollten nach dem Einbau mit einer wasserfesten Grundierung wie im Bad geschützt werden.
Dann können Sie normal auf die GK- Platten tapezieren.
Die Gasbetonvormauerung ist ebenfalls hohlraumfrei auszuführen. Die Luftdichtigkeit der Oberfläche können Sie mit einem Putz oder einer Kalkglätte sichern. Danach kann ebenfalls normal tapeziert werden.
Zur hohlraumfreien Verlegung:
Das kann man mit dem Buttering- Floating- Verfahren erreichen. Auf die Wand und auf der Platte werden mit dem Zahnspachtel der Kleber im Winkel von 90° versetzt aufgekämmt und dann die Platten angesetzt und -gedrückt.
Das setzt natürlich einen maßhaltigen, geraden Untergrund voraus.
Eine Alternative sind Mineralschaumplatten zur Innendämmung, die nach dem selben Prinzip verlegt werden. Ihre Dämmeigenschaften sind besser, eventuell eindiffundierte Feuchtigkeit wird kapillar an die Oberfläche geleitet und kann dort verdunsten.

Viele Grüße





Besten Dank für die kompetente Antwort.

War heute in einem Baufachgeschäft, es gibt da wohl neuerdings Gipskarton Verbundplatten mit PS mit einer Alufolie zwischen Gipskarton und PS soll sehr gut sein, vermutlich mache ich so den ganzen Raum.

Auch dort ist mir bestätigt worden das Hohlräume hinter der Isolierung unbedingt zu vermeiden sind, deshal erst mal fur einen glatten Untergrund sorgen und dann das von ihnen empfohlene Buttering- Floating- Verfahren anwenden.

Ein spezieller Fall sind übrigens, so wie ich es habe, garn nicht oder schlecht gedämmte Rolladenkästen, da kommt es leicht zu Schimmel an der Isolierung, deshalb werde ich erst mal den Rolladenkasten öffnen und nachschauen wieviel Platz ist um nachträglich eine Isolierung (Styrodur) einzukleben, es gibt wohl auch schon fertige Systeme die man zuschneiden und einschieben kann.

Das ist ein Problem das wir an unseren Rolladen an den Dachgauben haben, in der kalten Jahreszeit sind die Rolladen ständig nass und werden mit der zeit richtg schwarz, vermutlich Schimmel, das ist einzig und allein zurückzuführen auf misserabel gedämmte Rolladenkästen, durch die wärmeabstrahlung vom inneren kondensiert die Feuchtigkeit im Rolladenkasten, den Rest kann man sich denken, Oh Kreisbau Ulm, ein Pfusch mehr!





Die Wände könnte man auch mit reinem Kalkmörtel Verputzen und somit die Vorteile des Kalkes voll ausnutzen.

Grüsse Thomas