Außendämmung mit Mineralschaumplatten (Mulitpor o. ä.)

07.05.2013 Mars



Hallo Zusammen,
aktuell befinden wir uns beim Sanieren eines Altbaus (Bj. 1978). Die Außenmauern bestehen aus 36 cm Blähton Hohlblock-Leichtbeton. Der genaue U-Wert ist natürlich schwer zu beziffern. Lt. Liapor schlechtesten falls rechnerisch 1,16 W/m2K. Nun interessieren wir uns für eine Außendämmung.
Dabei sind wir auf die Mineralschaumplatten Minopor von Xella gestoßen. Mit dem mineralischen Aufbau könnten wir uns auch anfreunden. Von diesen Dämmsystem hört und sieht man weniger (wahrscheinlich wegen des höheren Preises und geringeren Dämmwertes gegenüber Polystyrol), dafür sind die ähnlichen Ytong-Steine geläufig. Kann jemand über konkrete Erfahrungen mit Mineralschaumplatten berichten? Soweit ich im Netz in Erfahrung bringen konnte, neigen die starren Platten beim Verarbeiten zum "Bröseln".



Erfahrungen mit Multipor ...



... haben wir bislang nur im Zusammenhang mit einer Dachsanierung.
Im Jahr 2011 wurde eine Dachfläche mit etwa 630 m² mit 140 mm starken Ytong Multipor Mineraldämmplatten gedämmt. Die Dämmplatten wurden mit Yton Multipor Leichtmörtel auf den vorhandenen Porenbeton-Dachplatten aufgeklebt. Als regensicheres Unterdach wurde eine Polymerbitumen-Unterdeckbahn Bauder TOP DIFUBIT NSK aufgebracht.

Die Verarbeitung der Multipor Mineraldämmplatten war problemlos und leicht zu bewerkstelligen.
Beim Begehen zur Verlegung des Unterdaches wurden jedoch die Grenzen der Belastbarkeit der Mineraldämmplatten deutlich: Fußabdrücke zeichneten sich ab und an Stellen, die intensiveren Belastungen ausgesetzt waren, waren auch mechanischische Schädigungen der Oberfläche erkennbar. Allerding blieb dies alles in einem tolerierbaren Rahmen.

Insgesamt waren wir als Planer und Bauüberwacher - und auch der verarbeitende Betrieb - mit dem Produkt zufrieden.

Und: Bei sachgemäßer Verarbeitung ist nicht mit "Bröseln" zu rechnen.

i. V. Dirk Meisinger



Außendämmung



Ja,die Platten brechen leicht,sind aber trotzdem einfach zu verkleben. Xella bietet hier ein tolles Produkt, jedoch würde ich es in Ihrem Fall nicht verwenden.
Ehr würde ich einen guten Außenputz, mit gutem Dämmwert auftragen ( z.B. von HAGA-HAGAtherm! )





Bei einem Isolierputz müsste doch einiges an Masse aufgetragen werden, damit eine größere Dämmwirkung entsteht?

Über Multipor habe ich gelesen, dass es eine schlechte Kapillarität besitzt. Wie ist das bei einer Außendämmung zu bewerten? Ist mit Feuchtigkeitsschäden zu rechnen?

Als Alternative wurde uns noch Steinwolle angeboten. Hat natürlich einen besseren Dämmwert, aber da reicht mir irgendwie schon die Dachdämmung.

Die Multipor-Dämmung würde auch ein Malerbetrieb (verarbeitet aber hauptsächlich EPS) anbringen. Oder ist es eher ein System für Mauerer und Stuckateure?

Wie viel Dachüberstand sollten denn am Giebel/Ortgang nach Dämmung noch übrig bleiben? Vorhanden sind aktuell ca. 20 cm.



Außendämmung



Scheint mir nicht schlüssig zu sein. Bei einer 36er Liapor Außenwand, sehe ich keinen U-Wert von 1,16W/m²K- das stimmt ganz sicher nicht! Wie kommen sie darauf?
Mit EPS od.Mw. machen sie die ganzen Vorteile welche Liapor bietet kaputt und es ist wahrscheinlich garnicht notwendig.
Gehen sie mal auf auf die Homepage von HAGA/Ch.und machen sich selbst kundig, bevor sie unnötig Geld verbauen.
Wenige cm an Auftragstärke bringen schon enorm viel Zugewinn.





Nach Aussage Liapor handelt es sich wahrscheinlich nicht um Zulassungssteine sondern um
Normsteine (3 Kammern). Liapor: "Da finden Sie die Werte in der DIN 4108 Ausgabe August 1969
Zeile 2.4.4.2 Leichtbeton-Hohlblocksteine Rohdichte 1400 oder 1600
Wärmeleitzahl 0,42 oder 0,48 kcal/ m h grd (Dreikammerstein) . Bei 365 mm Steindicke haben Sie demnach einen U-Wert von 1,16 W/m2K."

Definitiv kann es natürlich nicht bestimmt werden. Habe auch keinen Stein aus der Außenmauer entnommen, sondern nur den Putz entfernt und auf dem Dachboden ein paar alte Steine entdeckt.

Insgesamt ist das Haus schwer zu beheizen, in den Ecken ist teilweise Schimmel. Die Außenmauern waren im Winter ca. 12 Grad kälter wie die Raumtemperatur. Der deutlich wärmste Punkt waren lustigerweise die schmalen Mauern der Heizkörpernischen, da dahinter augenscheinlich Dämmplatten verarbeitet sind.
Aktuell steht eben der Austausch der alten Fenster an. Da wären wohl die Fenster gedämmter wie die Außenwand, bauphysikalisch sicherlich nicht so ideal.

Um bei einen möglichst mineralischen Aufbau zu bleiben, interessiere ich mich eben für Mineralschaumplatten (Multipor).