CalciumSilikat-Platten oder Ytong Multipor?

03.07.2009



Hallo,

Ich habe hier schon einige Foreneinträge durchsucht aber das richtige zu meiner Situation habe ich noch nicht gefunden.

Also ich besitze ein altes Bauernhaus mit 2 Haushälften. Die 2 Hälfte wurde komplett saniert und neu gedämmt da sie zu dem Zeitpunkt leer stand. Jetzt geht es um die Haushälfte wo ich drin wohne. Diese hälfte wurde vor gut 30 Jahren aus einer Waschküche mit mit Scheune in eine Wohnung umgebaut. Jetzt soll aber das Esszimmer und die Stube, die eine Außenwand hat, renoviert werden. Das Problem bei der Außenwand ist, das sie nicht gedämmt ist. Die Fachwerkwand wurde mit 5 cm Sauerkrautplatten gedämmt und das kann man ja nun mal nicht als Dämmung bezeichnen. ;-)

Das Problem ist, das ich möglichst wenig Platz (Innenraum) verschwenden möchte. Eine Außendämmung kommt nicht in Frage weil das Fachwerk sichtbar bleiben soll.
Ich habe schon im Internet geschaut und was es für Möglichkeiten gibt. Und da bin ich auf die Calcium-Silikat Platten die es ja auch von Ytong (mulitpor) gibt gestoßen. Meine Frage jetzt hat jemand Erfahrungen damit? Denn ich denke diese Art Dämmung ist besser wie die Sauerkrautplatten :-) und da sie diffusionsoffen ist ist es ja auch gut für das Fachwerk da die Feuchtigkeit dann nicht im Mauerwerk bzw. im Fachwerk bleibt.

Da das restliche Renovierungsbudge recht klein bemessen ist kommt sowas wie Lehmputz mit Wandheizung und dergleichen nicht in betracht.

Vielleich kann mir ja jeman hier im Forum seine Meinung schildern.

mfg



Innendämmung



Hallo,

die CaSi-Platte ist ziemlich teuer, Multipor kann viel Platz wegnehmen. Alternative ist Holzweichfaserplatte, 4-5 cm nicht hydrophobiert und dann verputzt mit selbst gemachtem Luftkalkputz. Preiswerter geht es nicht !

Grüße vom Niederrhein





Danke für die schnelle Antwort.

Also die Sauerkrautplatten kommen ja wieder ab so das ich 5 cm gewinnen. Geplant waren 80er Multipor Elemente so das ich im endeffekt 3 bis 4 cm Platz verliere.
Danke für den Tipp ich werde mir das einmal anschauen.

Sie da schon Erfahrung mit der Holzweichfaserplatte? Kann man damit auch ganz gute Ergebnisse und Dämmwerte erzielen?

mfg



Innendämmung



Hallo,

meine Erfahrungen sind rundum positiv. Man soll nicht zu große Platten verwenden, sondern lieber einen Schnitt mehr machen. Zweilagig mit versetzten Stößen ist besser als einlagig. Der Dämmwert liegt bei u= 0,045.
Fabrikate: Gutex, Pavatex, DHS Doser.

Grüße



Innendämmung



Hallo,

Also sollte man die Holzweichfaserplatte doppelagig verbauen? Kann man zwischen den Lagen auch Heizungsrohre laufen lassen?
Wie stark sollte der Putz denn sein? Kann man dort dann z.B Bilder dran aufhängen oder sollten dann auch spezialdübel verwendet werden?

gruß



Innendämmung



Hallo,

schwere Lasten können Sie nicht dran aufhängen. Für geplante Küchenschränke z.B. sollte man vorher in gleicher Stärke eine Bohle eingebaut haben. Leichte Bilder können Sie aber aufhängen.
Heizungsrohre sind integriert verlegbar, ebenso Elektrokabel.

Grüße
Dietmar Beckmann



Innendämmung



Hallo,

Ja, wenn meinte ich auch nur Bilder nichts anderes. Halt nur leichte sache. Da es ja die Außenwand in der Stube ist die gemacht werden soll und davon auch recht viel Fläche mit Fenstern ausgefüllt wird, würden da auch nur max. Bilder in Frage kommen. :-)
Das ist gut das man dort auch elektrische Leitungen und Heizungsrohre drin verlegt werden können. Falls man dort neue z.B. STeckdosen setzen müßte da würde ich dann einfach normale Hohlwanddosen nehme ich an oder?

gruß



Dosen in Dämmung



Hallo,

soweit ich weiß kann man UP-Dosen nehmen. Aber ich kenn die
genaue Bautiefe nicht.

Grüße



Neue Probleme



Hallo,

so es gibt eine wieder etwas neues von meiner Baustelle ;-)
Und zwar von dem Teil der Wand der eigentlich nicht gemacht werden sollte da zu diesem Teil der Wand eine Außendämmung besteht die aber auch erneuert werden muß ist ja auch shcon 30 Jahre alt.

Beim Tapetenabreißen habe ich gemerkt das der Putz stellenweise nachgegeben hat. Ein wenig bohren mit dem Schraubendreher und ein wenig stochern mit dem Spachtel und schon ein war ein Loch im Putz. Es hat sich heraus gestellt das der Putz an der stelle nur gut 7 mm hat. Dahinter sich aber Sauerkrautplatten verbergen. So das sich der Putz stellenweise von den Platten gelöst hat. Ich habe auch mal ein kleines Loch in eine Platte gemacht die nur festgenagelt sind. Dahinter kommt dann schon das ausgemauerte Fachwerk. Mein Plan ist es jetzt den Putz (scheint eine Art Sandputz zu sein) runter zu holen und dann auch die Sauerkrautplatten zu entfernen. Da der die Wand dahinter (ausgemauertes Fachwerk) recht uneben ist die Steine stehen teilweise über das Fachwerk hinaus. Wollte ich diesen Teil der Wand anputzen bevor ich mit der Dämmung ,die an diese Wand eigentlich gar nicht gemahct werden sollte ist zwar auch ne Außenwand aber schon ein wenig von Außen gedämmt wurde, anfange. Meine Frage ist jetzt welche Art von Putz nehme ich am besten um eine eben Fläche zum dämmen zu erhalten?

gruß