Richtiger Aufbau Dachisolierung die 1007te

19.07.2013 J.Glenk



Liebe Foristen,

je mehr ich lese desto verwirrter bin ich - deshalb stelle ich hier mal meine Frage vor, nur mit Lesen komme ich nicht weiter.

Wir wollen den Dachboden ausbauen, der Gebäudeteil stammt von 1996. Momentan ist der Aufbau von außen nach innen:
Dachziegel - Dachlatten - Holzfaserplatten 5mm - Sparren 15x7 im Abstand von 78cm.
Da das Dach in Ordnung ist, soll die Dämmung von innen erfolgen. Da die Holzfaserplatten nicht luftdicht sind (hängen teilw. etwas durch), möchte ich etwas Abstand zur Dämmung als Hinterlüftung lassen. Momentan planen wir:
180mm w035 Rockwool zwischen die Sparren, mit 3cm Luftraum zu den Holzfaserplatten, die Sparren entsprechend Aufdoppeln und dann Folie, Lattung, Gipskarton 12,5.

Frage 1: Wird das so funktionieren oder gibt es damit ein Problem?
Frage 2: Dampfsperre oder Dampfbremse?

Für alle Hinweise bedanke ich mich!

J.Glenk



Dachdämmung



Kann es sein das Sie nur noch "verwirrter" werden wenn jetzt Antworten eingehen?

Nicht der genannte Aufbau an sich ist das Problem, der stimmt grundsätzlich so.
Statt Folie sollten Sie eine Dampfbremse verwenden. Die nützt aber nur wenn Sie absolut luftdicht verbaut wird.
Zumindestens einen Teil der Dämmung empfehle ich Ihnen durch flexible Weichholzfaserplatten zu ersetzen.
Das die Traglattung im Systemmaß verbaut werden soll versteht sich wohl von selbst.

Viele Grüße



Lieber Herr Böttcher,



vielen Dank für Ihre Antwort. Nein, das verwirrt mich nicht, im Gegenteil - mein Ansatz scheint ja dann nicht so verkehrt zu sein.

Welche Dampfbremse mit welchem sd-Wert würden Sie empfehlen? Und was genau bedeutet "Systemmaß"? Dass die Traglatten passend zu den Rigipsplatten angebracht werden sollten?

Noch eine Frage habe ich zum Anschluss an den restlichen Gebäudeteil:

Der auszubauende Dachboden ist das Obergeschoss eines Anbaus aus den 90er Jahren. Das "Hauptgebäude ist von 1934, dort ist das Obergeschoss bereits ausgebaut. Im betreffenden Dachboden ist die "Außenseite" der Räume (zum Dachboden hin) des Hauptgebäudes zu sehen, diese sind mit Glaswolle gedämmt. Dabei handelt es sich um ein Schlafzimmer und das Badezimmer. Das Haus ist insgesamt in gutem Zustand, trocken und schimmelfrei. Eventuell von innen eingebrachte Feuchtigkeit konnte von dort über den Dachboden entweichen.

Wie schließe ich nun die Dachbodendämmung an diese Wände richtig an? Die Dampfbremse kann ich natürlich nicht an die alten Räume anschließen, dort wurde vermutlich auch keine verwendet. Ich würde eigentlich jetzt zwischen "neuen" und "alten" Räumen eine halbe bis ganze Sparrenbreite Platz lassen, aber was mache ich mit der Dampfbremse? Um die neuen Räume herum, oder dort abschließen, wo der Zwischenraum von "neuen" zu "alten" Räumen beginnt?

Ich hoffe, das ist nachvollziehbar...

Besten Dank!



Dachausbau



Spätestens jetzt sollten Sie merken das man so etwas nicht über ein Forum klären kann. Es werden noch viele Fragen zu Problemen kommen die Sie erkannt haben. Noch bedenklicher sind die Fragen die Ihnen nicht einfallen da Sie die dazugehörigen Probleme nicht erkennen.
Beispiel: Wahrscheinlich würde ich eine Hygrodiode nehmen. Welche: Das hängt von den konkreten Bedingungen vor Ort und der nutzungsbedingten Feuchtebelastung ab. Vielleicht käme dann auch dann eine andere Lösung heraus wenn ich diese konkreten Bedingungen kenne.
Ich bin nun mal kein Hellseher.

Viele Grüße



Bilder: Giebelseite/Dach



Die Giebelwand ist außen Klinker, innen Porenbeton. Hier soll eine Verbundplatte drauf.



Bilder: First



Ich frage mich, ob die Spalte zwischen den Holzfaserplatten für eine Hinterlüftung ausreichen...?



Bilder: Übergang zum Badezimmer



links das Dach, rechts die "Außenwand" des Badezimmers. Wie verbinde ich die zu erstellende Dachdämmung mit diesem Teil?



Hoffentlich ist



der Dachstuhl Sparrendach/Kehlbalkendach (?) nicht so eingebaut wurden wie das Fenster in Ihrem Giebel oder das etwas schiefe Veluxdachfenster? Den Dachstuhl sollte sich nochmal ein Zimmerer anschauen vor Ausbau.
( durchgesägte-fehlende Windrispenlatten usw....???)

Die vorhandenen Hartfaserplatten würde ich zurückbauen, das sieht so aus als wären die direkt unter die Dachlattung montiert worden ( keine Hinterlüftung der Dachziegel)?
Auf dem Foto vom Firstbereich sind Feuchteflecken auf den Platten zu erkennen. Dort sollten sie auch die Dacheindeckung überprüfen.
Wenn Sie wieder Holzweichfaserplatten zwischen die Sparen schrauben, sollte dann auch eine Hinterlüftung der Dacheindeckung(Dachziegel) erfolgen, als mit etwas Abstand zur vorhanden Dachlattung und Lufteintritt/austrittsöffnungen einbauen.
Soweit erstmal...

Mit Grüßen
Danilo