Holzbalkendecke

30.08.2016 MartinSch



Liebe Community,

ich habe schon viel in diesem Forum gelesen und durfte auch schon einiges erfahren. Auch wenn meine folgende Frage vielleicht schon teilweise durch bestehende Beiträge beantwortet wurde, möchte ich diese gerne Stellen, da ich noch keine Endlösung in existierenden Beiträgen für mich finden konnte.

Ich habe ein Fachwerkhaus Baujahr 1890 gekauft. Dieses Haus hat Holzbalkendecken mit Lehmfüllung. Soweit so gut. Die Lehmfüllung wird von mir erhalten gelassen und der Deckenaufbau soll möglichst Diffusionsoffen gehalten werden.
Ich habe die bestehende Holzbalkendecke des Obergeschosses von unten mit OSB als Rieselschutz verkleidet. Den jetzigen neuen Deckenaufbau könnt Ihr Bild 1 entnehmen. Hier ist auch schon alles bis auf die Rigipsdecke fertig gestellt. Ich bekam dann kürzlich einen Hinweis, das die OSB-Platten auch als Dampfsperre fungieren. Die Platten sind nicht verklebt sondern nur mit Nut und Feder verbunden. Die Platten haben an den Seiten etwas Luft zur Wand.

Frage ist nun, ob ich mit diesen OSB Platten den eigentlich diffusionsoffenen Deckenaufbau in Gefahr bringe, obgleich die Platten nicht verklebt sind und Luft an den Seiten haben.
Wäre es sinnvoll, da OSB Platten nicht mehr verklebt werden können und Abstand zur Wand ist eine zusätzliche Dampfsperrfolie zwischen Rigipsdecke und OSB Decke anzubringen oder kann der Aufbau so ausgeführt werden?

Wie sieht das ganze im Badezimmer bezüglich Wasserdampf usw. aus?

Zur Info: Speicher über dem oberen Geschoss wird nicht genutzt und nicht geheizt.

Bild 2 zeigt den geplanten Zwischendeckenaufbau, wobei der OSB-Boden im oberen Geschoss natürlich auch schon verlegt ist.

Bild 3 zeigt eine Decke vom OG von unten.

Bild 4 zeigt gleiche Decke vom Speicher aus, aber noch ohne Lehmeinschub, da die Balken erneuert wurden und der Lehm wieder eingebracht werden muss.

Ich bedanke mich schonmal recht Herzlich für Eure Hilfe und Ratschläge.

Beste Grüße aus dem Westerwald



Bild 2



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Bild 3



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Bild 4



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Die Dämmung der Obersten Geschoßdecke ..



sollte ENEV-Ansprüchen genügen ( Dämmung ? ).
Zudem darf die Konstruktion entweder dampfdicht , also raumseitig abgesperrt sein oder diffusionsoffen hergestellt werden .
In diesem Beispiel könnte ich mir vorstellen , daß mit abkleben der OSB-Plattenstöße sowie der Decke-Wandanschlüsse mit geeignetem Klebeband geholfen wäre . Unterseitige Dampfbremsebene ist natürlich auch denkaber , dann sollte darauf geachtet werden , daß die Folie nicht durch den weiteren Unterbau perforiert wird .
Die oberseitige OSB-Platte erscheint mir allerdings fehl am Platz , da eben nicht diffusionsoffnener als die Unterseite.

Das enthebt aber nicht der anfänglichen Überlegung :
Oberste Geschoßdecken sind zu dämmen gemäß EnEv und da erscheint mit Lehmeinschub etwas "dünn" .
Als Vorschlag : oberseitiges OSB durch Rauhspund ersetzen , den Balkenzwischenraum mit Dämmstoff füllen ( im Besten Falle sorptionsfähig , diffusionsoffen ) .
Gruß Kube
Ps.Man findet auch allerorten sog. Energieberater , die solches planen und berechnen (dürfen). Oft ssogar noch gefördert von Gemeinde,Land oder Energielieferant .