OSB-Einschub?

24.01.2007


Hallo,
hat schon mal jemand OSB-Platten anstatt Einschubbretter benutzt? Spricht etwas dagegen? Beide Etagen gehören zu einer Wohnung, sind beheizt und durch ein offenes Treppenauge verbunden. Es verlockt die Idee, schneller und preiswerter fertig zu werden, aber ich erwarte noch einen Haken...?!

Danke für Tips,
Olaf



Warum eigentlich nicht OSB ? ---



---- Ein Gestaltungsbeipiel -
- A. Milling
-
-
Rundgang durch unsere Wohnung Rundgang durch unsere Wohnung



Formaldehyd



Der Haken ist der Kleber in den OSB-Platten.
Bitte finden Sie dazu reichlich Infos im Internet und entsprechenden Foren.

Alles Gute



Auch im ----



--- Haarshampoo - im Spülmittel - in Reinigungsmitteln -usw.
ist Formaldehyd zur Konservierung enthalten.
- es kommt einfach immer auf die Konzentration an.
-
Was ich als bedenklich empfinde, sind die vielen
Quadratkilometer Spanplatten aus DDR - Produktion, welche
noch immer - speziell im Osten - eingebaut sind und so vor sich hin stinken.
- Bindemittel : Leuna - Leim auf Harnstoff / Formaldehydbasis.
-
Auch im Zigarettenrauch ist Formaldehyd enthalten.
-
Nein, nun will ich diese Problematik nicht verniedlichen -
doch, so ganz ohne Chemie ist unser aller Leben einfach nicht mehr vorstellbar.
-
Mehrwegflaschen müssen ja auch irgendwie gereinigt werden --
#
- Bin dennoch stets am Grübeln, was nun richtig oder falsch ist ---
- Etwas nachdenklich - A. Milling



ebenfalls gespalten...



OSB ist von seinen Materialeigenschaften her ein richtig guter, fast genialer Werkstoff, allerdings nur für bestimmte Einsatzgebiete. Bei Marken-OSB sind auch die problematischen Kleber soweit zurück gefahren, dass dieses Argument nicht mehr eine so große Rolle wie früher spielt (aber auch weiterhin nicht zu vernachlässigen ist).
Als Einschub würden mir jedoch immer Bretter, sogar mit minderer Qualität reichen. Und die sind in diesem Fall preiswerter und persönlich wäre ich, glaube ich, auch schneller beim Verarbeiten als mit den Platten. Rein theoretisch fällt bei ungünstigen Feldbreiten auch der Verschnitt bei Platten höher als bei Brettern aus.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Holz...



...ist in jedem Fall die bessere Wahl.

Alles Gute



Für zu putzende Decken...



...gäbe es noch Heraklit ("Sauerkrautplatten").

Ansonsten kann einer mit untenstehendem Motto nur zu Holz raten. Wenn ich in einen Stapel OSB reinrieche, riecht es nicht nach Holz...

Grüße

Thomas



@Thomas: Off Topic



Faktisch und wissenschaftlich gesehen besteht es aber überwiegend daraus *grins*.
Ich sehe das Einsatzgebiet von OSB vor allem im Holzrahmen- und Ingenieurholzbau, wo es gute aussteifende Funktionen übernehmen kann, sicherlich bessere "ökologische" Faktoren aufweist als die stino-Spanplatte und bei diesen Einsatzgebieten auch in den meisten Fällen verkleidet wird.
Als Boden kann ich es mir in untergeordneten Räumen auch vorstellen, aber dann geschliffen und versiegelt.
Sauerkrautplatten halte ich für Einschubböden übrigens nicht geeignet, weil zu teuer und auf Dauer durchhängend unter Belastung
Grüße nach Dresden
Martin



Richtig,



keine Last auf's Sauerkraut.

Zum Thema OSB stimme ich zu, soweit nicht die Dampfundurchlässigkeit zum Problem werden könnte.

Daß OSB aber "Faktisch und wissenschaftlich gesehen" überwiegend (unbestritten) aus Holz besteht, besagt nicht viel. Die Erbsubstanz von Affe und Mensch ist ja auch fast identisch. Nun könnte man forumsprengend darüber diskutieren, ob die Unterschiede nebensächlich oder überaus wichtig sind. Je nach Tagesform schwanke ich da etwas... (*doppelgrins*)

Ein schönes Wochenende wünscht

Thomas



OSB



OSB-Platten enthalten auf einen qm etwa 300g Kleber, also eine gute Coladose voll.
Ich bin nicht der Meinung, daß dies einem qm Rauhspund gleichzusetzen ist.

Die lustigen Kommentare dazu deuten darauf hin, daß diese Problematik sehr unterschiedlich wahrgenommen werden kann.

Aber wenn man die Wahl zwischen Holz und Holzreste mit Kleber plus Formaldehyd hat, sollte man schon den sicheren Weg gehen.

Bei OSB ist nichts sicher, die Zusammensetzung nicht, der Hersteller nicht und die Ausgasung ebenfalls nicht.
Stichproben zur Grenzwertüberwachung finden bei der Zulassung statt und danach eher nie.

Alles Gute