Ausbau DG mit Heraklith

02.06.2009



Hallo,

ich baue aktuell das Dachgeschoss meines Hauses aus und habe dazu folgende Problemstellung:

Die Dachschrägen und Decken sollen mit Lehmputz umgesetzt werden. Als Putzträger sollen aktuell 8mm Heraklithplatten dienen. Speziell interessiert mich die Unterkonstruktion für die Heraklithplatten auf den Dachsparren. Genügt hier ein enges Raster aus Dachlatten und wenn ja welche Abstände sind ratsam? Oder sind stärkere Heraklithplatten angebracht? Zumindest gibt es Bereiche an den Schrägen, die mehr oder weniger "menschl. Kontakt" ausgesetzt sind. Das kann dann zur Belastungsprobe insbesondere für den Putz werden.

Gruß Tom



8mm Heraklith



ist mir unbekannt, höchstens in Verbindung mit Styropor.
Ich würde mindestens 35mm nehmen. darunter eine Kreuz- und Querlattung und einen Achsabstand von 50cm. Dann den Putz in vorschriftsmässigem Aufbau mit Gewebeeinlage. Dann sollte die Wahrscheinlichkeit für Risse ausreichend minimiert sein und eine ausreichende Stabilität gegeben sein.
MfG
dasMaurer



Wir haben schon 15 als auch 25mm im DG realisiert ,



35 mm halte ich schon für sehr stark. Ich denke ein 500 mm Raster in der Konterlattung ist ausreichend, aber im zweifelsfall sollten die Produktinfomation des Herstellers dazu etwas genaues sagen.

Alternativ könnten auch Lehmbauplatten eingesetzt werden.

Grüße



8mm nur als Putzträger



Danke Gerd und Ulrich für die Hinweise. 8mm scheinen sich wirklich nur als Putzträger auf Vollfläche zu eignen. Leider reduzieren sich die Herstellerinformationen nur auf die Variante 35 mm.

Ich habe jedoch noch genug Dachlatten überig um eine "enge" Konterlattung zu setzen. Vielleicht hat Gerd noch ein paar Tips, um mit 15 mm oder 25 mm auszukommen.

Gruß Tom



Nun, dass der



Hersteller nur die 35mm und die 50mm für diesen Verwendungszweck freigibt, wird schon seinen Grund haben.
Bei 25mm und engerer Lattung würd ich vielleicht noch mitspielen. Ein Lehmputz bringt schon einiges an Gewicht mit, da besteht immer die Gefahr, dass sich der Putzträger im Lauf der Zeit durchbiegt. Auch werden immer Spannungen aus dem Dachstuhl in die Innenschale gelangen, die dann zu Rissen führen können. Da kann falsche Sparsamkeit bös nach hinten losgehen.
MfG
dasMaurer



Hallo Tom,



nochmals zu meiner Frage, was spricht gegen eine Lehmbauplatte?

Ich habe in meinen DG die verschiedenen Produkte (Lagerreste) die ich noch hatte verarbeitet, auch Lehmplatten und Heraklith Platten in 15 mm wie auf dem Foto zu sehen.

Auch nach 10 Jahren Nutzung gibt es mit den Verschiedenene Platten keine Probleme.

Wenn ich es nochmal machen müßte würde ich alles mit Lehmbauplatten verkleiden.

Grüße Gerd



Ich habe 8mm Platten



auf Vollholzschalung mit 25*25mm Klammern im 10cm Raster getackert. Darauf Wandheizung in Lehmputz.
Heute würde ich die Hälfte der Schalung nehmen und 25er Platten. Mit passenden langen Klammern kann man das auch tackern. Geht schön schnell - man bekommt aber den passenden Tacker nicht überall (Danke noch mal an Udo!)



Hallo Gerd,



gegen die Lehmbauplatte spricht aktuell nur, dass ich noch eine Menge Lehmputz zur Verarbeitung habe. Der würde dann irgendwie über sein. Was wäre bei den Lehmbauplatten zu empfehlen? Was wurde bei den 15 mm Heraklith für eine Putzstärke verwendet? Ich möchte dort eigentlich nicht mehr wie 1 cm anbringen. Weniger ist wohl nicht sinnvoll oder?

Gruß Tom



Die



raumklimatischen Eigenschaften des Lehms aktivieren sich über die ersten Zentimeter.

Masse schafft gerade im DG das oft in Leichtbauweise ausgeführt wird Behaglichkeit.

Als Putzstärke auf den Heraklith Platten reicht 1 cm.

Hier sollte der Putz aber 2-lagig mit Gewebe ausgeführt werden.

Als Lehmbauplatte empfehle ich Dir diese: http://www.wandheizung.de/fileadmin/uploads/media/downloads/Datenblaetter/DB_Lehmbauplatte.pdf

Grüße Gerd



ich würde eine lehmbauplatte nehmen



aber erst mal zu den heraklith platten; wichtig ist zum ersten, dass es die magnesitgebundenen bm platten sein sollten, die gibt es dann gleich nur in 25, 35 und 50mm plattenstärke! Der hersteller gibt hierzu bei dachschrägen 2 verlegeschemata an: -quer zur sparrenrichtung -achsabstand der Sparschalung 250mm - längs zur sparrenrichtung 625mm
Entsprechend der sparrenabstände ergibt sich dann für die stärke der uk folgende vorgabe: e bis 670mm - uk : 24*60mm
bis 800mm - uk 30*60 mm
bis 1000mm uk 40*60mm
Die Befestigung erfolgt mit entsprechenden kompaktbauschrauben- nicht mit leichtbauplattennägeln!
Alternativ können die platten auch direkt an die Sparren geschraubt werden. Diese variante würde ich jedoch nicht anwenden, da die gefahr des aufreißens der plattenstöße zu groß ist.
Ich persönlich würde jedoch die schon beschriebene variante mit den lehmbauplatten z.b. von claytec vorziehen! Oder aber eine Holzweichfaserplatte benutzen, denn diese kann dann noch mit ins dämmkonzept integriert werden!
gruß micha