Bodendämmung

05.03.2011



Hallo!

Wir sanieren einen Altbau aus dem Jahre 1901 (Vollklinker) und sind nun beim Thema "Bodendämmung" angelangt.

Es handelt sich um einen NICHT unterkellerten Raum, bei dem nach der Betonplatte nur noch Erdreich kommt. Bisher waren da irgendwelche Alu-Styroporplatten und eine Folie auf der Betonplatte, diese Schichten wurden zwischenzeitlich von uns entfernt. Wir sind also direkt auf der Betonplatte.

Nun ist natürlich die Frage, wie wir darauf aufbauen. Unser Hauptproblem: Wir haben nur 6 cm, um das allgemeine Bodenniveau zu erreichen.

Wir stehen also vor der Frage: Gibt es vernünftige Lösungen, um aus diesen 6 cm eine ordentliche Dämmung hinzubekommen oder müssen wir die Betonplatte rausbauen?

Als Bodenbelag ist Echtholzparkett geplant, was man ja in die 6 cm noch einrechnen müsste - und womit noch weniger Platz für eine Dämmung wäre.

Pavatex bietet ja mit ihrem "Pavaboard" formstabile Boden-Dämmplatten an, aber da ist die dünnste schon 6 cm dick.

Eine Gutachterin, die kürzlich mal da war, hat uns empfohlen, noch mindestens 50 cm tiefer zu graben und dann auf dem Erdreich eine Schaumglas-Schüttung einzufüllen auf die dann der ganze Rest (Estrich etc.) aufbaut.

Um es auf den Punkt zu bringen: Betonplatte aufbrechen oder das Beste aus den 6 cm machen?

Herzlichen Dank im voraus!

Beste Grüße!

Michael



Ich würde



es bei den 6cm lassen.

Wir haben eine relativ ähnliche Situation die wir hier im Forum ausgiebig durchdiskutiert haben und zu folgendem Ergebnis gekommen sind:

Beton
Schweißbahn
Lagerhölzer auf Hanf- oder Kokosfaserdämmstreifen 10mm
Dazwischen Dämmschüttung Liapor
Dielenboden

Für Parkett braucht man eine tragfähige flächige Unterlage, das macht die Sache natürlich schwieriger. Ich würde mal bei Steico suchen, die haben allerhand Dämmplatten in evrschiedenen Stärken, auf denen man meiner Erinnerung nach auch direkt einen schwimmenden Parkettboden Verlegen können müßte. Oder reden wir hier von Massivparkett genagelt/geklebt? Dann braucht man überhaupt einen Blindboden.



Fußbodenaufbau



Eine Lösung wären Foamglasboards oder Foamglasplatten mit Fertigfußboden oder Fliesenbelag.

Viele Grüße



Praxistest



Hallo!

Zunächst ganz herzlichen Dank für Eure Antworten - das sind hoch interessante Ansätze.

Habt Ihr beiden Eure Methode jetzt schonmal in der Praxis testen können (Winter, Bodentemperatur etc.)?

Beste Grüße!

Michael

PS: Es sollen schon massive Echtholtdielen oder eben Echtholzparkett werden.



Mein Optimum...



...für diese nicht optimale Situation wäre:

3mm Dichtbahn Gefitas PE 300
40mm Gutex Thermofloor NF mit eingenutetem Lagerholz
20mm Dielung verschraubt (geht auch in Laubhölzern raumlang, oder auf den Lagerhölzern stoßen)

Die 3mm Toleranz sind ja sicher möglich, nach dem Verlegen drückt sich's auch noch ein Millimeterlein.

@ Georg

Meinst Du mit Fertigfußboden Dreischichtparkett, und funktioniert das in schwimmender Verlegung auf Foamglas? Ich hätte, ohne praktische Verlegeerfahrung auf Foamglasplatten, die Befürchtung des partiellen Zerbröselns.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Ich habe einfach mal in meinen Ordner Foamglas geschaut, da werden mit Fertigfußböden Trockenestrichsysteme z.B. von der Fa. Knauf genannt. Diese Systeme gibt es auch als Verbundelement, also Knaufelemente + Foamglasboard. mit Nut- Federverbindung. Laut Katalog können darauf direkt Dielen, Noppenböden aus Kautschuk, textile Beläge usw. verlegt werden.
Ich selber habe damit noch nicht gearbeitet.
Die Foamglaplatten gibt es in Dicken ab 4 cm im Format 60 x 45.
Foamglasboards sind großformatige, beidseitig kaschierte Platten in der Größe 120 x 60 cm.
Verlegt werden Sie auf Beton entweder in einer Feinsandbettung (0-10 mm) oder in Zementmörtel.
Platten können mit Kaltkleber oder Heißbitumen verlegt werden.
Der Dämmwert entspricht etwa dem von Perlite, Kork oder Mineralwolle.


Viele Grüße



Ich muß sagen



mir gefällt die Gutex-Verion bislang am besten. Gerade noch überprüft, es gibt auch von Steico eine vergleichbare Konstruktion mit 40mm Dicke, einfach mal erkundigen was leichter zu beziehen und preisgünstiger ist.
http://www.steico.com/fileadmin/steico/content/pdf/Marketing/German/Product_information/floor/STEICOfloor_de_i.pdf



Danke!



Also erstmal herzlichen Dank für die zahlreichen Antworten. Zufälligerweise hat uns auch ein kürzlich anwesender Architekt die Foamglas-Platten empfohlen, da sie auch noch einen ganz wesentlichen Nebeneffekt haben: Offenbar schützen die Teile auch vor Erdstrahlen.

Auch wenn Skeptiker jetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen: Ich persönlich glaube, dass da was dran ist. Ein Rutengänger war auch schon da und wir müssen das Bett im späteren Schlafzimmer wohl recht abenteuerlich platzieren.

Da käme die positive Wirkung von Foamglas gerade recht. Auch unser eher nüchterner Architekt hat bestätigt, dass der Rutengänger in ihrem eigenen Büro keinerlei Ausschlag mehr hatte, als sie die Platten dort verlegt hatten.

Ich denke, diese Vorzüge sind es wert, vielleicht doch über einen Ausbau der Bodenplatte nachzudenken.



Wenn Ihr Architekt...



...als Mann der Fakten auch noch begründen kann, warum aufgeschäumtes Glas Strahlen unbekannter Art abschirmen kann, Schraube ich mein Bett auch verkehrtrum an die Decke :-)

Frohes Schaffen

Thomas



Grundsatzdiskussion



Das ist sicherlich wieder eine Glaubensfrage. Aber wenn man in diesem Forum den "guten alten Handwerkskünsten" Respekt zollt, sollte man zumindest nicht außer Acht lassen, dass früher auch ein "Check" durch den Rutengänger üblich war. Insbesondere vor der Errichtung von Ställen, die ja die Haupt-Erwerbsquelle und Versorgung waren.

Zu der Verteidigung des Herstellers "Foamglas" muss ich sagen, dass die mit ihren strahlenabhaltenden Eigenschaften zumindest nicht hausieren gehen. Denen geht es hauptsächlich um den Dämmwert.

Angeblich wird die ionische Erdstrahlung in Wärme umgewandelt, die jedoch nicht messbar ist - sehr wohl jedoch das Ausbleiben der Strahlung durch den Rutengänger.

Klar, "nicht messbar" ist nun wieder Wasser auf die Skeptiker-Mühlen :-)

Soll halt jeder davon halten, was er will. Ich konnte mir ein Schmunzeln beim Anblick eines Rutengängers sonst auch nicht verkneifen. Allerdings ist mir dieses sehr schnell eingefroren, nachdem meine Krankheitssymptome nach einer Bettumstellung buchstäblich am nächsten Tag weg waren.

Und bekanntlich gibt es Bakterien ja auch, obwohl man sie nicht sieht :-)

Genug der Glaubensdiskussion...

Vielen Dank und beste Grüße!

Michael



Bodendämmung



Gut, eine Möglichkeit wären hypothetische Erdstrahlen.
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit:
Rutengänger und Architekt arbeiten zusammen, was die Kundenbeschaffung angeht und gewähren sich Vermittlungsprovisionen.
Schon mal daran gedacht, das nicht Sorge um Ihre Gesundheit, sondern schnöder Mammon dahinter stecken kann?
Wenn Sie ein paar Informationen aus meiner Sicht dazu lesen möchten, auf meiner Homepage finden Sie unter Tpps und Infos einen Download zum Thema Erdstrahlen.

Viele Grüße



Verschwörung



Sicher, das kann natürlich immer sein.

Allerdings ist unser Rutengänger 70 Jahre alt und hat für über eine Stunde Arbeit gerade mal 20 Euro genommen. Er macht das eher aus Berufung (war selbst mal schwer krank und will durch seinen Einsatz auch anderen helfen).

Wie gesagt: Rutengänger gibt es wohl schon so lange es Häuser gibt - und ich bezweifle, dass da immer eine Geschäftsbeziehung zum Baustoffhändler vorlag.

Gleichwohl ist Vorsicht angesagt, gar keine Frage!



Bodendämmung



Warum glauben Sie das, was er Ihnen erzählt hat?



6 cm bis zur Ewigkeit



Hallo

die 6 cm sind schon knapp um einen vernünftigen, normalen Aufbau hin zu bekommen.

Da ich ein Freund von dicken Bodenbelägen bin würde ich versuchen den Beton raus zu bekommen und mit Kalksplitt zu arbeiten.
Der genaue Aufbau kann erst festgelegt werden, wenn man die anderen Randbedingungen kennt (Gelände, Feuchte, Bauzustand etc.)

Das mit den Wünschelruten ist so ne Sache.
Beispiel: Einer kommt in ein Gebäude und wünschelt, bei einem Zimmer kommt er raus und sagt: hier sollte man nicht drin wohnen und schlafen, da stirbt man an Magenkrebs.
Bauherr sagt: Hier ist die Grossmutter vor Jahren an eben diesem verstoben und lebte dort die letzten Jahre ihres Lebens.
Zufall oder Mystik oder Realität?

Immer an's Gesamtsystem denken!

FK



Ich baue mir also...



...eine Rute, pendle durch die Zimmer, und kann nach jedem Zimmer behaupten: "Wer in diesem Zimmer lebt, wird sterben". Stimmt immer.

Warum will das nur keiner für 20 EUR/h hören?

Ratlos

Thomas



Jemandem



für das Auspendeln eines Hauses Geld zu bezahlen ist laut sich selbst als seriös bezeichnenden Rutengängern sinnlos, denn die sagen: "Jeder "mißt" nur das was ihn selbst stört." (messen bewußt in Anfürungszeichen, denn physikalisches Messen ist das natürlich nicht, die nennen das aber so).

Deshalb kann man durchaus in einer Wohnung drei solche Leute haben, von denen einer eine Erdspalte, der zweite eine Wasserader und der dritte gar nichts findet...

Die einzig "sicheren" esoterischen Tips sind meiner Meinung nach die, die nichts kosten... da geht nicht leicht was schief (Dinge wie "auf glühenden Kohlen tanzen" mal ausgenommen).

Foamglas ist soweit ich das überblicke nicht billig und erfordert bei der Herstellung hohen Energieaufwand, sicher höheren als Holzfaserplatten. Ersteres kann man durch knallharten Vergleich von Preisen und Dämmwerten entscheiden, zu zweiterem fehlen mir die konkreten Zahlen, aber alleine der Schmelzpunkt von Glas legt nahe, daß hier hoher Energieaufwand getrieben werden muß, höher als beim Verpressen von Holzspänen unter geringem Druck.



Überzeugung



Ich glaube ihm, weil

- er nichts davon hätte, mich anzulügen
- er in diesem Alter wohl keine großen vertrieblichen Ambitionen mehr hat
- ich eine gewisse Menschenkenntnis habe und (am wichtigsten)
- er mir geholfen hat

Sie würden nicht glauben, wie viele Arztbesuche ich bis dahin hinter mir hatte. Ich denke nach dieser Odyssee kann ich mir ein Urteil erlauben.

Tiere suchen bestimmte Orte auf und meiden andere. Bäume verkrüppeln auf bestimmten Plätzen und gedeihen auf anderen. Der Mond bewegt regelmäßig Milliarden Tonnen Wasser - soweit ich weiß ganz ohne Pumpvorrichtung.

Es wäre meiner Meinung nach anmaßend, ein paar Jahrhunderte nach Erfindung der Dampfmaschine davon auszugehen, wir wüssten schon alles, was da draußen vor sich geht.

Leute, die sich empirisch mit dem Thema auseinandersetzen möchten, empfehle ich den Klassiker "Erfahrungen einer Rutengängerin" von Käthe Bachler. Die konnte ihre Fälle im Laufe ihres Lebens anhand von hunderten Fällen statistisch belegen und wurde auch vom österreichischen Staat gefördert.

@ Florian Kurz

Ab einer gewissen Wiederholungsrate kann man nicht mehr von Zufall reden, bzw. wird dieser immer unwahrscheinlicher. Nicht jeder, der Krebs hat, lag vorher auf einer Wasserader. Sehr wohl werden aber immer wieder Signifikanzen zwischen Erdstrahlen und bestimmten Krankheitsbildern festgestellt. Ich persönlich glaube, dass bestimmte (!) Erdstrahlen ein Krankheitsbild zumindest begünstigen.

@ Kellergassenkatze

Da haben Sie grundsätzlich recht, denn jeder Mensch scheint auf Erdstrahlen unterschiedlich zu reagieren. Da aber nicht jeder gleich als "Antenne" fungieren kann, wenn er zwei Stäbe in die Hand nimmt, muss man zwangsläufig auf die Fähigkeiten der Rutengänger zurückgreifen. Die Arten der Erdstrahlen sind wohl genau definiert, ebenso lässt sich (wie ich glaube) deren Standort bestimmen. Das hat jedoch nichts mit der Wirkung auf den einzelnen zu tun. Klar kann man die Wirkung einfach austesten (was wohl viele sowieso tun) - oder es gar nicht so weit kommen lassen und Erdstrahlen wenn möglich meiden.

Aber wie gesagt: Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion zum Thema "Erdstrahlen" lostreten. Ich bin davon überzeugt, dass es sie gibt (Kompass) und dass sie auf uns wirken. Ich möchte meine Meinung niemand anderem aufoktroyieren.

Viele Grüße!

Michael