Heraklith-Dämmplatten - Dachaufbau ohne Folie

13.06.2007



Guten Tag,
wir haben ein Problem beim Umbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken. Es handelt sich um ein altes Bauernhaus mit 65 cm Wänden aus gestampften Lehm. Das Dach wurde neu eingedeckt, jedoch ohne Unterspannfolie. Nun wollen wir einen Teil des Daches zu Wohnzwecken nutzen (Bad und Schlafzimmer). Da wir kostensparend arbeiten müssen, ist ein Neuaufbau des Daches mit Unterspannfolie bzw. Konterlattung nicht möglich. Das Dach ist einfach konstuiert. Sparren, Lattung und darauf die Tondachziegel. Wir dachten daran, unterhalb der Sparren Heraklithplatten, die eine Zellulosedämmung haben, anzubringen, darauf Lehmputz. Reicht der Raum hinter den Heraklithplatten aus für eine Hinterlüftung? Die Sparren sind in der Regel 15 x 15 cm - jedoch recht unterschiedlich in der Form, da auch alte Sparren verwendet wurden. Was muss bei der Hinterlüftung beachtet werden (Giebel, Traufe, First)? Das Haus befindet sich in Ungarn. Vielen Dank im voraus für die Vorschläge.



Hallo,



ich habe bei einen Bauvorhabern dei Zellulosedämmung direkt gegen die PHeraklith-Patte ohne Hinterlüftung geblasen mit einem sehr guten Ergebniss.

Duch den Lehmputz den wir innen aufgetragehn haben wir die entsprechende Windichtigkeit erreicht.

Viele Grüße





Danke für die schnelle Antwort. Habe leider Ihren Lösungsvorschlag nicht ganz verstanden. Ich weiß, dass man Zellulose als Dämmung hinter Platten blasen kann, der Raum hinter unseren vorgesehenen Platten ist jedoch durch die fehlende Folie ziemlich offen. Z. B. scheint teilweise zwischen den Dachziegeln das Licht herein - ohne das es reinregnet. Der Dachdecker meint, das wäre normal, dass sich Ziegel bewegen. Werden durch die Zellulosepartikel diese Ritzen verstopft? Sie schreiben jedoch, die Zellulose auf die Platten geblasen zu haben.
Wäre nett, wenn Sie mir diesen Vorgang näher erklären könnten. Danke Aniela Niederländer



Hallo Frau Niederländer ,



ich habe mich in meiner Beschreibung auf den Innenseitigen Aufbau konzentriert ohne Ihren Aufbau nach außen zu kennen.

Außen würde ich Ihnen empfehlen eine 18 oder 22 mm regenwasserführende Weichholzfaserplatte einzubauen.

Viele Grüße



"luftiges" Dach



Eine sinnvolle Variante wäre eine zwischen die Sparren angebrachte Holzweichfaserplatte mit N+F.
Da sollte aber darauf geachtet werden, daß die ableitende Fläche an den Traufbereichen eine entsprechende Lösung bekommt.
Nun ist aber eine Sparrenaufdopplung notwendig, um eine entsprechende Dämmstärke einblasen zu können.
Innenseitig auf eine Sparschalungskonstruktion dann eine mind. 25 mm starke magnesithgebundene Heraklithplatte aufgespaxt (mit großen U-Scheiben; nichtrostend!) und dann einen 2-lagigen Lehmputz mit grobmaschiger Glasfasergewebeeinlage.

Weitere Info's geben wir gern.

Grüße

Udo und Jens