Dachbodenausbau im Neubau mit Holzbalkendecke - Trittschallschutz

15.06.2005



Hallo,
habe folgendes Problem:
habe vor 2 Jahren einen Walmdachbungalow mit Holzbalkendecke gebaut, und bin jetzt damit angefangen den Dachboden auszubauen. Ich habe keine Grenzen was den Fußbodenaufbau im Dachgeschoss begrenzt. Der Deckenaufbau von unten ist:
-Fermacellplatten
-160er Balken, gedämmt mit 160 Isover Klammfilz
-21mm Rauhspund
Das Problem ist: Ein enormer Trittschall beim begehen.Ist ja auch kein Wunder, da keine Trittschalldämmung.
Nun gehen die Meinungen weit auseinander was letztendlich am wirkungsvollsten wäre, (Trockenestrich, Estrich Schüttung etc.). Meine Idee ist, da ich immer wieder gelesen habe das es nur die Masse bringt, den Fußboden mit Gehwegplatten auszulegen und darauf den Bodenbelag aufzubringen( Teppich oder Laminat). Das ganze wäre weitaus einfacher wenn ich anstelle von Gehwegplatten, Estrich aufbringen könnte. Habe aber starke Zweifel ob dieser auf einer Holzbalkendecke auf dauer hält, da ich ja keinen festen Untergrund habe.
Für eine Antwort, oder Alternative Vorschläge wäre ich sehr dankbar.



Schallschutz und Konsorten



HAllo
es gibt mehrere Sorten von "Kampfmitteln" gegen den Schall!
Masse - z.B. Gehwegplatten; Lehm, Sand, Splitt
"Dämmung" - hier laufen sich die Schallwellen tot (sollten aber auch "Zugang" zu den Dämmungen haben)
Entkopplung - hier muss gewährlsietet sein, dass die Schichten, die entkoppelt werden frei schwingen können.

ob nun 160mm Gespinste drin sind oder nicht, der Schall, da der Rauhspund und die FC-Platten direkt gekoppelt sind - das gibt eine fast 1:1 Schallübertragung.
Hier wäre dann entkoppeln angesagt: unten über Federbügelkonstruktion - oben durch Trittschalldämmplatten (z.B. 15 mm Holzfaserplatten und darauf z.B. OSB Platten 22mm)
Das Schallpoblem ist aber auch oft überbewertet, da die Schallwellen sich meist über Nebenwege besser ausbreiten, als über den Boden (Wände, Türen, Schächte etc.)
Anstatt der 160 mm "Dämmung" wäre eine "neue Fehlbodenkonstruktion" nicht schlecht: mit Masse

FK



Vielen Dank für die Antwort!





Zuerst würde mich



interessieren, welche Räume hier voneinander getrennt werden. Gehören diese Räume zu einer Wohnung?
Bei einem Neubau gehe ich davon aus, dass es eine Statik gibt, aus der hervorgeht, was die Decke noch an zusätzlichen Lasten vertragen kann.
Eine schalltechnisch gute Lösung wäre sicherlich der Dielenboden auf Holzweichfaserplatten mit Einlegeleiste und Gehwegplatten. Aber eben auch sehr schwer.
Der schwimmende Estrich wird etwas schlechtere Werte bringen und ist min. genauso schwer und bringt auch noch unnötige Nässe ins Gebäude.
Also erst mal klären wie viel Schallschutz sie benötigen und dann welche Lasten die Decke noch vertragen kann und dann mit einer Fachfrau oder einem Fachmann abklären was machbar ist. Dies geht auch per Mail, Fax und Telefon.