Drempel isolieren

18.10.2007



Hallo allereits,
unser (gekauftes) ältere Haus verfügt über ein mit GK-Platten ausgebautes Dachgeschoss inkl. Holzfußboden. Eine Wärmedämmung hinter den Gipskartonplatten ist nicht vorhanden, so dass es im Winter doch recht kühl ist.
Meine Frage (bin absolut kein Handwerker):
Würde es in einem ersten Zuge ausreichen, den Drempel zu isolieren. Z. B. 60 cm hohe GK-Platten waagerecht an eine Lattung anbringen und den den dahinterliegenden 'Stauraum' mit Dämmaterial auszulegen ?
Ich habe momentan keine Vorstellung davon, ob derartiges schon helfen könnte.

Gruß


Michael



Eher nicht!



Nach Ihren Schilderungen zu urteilen, würde sich da sicherlich im dahinterliegenden bereich sehr schnell ein Bauschaden entwickeln.
Hier ist es auch sehr ratsam, eine genaue vor-Ort-Analyse durchzuführen. Winddichtung, Dämmlösungsvariante usw. sind da alles wichtige Punkte, die dabei geklärt werden können.
Außerdem auch die technischen Machbarkeiten mit den dazugehörigen Preiserarbeitungen.

Grüße und gutes überlegen

Udo



warum Bauschaden?



Hallo

bei meinem Haus (Baujahr 1853) sind die Abseiten mit etwa 5 cm Porenbeton abgemauert. Von der Abseite zum Dach sind nur 2 cm Bretter oder 4 cm Heraklit.

Ich habe auf die Mauer der Abseite (Aussenseite) letzten Winter 4 cm Kork aufgenagelt. Der Effekt ist grossartig: Die Zimmer bleiben warm, die Abseite kalt.

Ich glaube nicht, dass das zu Bauschäden führen kann: Wasser kondensiert, wenn überhaupt, auf der kalten Oberfläche der Dämmung. Von dort kann die Feuchte in die Luft und weiter durch die Bretter oder das Heraklit ins Freie entweichen.

Oder irre ich mich da?

Ich habe angefangen, die Dämmung zu verstärken. Ach ja: den Fussboden der Abseite nicht vergessen, damit auch das untere Zimmer gedämmt wird.


Viel Erfolg
stt



Danke Udo



Hallo,
vielen Dank für die prompte Antwort. Ich habe mich im Netz intensiv informiert u. bin zur Erkenntnis gekommen, dass Hochglanzprospekte der Baumärkte (do it yourself / einfach / billig usw.) ein falsches Bild wiedergeben könnten. Man kann als Laie eigentlich nur Fehler machen, längerfristig Bauschäden verursachen und/oder gefährliche Sporen o.ä. 'hereinbitten'.
Es dürfte dann auch nichts nutzen, auf der Innenseite (Wohnfläche) der GK-Platten übergangfsweise Korkplatten anzubringen, oder ?
Eines ist für mich, auch jetzt nach Ihrer Antwort, sicher geworden: Nicht voreilig handeln, lieber etwas warten u. Fachleute ranlassen.
Noch einmal vielen Dank

Michael



So sieht es hinter vielen Drempeln i Fertigteilhäusern aus!!



Hier mal ein Eindruck, wie es sicherlich inj den meisten Fertigteilhäusern hinter den Drempeln ausschaut.

Nachdenkliche Grüße

Udo



Genau



Ja, schlimm, genau so ist es.

Ich hatte zunächst auch meinen Drempel an der Dachschräge gedämmt - schön mit Folie gasdicht, wie man's halt so macht. Es fing praktisch sofort (innerhalb eines Tages) an zu tropfen. Es gelangt ja die feuchtwarme Luft aus den Zimmern hinein, und wenn man (wie's bei mir am Fussbodenanschluss war) auch nur eine kleine Wärmebrücke hat, kondensiert das Wasser - der Dampf kann ja nirgenwo hin.

Die Lösung, die ich jetzt habe (siehe oben, Beitrag drei) ist viel weniger feuchteanfällig, war einfacher zu realisieren (nur gerade Wände) und hält, in Verbindung mit der Dämmung der obersten Geschossdecke, schön schnuckelig warm.

Grüsse
stt



Also noch einmal



Hallo Ihr Beiden,
das sieht wirklich schlimm aus. Da ich wirklich Laie bin:
Bei uns ist die auf dem Foto sichtbar Dachschräge und der Drempel mit GK-Platten verkleidet. Dahinter befindet sich Folie. Großartig verdämmt ist dort nichts weiter (es ist sozusagen 'schön zugig'). Ich bin der Auffassung, dass keine Schimmelbildung stattfinden kann.
Wäre es denn fatal, wenn ich auf der Wohnraumseite z. B. auf die GK-Platten Korkplatten o.ä. anbringe ? Würde das helfen.
Der Dachboden wird durch die Tochter genutzt; bei zu großer Kälte belegt sie ein unteres Zimmer. Daher möchte ich auch wirtschaftlich rechnen; Kinder verlassen ja auch (leider) das Elternhaus.
Gestern habe ich mich mit Wärmesystemen beschäftigt (Infrarot u.a.). Man wird doch immer schlauer, wenn man sich 'dahinterlemmt'.
Nochmals meinen Dank an Euch Beiden. Großartig !

Michael



Wohnraumseitig



Lieber Michael

Fachmann bin ich auch nicht.

Wohnraumseitig hat den Nachteil, dass die GK-Platte auf der Dämmung aufliegt. Wenn es also zu Tauwasserausfall kommt, dann wird die GK-Platte eingenässt. Das ist schlecht, denn es führt i.A. zu Schimmelbildung.

Wenn die Dämmung aber nur wenige cm beträgt (z.B. 4 cm, bei lamda 0.04 W/(mK)), dann kommt es normalerweise sehr selten zum Tauwasserausfall. Hilft aber bereits ne ganze Menge (U-Wert bei gegeben Werten immerhin 1 W/(m2 K)).

Ausserdem, es ist ja möglich, dass sie ein Auge drauf werfen (will heissen, die Platten so anbringen, dass Sie nachschaun können, ob es feucht wird). Das mindert das Risiko von Schäden doch ganz erheblich, vorausgesetzt, sie nehmen die Dämmung im Zweifelsfall wieder ab.


Ich kann aber von hier die Situation bei Ihnen beim besten Willen nicht bewerten, deshalb kann ich hier weder zu- noch abraten.

Grüsse
stt



Ich lasse es



Hallo stt,

ich lasse es so, wie es ist. Habe an 2 Stellen den GK durchbohrt. Es ist eine leichte Dämmung vorhanden; Schäden können m. E. nicht entstehen. Luft zirkuliert; alles ist trocken.
Der Dachboden soll nur punktuell beheizt werden (z. Zt. mit einer sehr alten Elektroheizung). Momentan beschäftige ich mich mit Wärmewellen- / Infrarotstrahlenheizungen.
Auf alle Fälle habe ich durch eigene Recherchen, aber auch in diesem Falle durch Eure/Ihre Beiträge dazugelernt.

Bis dann

Michael