Spezialfrage zur Innendämmung von Außenwänden: Belastbarkeit

06.06.2011


Hi@all!
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema Innendämmung. Vorteile, Nachteile und Risiken sind bekannt (deshalb bitte nicht darauf eingehen).
Mein Problem: Ich muß danach schwere Lasten (Bad/Küchenschränke) an den Wänden anbringen und habe nur allerhöchstens 8 cm für den gesamten Aufbau.
Systeme ohne Diffusion sind nicht tragfähig und Ständerwerksysteme mit Diffusionsfolie soll man ja nicht mit Schrauben löchern. Vorsatzmauer aus 8 cm Ytong dämmt mir zu wenig.
Sonderplatten wie z.B. GUTEX sind auch nicht tragfähig (laut Hersteller). Wie sinnvoll ist denn ein kombinierter Aufbau wie z.B. geklebte Metapor-Platten 60mm mit sparsam verdübelten 19mm-OSB-Platten, die auf dem Boden aufstehen und dadurch die Lasten tragen besser könnten?
Nur ungewöhnlich oder Quatsch?
Für Vorschläge besten Dank!
Gruß highmailer





ungewöhnlicher Quatsch



Innendämmung



Da Ihnen die Vor,- Nachteile und Risiken bekannt sind, gehen Sie doch zur Abwechlung mal auf die Metaporplatten ein, die Sie anzukleben gedenken.
Wie funktionieren die als Dämmung?
Wie wollen Sie die ankleben?
Wie zum Teufel kommen Sie auf dieses Zeug?

Viele Grüße



wie wäre



es bei einer guten Planung der Küche an der notwendigen Stelle eine Holzpfoste ans Fachwerk zu schrauben in stärke der Dämmung oder bis auf 1 cm augeklinkt.



Moin highmailer,



bei unklarer Planungssituation:

Baudiele an vorhandene Wand dübeln und drüber entsprechend weniger dämmen.

oder:

Küche so planen, dass rechts und links Hochschränke stehen, hinter denen man noch einen stehenden Stützrahmen oberhalb der Dämmung hochziehen kann.

oder:

Bei kleinen bis mittleren Oberschränken und angenommenen 6cm Innendämmung würde ich die Schrauben entsprechend dimensionieren, durchdübeln und die wirklich schweren Sachen in die Unterschränke verbannen.

Im Zweifelsfall mal eine Latte probedübeln, selber dranhängen und gucken, ob da was wackelt oder sich verbiegt.

Gruss, Boris



Metapor



ist mir leider als Schreibfehler durchgerutscht. Danke an Herrn Böttcher, der es als einziger angemerkt hat......ich meinte MULTIPOR. Somit ist auch die Reaktion von BAUST verständlich. Sorry.
Die weiteren Hinweise auf gezielte Unterkonstruktion sind gut gemeint, aber vorerst nur zweite Wahl.
Nochmal: Multipor und ähnliche Dämmplatten sind diffusionsoffen, werden vollflächig verklebt und anstatt Trockenputz soll eine tragfähige Holzverschalung drauf. Die Außenwände sind mit Eternitplatten auf Konterlattung versehen = Feuchtigkeitseintritt von außen nur gering. Die Holzverschalung darf dann halt nicht luftdicht ausgeführt sein; aber das ist sowieso kaum machbar. Ob es wirklich OSB-Platten sein werden, ist noch unklar. Kommt drauf an, was das Forum dazu meint.....es wären auch verklebte Gipsfaserplatten (z.B. Fermacell) denkbar. Bitte Feedback!



Moin highmailer,



auf www.u-wert.net kannst du zunächst mal deine angedachten Varianten selbst durchspielen. Fehlende Baustoffe kannst du dort selbst eingeben, Kennwerte bekommst du vom Hersteller.

Den link kannst du dann hier posten oder eine Skizze vom gesamten Wandaufbau hochladen.

Aus deiner bisherigen Beschreibung werd' ich jedenfalls nicht schlau......

Gruss, Boris



OSB-Platte wäre auf alle Fälle ein ausbremsen der ...



... Dampfoffenheit und das wolltest und solltest du da nicht tun.

"...geklebte Metapor-Platten 60mm mit sparsam verdübelten 19mm-OSB-Platten, die auf dem Boden aufstehen und dadurch die Lasten tragen besser könnten?"

Das wäre mit Sicherheit keine gute Lösung. Ich würde ein ordentliches Ständerwerk wählen - auch wegen der Küche.

An Deiner Stelle würde ich hier noch mal genau beschreiben, wie Deine Wand jetzt aufgebaut ist (von Außen nach Innen cm-Angaben) und wie Du Dir das dann vorstellst (von Außen nach Innen). Dann wirds konkreter.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@Frank von Natural-Farben.de



Hi Frank.
Nochmal zum Aufbau außen nach innen:
5mm-Eternitplatten auf 2x24mm-Konterlattung - Mauerwerk aus Ziegelsteinen ca. 24cm - Putz ca. 1 cm.
Auf die Innenwand dachte ich: diffusionsoffene Platten Kleben und darauf tragfähiges Material auf Holz - oder Gipsbasis. Mittlerweile tendiere ich zu Gipsfaserplatten, da diese mit der Raumfeuchtigkeit umgehen können. Von außen kommt ja nur wenig in die Wand. Zur Ständerkonstruktion: Hier befindet sich die Dampffolie i.d.R. direkt hinter der tragenden Verkleidung und wird mit jeder Schraube gelöchert. Und ich möchte die Tragfähigkeit eigentlich nicht auf versteckte Unterkonstruktionen beschränken. Also würdde ich am liebsten auf die verklebten Multipor-Platten (dämmen) die Gipsfaserplatten (tragen) draufkleben. Dann könnte ich (oder später mein Nachwuchs) ungehindert drauflos schrauben. Könnte mir jemand zu dieser Möglichkeit ein fundiertes Urteil abgeben? Und/oder einen guten Tip?
Gruß
highmailer



8cm ist nicht viel für Platten und Unterkonstruktion, wenn das alles am ...



... Schluss noch Bad- (!) und Küchenschränke halten soll. Also doch eine Innendämmung bie Räumen vorgenommen wird, die eine hoche Luftfeuchtebelastung aufweisen.

Wenn es meine Wand wäre und ich dies absolute Sollvorgabe (die hätte ich eigentlich nie - wozu Hängeschränke, wo es solche schönene alte stehende Möbel gibt) hätte, dass an der gedämmten Außenwand Schränke angebracht werden sollen, dann würde ich folgendes machen:

6cm Holzkonstruktion dort andübeln, wo ich später mal was befestigen will. Den Rest mit HAGA Biotherm füllen, den passenden HAGA Bio-Einbettmörtel, Armierungsgitter, abfilzen und Kalkfarbe.

Den ungehinderten Nachwuchs würde ich hindern oder mit den Konsequenzen eines ungehinderten Losschraubens ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Alle Eventualitäten der nahen und fernen Zukunft kann man nun mal nicht abdecken.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Da komm ich aber schon ins Grübeln.....



So wie es aussieht, stößt meine Idee nur auf Kritik. Da ich ja lernfähig bin, werde ich das mal SO nicht machen. Leider gibt es bisher keinen Vorschlag, der nicht auf die gezielte Unterkonstruktion basiert.
Neue Idee:
40mm Multipor ankleben, 24mm-Lattenkonstruktion durchdübeln, Zwischenräume mit 20mm Styrodur auskleiden, 16mm Fermacellplatten draufschrauben. Die 24mm-Latten würde ich relativ eng setzen, damit sich die Last gut verteilen kann.
Besser oder auch Quatsch?
Gruß
highmailer





Auch Quatsch,

Ihre Lernfähigkeit kann ich hier wirklich nicht erkennen.

Das Forum ist voll zum Thema Innendämmung.
Wie, und wie besser nicht und warum ist da bis zum erbrechen ausgeführt.

Sie brauchens nur lesen.

Grüße

Oliver Struve



Häng sie



doch an die Decke deine Schränke einfach Multipordübel in die Decke stecken und Styrodurschrauben angipsen.Unterkonstruktion aus Phermacellplatten unter die Schränke Hängen und gehen.
Echt nur Spaß !
Albi



Die Ureinwohner



meiner Wahlheimat sagen in solchen Fällen:

"Herr, wirf Hirn ra!"

;-), Boris



Zynische Antworten helfen auch nicht weiter....



Ich kann ja Euren Unmut verstehen, aber ich kann auch verstehen, dass man so seine laienhaften Planungsgedanken hat und nicht immer nachvollziehen kann, warum man die jetzt aufgeben sollte. Mehr Hirn brauchts da nicht - eher mehr Verständnis für die Zusammenhänge.

@highmailer
Dein letzter Post zeigt deutlich, dass Du Dich noch nicht ausreichend mit Innendämmung einer Außenwand beschäftigt hast. Styrodur auf Multipor und dann noch Fermacell - das ist wirklich wie Schuhcreme statt Nutella auf Gummisohle - also es passt einfach nicht zusammen und wird Dir Deine Lebensqualität nicht verbessern.

Gleichzeitig mutet der Gedanke der Hängeschrankbefestigung an den 24er Lättchen schon etwas abenteuerlich an.

Was Du brauchst ist eine tragfähige Unterkonstruktion und ein möglichst kapillarfähiger homogener Wandaufbau - wobei Plattenmaterial immer die Gefahr von Kondensat mit sich bringt, wenn sie nicht völlig mit dem Untergrund verbunden sind.

Deshalb die anderen Vorschläge hier.

Noch besser wäre es, wenn Du die Küchenzeile doch an einer anderen Stelle aufbauen könntest.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Danke an Frank



für sein Verständnis.
An die Witzbolde: Kurz gelacht und gut und Ruh.
Zu meiner Recherche:
Das Internet ist voll von Tipps über beide Arten von Innendämmung. Und da hat halt jede Variante seine für mich wichtige Schwächen: Diffusionsoffen bietet keine Halt und "dicht" ist gegen Löcher empfindlich und die Befestigungspunkte müssen vorher festgelegt werden.
Was ist so verwerflich an dem Versuch, eine möglicherweise neue Kombination zu suchen? Wenns wirkliche keine für mich brauchbare Möglichkeit gibt, muß ich doch auf eine der herkömmlichen Arten ausweichen - aber man darf doch mal fragen....und wenn meine bisherigen Einfälle als Quatsch abgetan werden, hab ich kein Problem damit; dann such ich halt weiter und stell die Idee hier wieder zur Diskussion.
Und danke an alle Antworter, die sich bisher die Mühe gemacht haben, mein Geschreibsel zu lesen (auch wenn die eine oder andere Antwort ne kleine Watschn war...)
Gruß
highmailer





@highmailer

Ich hab mir schon auch die Mühe gemacht Ihr Geschreibsel durchzulesen.

Sie schreiben dass Sie sich seit einiger Zeit mit dem Thema Innendämmung beschäftigen und Vorteile, Nachteile und Risiken Ihnen bekannt bekant seien und wir deshalb bitte nicht darauf eingehen sollen.

Nun, da hab ich Ihre Frage …
“Nur ungewöhnlich oder Quatsch?“
halt kurz und knapp, ohne weiter darauf einzugehen, beantwortet.

Das Sie sich mit dem Thema Innendämmung noch nicht hinreichend befasst haben zeigt ja Ihre Überlegung beide möglichen Varianten zu kombinieren.

Dass beide Varianten unabhängig voneinander, gesetzt dem Fall es wird sauber ausgeführt, funktionieren ist nicht strittig.
Die Kombination aus beiden Varianten, mit der Begründung das man die Folien eh durchlöchert,
dürfte aber sehr wahrscheinlich in die Hose gehen und würde zudem unnütz teuer.

Entweder Sie bauen die Dämmung kapillar aktiv, oder Dampfdicht ein.
Ich für meinen Teil nehme immer die kapillar aktive Version, mein handwerkliches Geschick reicht nämlich nicht eine 100% dampfdichte Ebene hin zu zaubern.

Ihnen wollte hier sicher keiner auf den Schlips treten, iss nur ein bisschen blöd wenn der gefragte im ersten Satz, man kennt sich ja selbst aus, einen Maulkorb umgehängt bekommt, im zweiten Satz dann aber die Unkenntnis nur so sprudelt.

Grüße
Oliver Struve



@ oliver



Ich nehm einfach mal Ihre Signatur als Anstoß.

“Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.” Oscar Wilde

Das hinkt zwar etwas, weil es hier um grundsätzliche Sachverhalte geht und nicht um die vielen Dinge, die dem lieben Oscar wichtig waren.

Aber ich suche weiter nach einer außergewöhnlichen Lösung. Auf eine der herkömmlichen kann ich immer noch ausweichen.

Danke trotzdem für Ihre Meinung zum Thema.
Gruß
highmailer





@highmailer

Ich denke Sie sollten in diesem Zusammenhang lieber nach dem durchschnittlichen suchen, das würde Ihrem Haus dann erstmal den Bestand sichern.
Wenn Sie das hinbekommen haben können Sie sich dem außergewöhnlichen widmen.
Das würde ich an Ihrer Stelle allerdings auf das visuelle beschränken.
So gefährden Sie wenigstens den Bestand nicht, selbst wenns Murks wird und dem Auge schmerzt.

Grüße
Oliver Struve