Fertighaus Dachausbau / Dämmung

04.06.2011



Hallo Forumsmitglieder,
wir sind nun stolze Besitzer eines Fertighauses von 1972.
Das Dachgeschoss war beim Kauf fertig ausgebaut. Allerdings mit schadstoffbelasteten Holzverkleidungen. Wir haben diese, inklusive des alten Dämmmaterials, ausbauen lassen. Nun möchten wir unser Dach neu dämmen. In Bezug auf die beste Vorgehensweise haben wir schon einige Fachleute herangezogen. Herausgekommen sind ebensoviele unterschiedliche Vorschläge. Nun beschäftige ich mich schon tagelang damit, unter zuhilfenahme des U-Wert Rechners, die beste Lösung zu finden.
Die Sparrentiefe beträgt 15cm. Da die Dachpfannen (Tonpfannen)mit Bitumen verklebt sind, wollen wir eine Hinterlüftung einbauen.
Der Aufbau der Konstruktion soll von innen nach außen folgendermaßen aussehen:

MDF-Platte 750kg3 / 19mm / (als sommerlichen Hitzeschutz)
Rockwool Formrock 0,035 (Steinwolle)/ 30mm (Untersparrendämmung)
Damfbremsbahn sd >2m
Knauf Insulation Steinwoll Klemmplatte 0,035 / 160mm (Zwischensparrendämmung)
(Sparren werden aufgedoppelt)
Hartfaserplatte (als Luftdicht, Feuchte + Schutzschicht)
Hinterlüftung 30mm
Lattung und Tonziegel (Ziegel mit Bitumenmasse verklebt)

Es wäre sehr nett, wenn jemand seinen "Senf" dazu geben könnte. Am liebsten wäre mir welcher, der mir schmeckt, denn U-Wert-sd-Wert-Diffusionsfähigkeit-myWert & co kommen mir langsam aus den Ohren heraus.......
mfg Berti



Fertighaus Dachausbau/Dämmung



Hallo Herr Teutenberg,
wenn ich Sie recht verstehe machen Sie sich sowieso die Arbeit unter die Dachlatten/an die Sparren Latten zu befestigen und Weichfaserplatten zwischen die Sparren zu montieren. Ich halte das für sehr gut. Hinterlüftung wird hergestellt und die Weichfaserplatten dämmen auch.
Eine Aufdopplung der Sparren soll auch stattfinden Auch gut!
Dann hätte ich einen Alternativvorschlag zu machen: Verkleiden der Dachinnenseite mit OSB Platten,die Stöße müssen Verleimt, oder mit Band abgeklebt werden.
Den Hohlraum mit zwischen OSB und Weichfaserplatten mit Cellulosedämmung ausblasen.
Den Abstand zwischen Weichfaserplatte und OSB verrät Ihnen der Flocker. Ich vermute 18-22 cm.
Die OSB- Platten können Sie mit Gipskarton, Nut& Federbrettchen verkleiden, mit Lehm oder Kalkputz verputzen, oder falls es geschliffene Platten sind direkt tapezieren. ( falls es hierüber andere Meinungen der betreffenden Gewerke gibt werden die sich bestimmt melden)
Die OSB-Platte übernimmt die Funktion der Dampfbremse, Innenbegrenzung der Flocken und hat auch noch aussteifende Wirkung auf den Dachstuhl.
MfG
Ralph Schneidewind



Fertighaus Dachausbau / Dämmung



Hallo Herr Schneidewind,
ihre Interpretation meines Vorhabens ist leider nicht ganz gelungen.
Die MDF-Platten sollen raumseitig montiert werden.
Für den Abschluß an der Hinterlüftungsebene sind Hartfaserplatten in der Stärke 3,2mm vorgesehen.

Natürlich wurde mir auch schon zur Einblasdämmung geraten. Irgendwie bin ich aber davon wieder weg. Was ist wenn das Dach mal von innen geöffnet werden muß?

Ihr Vorschlag, eine OSB-Platte für die innere Verkleidung zu nehmen klingt zunächst gut. Denken Sie, daß ich in diesem Fall die Damfbremse weglassen könnte? Die OSB ist doch sehr Dampfdicht. Aber darauf noch eine Gipsplatte montieren kommt nicht in Frage. Darum hatte ich mich auch für die glatte MDF-Platte enschieden. Schön wäre, wenn jemand u.a. auch "Wohnerfahrung" mit OSB-Platten einbringen könnte.

mfG
Berti



Fertighaus Dachausbau/ Dämmung



Hallo Herr Teutenberg,
Der Aufbau einer Wand,oder Dachaufbau, sollte so sein, dass die dichteren Materialien nach innen kommen. Deshalb würde ich die Weichfaserplatten zwischen die Sparren montieren. Der Arbeitsaufwand ist vergleichbar. Die Hartfaserplatten halte ich für diesen Zweck eher für schädlich (Stichwort Taupunkt)
Ja, die Dampfsperrfolie kann bei dem von mir vorgeschlagenen Aufbau entfallen. Bei Cellulosedämmung nimmt man sowieso eine D-Bremse, keine Sperre.Diese Funktion wird von der OSB-Platte übernommen.
Wie Sie die Innenseite gestalten ist dann Geschmacksache. Ich hatte einen Bauherrn, der hat mit Lehm verputzt. Bei einer anderen Baustelle wurde direkt darauf tapeziert.
Ich habe auch schon von Leuten gehört, die die OSB-Platten einfach nur lasiert haben. Das könnte ja auch von Raum zu Raum anders gemacht werden. Lehm, Gips
(-kartonplatten)& Kalkputz sind feuchtigkeitsregulierend,das macht das Leben in den Räumen dann noch etwas angenehmer.
Das Dach bei Wartungsarbeiten oder Umbauten zu öffen geht. Die Cellulosedämmung ist keine lose Schüttung. Sie klemmt relativ fest zwischen den Sparren. Sie ist auch wiederverwendbar wenn sie doch rausgemacht werden muss.
Mir gefällt diese Lösung weil es ökologisch und gestalterisch viele Optionen offen sind.
MfG
Ralph Schneidewind





Hallo,

was machen denn Ihre restlichen Gebäudeschadstoffe ?
Z.B. in der Außenwand, oder ist dort alles in Butter ?

Grüße





Hallo,
es gibt keine restlichen Schadstoffe.
Alle evtl. in Frage kommenden Gebäudeteile wurden durch Baubiologen geprüft.

MfG
B. T.



Mein Senf dazu



Der von Ihnen beschriebene Aufbau passt wunderbar zu einem Fertighaus Bj. 72' und wird die gewohnte Wohnqualität nicht beinträchtigen.
FERTIG(H)AUS Ihr wollt es(nicht anders).

Gruß
Albi