Innenisolierung bzw. Begradigung von Innnewänden

30.09.2004


Hallo!

Ich habe gerade ein Fachwerkhaus (Bj. ca 16xx) geerbt. Da mir dieses Haus gut gefällt, möchte ich dieses auch gerne übernehmen. In diesem Haus sind allerdings EINIGE Dinge neu zu machen bzw. auszubessern. Aus finanziellen Gründen muss ich jedoch sehr viel selbst machen, auch wenn ich kein gelernter Handwerker bin...


Mein Hauptproblem an dieser Stelle ist folgendes:

Ich habe heute im ersten OG die diversen Lagen Tapete von der Wand gemacht. Darunter ist - außer einer extrem dünnen Schicht Putz - nur die Lehmfüllung des Fachwerks. Da die Dämmung ja nun sehr dürftig ist, habe ich vor, die Wände von innen neu zu "verkleiden" (außerdem sind die Wände extrem schief und wellig, was ich dadurch auch ein wenig korrigieren kann).
Kann mir jemand einen Tip geben, wie ich nun eine Innneisolierung und gleichzeitig eine Wärmedämmung hin bekomme? Ich überlege, die Wand mit Styropor zu verkleiden und anschließend schlicht zu verputzen. Eine alternative wäre, mit Rigipsplatten zu arbeiten.
Sammelt sich so auch keine Feuchtigkeit hinter der Isolierung?

Danke für Hilfe bereits im voraus!!!!!

Jupp!



Innendämmung



Ich nehme an, dass Fachwerk soll von außen sichtbar bleiben. Ansonsten ist eine Außendämmung immer besser.
Innendämmung:
Wand mit Lehm begradigen, Holzweichfaserplatten als Dämmung einbauen und innen wieder Lehmputz.
Auf keinen Fall Styropor als Innendämmung!
zu diesem Thema ist hier im Forum schon einiges geschrieben worden. ich würde mich hier einfach mal durchklicken.
Ich empfehle zu erst eine fachkundige Energieberatung da bei Dämmmassnahmen an einem bestehenden Haus doch einiges zu beachten ist und auch einige Vorschriften einzuhalten sind. Am besten wählt man natürlich den Fachmann/frau aus diesem Forum oder aber jemanden, der sich mit Naturbaustoffen auskennt. Hier sind die Baubiologen gute Ansprechpartner (z.B. unter www.baubiologie.de oder www. eco-world.de)
Wo steht das Haus, Jupp hört sich sehr nach Rheinland an?



Rechtzeitig



Da diese Frage anscheinend noch vor dem Einbau von Hartschaum gestellt wurde, besteht doch noch die Aussicht, daß das Haus eine sicherlich verdiente Lebensverlängerung mit geeigneten Materialien erhält.

Immer wieder verwundert

BF



Anregungen


Leichtlehminnenschale 4

Nur eine Variante von Möglichkeiten, doch bitte keine MIWO, Styropore, Rigipsesysteme udgl.

Grüße Udo



Re


Leichtlehminnenschale 7





moin,

Der Charme eines so alten Hauses lebt doch davon, daß alles krumm und schief ist. In unserem Museumshof haben die fürn Schweinegeld eine massive Eichentreppe eingebaut, die ist exakt gerade, aber im Zusammenhang sieht das total doof aus.
genauso würde das mit geraden Rigipsplatten aussehen.

was sagt das Denkmalamt zu deiner Dämmidee?

ersma,



Innendämmung mit Naturbaustoffen



Hallo,
in unserer Praxis werden wir sehr häufig mit Fragen der Innendämmung besonders in alten oder denkmalgeschützen Gebäude konfrontiert. Für das Problem der Verbesserung der Wärmedämmung besonders der Außenmauern gibt es seit einiger Zeit ein hervorragendes Material, das Wärmedämmung, Klimatisierung der Raumluft (Temperatur und Feuchtigkeit) sowie Schimmelhemmung in sich vereint. Gerne übersenden wir Ihnen Informationsmaterial zu diesen Kalzium-Silikat-Platten (Informationen dazu auch vielfach im Internet), die sicher für das von Ihnen geschilderte Problem eine Lösung darstellen. Sollten weitere Ursachen für die Feuchtebelastungen vorliegen, wäre es sicher sinnvoll, eine Objektbesichtigung mit einer Fachfirma durchzuführen. Wir beraten Sie auch dazu gern. Ihre Batrole Ing.



Gegenfrage zu Kalzium-Silikat-Platten



Wie ist die Langzeiterfahrung der Materialsymbiose Ihres gepriesenen Produktes mit einer hostor. Wandkonstruktion aus Lehm und Holz?
Habe da so meine Bauchschmerzen damit!
Präzisere Info's wären da schon hilfreicher.

Grüße



Materialsymbiose



Dämmplatten aus Calzium-Silikat bestehen im wesenlichen aus Kalk und Sand. Bei den verschiedensten Anwendungen als Dämmstoff auf Untergründen von Naturstein, Lehmverputz, Ziegel bis Beton sind uns und den Bauherren- besonders denen aus dem Bereich der Altbausanierung und des Denkmalschutzes - keine negativen Erfahrungen bekannt. Da wir nicht genau wissen, in welche Richtung sich die "Bauchschmerzen" bewegen ist eine möglichst präzise Antwort schwierig. Sicher würde hier ein Telefonat weiterhelfen, in dem auch über weitere Alternativen der Dämmung besonders auf unebenen Haftgünden diskutiert werden kann. Wir freuen uns auf Ihren Anruf (033 28/335544). Bis dahin beste Grüße!