Geschossdeckendämmung Altbau, Dem Laien erklärt...

21.09.2010



Hallo Forenmitglieder,
ich habe hier viel über das Thema Geschossdeckendämmung gelesen und kann es aber nicht auf meine Situation übertragen... daher diese Anfrage mit der Bitte um eine Antwort. Unsere Geschossdecke besteht aus verputzten Schilfrohr unten, mit Schlacke befüllten Gefachen und einer oberen Dielenlage. Das Dachgeschoss wird weder benutzt noch soll es ausgebaut werden, lediglich der Schornsteinfeger muss mal zum Kamin. Meine Idee ist es nun auf diese Holzdielenlage Styrodur Platten auszulegen. Und für die Laufwege zum Kamin OSB Platten. Was muss ich hierfür beachten? Kommt eine Dampfsperre zwischen Holzbalkenlage und Styrodur Platten, müssen die Fugen, wo die Platten aneinander stoßen verklebt werden? Macht es Sinn die komplette Fläche noch mit OSB Platten (auf das Styrodur) o.ä. auszulegen, oder nur die Laufwege?
Ich freue mich auf Antwort

Grüße Martin



Hallo, obwohl das Styrodur



schon sehr dampfbremsend ist, würde ich eine oberste Lage aus OSB-Platten nicht empfehlen, da diese einen noch höheren Diffusionswiderstand haben und sich somit Tauwasser an der Unterseite der OSB-Platten bilden könnte.
Eher würde ich nur die Laufwege mit Spanplatten auslegen, die sind zumindest diffusionsoffener als Styrodur und OSB.
Der Innenputz verhindert theoretisch Konvektion in die Decke und das Styrodur ist theoretisch dampfbremsend genug, so dass man keine Dampfbremse benötigt. Allerdings greift der Stufenfals der Platten auf einem nicht ganz ebenen Dielenboden nicht wirklich dicht ineinander, so dass es einfacher ist eine Dampfbremse einzusetzen, als jede Platte dampfdicht miteinander zu verkleben.
Damit verhindert man auch Konvektionseintrag in die Dämmung, wenn der Innenputz doch etwas rissig sein sollte.

Ich habe die Geschossdeckendämmung auch noch vor mir und habe auch einen ähnlichen Deckenaufbau. Habe nur statt der Schlacke 4cm papierkaschierte Glaswolle in den Gefachen. Ich bin allerdings nicht so ein Freund von Styropor in Holzbereichen und werde deshalb bei mir die Holzdielen abnehmen, Glaswolle raus, die Gefache mit flexiblen Holzweichfasermatten versehen (wegen Dämmstärke evtl. Deckenbalken aufklotzen) und die Dielenlage wieder anbringen, allerdings mit ca. 2-3cm Abstand zwischen den Dielen, damit nicht die Decklage die dampfdichteste Schicht bildet und somit Tauwasser entsteht. Vorher werde ich allerdings noch einige Putzrisse beseitigen, damit keine Konvektion in die Dämmung stattfindet.

Gruß
Darius



Konvektion



Hallo Darius,

danke für die Antwort, doch was ist ein Konvektionseintrag in die Dämmung? Die Styrodurplatten haben meines Erachtens keine Falz, oder Nut und Feder... liegen also auf Stoß nebeneinander. Die verputzten Schilrohrdecken haben Löcher, wo die Stromkabel heruas kommen und wie dicht die wirklich sind kann ich natürlich nicht sagen...
Kann ich nicht einfach die Styrodur Platten aneinander legen und gut ist, für die Laufwege dann Spanplatten...
Ich begreife dieses ganze Thema mit dem Tauwasser nicht wirklich. Grüße martin



ernst



gemeinte Frage: bist Du Brillenträger ?



Mit Konvektion



ist eine direkte Luftbewegung von der geheizten Raumluft nach draußen gemeint. Die warme Luft (20°, 50% relative Feuchte) steigt auf und möchte deine Geschossdecke durchdringen. Wenn sich nun Putzrisse in der Decke befinden, dringt dort durch den Überdruck schon einiges an Raumluft ein. Wenn diese Luft nicht von einer Dampfbremse gestoppt wird, kann sie auch durch die möglichen Ritzen zwischen den Styrodurplatten strömen.
An dieser Stelle befinden wir uns aber schon in wesentlich kälteren Bereichen des Deckenquerschnitts, so dass der Luftstom abkühlt und bei ca. 10° bereits 100 % relative Luftfeuchte erreicht. Das ist der Taupunkt.
Das Tauwasser kann deinem Styrodur nicht viel anhaben, tropft aber schön in deine Holzdecke zurück und schädigt sie. Wobei bei größeren Spalten beim verlegten Styrodur eine Wärmebrücke entsteht, die auch mit Dampfbremse an dieser Stelle zu Tauwasser führt.
Zusammenfassend ist also wichtig, dass keine Raumluft eindringt und das die Dämmung lückenlos (wichtig auch Randbereiche), damit keine Wärmebrücken (Tauwasser) entstehen.
Meiner Meinung nach ist das mit festen Platten schwerer zu erreichen, eine Verklebung hält vielleicht auch nicht so gut, wenn man der Schorni drauf rumläuft und der Untergrund nicht total eben ist.
Für eine Dampfbremse sollte der Dielenboden auch frei von hervorstehenden Nägelköpfen sein.

Was mir jetzt aber noch grad einfällt, hast du schon festgestellt, ob der Deckenbalkenbereich unter den Dielen zu den Dachflächen hin geschlossen ist? Wenn nicht,bringt die Dämmung auf den Dielen nichts, weil sich in der Decke Außenluft, nur durch die Dachpfannen gebremst, befindet. Bei mir ist das der Fall, deshalb werde ich meine Gefache mit Dämmstoff füllen müssen.

Gruß
Darius



Mal die Bitte,



die, die nicht soviel Ahnung von der Thematik haben den Satz aus dem letzten Beitrag …


>>“so dass der Luftstom abkühlt und bei ca. 10° bereits 100 % relative Luftfeuchte erreicht. Das ist der Taupunkt.”<<

…nicht abspeichern, oder so bereits geschehen sofort wieder zu löschen.

Das ist Schwachsinn!



@ Olaf



ja, ich bin Brillenträger...
@ Darius, jetzt habe ich mehr von dem Thema begriffen...
Den Boden kriege ich nie zu 100 % abgedichtet.
Zumal ja dann und wann der Schorni drüber läuft und dann die Platten entsprechend belastet werden...
Enev hin oder her bringt das überhaupt eine signifikante Ersparnis bei den Heizkosten?
Grüße Martin



Hallo Herr Struve,



das mag ja sein, dass dieser Satz nicht ganz der ordnungsgemäßen bauphysikalischen Definition entspricht. Ich bin auch eher Autodidakt auf diesem Gebiet, eigentlich Maschinenbau-Ing.
Der eigentliche Sachverhalt wird in meiner Ausführung zwar vereinfacht dargestellt, aber von Schwachsinn ist er weit entfernt.

Sie können meine Ausage ja richtigstellen und auch noch konstruktive Vorschläge für eine Ausführung liefern. Damit wird dem Fragesteller sicherlich mehr geholfen, als mit einer physikalisch korrekten Definition des Taupunkts, die Sie wahrscheinlich auch erst nachschlagen müssten.
Es war ausdrücklich nach einer Erklärung für einen Laien gefragt.

@Martin, beim Thema Brille ist wahrscheinlich ein Beschlagen der kalten Gläser beim Betreten eines warmen Raumes gemeint, im Prinzip also Kondensatausfall wie er auch in der Dämmung möglich ist, wenn die warme Luft an kältere Bauteile gelangt.
Zum Thema Größenordnung Einsparung, es kommt ja auch darauf an, wie groß die zu dämmende Fläche ist und somit ihr Anteil an den Hüllflächen des Gebäudes.
Für meine 42 m2 zu dämmende oberste Geschossdecke ergibt sich überschlägig (Annahme 0,70 €/Liter Heizöl) eine Einsparung von 158,-€/Jahr , wenn ich eine Dämmung nach ENEV-geforderten U-Wert verbaue.
Aber das wichtigste ist, kläre bitte zuerst, ob in der Deckenbalkenlage Außenluft strömt (mal ein paar Dielen im Randbereich abnehmen), was sehr wahrscheinlich ist. Denn dann bringt eine darüberliegende Dämmung fast nichts, weil der Zwischenboden belüftet ist.

Gruß
Darius



Hallo Darius,



bei mir liegen 2 Bodendielen lose, direkt am Rand zur Wand hin... wie kann ich genau sehen, dass der Boden von außen belüftet wird? Danke und Gruß Martin



ich



weiß zwar nicht, warum eine ernst gemeinte Frage, ob jemand Brillenträger ist, gegen die Forumsregeln verstößt, aber seis drum...

Da Du, Martin, ebenso wie ich, eine Brille trägst, hast Du eiegntlich jeden Tag mit dem Probelm des Tauwaasers zu tun
du hattet ja "Ich begreife dieses ganze Thema mit dem Tauwasser nicht wirklich" geschrieben.
Wenn Du mit einer kalten Brille einen warmen Raum betrittst, beschläg die Brille. Beispiel zwei betritts Du mit einer warmen Brille aus dem Korridor kommend, einen Raum, der hohe Luftfeuchtigkeit hat, z. B. das Bad, wo gerade einer geduscht hat, kann auch die Brille beschlagen - dies sind phys. Vorgänge, die ebenso in der Wand passieren. Die warme Zimmerluft bzw. die darin enthaltene Feuchtigkeit kondensiert in den kalten Wandteilen und lässt diese feucht werden. Deshalb soll man die Feuchtigkeit entweder senken durch gute Stoßbelüftung und/oder man baut eine Dampfbemse auf der warmen Ramseite ein.
Die kalte Luft hingegen, die im Winter von draußen reinkommt, trocknet ein Haus aus. Hintergrund:
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit transportieren als kalte Luft - deshalb auch der Morgentau, wenn nachts die Luft abkühlt. Hierbei spricht man von relativer Luftfeuchte in Prozent (enthaltene Fuchtigkeit im Verhälnis zur möglichen Aufnahme) und anderseits von der absoluten Luftfeuchte (Mengenmäßige Angabe.)
Ich denke, das hilft erst mal zum Verständnis der Kondensation in Bauteilen.



@Olaf



dann müsste ja die Dampfsperre sinnigerweise bereits an der Decke im OG montiert werden... damit keine Feuchtigkeit in die Balkenlage zieht... andererseits kann Sie ja im Moment nach oben hin wieder entweichen, da die Balkenlage ja diffussionsoffen ist... ich denke nun habe ich es begriffen...
Dann stellt dämmen ja ein echtes Problem dar, wo ich den Dampf nicht gebremst bekomme... Grüße MArtin



Ich meinte eigentlich



eine Belüftung von der Dachflächenseite aus, nicht von der Giebelwandseite aus, dort wo deine losen Dielen liegen.
Beschreib doch mal die Bauart deines Hauses, ich bin jetzt bisher von einer obersten Geschossdecke im Spitzdach ausgegangen, wo die Deckenbalken auf z.B. halber Sparrenlänge mit den Sparren verschraubt/vernagelt sind (siehe nachfolgende Abbildung).

http://energieundbau.de/mediadb/173494/199204/Bild-2.jpg


Gruß
Darius



Mach Dich mal noch nicht verrückt...



..., beschreibe mal kurz Deinen Deckenaufbau und den Abschluss zu den Gebäudeaussenseiten/Dachstuhl.
Bemühe auch mal die Suche im Forum, das Thema ist vielfach vertreten und Du wirst Beispiele finden, dass es auch ohne Dampfbremse funktionieren kann. Rahmenbedingungen und Dämmstoffwahl müssen halt passen.

Grüße
Jörg



@ Jörg und Darius



also der Dachboden ist begehbar, habe noch ca. 3-4 m lichte Höhe über dem Fußboden... der ist "eingerahmt" von einem gemörtelten Rand, ich denke Steine verputzt o.ä. tja schwierig zu beschreiben, ich hoffe das hilft ein wenig... Grüße Martin



Oh, oh, Darius,



da brauch ich mal nichts nachlesen, das ist sozusagen mein täglich Brot.

Wenn Sie meinen einem Laien etwas erklären zu müssen dann machen Sie das bitte fachlich richtig, und vor allem unmissverständlich.
Man könnte Ihren Ausführungen entnehmen, das “der” Taupunkt bei 10°C liegt.

Was glauben Sie eigentlich bei wie vielen Luftdichten Häusern der Neuzeit Kondensat an den Wänden runter läuft.
An den Undichtigkeiten kann das ja wohl kaum liegen.

Bei Ihrem Konstrukt, die Dampfbremse auf den Dielenboden zu verlegen, würde Kondensat sehr sicher genau unter der Dampfbremse, also zwischen Dampfbremse und kompletter Holzkonstruktion ausfallen.

Aber das hat ja Martin schon selbst erkannt, das, wenn eine Dampfbremse diese unter die Decke gehört.
Jetzt müssen wir dem Martin nur noch beibringen das Styropor im Dach nichts zu suchen hat.


Grüße aus Schönebeck



@Oliver Struve



:-) Jetzt müssen wir dem Martin nur noch beibringen das Styropor im Dach nichts zu suchen hat. :-)
da muss ich ja Schmunzeln und ich bin auch kein Freund von Plastik im Altbau... ICh will das Ganze halt selber machen und würde am Liebsten eine Variante bevorzugen, bei der die schönen Dielen sichtbar bleiben, und es soll bezahlbar sein..
ich fürchte mich ein wenig davor die Dielen zu lösen, die Schlacke zu entfernen und die gefache wieder zu verfüllen...
und freue mich antürlich auf Vorschläge... Viele Grüße Martin





Naja

So richtig sichtbar sind die Dielen wenn Styropor drauf kommt auch nicht.
Oder gibt es schon die transparente Variante?
Und eigentlich sollte doch auch nur der Kaminkehrer dahin kommen.


Grüße aus Schönebeck



das ist wahr



und meine Liebste würde die Dielen sichtbar erhalten... also kein Styrodur drauf... was gibt es für andere Möglichkeiten?





Höhe haste 3- 4 m dann ne Unterkonstruktion, z.B. 100 mm hoch drauf, Zellulosedämmung rein und dann neue Dielen drauf.

Eine Frage noch..

Iss euer Kaminkehrer ne (schöne) Frau?



Moin Martin,



ich habe damals den Dachboden im Haus meiner Mutter (80er Jahre, Betondecke)einfach mit 20cm Rockwool (diffusionsoffen) ausgerollt und in der Mitte aus hochkant gestellten Baudielen und OSB-Platten einen begehbaren Bereich geschaffen.
Zunächst hatte ich da noch Folie drauf gegen den Steinwoll-Staub, die war aber nach 3 Monaten von unten komplett feucht - also wieder weg damit - seitdem kein Problem, da kaum jemand raufgeht ist das bischen Staub auch zu vernachlässigen.

Aber Maske beim Arbeiten nicht vergessen!

Ist m.E. im Altbau die Dämm-Massnahme mit dem besten Kosten-/Nutzenverhältnis und spürbarer Verbesserung im Sommer und Winter.

Gruss, Boris

P.S. Schlacke raus machen macht GAR KEINEN SPASS!!!! Und wenn ihr den Dachboden vernünftig nutzen wollt, müsst ihr sowieso das Dach dämmen.....



@ Boris



da mußt du dem Laien aber auch erklären, dass die Betondecke eigentlich die Dampfbremse darstellt - auf der warmen Seite. Außerdem macht der Betondecke mögliches Kondensat nichts aus.
In der Situation wäre ich auch für Zellulose, oben diffusionsoffen durch Dielung abgedeckt.





Da sach ma einer was jejen die Sachsen



Nicht ganz dicht


Holzbalkendecke II

Hallo Martin,

wie Herr Struve schon schreibt könnte man die Tragkonstruktion Aufdoppeln und die Zwischenräume füllen.
EPS-Platten und Mineralwollen sind allerdings über einer Holzbalkendecke nicht zu empfehlen, die Konvektion wurde ja bereits erläutert.

Die EPS-Platten werden auf einer unebenen Dielenlage nie wirklich "dicht" sein und können an undichten Stößen durch- bzw. mit kalter Luft unterströmt werden. In diesen Bereichen wird es dann zum Kondensatausfall kommen.
Bei lückenlos verlegter Mineralwolle kann die Feuchtigkeit aus dem Wohngeschoss in die Dämmlage dringen und im kälteren Bereich der Lage ausfallen. Hier können sich Feuchtenester bilden, vermehrt in den Bereichen von Deckendurchlässen etc.

Mineralwollen können ausgefallenes Kondensat nicht kapillar transportieren und die Feuchtigkeit kann die Dämmlage erst wieder in der Dampfphase verlassen. Das mag über einer Betondecke noch funktionieren, über einer Holzbalkendecke jedoch nicht. Das mit der Dampfbremse auf der Raumseite hast Du richtig erkannt.

Alternativ wäre eine Dämmung aus kapillar aktiven Materialien wie beispielsweise Lehm-, Hanf- Zelluloseschüttungen, Holzweichfaserplatten etc. – alles hohlraumfrei verarbeitet.
Das kann nach oben offen bleiben oder mit auf Abstand verlegten Dielen überdeckt werden. Zwischen Dielen und Dämmlage muss ein ausreichender Abstand verbleiben, damit die Luft an der Dämmung entlang Streichen kann.
OSB-Platten sind meines Erachtens zu dicht. Hier kann in den kühleren Monaten Kondensat an der Unterseite ausfallen und zum Schimmelbefall führen.

Ein Berechnung der ganzen Situation würde aber nicht Schaden ....

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hallo Christoph,



danke für die Bilder, nun weiß ich was Herr Struve mit aufdoppeln meint. Und wenn ich das richtig begreife kann bei dieser Variante die alte Dielenlattung wieder aufgesetzt werden. Was heißt Berechnung, wer kann mir was berechnen? Und wo finde ich Bezugsquellen für diese kapillaren Schüttmittel?

Danke und Gruß Martin





Hallo Martin,

genau, die alte Dielung kann so wieder verwendet werden. Berechnung heißt Taupunkt und Statik, das steht in Abhängigkeit zum gewählten Dämmstoff, bisherigem Deckenaufbau und der Spannweite der Deckenbalken.

Bezugsquellen: Dämmung, Hersteller auswählen kontaktieren und nach Händler fragen oder oben rechts in der Suche Deine Postleitzahl eingeben, in Münster gibt es da einen Händler.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



@Christoph



Hallo Christoph, äh, wenn ich meine PLZ eingebe kommt nur die Handwerkskammer als Ergebnis... Kannst dur mir nicht Produktnamen empfehlen und den Händler in MS nennen?
Und für die Berechnung brauche ich einen Architekten?
P.s. was genau ist der Dämmstreifen?
Grüße aus dem Münsterland Martin





Hallo Martin,

Die kapillare Wasseraufnahme wird in kg/m²/0,5h angegeben.

Was die Dämmung betrifft kann ich Dir einen Besuch des Demonstrationszentrum “Bau und Energie” im HBZ Münster ans Herz legen.
Hier kannst Du nicht nur alle möglichen Dämmstoffe ansehen und anfassen, sondern auch noch einiges an kostenloser Literatur mitnehmen.

Grüße aus Münster

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Hallo Martin,

in Frage kommende Hersteller wären unter anderem:
Hanf => Thermohanf, Hanfland, Hock, ...
Holzfaserdämmplatten => Gutex, Pavatex, Steico, ....
Zellulose =>Isofloc, Thermofloc, ...

...............u.v.m.

Zur Berechnung einen Statiker, der die bestehende Dachkonstruktion daraufhin berechnet, ob sie der zukünftigen Last gewachsen ist und in wieweit in der zukünftigen Konstruktion mit Kondensat zu rechnen ist.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



@ Christoph @ Oliver



danke für die Hinweise, jetzt habe ich es begriffen und das im HBZ schaue ihc mir mal an.. klingt spannend...

Viele Grüße Martin



Nochmal eine Frage



an Herrn Struve bezüglich des Taupunkts, meine Angaben wurden als Schwachsinn bezeichnet. Da der Lerneffekt aus Fehlern bekanntermaßen sehr groß ist, würde ich gern an dieser Stelle dazulernen.
Ich habe Randbedingungen von 20°C und 50% rel. Feuchte genannt und einen Taupunkt von ca. 10°C genannt.
Ok, der Tabellenwert dazu ist 9,3°C (zumindest bei 1000mbar Luftdruck). Vielleicht wird aufgrund des sorptiven und kapillaraktiven Verhaltens von verbauten Holzwerkstoffen noch etwas Feuchtigkeit gebunden, so dass der Taupunkt erst bei 8,5°C erreicht wird.
Wo ist denn jetzt mein Fehler bzw. Schwachsinn, etwa das ich mich um 0,7°C verschätzt habe?

Gruß
Darius



Wirtschaftlichkeit



ICh habe nun mal ein paar Berechnungen angestellt Altpapier (Isofloc o.ä.) in die Decke einblasen ca. 77,- € pro QM (Angebot bei Ebay pro qm) macht bei 60 qm 4.200 €, in der HOFFNUNG; dass das Aufdoppeln mit im Preis enthalten ist... Bei einer geschätzten Ersparnis von 8 - 10% bei der Geschossdeckendämmung hat sich das ganze nach 35 Jahren bei uns im Haus amortisiert.... Unsinn also, selbst wenn ich das Zeug (12,5 kg pro Sack ca. 35 kg pro qm) selber einschütte und die Aufdopplung selber baue habe ich Kosten von c. 3.000,- €, Amortisationsdauer 25 Jahre... ebenso Unsinn und was passiert eigentlich mit diesem Luxus Altpapier nach 10, 20, 30 Jahren ich kriege das ja nie wieder raus... Mit Verlaub, diese ganze ENEV ...... , ist nur gut für einen, dem Hersteller, dem Vertrieb und Verkäufer, das ganze Einsparpotential (das gilt auch für meine Berechnungen bei einer neuen Heizungsanlage) geht nicht an mich, der Profiteur ist ein ANDERER.
Ich hatte in der Zwischenzeit noch eine andere Überlegung. Da die Geschossdecke ja bereits gedämmt ist, durch Schlacke, und Luft und Schilfrohr und Putz, kann ich dieses diffusionsoffene System ja ggfs. mit Holzfaserdämmplatten "verlängern", in dem ich diese einfach auf die Dielenbalken lege... 15,- € (30,- D-Mark) pro Qm für z.B. eine Pavaboard Platte (happiger Preis f. Holzschnitzel), allerdings komme ich hier in den Bereich einer halbwegs wirtschaftlich vertretbaren Lösung. Grüße Martin



Moin Martin,



mein Flocki hat mir Wand und Dach für 49€/m³(kubik!)netto mit Climacell ausgeblasen...haste dich da vielleicht verlesen? Käme bei dir wg. der kleineren Fläche natürlich noch was drauf...durch Energieeinparung rechnen tut sich das Ganze kaum unter 20 Jahren, egal was du machst (die restlichen sag ich mal 60 Jahre an die denkt natürlich keiner.........).

Gruss, Boris



@boris



ich habe dieses Angebot bei ebay gesehen...
an die 60 Jahre danach denke ich schon, nämlich was passiert mit diesem Material im Laufe der Jahrzehnte, das kriege ich ja im Zweifelsfall nie wieder raus... und am Liebsten ist mir natürlich eine weitestgehend zerstörungsfreie Dämmung... also irgendwas auflegen... Grüße Martin



@ SriVischnu



du scheinst die MAßeinheiten zu verwechseln, 50 € / m3 , da sind etwa 5 m2 bei 20 cm Decke !!!
Da sind es nur noch 5 Jahre.
Den Handwerker seiner Vertraues findet man übrigens nicht bei ebay.



yepp



richtig, habe das nochmal nachgelesen sind m³ und nicht m²...
da bin ich wohl über das Ziel hinaus geschossen...
und natürlich würde ich keinen Handwerker bei ebay buchen...
traue aber dem Zeug nicht über den Weg was passiert damit im Laufe der Jahre, dass kann mir keiner sagen oder?

Grüße MArtin



Moin Martin,



das Ausflocken kommt, wenn ichs richtig weiss, aus den USA und wird seit über 40 Jahren zur Dämmung verwendet.

Was damit in 100 Jahren passiert kann dir noch kein Erdenmensch sagen, bei ner HWP aber auch nicht.

Frag doch am besten die Hersteller: isofloc.de climacell.de, die können dir auch Fachbetriebe nennen.

Entsorgung: Kompostieren bzw. verbrennen.

Du kriegst die Dämmung fürs gleiche Geld gleich eingebaut, der Boden darf so eierig sein wie er will und bleibt bis auf die Einblaslöcher in den Ecken, wie er ist. Alternativ kannst du die letzte Diele auch aufnehmen und danach wieder einsetzen.

Gruss, Boris

P.S. Hab selber die Flocken erst seit nem halben Jahr drin, also noch keine Langzeiterfahrung.



moin boris,



späte Antwort, war im Urlaub...
ich habe mich nun für Holzfaserdämmplatten Pavatherm o.ä. entschieden, werde die mit Nut & Feder auslagen und dann ist erstmal Ruhe... ICh will den Boden nicht aufdoppeln und auch keine Fasern in die Balkenlage pusten, da dort noch Schlacke bzw. Lehm verarbeitet ist...

Grüße Martin