Fachwerksubstanz prüfen




Hey,

ich muss leider sagen, ich finde mich in dem Forum nicht so wirklich zurecht und was ich bis jetzt gefunden habe triffts nicht so genau. Ich möchte mir ein Haus kaufen, Baujahr 1938 das auf Fachwerk gebaut wurde. Leider sind die Aussenwände mit Eternit verkleidet. Man kann also nichts sehen (wie kann man sowas nur machen) aber ich möchte irgendwie die Holzsubstanz prüfen, wie ist das am einfachsten möglich?

Gruss

Hendrik



Hallo..



..man muss sich schon trauen wollen , entweder Platten ab oder
Katz-im-Sack-kaufen . Hat aber noch keinen Fall gegeben , wo die Verschindelung nicht aufgrund bestehender Schäden angebracht worden wäre - dasGleiche gilt für nahezu jedwede Verkleidung,Verbretterung oder Paneele , die seltenen Ausnahmen wenn vorher tatsächlich saniert wurde alle eher aus neuster Zeit ! Trotzdem : davon ausgehen , dass da was zutun ist , vom Kaufpreis die Sanierungskosten abziehen , oder zumindest einen Teil davon . Aber : Zimmermensch mitnehmen zum angucken !! Gruß J.Kube
Ps. Bis ins letzte Eck versteh ich dies Forum auch nicht .. ;-)



re



hm das ist schonmal nicht allzuschön.. muss ich wohl doch mal nen Fachmann ranlassen. Aber wenn der Bock in dem Holz ist müsste man doch jeden Balken erneuern oder? Das ist doch garnicht möglich?



Definiere "Bock"!



"Bock" im Sinne von sich ständig wiederholender oder fortsetzenden Ärger, oder "Bock" im Sinne von Hausbock, als holzschädigendes Insekt?
Nur wenn ersteres bei Ihnen der Fall ist, wird es schwierig, bei zweiterem kann es zwar auch extrem werden, aber es ist niemals von vorneherein alles verloren und Land unter und auszutauschen. Dafür muß man schon mal hinter die Fassade schauen!
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



bei Eternit...



...stehen mir die Haare hoch. Ich muß Jürgen zumindest in meinem Fall recht geben. Das Eternit war mehr oder weniger zum "Zudecken". Unter den Platten war der Putz in schlechtem Zustand, was von einer früheren Setzung her rührte (andere Geschichte...). Erschwerend kam hinzu, daß die Fensterlaibungen schlecht ausgeführt waren und Regen hinter den Platten runtergelaufen ist. Unten auf dem Stampfbetonsockel hat es sich dann schön gesammelt und die Schwelle hatte stellenweise Müslicharakter. Fachwerkhäuser mit Eternitverkleidung schaue ich seit dem her immer ganz traurig an...
Aber es ist machbar, solche Schäden zu reparieren. Nimm aber dringend einen Fachmann mit!

Gruß Patrick.



nicht schwarzmalen..



es ist verständlich wenn einige das schlimmste annehmen (wollen) was sich hinter einer solchen bekleidung versteckt. letztlich sind dies alles vermutungen- ich persönlich habe da sehr gute erfahrungen gemacht und gut erhaltene Bausubstanz vorgefunden. daher empfehle ihnen einen fachmann (der etwas von dieser bauweise versteht). sie werden nicht umhinkommen ein blick dahinter zu werfen.
viel glück wünscht
s. burkhardt



Wenn eventuell eingetretenes Regenwasser...



...im unteren Bereich der Verkleidung wieder ablaufen konnte, stehen die Chancen nicht schlecht, daß das Fachwerk es unbeschadet überstanden hat. Heute würde ich drauf bestehen, vor dem Kauf ein paar Platten abnehmen zu dürfen. Blöd ist halt, daß die Platten von unten nach oben befestigt sind. Entfernt habe ich sie ordnungsgemäß im Schutzanzug ohne zu zerbrechen von oben her. Dabei habe ich ein Werkzeug benutzt, daß wie ein Schraubenzieher aussah, aber vorne an der Spitze wie ein kleiner Kuhfuß ausgebildet war. Bis auf eine Handvoll haben es alle Platten überlebt, allerdings wie gesagt von oben nach unten. Und Schäden sind halt sicher eher unten an der Schwelle zu erwarten.
Ich hoffe für dich, daß der Verkäufer einen Blick dahinter zuläßt, wenn die Gefahr besteht, daß die Verkleidung kaputt geht.
Viel Erfolg,

Gruß Patrick.