Betondecke Innen Dämmen.....Hilfe....

11.01.2010



Hallo an alle hier,
Ich habe des öfteren schon in diesem Forum gelesen und immer sehr fachliche Berichte gefunden von Profis wie auch von „normalen restaurieren“ (..wie ich auch einer bin..)
Ihr alle seid meine letzte Hoffnung bei meinem Problem…….
Habe ein 30er Jahre Haus an dem früher mal ein Anbau mit Stahlbetondecke erstellt wurde.Dieser Anbau ist nun innen ein Teil unserer Küche geworden ,oben auf dem Anbau ist eine Terasse.
In einer alten Rechnung vom Vorbesitzer habe ich gelesen, dass die Terrasse mit 3cm Styrodur isoliert worden ist.
Ich möchte nun zusätzlich eine Innendämmung aufbringen, das ist aber mein absolutes Sorgenkind und ich komme einfach nicht weiter, jeder Baustoffhändler und Handwerker sagt etwas anderes.
Könnt Ihr mir weiterhelfen?

Hier mal ein paar Bilder von unserem Haus, damit ihr mal einen Eindruck bekommst um was es überhaupt geht.

Danke schon im voraus Gunther Kern



Wenn da



kein Keller drunter ist, gibts da eigentlich nur eine korrekte Lösung:
-Abdichtung auf dem Beton(Bitumenschweissbahn)
-Schwimmender Estrich, wobei sich die Stärken von Dämmung und Beton nach der zur Verfügung stehenden Gesamthöhe richten.
MfG
dasMaurer





Hast du denn Probleme mit Kondenswasser an der Decke?
Besser ist Dämmung immer von außen, also hier von oben, aber da wirst du wohl nicht so richtig ran wollen.



Betondecke isolieren von Innen ... WIE..????



Unter dem Anbau ist ein Keller und auf dem Anbau ist wie gesagt eine Terasse.Diese wurde auch vor einigen Jahren schon saniert.Ich kann auch außen nichts mehr dämmen , da ein Balkontür schon eingebaut ist.Ich „muss“ nun eine Innendämmung des Anbaus vornehmen .Wie ist der konstruktive Aufbau auch wegen dem Tauwasserausfall ?



Kondenswasser



Nein bisher noch nicht,denn es war ja keine Isolierung von Innen vorhenden.Ich möchte aber ca. 10 cm dick isolieren.Nur mit was und wie soll ich es ausführen?



Dürfte sich schwierig gestalten.



Da nicht sichergestellt werden kann das die Konstruktion (besonderst an den Wandanschlüssen)
100 % Kondenswasser frei bleibt, würde ich in jedem Fall von Mineralwolldämmung absehen.
Eine gute aber auch etwas teuere Variante währen hier Calciumsilikat Platten.



Bilder sagen mehr als tausend Worte.



Da die Betondecke übersteht hat sich das mit der Außendämmung eh erledigt. Es sei denn, der Überstand würde auch von unten und stirnseitig mit gedämmt werden.
Daher wird’s wohl eine Innendämmung werden müssen. Ich empfehle das mit den schon genannten Calciumsilikat Platten. Diese müssen direkt auf, besser unter, die saubere Betondecke geklebt und eventuell gedübelt werden. Da drauf kann dann ein Kalkspachtel aufgetragen werden.



Calciumsilikat Platten




Gut - Calciumsilikat Platten.
Muß dann auf diese Calciumsilikat Platten noch eine Dampf-Brems Folie drauf oder darf gar keine Aufgebracht werden?





Nein, darum ja diese Platten



ansicht



[pubimg 20336]



Dicke der Platten ?



Welche Dicke dieser Platten würden Sie mir empfehlen ?



Ich glaube ...



... es gibt nur 20 mm und 50 mm, zumindest Standart mäßig. Die 50er würde ich schon nehmen.



Dicke ?



Reichen 50mm bei einer Deckenfläche von ca.10 Qm ? Der gesamte Raum ist ca.20Qm gross.



Moin Gunther,



vergiss den Rolladenkasten nicht....da der direkt überm Fenster hängt, versorg ihn unten wenigstens mit 2cm Styrodur von innen (besser als nix).

Keine Tapete und Kalkanstrich könnte dann diesen bauphysikalischen Murks wenigstens schimmelfrei halten, sach ich.

Gutes Gelingen, Boris



Selbst auf dieGefahrhin, dass ich



nun verhauen werde, rate ich trotzdem von den Calciumsilikatplatten ab und empfehle hier die iPor Platten.
diese gibt es von 50 mm aufwärts, haben eine WLG von 042 und sind ideal für solche Fälle.

Grüsse Thomas



@Thomas



Was sind die Vorteile?



@Oliver



Das war war ja klar, also ich versuch's mal
Die iPor Mineraldämmplatten sind hydrphil, kapillaraktiv, faser- und kunststofffrei und somit wohnbiologisch empfohlen.
Sie haben eine WLG von 042 und einen my-Wert von 3/7, sie bestehen aus Kalkhydrat

Kapillaraktiv & feuchteregulierend
Die Temperaturdifferenz zwischen Innenund
Außenwand lässt Wasserdampf in den Wandaufbau diffundieren.
Aufgrund der nach innen gerichteten
Kapillarkräfte transportiert die iPor-Platte
das Kondenswasser zurück an die Oberfläche.
Von dort verdunstet es in den Raum zurück.

Prima Klima
Innendämmung mit iPor erhöht die Wand-Oberflächentemperatur. Dadurch werden Zugluftströme vermieden und auch das Schimmelpilzrisiko deutlich reduziert.

reicht das?

Welche Vorteile haben deine Calciumsilikatplatten?



@Thomas



Hab nicht gefragt um dich zu ärgern.

Die Teile kannte ich noch nicht, aber wie es aussieht ist es so ziemlich das gleiche,
Nur Angaben zum Ph-Wert habe ich für die iPor Platten nicht gefunden, der ist bei CS- Platten sehr hoch was noch zusätzlich Schimmelhemmend wirkt.



Weichholzfaserdämmplatten........



Danke erstmal an alle ! War gerade bei einem Freund und der hat zur Isolierung seiner Giebelwände "Weichholzfaserdämmplatten" und diese vollflächig verklebt , verwendet.Wäre das auch was für mein Problem ?



@ Olli



das habe ich ja auch nicht so aufgefasst :-)
PF-Wert? ich glaub ich steh grad etwas neben mir
Die Platten sind grossporiger als die CS-Platten (bzw welche CS-Platten meinst Du?), CS-Platten werden bei uns Feuchtigkeitpuffer, Laibungsplatte oder als Keil für Decken-und Wandanschlüsse verwendet.



@Thomas



ph natürlich



Weichholzfaserdämmplatten



währen hierfür nicht so gut.
Die Platten sollten nur dort Verwendung finden wo sie auch zu beiden Seiten ausdiffudieren können.
Die Diffusion durch die Betondecke geht aber gegen null.
Dadurch besteht die Gefahr von Schimmel Bildung.



@ Olli



Ich glaub ich brauch ne Brille, alles klar jetzt hat geklickert



@Thomas I por Platten



Dein Vorschlag mit den Ipor Platten wäre noch eine Alternative für mich.Ich habe nun noch gestöbert nach Mineraldämmplatten.Ich habe da noch was gefunden und zwar :Ytong Multipor Mineraldämmplatte. Ist diese vergleichbar mit den I Por Platten ?



Keim iPor Platten: Welche Dicke nehmen ?



Zum Thema Ipor Platten nochmal.Diese gibt es ja in verschiedenen Dicken z.b. Fa.Keim:
Plattendicke: 50-60-80-100-120 mm.

Mein Raum ist 2,85 M hoch , welche Stärke würdet Ihr empfehlen ?



Betondecke innen dämmen



Guten Tag,

prinzipiell bieten sich zwei gegensätzliche Ansätze an:
- eine diffusionsoffene und kapillaraktive Platte in geringer Stärke aufbringen (I-Por, CaSi, Weichfaser) mit charakteristischen Wärmeleitrechenwerten zwischen 0,042 und 0,050; das gäbe ein Verbesserungsmaß beim u-Wert um ca. 0,5;
das wäre noch nicht EnEv konform. Es würde aber vor Kondensat schützen und eine warme Oberfläche bringen.
- eine diffusionsdichte und nicht kapillaraktive Platte in größerer Stärke aufkleben (Polyurethan mit Alu-Kaschierung, Wärmeleitrechenwert 0,025 bis 0,030 oder Foam-Glas in Platten, WRW 0,50, Schichtstärke mehr oder weniger beliebig, baupraktisch aber zwischen 8 und 14 cm.)

Ich frag mich aber, ob der von Ihnen so beschriebene Bauteilaufbau auch stimmt: bauzeitlich (1930er Jahre) wurden zur Dämmung der außenliegenden Betondecken auch damals sogenannte "Thermozellen" eingebaut. Das waren mit weiß-derKuckuck-was gefüllte Rippendecken, wahrscheinlich Bimsschlacke oder Eisenhüttenschlacke.
Immerhin ist das anfällige Bauteil (rein rechnerisch und konstruktiv für Schäden prädestiniert) ja wohl 70 Jahre schadensfrei geblieben. Sollte das der Fall sein, würde ich gar nichts machen: never change a running system !

Sturzdämmung: Ich würde einen Rolladenbauer mit der nachträglichen Dämmung beauftragen, weil die Rolladenbauer dafür spezielle Systeme, tw. vorgefertigt, besitzen.

Grüße vom Niederrhein



diffusionsoffene Methoden



Gefühlsmäßig tendiere ich mittlerweile eher zu der diffusionsoffenen Methode mit Kalcium Silikat Platten oder I Por platten.

Ich weiß nicht genau ,was Sie mit „beschriebene Bauteilaufbau auch stimmt: bauzeitlich (1930er Jahre)“ meinen.

Ich vermute aber, dass dieser Anbau Irgendwann später gebaut wurde,d.h.. Nicht ein original 30er Jahre Bau ist.
Es stimmt in der Tat das die Decke dieses Anbaus absolut Schimmelfrei ist, obwohl es auch „gedämmt“ war, und zwar folgendermassen:Auf die Betondecke war eine Lattung genagelt…. (.. ja genagelt !...)…darauf diese schönen 70er Jahre gewellte Styrporplatten und diese auch noch gestrichen mit dispersionsfarbe.Trotzdem gab es keine Probleme mit Tauwasser,obwohl ja die warme Luft ,ohne Probleme durch das Styropor strömmen konnte und schön an der Betondecke abkühlen.

Nun – irgendwo haben Sie schon recht mit: never change a running system
Aber eine Betondecke ungedämmt zu lassen bei den derzeitigen u.mit Sicherheit noch steigenden Energie Kosten wiederstrebt mir doch sehr.

Grüße Gunther Kern



Welche Dicke soll ich nehmen ? Dringend !



Hallo an alle ! Welche Dicke soll ich bei einer diffusionsoffenen Methode mit Kalcium Silikat Platten oder I Por platten nehmen? Ich muß dringend die entsprechenden Platten bestellen, deshalb die bitte an alle um Antworten.





minimum 50mm



Wie stark



ist die Betondecke? ca. Angabe reicht



Dicke der Decke...... und Produkt "multipor"



..werde heute gleich mal nachschauen und dann hier berichten.... danke ....
Was halten die Experten übrigens von : multipor der Firma Xella ?





Wie oben schon mehrfach geschrieben sind die physikalischen Eigenschaften der Dämmung wichtig, nicht der Hersteller.
Mal selbst vergleichen.



Berechnung nach Glaser ??????



In einem Forum zum Thema Innenisolation habe ich einen Bericht gelesen der mich nun wieder ganz verunsichert.Es ging darin um eine Innenisolation mit Mineraldämmplatten.Hier ein Auszug:.........
"Berechnung mit dyn. Programmen z.Bsp. WUFI
Bei diff. Berechnung nach Glaser versagt dieser Aufbau"........
Was ist eine Berechnung nach Glaser ?



Dicke der Betondecke.......



H.Kehle.....Die Betondecke ist ca. 18 - 20 cm Dick !....



Wenn



nur Teile der Gesamtkonstruktion gedämmt werden, bedeutet die Verbesserung des einen Bauteils im Verhältnis für die anderen Bauteile eine Verschlechterung und schafft deshalb neue Möglichkeiten für Kondenswasserbildung.
Also lieber moderat dämmen. 50 mm Multipor mit einem Kalkputz mit vollflächiger Gewebeeinlage versehen und anschliessendem Kalkanstrich, dann sollte der Feuchteaustausch funktionieren.
MfG
dasMaurer
PS: Das Glaser-Verfahren ist eine Berechnungsmöglichkeit für Kondenswasseranfall in Konstruktionen.
Mineralwolle ist aufgrund des Feuchteverhaltens als Innendämmung nur mit Dampfsperre einsetzbar, da eine dichte Dampfsperre im Altbau aber eigentlich nicht realisierbar ist, besser weglassen ;-)).



Betondecke innen dämmen



Man sollte vielleicht noch hinzufügen, daß hinter der Programmierung des sg. "Glaser"-Verfahrens der 2.Strahlensatz steckt. Materialspezifische Angaben sind damit also nicht möglich.
Es ist sonnenklar, daß bei Innendämmung der Taupunkt hereingezogen wird und damit Kondensat anfällt, das wissen wir ohne zu rechnen. Was uns das Programm nicht verrät: wie der Dämmstoff mit diesem Kondensat umgeht.
Leitet er es kapillar nach innen zur Verdunstung an der Oberfläche wie CaSi oder HWL oder belässt er das Tauwasser an der Tauebene wie Styor und Co. oder läßt er erst gar keinen Wasserdampf durch wie Schaumglas ?

Grüße vom Niederrhein



Ergebnisbericht



Habe nun die Decke mit Multipor Dicke 80mm Isoliert.Anbei ein paar Bilder für alle Interesierten:



Multipor Bilder



Decke



Multipor Bilder



Decke und Randfries



Multipor Bilder



Morgen wird die Decke mit Multipor Leichtmörtel verputzt.Bilder folgen.



Bilder Multipor verarbeitung



So , der Grundputz mit Multipor Leichtmörtel ist aufgebracht.Gewebe wurde eingearbeitet.



erfahrung



Mich interessiert was aus deinem Projekt geworden ist hast du Probleme bekommen?



Multipor Platten zur Isolierung



Wir wohnen nun seit Oktober 2010 in unserem renovierten Haus und haben keinerlei Probleme mit Schimmel ,Schwitzwasser oder sonst irgendwas an dieser Decke die ich mit dem Multipor System gedämmt habe.