Speicherboden bereits isoliert, aber wie OSB verlegen?

08.02.2007



Hallo Fachleute und Fachfrauen,
nachdem ich bereits einige Stunden mit Suchen verbracht habe und keine passenden Antworten gefunden habe nun meine Fragen....
Stand: EFH, Baujahr 60, Grundfläche ca. 70 qm.
Speicher-Boden / OG Decke Bretter entfernt, Isover atmende Folie rein (brav um die Sparren gelegt) Isover 20er Isolierung reingelegt. Balkenabstand ca. 60 cm. Stärke ca 20x15mm.

Speicher soll evt. in einigen Jahren (wenn die Kinder grösser sind...) als Wohnraum ausgebaut werden. Deshalb habe ich an OSB4-Platten mit 22 oder 25 mm gedacht. Typ Nut- und Feder. Quer zu den Balken verlegt. Verschraubt mit Vollgewinde SPAX. Abstand zu Aussenwänden 15mm.

FRAGEN:
1.) Was hat es mit den oft angegebenen 3mm Abstand der OSB Platten auf sich? Macht doch keinen Sinn bei Nut- und Feder...
2.) Sollen die Platten verleimt werden? Welcher Kleber?
Welchen Unterschied macht Verschrauben zu schwimmender Verlegung?
3.) Trittschalldämmung zwischen die Balken und die OSB Platten legen?
4.) Kann es ein Feuchte-Problem geben, da darunter im OG auch ein Badezimmer ist, und die OSB Platten ja auch dampfbremsende Eigenschaften haben!?

Erst mal Danke im Vorraus, Christian



Vielleicht doch besser Rauhspund?



Der wäre im Gegensatz zu OSB diffusionsoffen. Außerdem muß man die Diskussion um Klebstoffe in der Platte nicht führen.

Bei den Balkenabständen genügt notfalls 24er Stärke. Am besten jetzt kaufen, mit Stapelleisten im Speicher luftig einstapeln, und nach frühestens 6-8 Wochen Verlegen (Holzfeuchte 10% wäre gut). Dielung ist etwas teurer, hat aber gleich die richtige Einbaufeuchte und keine losen Äste.

Grüße

Thomas



OSB ist einfacher in der Handhabung..., oder?



Hallo Thomas und Danke für den Einwand,
natürlich ist "echtes" Holz besser, aber OSB Platten sind halt leichter in der Verlegung, beim Ausgleich von Höhenunterschieden und man hat nach getaner Arbeit gleich eine glatte Oberfläche, Rauhspund kann sich über die Jahre wohl doch auch verformen. Welche Stärke an Rauhspund würden Sie bei 60cm Balkenabstand einsetzen?

Bitte meine anderen Fragen oben nicht vergessen.... ;)
Danke, Christian



Hallo,



eigentlich empfand ich das Ausgleichen unter Dielung immer einfacher, weil jeweils nur ein Brett (statt der breiten Platte) nivelliert wird. Rauhspund könnte sich noch etwas krümmen, was man durch überschleifen ausgleichen kann, wenn's zum Wohnraum wird. Dielung bleibt gerade, falls sie nicht zu großen Feuchtewechseln unterzogen wird. Im Falle des angedachten späteren Überschleifens sollten die Schrauben versenkt werden, oder besser verdeckt mit SPAX-Dielungsschraube 45mm gearbeitet werden.

Eine optimale Trittschalldämmung wird man bei der direkten Befestigung auf dem Balken nicht erreichen. Streifen aus 6-15mm starker Holzweichfaserplatte sind trotzdem zu empfehlen. Unter den Dielen sollten keine Hohlräume bleiben.
24mm Stärke genügen, da der Preisunterschied aber minimal ist, würde ich 28mm Stärke vorziehen.

Kein Abstand der OSB-Platten. Fugen, die auf den Balken befestigt werden, müssen sowieso nicht geklebt werden. Auch das Ausleimen der Querfugen halte ich für verzichtbar.

Feuchteprobleme durch OSB-Platten sind nicht selten, nicht nur über Bädern; solange der Bodenraum nicht beheizt wird, besteht durch das Temperaturgefälle ein erhebliches Kondensationspotential.

Grüße

Thomas W. Böhme



Eine Anmerkungen meinerseits:



Bei einem Haus (Massivbau ohne Ringbalken) aus den 60er Jahren ist davon auszugehen, dass die Balkenlage eine aussteifende Wirkung zu erzielen hat. Das bedeutet, das die Beplankung ohne eine Zwischenlage fest mit den Balken zuj verbinden ist. Dies geht nicht verdeckt. Jedes Brett muss 2*/Auflager befestigt werden.
Welche Folie wurde verlegt? Isover Vario KM?