dielenbodenrenovierung - schallschutz und wärmedämmung ??

16.02.2005



Hallo ,
bin gerade dabei mir ein 2 fam haus zu kaufen, und möchte im 1.og den Dielenboden renovieren. Haus ist BJ 1934.
Habe bisher 2 aussagen bekommen und hab keine ahnung wie ich am besten vorgehe.
Wichtig ist mir zum einen der Schallschutz (eg ist vermietet und man hört allwes von dort) und die wärmedämmung)
1. Bims vermischen mit Zement und damit auffüllen
2. mit Sand auffüllen (oder ist die zu schwer für die decke)

Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen damit beides am sinnvollsten zum tragen kommt.

Vielen Dank schon mal

Gruss Alex



Fußboden



Hallo Alexander
Du schreibst: Dielenboden renovieren!
und dann:
auffüllen mit ...

Wie willst du das jetzt machen?
Dei Bodenbretter raus - dann was rein - dann wieder die Bretter drauf ...???

etwas magere Information um damit was anfangen zu können!

Aber da bist du nicht der Erste, der mit Infos geizt und sich die fachlichen richtigen Antworten erhofft!

auf jeden Fall: nicht Zement und Bims!

Grüsse aus Nürnberg

FK



fußboden



sorry, liefere infos nach :

also dielenboden natürlich raus machen und der soll wenn möglich später auch wieder drauf. nur wäre es klasse wenn man bzgl. Schall (zum einen Trittschall für die bewohner im eg und damit wir nicht alles aus dem eg hören)) und bzgl Wärmedämmung etwas dazwischen konstruieren könnte.

ist dann sand besser, wird so etwas nicht zu schwer ??
und warum nicht bims mit zement ?



Fussbodenaufbau



Hallo Alex!

Wir stehen bei unserem Haus (ca. 1900) vor einem ähnlichen Problem. Laut Aussage unseres Zimmermannes, anderer Fachleute und diverser Baustoffhändler ist eine effektive Trittschalldämung nur durch das Einbringen von Masse in die Decke und die Schallentkopplung zu erreichen. Bevor du loslegst, solltest du im Zweifelsfall einen Statiker prüfen lassen, wieviel Masse / Gewicht deine Decke / die Mauern tragen können! Und wenn du schon mal den Boden offen hast, ist ein Blick auf den Zustand der Balkenköpfe auch nicht verkehrt. Masse wird in Form von Gehwegplatten aus Beton eingebracht. Zement und Holz sind übrigens gar keine gute Kombination! Je nach Tragfähigkeit der Kontruktion, die unter den Balken hängt, kannst du die Platten direkt in den Raum zwischen den Balken legen. Andernfalls musst du einen Zwischenboden einziehen, z. B. unten an den Balken Dachlatten befestigen und dort OSB-Platten drauflegen. Den verbleibenden Raum zwischen Gehwegplatten und späterem Dielenfußboden kann man mit Dämmung (z. B. Celluloseplatten oder Glaswolle) ausfüllen, um den entstehenden Resonanzkörper zu verkleinern. Ob zwischen Dämmung und Fußboden Raum zur Luftzirkulation bestehen bleiben sollte, kann ich nicht sagen. Auf die Balken werden Streifen aus Hanf oder Holzweichfasern genagelt. Hierauf wird mehr oder minder schwimmend eine Lage OSB-Platten verlegt. Jede Schraube / jeder Nagel überträgt Schall auf die Balken und das soll ja vermieden werden. Auf den OSB-Platten kann dann ein beliebiger Bodenbelag montiert werden. Folgendes zum Abschluss: Dieser Aufbau wurde mir empfohlen - ob er richtig oder vollständig ist, kann ich nicht garantieren. Und bei allen Umbauarbeiten sollte man auch die Aufbauhöhe des neuen Bodens im Auge behalten. Viel Erfolg und lass mal hören, wie du es machst!



Zu den Anmerkungen von Thomas Mispagel



wäre folgendes zu sagen:
Gewicht und Schallentkoppelung ist richtig.
Gehwegplatten sind aus Beton und also auch unter zu Hilfenahme von Zement hergestellt. Ausgetrocknet sind sie, einigermaßen, nach einem Jahr (!). Besser ist hier eine Lehmschicht oder Verlegen von Ziegel Rohlingen.
Die Luftschicht zwischen Beschwerung und Dielung sollte in jedem Falle durch einen Dämmstoff (Jute, Flachs, Zellulose) ausgefüllt sein, damit kein Trommeleffekt entsteht.
Die erste Lage Bretter oder OSB-Platten darf nicht von den Deckenbalken entkoppelt werden, da sie in aller Regel eine statische Funktion erfüllen. Sie müssen nach den Regeln zur Herstellung einer Deckenscheibe verlegt und befestigt werden.
Erst darauf kann dann ein schallentkoppelter Boden verlegt werden. z.B. 40 mm Holzweichfaserplatten mit Fugenleisten und Dielenboden.
Bei diesem Vorhaben muss aber ein Statiker hinzugezogen werden. Außerdem erreicht der hier vorgestellte Aufbau noch nicht die mindest Schallschutzanforderungen an Wohnungstrenndecken (müsste jedenfalls genauer überprüft werden)



Bodenausbau



Hallo Alexander

Na da hast du ja schon einiges zum Lesen bekommen!

Der Schallschutz ist, wie schon erwähnt ein zweiseitiges Problem, das durch mehrere Möglichkeiten zu beheben ist:
Masse; Entkopplung; Schallschlucken!

Ich habe bei einer Sanierung auch einmal in einem Zimmer die Dielen raus, dann den Brandschutz erhöht indem ich aud die Fehlbodenbretter 2 lagen FC draufhabe; dann wieder aufgefüllt mit Grünlingen und dem Sand; dann die Bretter wieder drauf. (die waren duch die Demontage leider etwas mitgenommen)
Bei den restliche Zimmern (5 Stück) habe ich das nicht mehr gemacht.
Sondern nur noch mit der schon erwähnten Dämmplatte/ Holzweichfaserplatten mit Fugenleisten / darunter noch eine Lage "Happystepp" Fa. Gutex / von den Systemen gibt es mE 2; ich habe die genommen, die die breiteren Leisten hat / zum Befestigen des Bodens besser
Darauf raumlange Dielen aus Kiefer oder Esche!
Das ist eine Möglichkeit!
Beton, Zementsteine würde auch ich nicht nehmen! Eher mit Lehm auffüllen die Fehlböden!
Allerdings würde ich mir das Geld und die Zeit sparen; ausser es sind irgendwelche Schäden an den Balken bekannt.
Die Schallschluckung wäre günstiger im unteren Geschoß aufgehoben!
Allerdings ist mir das auch wieder zu technisch!
Was passiert wenn ein Putzeimer umfällt ....?
Oder die Badwanne überläuft und diech das Wasser seinen Weg bahnt ...?

Ich habe im Bad einen Bodenablauf! Aber das ist kompliziert!
Und dann ist noch der Badboden 2,5 cm tiefer als die übrigen OKF's!

Ich habe erfahren, dass die meisten berechneten Schallwerte in der Praxis nicht viel Wert sind; auch wenn man exakt und präzise arbeitet;
Die Theorie ist eben trocken und die Praxis ....!

Viele Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz



fussboden



tja da gabs ja einiges zum lesen und verstehen ?!?

Vielen dank erstmal,

werde mich nach dem heben der dielen wieder melden.



dielenbodenrenovierung - schallschutz und wärmedämmung ??



hallo alex,
habe so einige balkendecken im altbaubereich saniert und dabei wie folgt vorgegangen
Deckenaufbau von oben nach unten:

Dielenbretter (verschraubt)
dünne filzunterlage zwischen Brett und Balkenlage.
Baufolie als Sperre
4x6er kanthölzer-- dazwischen Mineralwolle 4cm stark
filzunterlage unterhalb der kanthölzer
OSB Platten verschraubt auf der alte balkenlage
Mineralwolle 4-8cm
Baufolie als dampfsperre
an schwingungsgedämpften Aufhängern befestigte 2 cm Gipskartonplatte

habe damit gute erfahrungen gemacht-
körperschall gut , trittschall befriedigend bis ausreichend, habe mir zahlreiche andere methoden angesehen aber keine besseren ergebnisse vorgefunden.
altbau bleibt eben altbau, man muß halt das beste daraus machen. sehr hilfreich ist außerdem Teppich auf den haupt laufstraßen im 1 og
bedingung ist natürlich immer ausreichende Tragkraft der alten Balkenlage oder geringe spannweite derselben, ansonsten sind weitere maßnahmen notwendig.