Wie Geschossdecke Keller zu EG Dämmen?

18.03.2009


Hallo,

wir haben ein Haus BJ 1935 gekauft.
Haben Geschossdecken mit Holzbalken.
Aufbau von unten: Schilfmatte mit Putz, Dielen von unten an den Balken genagelt, Zwischenschicht mit Bretter auf denen Schutt liegt, Holzdielen auf die Balken genagelt.

Auf den Holzdielen waren zum Teil Spanplatten verlegt. Darunter sind zum Teil die Holzdielen ziemlich Morsch geworden.

Ich möchte nun die Dielen im EG raushauen und gleichzeitig was für die Wärmedämmung tun. Was wäre ein guter Aufbau?

Ich habe gedacht Rockwoll reinzulegen und OSB Platten auf die Balken zu verlegen. Danach möchte ich einen Trockenestrich von Fermacell verlegen. Auf diesen möchte ich einen Laminat verlegen. Muss man dann noch eine Dampfbremse einbauen? Hat jemand eine bessere Idee?



Eine Möglichkeit wäre



z.B.
nur mal ganz grob
LDB zwischen Gefache ausschlagen und befestigen
Lehmhobelspandämmung als Schüttware
Bodenaufbau mit Rauhspund oder Wechselfalz
siehe Bild

bei Fragen einfach melden.

Grüsse Thomas





Was genau bedeutet LDB?
Ist das Dampfdurchlässig?
Welche Eigenschaften spricht für die Schüttung anstatt Rockwool?
Mich würde vor allem eben das Thema Feuchtigkeit interessieren. Sollte ich OSB Platten und Laminatboden verwenden ist das ja nicht Atmungsaktiv. Aber macht das was aus?





LDB bedeutet Luftdichtungsbahn und ist Diffussionsoffen.
Syntetisch hergestellte Dämmstoffe haben oft zuwenig Masse, was sich auf den Luftschallschutz (sommerlicher Wärmeschutz bei Decken angrenzend an Thermische Hülle)auswirkt.
Rauhspund oder rohe Wechselfalz Schalung ist i.d.R günstiger und einfache zu verarbeiten.

Grüsse Thomas





Hallo Rene,

nur dass ich es richtig verstehe, der Deckenaufbau beschreibt die Schichten der Decke zwischen EG und UG. D.H. die Decken im Keller tragen von unten gesehen eine Schilfmatte mit Putz? Diese sind ebenso Holzdecken wie die darüber liegende? Oder handelt es sich um eine Balkenlage im "Schuttbett"?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Ja der Aufbau ist soweit ich das beurteilen kann in jedem Geschoss gleich. Also auch wie gesagt von unten:
- Schilfmatte mit Putz,
- Bretter die an die Balken genagelt sind (an diesen Brettern sind auch die Schilfmatten genagelt),
- Zwischen den Balken ist in der mitte eine Lage mit Brettern auf denen Schutt liegt
- von oben auf den Balken sind die Holzdielen


Dumme Frage von einem Laien:
Für was benötigt man eine Luftdichtungsbahn, wenn von unten die Decke eh verputzt ist und keine Luft durchziehen kann?





Hallo Rene,

Du hattest zuvor Spanplatten auf Dielung, die Dielung war nach Abnahme der Platten verfault. Da ist schon mit einem Feuchtigkeitsdurchgang (Diffusion) zu rechnen.
OSB-Platten drauf dann nochmal Trockenestrich und dann Laminat führt zum gleichen Ergebnis, am Ende trifft es möglicherweise die Balkenlage selbst.
So einfach alles Luftdicht absperren würde ich da keinesfalls.

Wie wäre es mit einer Schüttung und neuen Dielen?

Irgendwie habe ich das Gefühl am beschriebenen Deckenaufbau stimmt was nicht. Hast Du den Boden irgendwo schon mal geöffnet und gegraben? Kannst Du ein paar Bilder einstellen?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Ja ich habe an einer Stelle von oben bis unten einen Durchbruch für neue Rohrleitungen machen müssen und konnte daher über den Aufbau ansehen. Und der ist überall gleich.
Was ist denn an meiner Berschreibung ungewöhnlich?

Ich habe auch schon bei den Decken vom EG zu OG und OG zu DG die Bretter samt Putz runtergerissen und fange gerade an dort Steinwolle einzubringen. Dann will ich von unten ran eine Lattung machen und Fermacellplatten verbauen. Ich habe mich für Fermacell entschieden da diese Feuchteregulierende eigenschaften hat und bessere Schalldämmwerte. Lieg ich da richtig?

An sich würde mir die Holzdielenoptik schon gefallen aber ich wollte massivere Geschossdecken haben. Ich denke das ich durch die Masse des Trockenestrichaufbaus bessere Schalldämmende wirkung haben werde. Gleichzeitig möchte ich den Boden ins Wasser bringen.

Die fauligen Holzdielen traten meist an den Stellen auf an denen die Holzdielen an Innen oder Aussenwänden angrenzeten.

Mal wieder ne Dummer frage: Das faulige Holz kommt von der Feuchtigkeit die von unten her aufsteigt? Der Putz von der Kellerdecke hällt die Feuchtigkeit quasi nicht auf?

Fotos hab ich grad nicht zur Hand.





Hallo,

nein, der Putz hält das nicht auf. Wenn faules oder morsches Holz in den Randbereichen der Räume zu den Wänden auftritt hat das zumeist mit dem Temperaturgefälle zur Wand (unbeheizter Keller => kühlere Wände als im darüberliegenden Wohnbereich) hin zu tun oder durch einen Feuchteeintrag im Sockelbereich. Das kann man nicht pauschal sagen. Das Feuchtigkeit die Innenwände über 2,5 m hochkriecht ist eher abwegig.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Also wenn ich unter die Isolierung eine Dampfbremse einbringe sollte es auf jeden Fall von Vorteil sein? Wie weit gehe ich mit der Dampfbremse an die Wand? Muss ich die an die Wand anbringen?

Bezüglich des Aufbaus ist es von Vorteil wenn ich dann anstatt OSB Platten Rauspundprofilholz nehme? Kann dann der Aufbau besser Atmen? Denke das eine Fermacell Schüttung auch atmen kann und die Fermacellplatten können ja angeblich auch Feuchte regulieren. Wenn ich nun aber gerne einen Laminat legen würde ist es dann schlecht?