Badrenovierung im Altbau von Bj. 1897

08.08.2010



Hallo,

wir sind gerade bei der Badrenovierung und haben folgenden Zustand und folgende zwei Fragen: 1.) die Außenwände bestehen aus ca. 50 cm dickem Muschelkalkstein und innen soll eine KNAUF Feuchtraumplatte auf Holzlatten angebracht werden.Bisher blieben diese dicken Wände immer trocken, aber könnte sich hier durch die Taupunktverlagerung nun Feuchtigkeit zwischen der orginal Außenwand und den Feuchtraumplatten bilden ? ( Die Holzlatten sind 22 mm dick ).Was muß getan werden ?
2.) der Badboden besteht aus 4-5 tragenden Holzbalken und einem Strohgeflecht mit losen Sand usw, darüber ist ein 4 cm dicker Estrich gemacht worden. Muß der Boden nun richtig dicht gemacht werden mit Abdichtfolie oder nur die Dusche und der Badewannenbereich ?

Danke für Eure Tipps und Hinweise.

Gruß
Murphy



Badwände



Hallo Murphy,
Wenn Platten nur als Trockenputz mit hohlraumfreier Verlegung und geschlossenen Fugen.
Es darf keine Innenluft hinter die Platten gelangen!
Gut eignen sich Platten mit Dämmlage als Kern oder Kaschierung, um eine zu niedrige Wandinnentemperatur zu vermeiden.
Übrigens geht auch ein normaler Innenputz PI, allerdings sollte dann das Bad anständig beheizt und belüftet werden.

Viele Grüße



Ein



Bad muß auch nicht durchgängig gefiest werden, wir habe Fliesen nur im Spritzwasserbereich und der Rest mit Kork. Dazu reicht ein Putz als Untergrund.



@Georg:



Ich kann deine Empfehlung nicht unterschreiben.
Kalziumsilikatplatte mit Dämmung, ordentlich und vorschriftsmässig verbaut hat in den Fugen nach ca 5 Jahren üblen Schimmelbefall gezeigt. An der Oberfläche nicht sichtbar, aber deutlich zu riechen.
Nein, ich habs nicht eingebaut, nur ausgebaut.
MfG
dasMaurer



Innendämmung



Ich würde Calciumsilikat nicht in Bädern mit hoher Kondensatbelastung einsetzen; die meinte ich in meinem Beitrag nicht.
Hier kommen sie an ihre bauphysikalischen Grenzen, was die Kondenswasserfreiheit betrifft. Extrem hohe Luftfeuchten und Spritzwasser, wenn möglich noch dichte Beschichtungen sind zuviel.
Wenn sporadische Heizung wie in vielen Bädern üblich dazukommt, saufen diese Platten regelrecht ab.
Deshalb empfehle ich diffusions- und damit wasserdichte Platten wie Rigips grün mit PS- Kaschierung oder Wedi, auch wenn das einen Aufschrei verursacht. Wohlgemerkt, es geht hier um die Außenwand!

Viele Grüße





Hallo Murphy,

Weshalb nicht einfach die Wände Verputzen und tatsächlich nur im Spritzwasserbereich fliesen?

Gruß aus WIesbaden,
Christoph Kornmayer



Vielen Dank für die Tipps zur Badrenovierung im Altbau von Bj. 1897



erst mal danke für die vielen Hinweise, da man eben schnell mehr falsch machen kann als einem lieb ist....deshalb habe ich habe dazu entschlossen die Hohlräume zwischen den Holzlatten und den Platten zu dämmen, damit hier keine Luft mehr vorhanden ist die ggf. kondensieren könnte. Auch das Fliesen beschränke ich nur auf die notwendigsten Bereiche, aber bisher habe ich noch nie Putz aufgebracht- irgendwann ist ja immer das erste mal :-))

In einem älteren Diskussionpunkt habe ich gelesen, das jemand grundsätzlich immer einen zusätzlichen Ablauf in ein Bad miteinplanen würde..... hierüber denke ich gerade noch nach.

Danke nochmals an alle Unterstützer,
Gruß
Murphy



Badrenovierung



Hohlraumfrei heißt KEINE Hohlräume, auch nicht mit Dämmstoff ausgefüllt.
Dieses Konstruktionsprinzip (gedämmte Vorsatzschale)funktioniert nur mit einer raumseitigen Dampfsperre, für Hobbybastler ist das zu riskant.
Selbst Profis lassen da lieber ihre Finger von.
Entweder Trockenputz difusionsdicht und hohlraumfrei im buttering-floating- Verfahren verklebt oder klassischer Innenputz.
Die Vorsatzschale überfordert Sie.

Viele Grüße

p.s. Selbst bei Trockenputz kommen mir jetzt leise Zweifel, ob Sie das Prinzip verstanden haben und auf eine luft- und diffusionsdichte Ausführung der Fugen achten werden.
Putzen Sie lieber.