Anbringung Holzweichfaser-Dämmplatten

16.05.2006



Hallo zusammen,

ich war gerade auf der Baustelle um mir die im EG angebrachten Pavatex Platten anzusehen. Beim ersten Blick sah alles ganz vernünftig aus. Ich habe dann mal einige qm mit der Hand "abgeklopft" und habe den Eindruck, dass dort stellenweise etwas Hohlraum unter den Platten sein muß. Das ist bestimmt nur minimal, aber die Klopfgeräusche unterscheiden sich.
Die Platten wurden z.T. mit 140er Spanplattenschrauben an den Balken aber auch in den Ausfachungen befestigt.

Ich Frage mich nun, ob die evt. vorhandnen Hohlräume (wenn auch minimal) ein Problem darstellen, und ob die Schrauben in den Ausfachungen sich nicht thermisch eher ungünstig verhalten.

Zur Info noch der Wandaufbau (aussen nach innen):
Eichenfachwerk ca. 15-18 cm, Ausfachungen mit Lehm/Stackung, Leichtlehmsteinen, Ziegeln, ein paar Meter Vollziegelwand.
Ausgleichslehmputz ca. 3-8cm je nach Wand. Darauf dann 40mm Pavatexplatten.

Die Wände waren/sind sehr ungleichmäßig daher die unterschiedlichen Putzstärken. Der Ausgleichsputz ist nicht wirklich gerade abgezogen worden (man sieht noch schön die Schlangen vom Aufspritzen).
Auf den getrockneten und unebenen Ausgleichsputz wurden die Platten anscheinend mit einem Ansetzmörtel aufgedrückt und angeschlagen.

Danke für eure Meinung dazu.
Ich hoffe ich habe mich heute grundlos geärgert ....

Gruß

Michael



Hohlstellen



Guten Tag,
das klingt nach Fehlarbeit: wahrscheinlich wurden die Platten nur gepunktet (mit Batzen montiert). Sie müssen unbedingt vollflächig angesetzt werden, mit der Zahntraufel nämlich, möglichst in noch feuchten Ausgleichsputz. Sonst ist kein Wassertransport von der Wand in die Platte möglich und es entsteht eine fatale Kondensatebene auf der Wandoberfläche.

Grüße





Ich habe heute Morgen das ganze prüfen lassen.

Noch ist der Unterputz bzw. die Ausgleichsfüllung
unter den Platten naß. Folglich können die Platten
dann an den Stoßkanten durchaus noch nachgeben. Ich
habe an einer vermeintlichen "Hohlstelle" die Platte
öffnen lassen. Ergebnis: ausreichend Füllung hinter
der Platte.
Nach heutiger Begehung der Baustelle war erkennbar,
das die Platten an den stark unebenen Wänden mit
einer Lattenunterkonstruktion montiert werden. Also
Lattung, dazwischen ausreichend mit Lehm aufgefüllt,
dann Platte im Ansetzmörtel (identisch mit dem Ausgleichsputz) drauf.

Ich bin ein pingel ;-) , kontrolliere alles 3 Mal
und gebe meine Bedenken oder Fragen sofort weiter.

Ist also weniger dramatisch als erst angenommen.
Ich warte erstmal ab bist der Lehm ein wenig angezogen hat.