Fussbodenaufbau und Dämmung

23.08.2007



Hallo liebe Forumsteilnehmer,
ich bin dabei einen Altbau zu erwerben.
Dabei möchte ich gern den Fussboden dämmen.
Momentaner Aufbau:
Laminat, Presspanplatten, dann die alten Holzdielen und darunter schon Sand.
Ein Bekannter von mir hat folgenden Aufbau gewählt:
Sand, darin Steinplatten als "Fundament" verlegt. Darüber eine Dampfsperre. Dann Balken über die Steinplatten gelegt und dazwischen gedämmt. Nund die Balken mit OSB-Platten geschlossen und darauf den Bodenbelag.

Was meint Ihr?

Vielen Dank im Voraus!



Porentiefer Unfug



Mit diesem Bekannten sollten sie Skat spielen oder Angeln, aber nicht bauen.

Blättern Sie sich doch erst 'mal durch das Forum (Suchfunktion oben links). Bin heute etwas kurz dran, weil das Wochenende naht.

Schönes ebensolches wünscht

Thomas



Auch noch feuchte Wände...



Hallo Thomas,

ich hatte gerade einen Baugutachter vor Ort und dieser hat festgestellt, dass die Wände (komischer Weise nur die Innenwände) fast alle in den unteren 10cm feucht sind.
Ich würde nun als erstes den kompletten Fusboden hochnehmen und schauen, wie sie Substanz darunter aussieht.
Danach müsste ich dann entscheiden, wie ich weiter vorgehe und vor allem, wie ich den Fußboden neu aufbaue.
Hier bin ich leider noch kein Stück weiter!
Ich würde mich freuen, wenn ich dazu noch weitere Informationen bekommen könnte! Bodenbelag sollen Massivholzdielen und im Schlafzimmer Kork werden.

MFG Benjamin



Der Gutachter sollte...



zunächst einen schlüssigen Grund finden, warum die Innenwände feucht sind. Kondensat reicht da wohl als Erklärung nicht aus. Sind die Räume unterkellert, welcher Deckenaufbau?

Wenn das klar ist,kann man über einen Aufbau nachdenken. Dampfbremsfolien und OSB sollten da jedenfalls nicht vorkommen.

Grüße

Thomas



Unterkellert....



...sind die Räume nur zu einem geringen Teil. Dann hätte ich es mir auch erklären können, aber leider sind im kompletten Haus, auch mehrere Räume entfernt die unteren Reihen feucht.
Gut, morgen kommt der Architekt als zweite Meinung und Ende September kann ich anfangen den Fußboden hoch zu nehmen. Dann würde ich gern noch einmal auf dich zukommen!

MFG



Vielleicht



defekte Rohre? Das muß nicht immer ein Rohrbruch sein,manchmal tröpfelt es auch nur.

Grüße

Thomas



Defekte Rohre,



das habe ich auch gehofft und wenn ich ehrlich bin tue ich das immernoch!
Ich glaube es allerdings nicht mehr, denn ein großteil der Rohre ist aufputz verlegt und verläuft genau an den betreffenden unteren 3 Steinschichten entlang. Hier ist das Mauerwerk natürlich "furz"-trocken...
Heute kommt der Architekt, bin mal gespannt was er meint.
Müsste man bei Feuchtigkeit von unten eine kapilarbrechende Schicht legen? Denn hier war auch ein Missverständnis mit meinem Bekannten. ich halte ihn für engagiert und clever genug sich vorher ausreichend zu informieren und habe nocheinmal nachgefragt.
Er hat eine kapilarbrechende Schicht aus Glaskügelchen (wie auch immer der Fachbegriff ist) gelegt und keinen Sand und darüber Folie...

MFG



Wenn in den Wänden...



...Wasser aufsteigt, wird das nicht durch einen Fußbodenaufbau beseitigt,das muß vorher abgestellt werden.

Folien sind keine hinreichenden Abdichtungen.

Mal etwas unter Fußbodenaufbau im Forum suchen, Georg Böttcher z.B. hat hier eigentlich schon alles ausführlich dargelegt.

Grüße

Thomas



Neue Erkenntnisse...



haben sich in den letzten Wochen gezeigt:

1. Sämtliche Außenwände sind trocken, weil die Maurer damals gute Arbeit geliefert haben und eine Horztontalsperre eingesetzt haben. Diese ist auch noch intakt.

2. Die Innenwände sind fast durchweg feucht, weil die Zimmermänner damals dieses eben nicht getan haben und sich die Feuchtigkeit scheinbar kapilar zieht.

Nun ist mein Plan nach dem besuch von 2 Architekten und 2 Maurern folgender:

Ich werde die Innenwände nachträglich mit einer Horizontalsperre versehen und nicht wie von den Maurern vorgeschlagen mit Verkieselung sondern durch eingeschlagene Edelstahlbleche.
Grund: Ich habe unregelmäßig gemauerte Fundamente und kann nicht glauben, dass ich mit verkieseln eine 100%-Lösung bekomme. Außerdem habe ich respekt vor der Chemie, auch wenn es aushärtet und nie wieder etwas ausdampft. Asbest war auch einmal ungefährlich...

Den geglühten Sand in den Räumen werde ich auskoffern und dort eine Betonsohle einlegen (12 cm).
Auf diese Sohle lasse ich eine Schweißbahn verlegen, welche ich seitlich an die Edelstahlbleche anschließen lasse oder an den Außenwänden ca. 20 cm hochlegen und mir so eine Wanne bauen.

Danach lege ich in diese Wanne eine Balkenlage und dazwischen Isolierung.
Auf die Balken dann Dielen, bzw. Fliesen auf OSB.

Wie ist Eure Meinung?

Beste Grüße aus dem kalten Norddrebber!

Benjamin



Wenngleich...



...ich nicht endfällig einschätzen kann, ob eine Verkieselung der beste Weg ist (preiswerter als Edelstahl wird sie wohl sein) - die Angst vor Silikaten müssen Sie nicht weiter hegen. Sie dürften weder die Zähne putzen noch im Garten umgraben, der Putz an der Wand und der Rosenquarz am Ring der geschätzten Gattin bestehen u.a. oder ausschließlich aus Silikaten bzw. Siliziumdioxid.

Gefährlich werden die gebräuchlichen Silikate allenfalls als Wurfgeschosse (Kiesel).

Grüße

Thomas



Guten Morgen,



Thomas.
Ich habe mich informiert und bekomme Edelstahlbleche mit den Maßen 600mm * 800mm 0,5mm stark für ca. 14 € / Stk.
Damit kann ich 1,2m Wand trocken legen.
Bedeutet bei mir für 25 m Wand ca. 350€.

Was würde mich Verkieseln kosten? Ich weiß, es kann auf die Entfernung niemand ein Angebot abgeben, aber eine grobe Richtung wird möglich sein oder?

Best Grüße

Benjamin



Das war eine Schätzung...



...von einem der, selbst keine Wände trockenlegt.

Der Blechpreis kann sich aber ja wohl nicht auf das Einbauen der Bleche beziehen. Diese werden mit spezieller Technik eingeschlagen, was die Kosten vervielfacht, und vom Laien nicht zu leisten ist.

Da würde ich von jeglicher Eigenleistung absehen.

Grüße

Thomas