Stallbodenausbau

06.01.2009



Hallo
Wir sind dabei unser altes Stallgebäude(36er-Ziegelmauerwerk) zur Ferienwohnung auszubauen.
Ein unterer Teil des Stalles wird als Teppenaufgang (und eventuell zur Sauna )ausgebaut ,der andere Teil, soll weiter als Abstellraum und Garage genutzt werden.
Den Putz in "Treppeaufgang und Sauna" hab ich schon im vergangenen Frühjahr abgeklopft und das Mauerwerk neu verfugt.Im Spätherbst wurde dann eine Horizotalsperre im allen Wänden eigezogen.Ich hoffe nun ,das die Feuchtigkeit und die Salzausblühungen etwas gestopt sind und ich im Herbst 09
oder Frühjahr 2010 die Innenände neu Verputzen kann.
UNd meine erste Frage ist .
Hat jemand schon Erfahrung
mit Stallwandensanierung und was kann ich noch machen?
Zweite Frage: Fußbodenaufbau
Die Decke des Stalles ist eine Kappendecke (Gewölbedecke mit Stahlträgern).Die Wölbung wurde schon mal sehr uneben mit cm 3-9cm Beton überzogen.Quer zum Gebäude laufen dann noch die Binderschwellen der Windböcke,bei der die Oberkante 10 bis14cm über der Decke liegt.Der Vorschlag von einen Architekten ist:
1.ausgleichen der Betonoberfläche mit Kalkmörtel oder Trockenschüttung(von1-5cm eine Ebene herstellen)
2.Styroporplatten (trittfest)8-12cm je nach Ausgleich Decke
3.einelage OSB-Platten 22mm verlegen
4.Laminat
Ist dieser Aufbau machbar oder fehlt da noch eine Dampfbremse?wenn ja dann über oder unter der Styrodordämmung
Reicht eine Lage OSB-Platten oder ist es besser zwei Lagen(2x?mm) zuverlegen -verschraubt und verklebt?
Dritte Frage.
Der Drempel ist 1,50m hoch und hat eine 24er Mauerstärke.
Davor stehen die 14er Stiehle vom Dachstuhl bis zu 20cm vom
Mauerwerk weg- also bis 6cm Luft zwischen Wand und Stiehl
Ausbau ist wie folgt geplant:von außen nach innen
1.24er Mauerwerk
2.10er Porenbetonsteine ausmauer auf die aufgehende 36er Wand
3.Sparrschalung zum ausgleich, bis zur Vorderkante der Mittelfette und Kopfbänder
4.1xRigibsplatten

Meine Fragen dazu.
Kann man nach Fertigstellung des Fußboden (also OSB-Platten verlegt 1 oder 2-lagig?)nicht mit Ständerwerk arbeiten, also:
1.24er Mauerwerk
2.100er Ständerwerkanbauen (am Boden und Mittelfette)und
Steinwolle einbringen -der Hohlraum zwischen Wand und ständerwerk kann zum verlege von Leitungen genutzt werden
3.Dampfsperre
4.2x Rigibsplatten
oder ist der Wandaufbau nicht zu empfehlen wegen Taupunkt
einbriengung im Zwischenraum ?

Ich hoffe das uns jemand weiter helfen kann in der einen oder anderen Frage.

Dank im vorraus .

Martin



Zur zweiten Frage mache ich doch gleich einen Gegenvorschlag



statt Schüttung, Styropor und OSB mit Laminat, schlage ich einen Dielenboden auf Lagerhölzern vor, der zwischen den Balken mit einer Schüttdämmung (Perlite, Zellulose) ausgefüllt wird. direkt unter den Dielen ist eine Dampfbremse (z.B. ProClima dB+) erforderlich. (Ich kalkuliere die Garage wie Außenluft)
Frage 3
Ich würde eine Außendämmung z.B. Zellulose mit Lärchenholzschalung vorziehen.
Bei einer Innendämmung schlage ich Holzweichfaserplatten, Kalziumsilikatplatten oder Mineralschaumplatte von Redstone vor. Die Platten werden vollflächig in Mörtel an der Wand versetzt und dann überputzt.
Porenbetonsteine halte ich für keine gute Lösung. Sie sind entweder hydrophibiert, können also keine Feuchtigkeit aufnehmen oder transportieren, oder aber sie halten die Feuchtigkeit so lange fest, dass es zu Schäden kommen kann und eine Dämmwirkung nicht mehr gegeben ist.



Stallbodenausbau



Hallo,

viele Fragen auf einmal. Beantwortet Ihnen Ihr Archi die eigentlich nicht ? Ich wäre jedenfalls sehr unangenehm berührt, wenn man nun anfinge, anders als nach meinen Ausführungsplänen zu arbeiten.

Zu Ihren konkreten Fragen: den Ausführngen von Fred Heim schließe ich mich im wesentlichen an. Es gibt natürlich beliebig viele Lösungen. Die Sache mit dem Ständerwerk vergessen Sie bitte. Dahinter geht es doch immer sehr unkontrolliert zu, zieht, schimmelt, zieht Kleinsäuger an.

Grüße





HALLO
Herr Heim und Herr Beckmann ,danke erst eimal für Ihre Antworten.
H.Heim Ihren Vorschlag zum Fußbodenaufbau mit der Holzbalkendecke hatten wir auch im Gespräch ,haben
dann aber den Aufbau mit Styrodor und Verlegeplatten auch als für GUT befunden.Was spricht Ihrer Meinung nach gegen diesen Aufbau? Und würde dann eine Lage Verlegeplatten(22mm)oderlieber 2x????mm Verlegeplatten?? Den Vorschlag der Innenwanddämmung mit Holzfaserweichplatten finde ich sehr gut, muß aber zugeben, daß ich mich noch nie mit diesen Material befaßt habe.Nach dem ich nun ein bischen gegoogelt hab,wäre der Wandaufbau ja sehr ähnlich wie mit den Porenbeton:1.-24er Wand 2.Holzfaserweichplatten 3.Dampfsperre 4.Sparrschalung 5.-Rigibsplatten
So war es dargestellt auf einer Internetseite.
Nur mit den verputzen direkt auf dieser Holzfa..-platten finde ich nicht so ideal, da der Putz am Holz (Mittelfete mit Kopfbänder)wohl immer reißen würde,deswegen doch die Rigibsplatten über der ganzen Wand.
Wie teuer ist den das Material? Holzweichfaserplatten
Herr Beckmann, mit meinen Architekten ist das nicht so einfach und möchte hier nicht darüber schreiben.
Werde aber den Wandaufbau mit der Vorsatzschale aus Ständerwerk ganz verwerfen.

Hat noch jemand Antworten auf meine Fragen oder Vorschläge
zum Ausbau des Dachbodens?

Gruß Martin



Nun gegen den Aufbau spricht einiges



-Styrol aus Styropor
-Isocyanate aus OSB-Platten
-und was Laminat so alles abgibt, neben dem Problem der statischen Aufladung und der Sondermüllentsorgung ...?
Außerdem, glaube ich das dieser Aufbau teurer ist und zu den Qualitäten eines Dielenbodens gibt es eigentlich kaum Vebesserungsmöglichkeit.





Hallo

Herr Heim -es hört sich ja alles schrecklich an, mit Sondermüll usw. Wir haben Styrodor schon preiswert gekauft.
Hätten sie ein Vorschlag statt Verlegeplatten und Lamninat?
Und ,ist meine Wandsanierung "Treppenaufgang und Sauna" also der der untere Teil des Gebäudes ok?

Gruß Martin



Für die Wandsanierung



gibt es hier Leute, die das besser beurteilen können. Die bessere Alternative zu Laminat ist natürlich Dielenboden oder Parkett. Auch Kork oder Linoleum sind Möglichkeiten. Zu den OSB-Platten weiß ich im Augenblick keine bessere Lösung, wenn unbeding Styrodur oder Styropor verlegt werden muss höchstens noch Trockenestrich, aber ...?





HALLO

Ich glaube ,ich hab zuviel Fragen auf einmal gestellt und verschiedene Fachgebiete angesprochen wie:Wandsanierung vom Stallgebäude, Fußbodenaufbau auf einer Kappendecke mit kalt-(Garage)undwarm -(sauna)Bereiche von unten, und dann noch eine Innenwanddämmung-24erWand mit davor stehender Dachstuhl-Stiehle Fete usw

Die Wandsanierung hat noch Zeit.

Mit den Dachstuhlausbau wollte ich (nach den perma Frost)
nicht irgendwie, sondern mit gutengewissen weiter machen.
Ich hatte gedacht, das mir jemand sagen kann der Fußbodenaufbau ist zwar mit diese Materialien nicht gerade
prickelt weil-Sondermüll ,chemische Ausdünstungen usw aber
das muß man bautechnisch so machen , sonst gibt es Bauschäden,wichtig ist hier eine Dampfsperre von oben und da eine von unten weil warm und kalt oder so.
H. Beckmann ärgert sich, das ich nicht mein Architekt frage aber es gibt viele Möglichkeiten der Innenwanddämmung -mein Architekt- mit Porenbeton
-H.Heim -mit Holzweichfaserplatte
- der nächste sagt,mach ein Ständerwerk davor
ist am schnellsten, preiswert und wurd immer so gemacht...
Man möchte ja was bauen was hält und das darum, sprich Dachstuhl,auch -es soll zwar NUR eine FeWo werden aber später doch immer genutzt ?
Naja ,hat hier nicht so geklappt mit dem Antworten auf meine Fragen.
Jetzt werd ich meinen Archi die Sache mit den Holzweichfaserplatten berichten, mal sehn was er dazu sagt.
Dann wie teuer das Material ist ,wie schell liefer bar ist und und

Danke für Infos.

Gruß Martin



Das hört sich nach etwas Frust und einer kleinen Beschwerde an.



Aber so ist das, je mehr Menschen man befragt, um so mehr Antworten bekommt man. Man hat aber auch nur so die Möglichkeit sich eine eigene Meinung zu bilden. Ich bin aber schon der Meinung, dass der Planer verschiedene Varianten kennen und vorstellen sollte um die bauphysikalisch Beste dann nach Absprache mit den Bauleuten durch zu planen.
In sofern denke ich, dass das mit den Antworten auf die Fragen doch ganz gut geklappt hat.
.
ein Problem für uns ist es natürkich auch immer wieder, wenn fragen zu einem guten Aufbau gestellt werden, man macht Vorschläge und dann erfährt man, dass das andere Material schon gekauft ist.
.
Die Diffusion bei einem bestimmten Deckenaufbau muss rechnerisch nachgewiesen werden. Dies ist die Aufgabe des Planers. Führt er solche Berechnungen nicht durch, muß ein entsprechender Fachplaner hinzu gezogen werden. Übrigens für meinen Aufbau hatte ich die Dampfbremse angegeben (ohne Planungsauftrag ;-)) ).





Hallo
Hört sich nicht nur nach Frust an -ist es auch,beschwerden?
ehr nicht!
Hatte noch einwenig Zeit, und mich über HWFP informiert.
Leider denke ich, daß es woll doch nicht so das Richtige für mein Ausbau ist .20cm HWFP scheint mir nicht machbar an einer 24er Wand ,die von der Bausubstanz nicht die beste ist, anzubringen.Ganz abgesehn von den Kosten.
Ich weis zwar noch nicht ,wie ich den Drempel verstärke -ausfache-dämme-glätte oder wie man es sonst noch nennen kann, aber es wird sich eine Lösung finden ??
Den Fußboden werde ich nun,aller unkenrufen euer seits wie folgt aufbauen :Kappendecke ausgleichen mit Mörtel dann Styroporplatten ,Dampfbremse, Fußbodenverlegeplatten
doppellagig ,Tritschalldämmung und doch Laminat weil es für
eine FeWo ok ist.
Nochmal Danke für die Hinweise.
Gruß
Martin
Hat ja geklappt mit den foto -zeigt den Dachboden.



Eine Innendämmung



der von uns genannten Art kann lediglich 4-6 cm stark sein, würde dann zwischen den Hölzern sitzen und die Holzkonstruktion würde sichtbar bleiben. Schwierig ist der Anschluss zwischen Putz und Holzkonstruktion und ich müsste selber auf die Suche gehen um hier eine Lösung zu finden. Gestalterisch könnte ich mir das ganz gut vorstellen.





Hallo,
ich hatte in dieser Woche meinen Architekten vor Ort und
haben noch mal über den Drempel(Kniestock)und Giebel gesprochen.
Folgende Lösung vom Architekten:
1. 24er Mauerwerk (vorhanden)
2. dann Porenbeton (17,5cm )dicht ohne Luft an das
vorh.Mauerwerk anmauern.
3. zum Ausgleich eine Lattung (Dachlatte oder
Sparrschalung)kann mit Dämmung (2cm steinwolle)
ausgestopft werden
4. 1x GK-Platte
Ich weis das Porenbeton nicht ideall ist, aber darum
geht es mir nicht.
Meine Frage hierzu, sollte ich noch eine Dampfsperre oder
Dampfbremse einbauen?mein Architekt meinte muß ich nicht!
-Fußbodenaufbau auch nochmal besprochen :
1. Kappendecke ausgleichen- also Planum herstellen
2. PE-Folie auslegen?
3. Dämmung Trittfest
4. 1x? 22cm OSB -Platten
Also wieder keine Dampfsperre oder Dampfbremse,zwischen
Dämmung und OSB-Platte,dafür zwischen Kappendecke und Dämmung eine Folie?
Und ist eine Lage 22cm OSB ausreichend?
Was ist den RICHTIG?
MfG
Martin



Nun,



ihr Architekt sollte in der Lage sein ihnen die Diffusionsberechnungen der beiden Konstrktionen vorzulegen. In beiden Aufbauten kommt es nach einer schnellen Kontrollrechnung meinerseits zu Kondensatbildung und beide Konstruktionen erfüllen nicht die nach der Glaser-Berechnung (DIN) gesetzten Grenzwerte für anfallendes Tauwasser. Die vorgeschlagenen Materialien sind vermutlich nicht geeignet bei anderen Rechenverfahren zu positiven Ergebnissen zu kommen.





Hallo
Herr Heim Danke für ihre Antwort.
Meine Fragen nach der Dampfsperre wurden ja schon mal
beantwortet.Hatte gestern noch ein Gespräch mit einen
Architekten,nicht meinen,vorgester ein ausgebildeten
Bauwerkssanierer hier und es gab wieder unterschiedliche
Aussagen zu meinen Fragen.
Also die Dampfsperre kommt zur Warmseit,im Fußboden,wand und Decke.Das ist die Ausage vom zweiten Architekten.Die Sache mit den Taupunkt hat er nicht angesprochen,hatte ihn aber den Schichtenaufbau beschrieben, 24er wand-yton usw und er hat keine negativen Äußerungen dazu gemacht.
Keine Ahnung was ich machen soll.
Gruß
martin.



Offensichtlich



will niemand eine konkrete Aussage mit rechnerischem Nachweis erbringen. Wenden sie sich an den nächsten Baubiologen (Adressen gibt es hier:www.beratungsstellen.baubiologie.de). So schlagen sie 2 Fliegen mnit einer Klappe. Ein Baubiologe wird ihnen die richtigen Materialien empfehlen und einen Fachingenieur der die entsprechende Berechnung erstellen kann, wenn er dieses nicht sogar selber anbieten kann.
Was ich nicht so ganz verstehe. Wenn sie in einer ehem. Scheune einen Wohnraum erstellen, müssen sie einen Nachweis nach EnEv erstellen lassen. Zu dieser berechnung gehört mit wenig Aufwand mehr auch der Diffusionsnachweis. Ist das alles nicht gemacht worden?





Hallo
ich hatte heute noch ein Gespräch mit meinen Architeckten.
Er hat natürlich eine EnEV Berechnung gemacht und wurde mit den Bauantrag abgegben .
Mit meiner nochmaligen Frage nach,Taupunkt,Materialauswahl usw ,wurde er einwenig ungehalten, ob ich kein vertrauen zu ihn hätte.
"Es ist eine 24er ziegelwand(vorh.) +10er bzw 17.5 Yton, also immer eine 36er Wand und da gibt es kein Probleme mit
Tauwasser."
Eine Frage -5Fachleute gleich 5-8 Antworten sagte er.
H.Heim Danke für ihren Rat.
MfG
martin
PS :der Frust wird immer größer ,werde aber bauen wie es geplant ist ,sonst werde ich nie fertig.



Wenn er die Berechnung gemacht hat,



dann sollte er sie ihnen auch übergeben, sie gehört schließlich ihnen. Ich vermute, dass er sie nicht umsonst angefertigt hat.



@ Seemann



Wenn Ihr Architekt bei gewissen Anfragen bereits ungehalten reagiert, dann würde ich ganz schnell in Zweifel verfallen!!
Herr Heim hat hier in vielen Dingen den Finger drauf.
Am besten mit ihm in engere Korrespondenz treten.

Vielleicht ist Ihr ausgewählter Planer nur an der prozentualen Summenrechnung interessiert?
Anteilige Kosten lt. Bausumme?

Im Berliner Umland hätte ich für Sie sicherlich noch eine interessante Alternative, mit dem wir schon so einige interessante Projekte umgesetzt und verwirklicht haben.
Einfach einmal kontaktieren.

Dritte Haut® Architekten
Peter Garkisch (Architekt, Dipl.-Ing.)
Bölschestraße 18
12587 Berlin
Tel.: 030-6409-1744
Fax : 030-6409-4469
eMail: garkisch@dritte-haut.de

In der Plattform zu finden.

Grüße in den Dahme-Spreewald-Kreis,
Udo Mühle