Isolierung bei feuchter Bodenplatte

08.11.2007



Hallo,

Ich habe vor 6 Jahren ein Haus gebaut. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Teich. Die OK Wasser liegt über der Platte, der Teich ist aber durch eine Betonwand abgegrenzt. Vor dem Bau haben wir ein Bodengrundgutachten erstellen lassen. Das erste Wasser war bei 1,10 m in einer dünnen Schicht (Schluff). Beim Verlegen der Erdwärmeheizung fand ich in der Tiefe von 1,20 m kein Wasser. Beides wurde im Sommer gelegt oder geprüft. Unter der Platte ist ca. 60 cm Mineralgemisch 0-32. Die Platte ist B25 WU, zusätzlich gibt es Streifenfundamente B25 (Frostschürze). Als wir dieses Jahr aus dem Urlaub kamen, bemerkte ich im Wohnzimmer eine nasse Wand, stark im Terrassenbereich bis ca. 40 cm plus Fußbodenaufbau 20 cm. Die Wand ist Liapor mit Kunststofffoliesperre auf der Platte. Probebohrungen ergaben, dass bei Regen der Wasserspiegel steigt und die Frostschürze nasse Füße bekommt. Ich hatte vor dem Schaden Gartenstühle und anderes an der Wand stehen. Es hat viel geregnet. Der Sockel ist außen im Spritzwasserbereich mit grünen Platten (Styrodur von BASF?) belegt. Die Kehle ist Zementmörtel. Die Abdichtung habe ich mit Deidermann (2K wie Fliesenkleber mit einer Art Latexmilch) vorgenommen. Die Kehle liegt jetzt hohl (Klopfprobe) und die Abdichtung ist an der Vorderkante gerissen. Die Gegenstände habe ich weggenommen, die Wand ist nahezu abgetrocknet. Die Platte ist bei einer Feuchte von 15-20 Prozent (Messgerät Protimeter Mini III), die Frostschürze ist oberhalb 24%. Jetzt habe ich das Problem, wie ich die Kehle gestalte und die Abdichtung. Wand bildet Stufe zur Platte, Platte Stufe zur Frostschürze, Platte 30 cm stark. Ich wollte jetzt auf Bitumen 2K zurückgreifen. Die Wand soll mit Natursteinfliesen verkleidet werden. Nun stellen sich die Fragen
1. Hält der Bitumen bei dieser Feuchtigkeit
2. Kann der Riss an der Kehle die Nässe verursacht haben?
3. Welche Feuchte der Platte ist im Normbereich?



Abdichtung Bodenplatte



Hallo Michel,
das geschilderte Problem ist nicht typisch für dieses Fachwerkforum, wo es um traditionelle Materialien und Bauweisen geht.
Und es ist zu komplex, um mit Ferndiagnosen Fernratschläge zu geben.
Ich empfehle Ihnen, sich an einen Sachverständigen zu wenden. Adressen gibt es bei der zuständigen Handwerkskammer oder der IHK.
Falls Sie nicht zu weit weg wohnen, kann ich Ihnen auch helfen. Wenn Interesse besteht, kontaktieren Sie mich.

Viele Grüße
Georg Böttcher





Die Sache hat sich schon ein Mitarbeiter einer Firma angesehen. Dieser sagte, es kommt von unten, ohne jedoch die Risse entdeckt zu haben. Er wollte das Haus in dem Bereich durchsägen. Für mich stellt sich aber die Frage, ob der Beton B25 WU im normalen Feuchtebereich liegt.



Abdichtung Bodenplatte



Hallo Michel,
falls Du noch weitere Ratschläge wie Schleierinjektionen, Entfeuchtungsputze, elektrische Zauberkästchen usw. haben willst, dann lade Dir noch weitere Firmen ein.
Meinst Du nicht, das es eventuell einen Unterschied zwischen dem Verkäufer einer Firma, der vorher vielleicht Gebrauchtwagen verkauft hat und jetzt Aufträge reinholen will und einem Sachverständigen einen gewissen Unterschied im Grundlagenwissen gibt?

Viele Grüße
Georg Böttcher



Ganz recht,



es gibt zwar auch seriöse Firmen, die werden allerdings von den Sachverständigen empfohlen. Als erstes muss die Ursache lokalisiert werden, dann kann man über entsprechende Massnahmen entscheiden. Gerade auf diesem Sektor wird viel Unfug gemacht.
MfG,
Ulrich